Dicker Bauch trotz Appetitlosigkeit/Sind es die Nieren???

Diskutiere Dicker Bauch trotz Appetitlosigkeit/Sind es die Nieren??? im Krankheiten und Gesundheit Forum im Bereich Katzen; Hallo an alle, die 14-jährige Katze meiner Mutter frisst seit ca. 1 Woche kaum etwas, trinkt wenig und schläft viel. Erst dachten wir es komme...
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bijoux72

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Hallo an alle,

die 14-jährige Katze meiner Mutter frisst seit ca. 1 Woche kaum etwas, trinkt wenig und schläft viel. Erst dachten wir es komme davon, dass sie trauert. Weil sie vor ein paar Wochen ihr Geschwisterchen verloren hat. Aber dann bemerkten wir, dass ihr Bauch sehr aufgebläht und auch hart ist.
Seit Dienstag ist sie in der Tierklinik. Dort nahm man Blut ab und hat sie geröngt. Das Blutbild zeigte Entzündungswerte und dass die Niere nicht mehr richtig arbeitet. Seitdem liegt sie am Tropf. Auf Nachfragen sagte man uns vorhin, dass sie bis jetzt immer noch nichts gefressen habe und die Blutwerte sich auch nicht verbessert hätten. Man überlege, sie aufzumachen, um genaueres sagen zu können.

Was könnte das sein? Sind das Anzeichen für eine Nierenerkrankung? Wir haben mit Nierengeschichten keine Erfahrungen.

Bevor sie sie aufmachen werden wir aber noch eine andere Tierklinik hinzuziehen. Eine zweite Meinung ist uns hier lieber als sofort zu operieren. Zumal sie schon 14 Jahre alt ist.

Wir sind für jede Antwort dankbar.

Liebe Grüße
Bijoux72
 
02.11.2006
#1
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Gast

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Seven2

Seven2

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Hallöchen!

Was haben denn die Tierärzte gesagt, woher der dicke Bauch kommt? Muss doch irgendeine Ursache haben... .
Manchmal ist es tatsächlich angebracht, direkt nachzuschauen, was da im Bauchraum los ist, wenn alle bildgebenden Verfahren kein Ergebnis bringen. Ist allerdings bei einer 14-jährigen Katze, deren Nieren nicht mehr gut arbeiten, ein gewisses Risiko!
Wurde schon mal ein Ultraschall angesprochen? Dort kann man bspw. Tumore (muss man leider in dem Alter auch dran denken) recht gut erkennen. Wirkt sie den, außer diesem dicken Bauch, mager, also kann man bspw. die Wirbelsäule gut ertasten?

Hm, ist wirklich nicht so einfach. Drück Euch auf jeden Fall die Daumen, dass bald herausgefunden wird, was Deiner Katze fehlt!

LG
Seven
 
B

bijoux72

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Hallo,

leider gibt es keine guten Nachrichten. Die Katze ist tot.
Wir haben sie auf Anraten der Tierärztin am Donnerstag einschläfern lassen. Ihre Blutwerte haben sich derart verschlechtert, dass man nichts mehr machen konnte, lt. Ärztin. Ausserdem ist sie in einen delirium-ähnlichen Zustand verfallen und hat unkoordiniert geschrien, dass die Ärztin meinte, es seien schon Vergiftungserscheinungen. Weil wir sie nicht leiden lassen wollten und die Ärztin meinte, es bestünde keine Chance auf Besserung, haben wir sie über die Regenbogenbrücke geschickt. Da es ja schon die zweite Katze meiner Mutter war, die innerhalb von zwei Monaten eingeschläfert werden musste, ist meine Mutter völlig am Ende. Und ich auch.
Zudem kommt noch, dass ich mir jetzt Vorwürfe mache, weil wir nicht nochmal hingefahren sind. Meine Mutter konnte einfach in dem Moment nicht mehr. Sie ist fast zusammengebrochen. Ausserdem habe ich jetzt gelesen, dass schon einige Katzen, die schon an der Schwelle des Todes standen, sich wieder berappelt haben.
Hätten wir noch warten sollen? Ich kann an nichts anderes mehr denken. Vielleicht hätte sie noch eine Chance gehabt.

Warum sie so einen dicken Bauch hatte, weiss die Tierärztin auch nicht. Auf dem Röntgenbild war wohl nichts zu sehen. Sie schliesse aber bei dem Alter einen Tumor o. ä. nicht aus. Die Diagnose Nierenversagen wäre aber definitiv.

Ich weiss nicht mehr, was ich denken soll. Meine Mutter fragt mich auch ständig: "Habe ich das richtige getan?" Natürlich sage ich ihr ja. Ich will sie nicht mit irgendwelchen Vorwürfen zusätzlich quälen. Aber ich denke auch in diese Richtung.

Was meint ihr?

Traurige Grüße
bijoux72
 
S

Stromer170280

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Hallo Du,

bitte macht euch keine Vorwürfe. In meinen Augen habt ihr der Katze so den letzten Weg erleichtert und wenn sie schon in diesem Stadium war, hätte denke ich auch nichts mehr geholfen.

Der Körper nimmt ja auch Schaden durch die Vergiftung, auch das Gehirn, die anderen Organe usw.. Ein Nierenversagen kann wenn es akut ist in wenigen Fällen therapiert werden, ein chronisches Nierenversagen kann nur mittels Unterstützung der Nieren etwas verzögert/aufgehalten werden.

Eure Katze hat eine Infusionstherapie bekommen, ihr wart mit ihr beim TA und leider haben die Infusionen und Behandlungen nicht geholfen. Ihr hättet nicht mehr für sie tun können und ganz ehrlich, wenn sie von den Vergiftungserscheinungen in ein Delir fällt (der nächste Schritt wäre ein Koma) und nicht sofort was hilft, kann man nichts mehr machen.

Wir haben auch vor einer Woche unseren nierenkranken Kater einschläfern lassen müssen. Es ging ihm innerhalb 1-2 Wochen sehr viel schlechter und weder Infusionen noch sonstwas half noch.

Wenn die Nierenwerte erhöht sind (und erhöht heisst nicht "nur" leicht erhöht) funktionieren bereits rund 60 % der Niere nicht mehr. Heisst die Funktion ist über die Hälfte eingeschränkt und die Nieren können die Giftstoffe nicht mehr ausfiltern.

Der dicke Bauch kann verschieden Ursachen gehabt haben, möglich wären auch Wasseransammlungen da die Nieren nicht mehr filterten.

Ich wünsche euch ganz ganz viel Kraft aber macht euch keine Vorwürfe ihr habt das beste für die Mietze getan und ihr so geholfen kürzer zu leiden. Der Zustand in dem sie war wäre denke ich nicht mehr besser geworden und ihr ging es so wie du schilderst sehr sehr schlecht.

Es ist sehr schwer diese Entscheidung zu treffen aber wenn ein Tier so leidet dann ist es leider trotz dem Schmerz in einem drinnen, die einzige richtige Entscheidung.

lasst euch feste drücken und ich schicke euch ganz ganz viel Kraft und Trost
 
Seven2

Seven2

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Hallo Bijoux!

Das tut mir wirklich leid für Euch!
So, wie Du es schilderst war es auf jeden Fall das richtige für Eure Katze. Mit 14 hatte sie doch ein wirklich dankbares Alter und wenn es nicht mehr geht, dann geht es nicht mehr!
Macht Euch keine Vorwürfe, ich hätte höchstwahrscheinlich genauso entschieden!
Kopf hoch! :troest:

LG
Seven
 
B

bijoux72

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Hallo ihr Zwei,

vielen Dank für Eure lieben Worte. Irgendwo weiss ich ja, dass es wahrscheinlich die einzige Lösung für unsere Katze gewesen ist. Aber diese letzte endgültige Entscheidung treffen zu müssen, ist so unwahrscheinlich schwer. Man hat einfach das Gefühl, Leben zu nehmen. Egal wie krank das Tier war. Ich rede mir ja auch immer wieder ein, dass wir ihr weiteres Leiden erspart haben. Wenn nicht immer wieder diese Zweifel kämen. Aber ich denke, dass ist völlig normal und hat bestimmt jeder, der sein geliebtes Tier über die Regenbogenbrücke geschickt hat.

Nochmal vielen Dank für den Trost, es hilft schon, wenn man solche Worte hört oder liest. Gut, dass es dieses Forum gibt!


Liebe Grüße
bijoux72
 
S

Stromer170280

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Hallo Du,

diese Gedanken sind normal weil man "es" in der Hand hat, aber töten ist es für mich so nicht es ist für mich eine Erlösung wenn Tiere so sehr leiden. Klar hatte ich letzte Woche und die Male vorher genau die gleichen Gedanken aber wenn ich mir dann die Stunden vorher in den Kopf rufe wie es dem Tier ging weiss ich es war das richtige und bei euch bestimmt auch.

drück dich ganz ganz feste
 
Twister-Sister

Twister-Sister

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Hallo Du,

laß Dich mal ganz fest in den Arm nehmen :knuddel:
Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen. Da kann ich mich Birgit und Seven nur anschließen. Ja - es ist eine verdammt schwere Entscheidung und man kommt sich manchmal vor wie ein Killer. Aber man muss sich dabei Folgendes vor Augen halten:
In der Natur und ohne menschliche Hilfe wäre das Tier entweder grausam verendet oder durch einen "Fress-Feind" erlöst worden. Letzteres mag zwar schnell gehen, doch für das Tier ist es wohl keine so angenehme letzte Erfahrung.
Und ein Tier lebt im Augenblick. Es kommt ihm weniger darauf an, wie LANGE es hier auf Erden ist, sondern WIE es ihm dabei ergeht.

Was das Erlösen durch den Menschen angeht, sollte man also versuchen, dies aus dem Blickwinkel des Tieres zu sehen: Dies macht in seinen letzten Minuten die Erfahrung, dass es müde in den Armen des Menschen wird, den es am Meisten liebt und von dem es ebenfalls am Meisten geliebt wird. Es muss keine Todesangst und keinen Schmerz erleiden. Ja, es weiß nicht einmal, warum es überhaupt langsam müde wird. Kann ein Tod also je friedlicher sein?
Deshalb kann man auch das Einschläfern getrost als eine Erlösung sehen - ja den größten Liebesdienst, den man seinem geliebten Wesen in diesem Fall tun kann. Man sollte sich keine Vorwürfe machen, zumal man diese Entscheidun ja nicht aus "dem Blauen heraus" getroffen hat, sondern weil man neben dem TA als Mensch um die Hintergründe und um die Unabwendbarkeit des Abschieds weiß, der ja leider so oder so kommen wird. Wie man aber dem Tier den Aufbruch erleichtert und diesen so angenehm, wie möglich gestaltet - dies liegt nunmal in unserer Verantwortung und gehört auch irgendwie dazu...
Und genau DESHALB hast Du bzw. Deine Ma das einzig Richtige getan. Haltet Euch dies immer vor Augen und seid nicht verzweifelt.

Ich wünschte, ich könnte mehr tun, um den Schmerz, den Ihr habt, zu verscheuchen - aber mir bleibt leider jetzt nur noch, Dir und Deiner Mama viel Kraft zu wünschen, um über den Verlust hinweg zu kommen.

Liebe und tröstende Grüße
Twisi, die am Freitag auch ein liebes Wesen auf diese Weise verabschiedet hat.
 
B

bijoux72

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Hallo Twisi,

danke dir für deine super lieben Worte. Es hilft schon sehr. Auch wenn beim Lesen wieder Tränen fliessen.

Für dich tut es mir sehr leid, dass du am Freitag auch diese Entscheidung treffen musstest. Ich hoffe, dir geht es nicht ganz so schlecht. Aber gut bestimmt auch nicht. Wer steckt das schon so locker weg? Ich glaube niemand, der Tiere liebt.

Hoffen wir, dass sich alle, die dieses kürzlich mitgemacht haben, bald nur noch mit einem Lächeln auf dem Gesicht an die schönen Momente im Leben mit ihren Tieren erinnern und der Schmerz bald weniger wird.


Liebe Grüße
bijoux72
 
Twister-Sister

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Hallo bijoux,

ja es ist noch frisch und tut schon noch weh - aber in Felix Fall war die Sache voraussehbar, weil er einen Tumor am Kopf hatte. Auch die beiden Kätzinnen die ich noch habe lenken mich immer wieder vom Schmerz ab - man muss ja für sie da sein. Das Einzige was ich nicht gedacht hätte, ist, dass er so schnell nach dem Tod seines Bruders diesem folgen wollte. 7 Jahre hat der Tumor sozusagen Ruhe gegeben aber in der letzten Zeit ist er rapide gewachsen und Freitag kamen die ersten wirklich ernsten Beschwerden. Da ich ihn nicht leiden lassen wollte (und er hätte definitiv sehr gelitten), ließ ich ihn schweren Herzens gehen.

Bestimmt hatte Eure Katze ein sehr schönes Leben bei Euch gehabt, so wie Felix ein schönes Leben bei mir hatte. Daran muss man auch immer denken, wie gut es unsere Fellnasen doch im Vergleich zu vielen anderen getroffen haben. Mehr können wir nicht tun: Ein schönes Leben bieten mit vielen schönen Stunden und irgendwann einmal einen für das Tier schmerzfreien Abschied.
Da draußen sind aber noch so viele, die unsere Hilfe brauchen können und wenn unser Herz nicht mehr so schwer ist, dann dürfen wir uns jederzeit diesen Geschöpfen annehmen und sie einladen, mit uns ein Stück des Weges zu gehen. Zum Glück sind wir nicht alleine und die Natur hat uns die Tiere geschenkt - was wären wir auch ohne sie?

Liebe Grüße
Twisi
 
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