Überwintern

Diskutiere Überwintern im Amphibien Forum im Bereich Bewohner des Terrarium; Hi, also, hab schon ne Menge über die Überwinterung und so gelesen, aber ich konnte teilweise unterschiedliche Angaben finden. Deshalb jetzt meine...
bonny1

bonny1

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Hi,
also, hab schon ne Menge über die Überwinterung und so gelesen, aber ich konnte teilweise unterschiedliche Angaben finden.
Deshalb jetzt meine Fragen:
1. Wie lange soll man vorher wirklich nicht füttern?
2. Bei wieviel Grad und wie lange?

Hierzu gibt es echt total verschiedene Angaben, z.b. habe ich irgendwo gelesen, dass man 4 Wochen lang vorher nicht füttern soll, woanders stand 1 Woche. Was denn nu?

Gruß
Sabrina

Ach so, es handelt sich um Grünliche Wassermolche!
 
15.11.2004
#1
A

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Gast

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P

polarwolf

Gast
Einfach mal googeln:

Allgemein
Der im deutschsprachigen Raum in den Zoohandlungen wohl am weitesten verbreitete Molch ist der grünliche Wassermolch aus Nordamerika.

Die Art hat hier ein erstaunlich weit reichendes
Verbreitungsgebiet, was zur Folge hat, daß die Individuen zum Teil sehr verschiedene Temperatur-
bedürfnisse haben.

Der grünliche Wassermolch hat mehrere Unterarten,
neben der Nominatform N. v. viridescens sind dies
N. v. dorsalis, N. v. louisianensis und N. v. piaropicola.

weitere Bilder in der Fotogalerie


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Haltung

Zum Glück gehören grünliche Wassermolche zu den relativ einfach zu haltenden Arten.
Ein Aquarium von 60x 30x 30cm Kantenlänge reicht für 4 Tiere vollkommen aus.

Man richtet ihnen ihr Becken ein, indem man auf einen Landteil verzichtet, und statt dessen 15 cm hoch
Wasser einfüllt, als Bodengrund gibt man eine Schicht gewaschenen Kies in das Becken, in dem sich die Wasserpflanzen (es eignen sich auch Plastikpflanzen; ansonsten nimmt man am besten Wasserpest, Elodea) verankern lassen. Ein Paar größere Kieseln sorgen zudem für Versteckplätze, als Möglichkeit für einen Landspaziergang reicht ein Stück Korkringe(im Zoofachhandel erhältlich) aus.

Ein Filter ist hierbei nicht unbedingt von Nöten, er erspart aber viel Arbeit, auch sollte ein handelsüblicher Heizstab für Aquarien nicht fehlen, welcher das Wasser auf ungefähr 25 Grad Celsius erwärmt.

Falls aber die Tiere beständig an Land drängen sollten, so trennt man ungefähr die Hälfte des Beckens mit Hilfe von größeren Steinen ab und füllt diese Hälfte nun mit Kies so hoch auf, daß das Höhenniveau dieses Beckenteils über dem Wasserteils liegt, auf diese Weise erhält man ein einfaches Aquaterrium im eigentlichen Sinne, sowohl mit Wasser-, als auch mit außreichend großem Landteil.

Der Landteil wird dann mit Moospolstern belegt, Rindenstücke dienen als Versteckplätze, ein rauhkantiger Stein hilft den Tieren, ihre alte Haut abzustreifen.
Hierbei, kann man dann auf Bodengrund im Wasserteil und auf einen Filter verzichten, statt dessen kann man den anfallenden Dreck dann einmal die Woche mit einem Schlauch absaugen.


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Ernährung

Die Ernährung der Tiere ist einfach, sie fressen eigentlich alles, was sie an Kleingetier bezwingen können. Der entsprechende Link hilft hier weiter: Ernährung.


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Überwinterung

Diese erfolgt am besten bei um die 10 Grad Celsius während des Winters, hierzu richtet man den Molchen eine "Überwinterungskiste" her. Vor der geplanten Überwinterung sollte man die Tiere aber einige Wochen lang fasten lassen, damit sich ihr Darm vollständig leert und der Darminhalt nicht während der Überwinterung zu faulen beginnt.

Ich richte diese meist in alten Styroporboxen ein, da dieses Material sehr schön isoliert.
Nachdem man eine einige Zentimeter hohe Drainageschicht aus Kies eingefüllt hat, befüllt man die Box auf der einen Hälfte mit Laubwaldboden, auf der anderen mit Lehm, welcher immer noch gerade so feucht sein sollte, daß er sich bearbeiten läßt, nicht trockener und nicht feuchter.

In beide Substrate formt man Vertiefungen, und legt darauf flache Steine, so daß daraus Höhlen entstehen, die nur einen kleinen Eingang haben, durch den die Molche jedoch ohne weiteres passen müssen!
Eine Flache Wasserschale vervollkommnet die Einrichtung.


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Zucht

Nach der Überwinterung trennt man die Tiere von einander, und nach ungefähr drei Wochen setzt man sie wieder zusammen, dadurch erzeugt man einen Gefühlstau bei den Tieren, so daß sie danach sofort mit der Paarung beginnen, bei welcher das Männchen das Weibchen umklammert, und es mit dem Schwanz bewedelt.
Die Paarung kann mehrere Stunden dauern. Am Schluß löst das Männchen die Umklammerung und setzt auf dem Boden ein Samenpaket, die Spermatophore ab, welche das Weibchen mit der Kloake aufnimmt.

Nach ungefähr 14 Tagen findet man dann die ersten kleinen Eier einzeln an Wasserpflanzen klebend.
Man sollte sie aus dem Becken nehmen, um ein gefressen werden durch die Alttiere zu verhindern.

Nach weiteren ein- bis zwei Wochen schlüpfen die Larven, die man mit Kleinkrebsen und später mit Mückenlarven u.ä. füttert (siehe auch Ernährung) bis sie mit ungefähr drei Monaten ihre Kiemen verlieren und an Land gehen.

Man pflegt sie dann wie die Alttiere bei der zweiten Beckenvariante, jedoch reicht eine kleine Wasserschale, da sie zunächst für zwei Jahre nicht mehr ins Wasser gehen werden. In dieser Zeit durchlaufen die jungen Molche das sogenannte "Rotmolchstadium", ihre Haut hat in dieser Zeit eine rötliche Färbung.
 
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