Tiersteckbrief : Leopardgecko (Eublepharis macularius)

Diskutiere Tiersteckbrief : Leopardgecko (Eublepharis macularius) im Terraristik: Ratgeber Forum im Bereich Terraristik; Der Leopardgecko (Eublepharis macularius) 1. Verbreitung Das Verbreitungsgebiet dieser Art ist Nord-West Indien, Pakistan, Ost- Iran und...
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[align=center]Der Leopardgecko[/align]
[align=center](Eublepharis macularius)[/align]

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[align=center]1. Verbreitung[/align]

Das Verbreitungsgebiet dieser Art ist Nord-West Indien, Pakistan, Ost- Iran und Süd-Ost Afghanistan. Es ist also ein Gecko der im nahen Osten beheimatet ist.





[align=center]2. Beschreibung[/align]

Diese Art von Gecko hat eine braun gelbliche Grundfärbung auf der mehrere dunkelbräunlich bis schwarze Flecken zu finden sind. Sie werden bis zu 25 cm groß. Als Art die zu den Liedgeckos gehört, haben sie keine Haftlamellen, sondern benutzen um ein wenig zu klettern ihre Krallen.
Weiterhin haben sie als Liedgeckos die Besonderheit das ihre Augen Augenlieder haben, das bei den meisten anderen Geckos nicht der Fall ist.
Anhand der Färbung, und des Musters auf Ihrer Haut, kann man das Ursprungsgebiet dieser Art herausfinden. So haben zum Beispiel Tiere die aus Pakistan eine dichteres Muster wie andere. Auch gibt es jetzt immer verstärkter im Handel sogenannte Farbzuchten wie z.B. High Yellow. Diese Tiere sind zwar gesund und auch keinesfalls überzüchtet, allerdings sollte man so etwas nicht unbedingt unterstützen, da Terraristik ein Hobby sein soll das man wegen seiner Faszination betreibt und außerdem sind Reptilien Wildtiere.
Des weiteren können diese Tiere Ihren Schwanz abwerfen bzw. er kann abbrechen.





[align=center]3. Lebensweise und Charakter[/align]

Leopardgeckos werden neben Bartagamen am häufigsten als „Anfängertiere“ verkauft und auch empfohlen. Das ist natürlich Quatsch, da man sich in jede Art einlesen muss(bei der einen mehr, bei der anderen weniger), und sich davor das passende Terrarium mit Technik zulegt. Leopardgeckos sind trotz das sie dämmerungs- bzw. nachtaktiv sind, recht Interessante Pfleglinge, die auch manch anfänglichen Haltungsfehler verzeihen können. Soll heißen, das sie ein wenig robuster wie andere Arten sind. Man sollte auf jeden Fall mehrere Tiere dieser art halten. Wobei auf ein Männchen mehrere Weibchen kommen sollten.
Da Männchen untereinander recht aggressiv sind, sollten auf keinen Fall zwei Männchen in einem Terrarium gepflegt werden, seiden es ist sehr Groß. Und selbst da sollte man noch auf Revierkämpfe (die oft blutig enden) achten. Eine perfekte Gruppe besteht aus 1 Männchen und 2-3 Weibchen.





[align=center]4. Haltung[/align]

Die Geckos sollten in einem trockenen bis halbtrockenem Terrarium gepflegt werden. Sie sollten, da sie ein großen Bedarf an Wasser haben, eine kleinere Wasserschale zur Verfügung haben. Das Terrarium sollte mit genügend Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein, da sie nachtaktiv sind und tagsüber sich in Verstecke zurück ziehen um zu schlafen. Eine UV Beleuchtung benötigen diese Tiere nicht, dennoch sollte man zumindest Leuchtstoffröhren für ein besseren Tag-Nachtrhythmus installieren. Besonders sollte auf Sonnenplätze geachtet werden, es sollte mindestens ein Sonnenplatz pro Tier im Terrarium vorhanden sein. Dekorieren kann man das Terrarium mit Wurzeln, Ästen und Pflanzen. Allerdings sollten hiervon auch nur sehr robuste Pflanzen oder welche aus Plastik verwendet werden.





[align=center]5. Terrarium[/align]

Für eine Gruppe Leo´s sollte man ein mindestens 0,5 m²(100x50cm) großes Terrarium zur Verfügung
stellen. Hoch bräuchte es nicht unbedingt sein, da die Geckos wohl klettern, aber sich doch lieber auf dem Boden aufhalten. Man kann das Terrarium noch durch Zwischensitzmöglichkeiten (die man in die Rückwand einbaut) ein wenig vergrößern und dadurch auch Sonnenplätze schaffen. Generell gilt aber, wie bei allen Reptilien, je größer desto besser.





[align=center]6. Winterruhe[/align]

Diese Art benötigt nicht unbedingt eine Winterruhe, man sollte ihnen dennoch eine gönnen, um möglichst gesunde und wiederstandsfähige Tiere zu haben. Für eine Zucht ist eine Winterruhe erforderlich.
Am besten ist eine Winterruhe die Mitte Dezember anfängt indem man die Temperatur im Terrarium langsam (in 2-3 Wochen) auf 14-16 °C reduziert. Ebenso sollte man auch die Beleuchtungsdauer auf 6-7 Stunden langsam herunter schrauben. Man sollte das Füttern während der Winterruhe auslassen und darauf achten das die Mägen der Geckos leer sind. Das macht man am besten, indem man den Geckos wenn man anfängt die Haltungsbedingungen runter zu fahren, nicht mehr füttert und sie kurz vor dem erreichen der eigentlichen Winterruhe im Lauwarmen wasser badet. Es sollte jedoch eine Wasserschale im Terrarium bleiben. Ende Februar fängt man an die Haltungsbedingungen langsam wieder auf normale Werte ansteigen zu lassen. Die Tiere werden dann automatisch aus Ihren verstecken kommen und das fressen wieder aufnehmen.
Bitte achtet darauf das nur gesunde Tiere eine Winterruhe halten sollten. Lasst deswegen eure Tiere davor von einem reptilienkundigen Tierarzt untersuchen, insbesondere auch auf Darmparasiten.





[align=center]7. Ernährung[/align]

Ausgewachsenen Leopardgeckos kann man alles füttern das man im Handel bekommt. Von Heimchen über Schaben und Heuschrecken zu Pinkies. Jüngere sollten wenn möglich nur mit solchen Tieren gefüttert werden, die die Breite des Kopfes nicht überschreiten. Leos werden öfter als wahre Fressmaschinen bezeichnet, man sollte allerdings darauf achten, das man sie nicht überfüttert, da sonst eine Verfettung droht. Wie oft man ein Leo füttern sollte, ist sehr schwer zu sagen. Da ist es am besten wenn man es einfach selbst ausprobiert und genau drauf achtet wie schnell der Gecko das Tier frisst. Stürzt er sich gierig auf das Futter, so hat er Hunger und darf ruhig noch einen Nachschub bekommen. Lässt er die Futtertiere zunächst links liegen, sollte man vielleicht noch einen Tag mit der Fütterung warten. Das müsst Ihr für euch selbst herausbekommen. Mehlwürmer und andere Chitinhaltigen Insekten sollte man meiden und wenn sie nur ab und an geben.




Gute Webseiten zu dem Thema sind folgende :

http://www.eublephariscom.de.vu/




Bücher über das Thema können folgende empfohlen werden (diese kann man auch über den Buchshop bestellen) :

"Leopardgeckos" von F. W. Henkel - M. Knöthig - W. Schmidt




Grüssle Alex
 
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