Haltebericht-Schmuckhornfrosch

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Schmuckhornfrosch Ceratophrys ornata


Herkunft:

Das Verbreitungsgebiet des Schmuckhornfrosches erstreckt sich über den tropischen Regenwald von Brasilien über Argentinien bis nach Uruguay.
Er lebt an Waldrändern, Lichtungen und Sekundärwäldern und sucht immer die Nähe zu Kleinstgewässern.


Beschreibung:

Durch seine rundliche Form wirkt der Schmuckhornfrosch recht massig.
Es sieht beinahe so aus als sei es ein Maul mit etwas Frosch daran und vier eher kleinen Beinen.
Normalerweise ist die Haut grün bis gelbgrün gefärbt. Es gibt aber auch Albinos, die gelblich-orange gefärbt sind.
Der ganze Körper ist mit Mustern und Linien in heller und dunkler Färbung übersät.
Der Bauch ist hell mit dunklen, beinahe schwarzen Flecken.
Auf dem ganzen Körper sind hornige Warzen zu finden und unter der Haut hat dieser Frosch Hornplatten.
Das riesige Maul ist abgerundet und die kräftigen Kiefer weisen nach innen gerichtete Zähne auf.
Die Zähne dienen aber nicht zum Kauen, sondern zum Festhalten der Beutetiere.
Die Augen liegen weit oben und leicht seitlich am Kopf. Die Pupillen sind waagerecht.
Oberhalb der Augen zeichnen sich hornartige Fortsätze ab.
Männchen lassen sich leicht an der äußeren Schallblase im Kehlbereich erkennen, die mit dunklen Punkten gesprenkelt ist.
Der Schmuckhornfrosch wird ca. 15 cm groß, wobei die Männchen deutlich kleiner bleiben (ca.11 cm).
Diese Froschart gehört zu den Lauerjägern. Bis zu den Augen eingegraben wartet er mit endloser Geduld auf sein nächstes Opfer.
Manchmal ist das auch die Hand eines Pflegers, die er unerbittlich schnappen und blutig beißen kann!
Schmuckhornfrösche sollte man einzeln halten, da sie kannibalisch veranlagt sind!
Der Schmuckhornfrosch hält während der heißen, trockenen Sommerzeit einen Sommerschlaf.
Ähnlich wie andere Tiere den Winterschlaf, fährt der Schmuckhornfrosch seinen Stoffwechsel während dieser Zeit herunter.
Zudem schrumpft der Darm deutlich. Nach dem Sommerschlaf beginnt der Darm wieder zu wachsen.
Der Schmuckhornfrosch ist ein tagaktiver Frosch.


Terrarium:

Schmuckhornfrösche brauchen trotz ihrer Größe nicht viel Platz. Das Terrarium sollte mit einer hohen, feuchten
Erdschicht (ungedüngte Blumenerde / Kokosfasernerde) ausgestattet sein und zwar so hoch gefüllt,
dass sich die Frösche gut darin eingraben können.
Die Erdschicht darf niemals trocken werden, da die Frösche sonst austrocknen!
Eine flache Wasserschale sollte nicht fehlen.
Man kann das Terrarium auch mit einigen robusten Pflanzen ausstatten und die Bodenschicht mit Moos abdecken.
Das Moos ist ein guter Wasserspeicher und sorgt im Terrarium für eine gewisse Luftfeuchtigkeit.
Das Terrarium sollte gut zu reinigen sein, denn diese Frösche machen relativ viel Dreck und ihr Urin ist recht scharf.
Das könnte bei Vernachlässigung der Terrarienhygiene zu Hautentzündungen und Ekzemen bis hin zu tödlichen Erkrankungen des Tieres führen!
Außerdem führt eine mangelnde Hygiene im Terrarium unweigerlich zu einem starken Milbenbefall, der die Frösche zudem stark stresst.
Die Temperatur sollte tagsüber 25 -30 °C betragen und in der Nacht auf 20 – 22 °C abgesenkt werden .
Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 70% - 95%


Futter:

Je nach Größe des Frosches: Insekten, Fische, Nagetiere und Regenwürmer.
Achtung, diese Frösche neigen rasch zur Verfettung, daher dürfen adulte Tiere nicht überfüttert werden!
Jungtiere hingegen sollten jeden zweiten Tag Futter bekommen, welches mit Vitaminen- und Kalziumzusätzen versehen ist.
Durch ihren raschen Stoffwechsel können Jungtiere schnell an Rachitis erkranken.
Subadulte Tiere werden 2-3-mal wöchentlich gefüttert und adulte je nach dem was sie bekommen alle 1-3 Wochen.
Auch bei diesen Altersklassen darf die regelmäßige Gabe von Vitamin-/Elektrolyt-Präparaten nicht fehlen.

Nachwuchs/Zucht:

Das Züchten dieser Frösche erweist sich nach meinen Informationen als eher schwierig.
Meistens gelingt es nur nach Hormoninjektionen.
Die Weibchen legen 1000- 2000 Eier in flaches Wasser wo nach einigen Tagen die Kaulquappen schlüpfen sollen.
Die Kaulquappen müssen einzeln aufgezogen werden, da auch diese kannibalisch veranlagt sind.
 
23.03.2007
#1
A

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