Von Englisch auf Western!?

Diskutiere Von Englisch auf Western!? im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallo, Seit langem bin ich schon am überlegen, ob ich nicht doch auf western um steigen soll. Mir gefällt es einfach besser. Ich reite seit 12...
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Melissa19

Gast
Hallo,

Seit langem bin ich schon am überlegen, ob ich nicht doch auf western um steigen soll. Mir gefällt es einfach besser. Ich reite seit 12 Jahren Englisch (Reitunterricht, Reiterhof ect.). Mit 9 Jahren hatte ich ein Pflegepferd was ich ca. 2 Jahre western geritten bin. Dann bin ich wieder auf englisch umgestiegen und habe dann mit 11 mein eigenes Pferd (Hafi) bekommen und ihn reite ich nun schon seit 8 1/2 Jahren englisch. Hab aber vor kurzem noch eine Quarter Horse Stute von Bekannten western geritten (super Pferd).
Nun bin ich am überlegen, ob ich nicht meinen Hafi auf western umrüste, d.h. ich würde ihm Westernsattel und Trense zulegen. Würde ihn aber in dem Sinne englisch weiter reiten. Ich reite nur im Gelände und auf O-Ritten, Tagesritte.
Was sagt ihr dazu?
Es ist doch aber möglich einen englisch gerittenen Hafi, auf western umzurüsten, oder? Zumindestens sagen des 2,3 Bekannte von mir die auch western reiten. Mich würde eben auch mal eure Meinung dazu interessieren.

Gruss Melissa
 
31.10.2006
#1
A

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Gast

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shaniasheart

shaniasheart

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Klar kannst Du das machen. Ist im Grunde das gleiche, was ich mit meinem Paul (Lewitzer) mache. Ich habe selber nie Westernreiten gelernt, weiß halt nur so das, was man aus Büchern und TV kennt (Gewichtseinwirkung, andere Schenkelwirkweise als beim Englischreiten, Zügeleinwirkung am Hals etc.). Paul wurde englisch angeritten, dann nach ca. 1 Jahr auf Western umgestellt und ganz leicht grundausgebildet, dann hab ich ihn übernommen (mit 7). Er konnte also beides ein bißchen, aber nix so richtig.

Ich reite ihn mit Westernsattel und Westerntrense, aber ich hab keinen Cowboyhut dabei auf :D Wir reiten auch ausschließlich im Gelände, wenn es uns überkommt (bzw. mich, er hat da nicht so Lust zu), dann machen wir auch mal etwas Dressurarbeit, wobei ich da schon versuche, das im Westernstil zu machen - also Richtung Neckreining (Zügel an den Hals anlegen, daraufhin sollte das Pferd dann abwenden) und sowas. Das klappt auch problemlos. Für weitergehende Lektionen würde ich mir aber doch eher erstmal einen Lehrer holen, aber wenn Du eh nur ins Gelände gehst, das kannst Du natürlich auch mit Westernsattel tun.

Ich habe für Paul auch einen normalen Sattel und normale Trense, ich bin auch vor zwei Jahren mit ihm gesprungen, alles kein Thema. Das einzige, was ich da nicht mehr so richtig machen konnte, war ihn vorher anweisungsgemäß richtig zu versammeln (die Nase muß runter!) - da er immer am langen Zügel geht, kann er mit Paraden und starker Versammlung nicht mehr soviel anfangen und reagiert auf angenommene Zügel viel sensibler als ein rein englisch gerittenes Pferd.

lg
Claudia
 
colleen

colleen

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Hey

Nachdem ich einige Jahre im Schulbetrieb mitgegangen bin hab ich dann für ca. 1 1/2 Jahre ein western gerittenes Pflegepferd übernommen (auch Westernunterricht bekommen, das volle Programm). Das war wirklich mal eine Umstellung.
Für dein Pferd ist es natürlich schwer wenn es immer nur englisch gegangen ist und jetzt auf einmal richtig Western lernen soll. Da würde ich mir wirklich einen erfahrenen Trainer dazuholen der sich damit auskennt sonst verwurschtelt man sich am ende und keiner weis mehr wo es lang geht.

Klaro kannst du dir Sattel und Trense auch so besorgen das heißt ja nicht direkt das du auch Western reiten musst. (Der Sattel ist echt gemütlicher :D )
wünsch dir viel glück
:gut:
lg
 
speedy+fips

speedy+fips

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Mein Pferd wurde früher auch nur mit Englisch Sattel geritten und ich habe ihn dann umgerüstet auf Western.
Überhaupt kein Problem. Wenn du eh nur im Gelände und Tagesritte reitest und keine Turniere, dann hab ich da keine Bedänken.
 
M

Melissa19

Gast
Ich bin schon auf der Suche nach einem geeigneten Westernsattel für meinen Haflinger. Werde mir morgen noch mal welche anschauen und ausprobieren. Ich will mir eh nur einen gebrauchten Westernsattel holen, denn das Geld für nen neuen Sattel hab ich momentan nicht. Dann muss ich wohl meine geliebte
RTS Trense abgeben :weinen: , aber naja, das ist es mir wert. Ich freu mich schon so, das ich bald wieder western reiten kann :D :D :gut: :gut:

Mfg Melissa
 
M

Murx Pickwick

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Was das Westernreiten von englisch gerittenen Pferden angeht, hab ich die Erfahrung gemacht, daß innerhalb einer Stunde selbst Schulpferde auf Westernhilfen reagieren - trotz Wassertrense und englischem Sattel. Die Hilfen müssen jedoch im Vergleich zu einem ausgebildeten Westernpferd extrem überbetont werden, wahrscheinlich hätt sich ein Westernpferd bei der übertriebenen Zügelstellung zur Seite und den übertriebenen Gewichtsverlagerung in den Boden gekurbelt ... 8(
Auch darf man natürlich keine Spins oder Sliding Stops oder ähnliche Kunsstückchen erwarten. Dazu bedarf es einer soliden Western-Ausbildung.

Gestaunt hatte ich, als ein eingefleischter Westernreiter das Dressurpferd von einer Bekannten geritten hatte - trotz Kandare und Dressursattel reagierte das Pferd innerhalb von wenigen Minuten auf die Westernhilfen. Einzig die ungewohnte Kopffreiheit machte ihm sichtlich zu schaffen, so daß er sehr nervös wirkte (Kopfhochschlagen, Kopfschütteln, extremes Ohrenspiel), aber auch das gab sich während des Ausflugs und das Pferd kam nach eineinhalb Stunden ungewohnt entspannt am Stall an.

Anders herum hab ich das noch nie erlebt, Dressurreiter, selbst gute, die ein Westernhorse englisch ritten, hatten die gesamte Zeit über sehr nervöse Pferde unter sich, die sichtbar nicht wußten, was sie mit den ungewohnten Hilfen anfangen sollten. Tänzeln, bocken, Spins, stehenbleiben, Rückwärtslaufen und sogar steigen waren die Reaktionen. Ein vernünftiges Reiten war das aber nicht. Je mehr Druck von den Reitern ausgeübt wurde, je härter die Paraden wurden, desto unreitbarer wurden die Pferde. Wurden die Zügel lang gelassen und nicht mehr so überstarke Hilfen gegeben, gingen die Pferde wieder perfekt - aber reagierten auf Westernhilfen.
Erst nach Ausbildung zum englisch reiten laufen auch Western Horses ohne Probleme mit englischen Hilfen.
 
V

Virabell

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hi
also ich seh da auch kein problem dein pferd umzustellen
ich hatte mal ein Pferdi was ich englisch sowie auch western( penquitt )geritten habe.
Wie das Mitglied vor mir schon geschrieben hast reagiert ein gutes gerittenes englischpferd*lol* auch auf die westernhilfen,man muss eben ein wenig übertreiben.
Ich selbst hab ein Araber,der komplett in penquitt ausgebildet ist und im moment reite ich zwischendurch eine Ponystute wieder in western ein die aber von der anderen RB englisch geritten wird.
Also siehst du Probleme wird es sicherlich nicht geben :binzel:
wünsch dir viel spass und erfolg :smile:
 
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Kelpie

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Hey ich bin vor geraumer Zeitvon englisch auf western umgestiegen. Ok bin zwar kein Pferd aber ich habe eine Bekannte die hat das auch schon gemacht. Generell würd ich sagen gibt das keine Probleme. :)


@Murx Pickwick

Auch schon mal ein Pferdetauschspaßtunier gemacht? Englisch tauscht mit Western. Hihi das gibt das herrlichste Kuddelmuddel.

Ich würde sagen, dass Westernpferde pikierter auf die englische Reitweise reagieren liegt ja auch an einer zum Großteil ganz anderen Art von Versammlung. Englisch gerittene Pferde sollen sich ja zu einem gewissen Teil vom Gebiss abstoßen. Natürlich nicht, sich auf die Hand legen, aber es soll ja eine konstante Verbindung bestehen der sie auch nicht ausweichen sollen ( Ja im Endeffekt nur ein paar Gramm, gewisse Studien und die Alltagsreiterei dürften uns gelerht haben, dass das leider nicht der Fall ist).
Westernpferde sollen dem Druck ja weichen. Klar haben die auch eine Verbindung aber zumindest im Schenkel keine konstante. ;)
Ich habe auch schon Pferde (englisch geritten) gesehn, die an der langen Leine und ohne Schenkelrahmen auseinanderfielen und aufauf und davon wollten ^^

Und im spanischen gibt es wiederrum Ausbilder die die Pferde gegen den Druck gehen lassen.
Also alles eine Sache der Gewöhnung. :)
 
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Murx Pickwick

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Pferdetauschspaßtunier hört sich lustig an - ich glaub, da will ich mal mitmachen ... :D

Was die spanische Reitweise angeht, ich hab bisher noch kein Pferd, was in Spanien eingeritten wird, ohne Narben der Serreta auf dem Nasenrücken gesehen. Mag sein, daß das dort nötig ist, aber in Südfrankreich, USA, Argentinien, Kanada etc werden doch auch Pferde am Vieh gearbeitet und trotzdem werden dort keine derartig marchialischen Werkzeuge zum Einreiten gebraucht.

Oder seh ich das nur so aus meiner westlichen Sicht so?
 
K

Kelpie

Gast
Nein klar da hast du ganz eindeutig Recht. Ich bezog meine Aussage auch eher auf die anerzogene Reaktion auf Druck in den verschiedenen Reitweisen.
Damit wollte ich nur sagen, dass Westernpferde den englischen Stil ja zuerst als Strafe bzw Korrektur auffassen müssen, ( und ich rede jetzt hier nicht von körperlichen Torturen) weil unnachgiebiger Druck der nicht aufhört auch wenn man ausweicht ja "böse" für das Westernpferd ist. :smile:
 
M

Murx Pickwick

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ok, jetzt hab ich verstanden! :D
Klar, das erklärt, weshalb die armen Westernpferde unter den Englischreitern, die ich bisher gesehen hab, derartig am Rotieren sind. Sie versuchen alles, nur um es endlich richtig zu machen, weil, sie spüren ja die Hilfen, also ist es falsch.
Klingt logisch ...
 
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