die myco dissertation ist endlich online

Diskutiere die myco dissertation ist endlich online im Krankheiten Forum im Bereich Mäuse; hallo endlich hab ich es geschafft...... nur kurz vorweg.....ich habe das nciht geschrieben ... sondern lediglich aus mehreren...
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ingeli

Gast
hallo
endlich hab ich es geschafft......

nur kurz vorweg.....ich habe das nciht geschrieben ...
sondern lediglich aus mehreren dissertationen das für uns mausmäßig relevante herrausgefiltert
und vom medizinerdeutsch ins mäuse deutsch übersetzt .....

nachlesen könnt ihr es dann immer auf der HP des Mäuseasyls unter mycoplasmen ...die neuestenerkenntnisse sind darunter.....(bissi runterscrollen )

wird optisch noch was verfeinert
und ein fettes danke an die TIn von der nagerhilfe osnabrück die für das mäuseasyl die HP verwaltet .....

aber nun extra für euch hier im forum.....:)

Mycoplasmose - Neue Erkenntnisse
Atemwegserkrankungen bei Mäusen sind seit langem unter Mäusehaltern bekannt und liegen zum größten Teil einer Mycoplasmeninfektion zu Grunde. Die allgemeine Durchseuchung der Mäusebestände liegt schätzungsweise bei über 90 %. Seit einiger Zeit werden aber immer öfter, aggressive mit teilweise dramatischen Verläufen auftretende Erkrankungen beobachtet.
Aber auch andere schwerwiegende Krankheiten wie der so genannte Schiefkopf (otitis medea) oder die Rollkrankheit, welche durchaus mit dem Mycoplasmose Erreger in Verbindung gebracht werden können.

Diese von mir nach besten Wissen und Gewissen für jedermann verständlich, umgeschriebenen Zusammenfassung neuester Grundlagen Veterinärmedizinischer Universitäten, sowie eigenen Beobachtungen , soll Aufklärung und einen kleinen Überblick über diese erst seit einiger Zeit vermehrt auftretenden und wahrscheinlich Mycoplasmose bedingten Krankheiten der Mäuse bringen.


Was sind Mycoplasmen?

Mycoplasmen sind die kleinsten bekannten Mikroorganismen, welche sich selbstständig vermehren können und keine Zellwand besitzen.
Mykoplasmen sind selten invasiv/eindringend und gelten als typische Parasiten der Zelloberfläche, besonders von Schleimhäuten (aber auch an anderen Organen) bei denen sie eine lokale schädliche Wirkung ausüben und in der Regel eine chronische entzündliche Reaktionen erzeugen.

Je nach Reaktion des Immunsystems nimmt dies unterschiedliche Verläufe an, auch eine gewisse grundsätzliche Krankheitsanfälligkeit begünstigt den Ausbruch und bestimmt den Schweregrad der Symptome.

Bakteriell oder Viral bedingte Mischinfektionen werden häufig beobachtet. Es ist dokumentiert, dass Mykoplasmen verschiedene Strategien entwickelt haben, um die eigene Abwehr des Immunsystems zu umgehen, sowie eine starke Zell anregende Wirkung auf Lymphozyten haben und so die Krankheitsabwehr zusätzlich schwächen. Ebenso ist dokumentiert, dass sie autoimmune/sich selbst angreifende Krankheits Phänomene verursachen können . Aufgrund der Symtomatik der Erkrankungen kann man bei Mäusen von folgenden Mycoplasmenstämmen sprechen:
Mycoplasma pulmonis und Mycoplasma neurolyticum.

Mycoplasma pulmonis:

Respiratorische Infektionen (Atemwegserkrankungen):
Die Infektionen sind in der Regel chronisch mit einer bei Mäusen extrem hohen Krankheitsrate. Aber auch einer bisher noch geringfügig, aber dennoch fortschreitenden Sterblichkeitsrate der Tiere. Rechtzeitig erkannt und im milden Verlauf gut kontrollierbar ,kann so dem Tier eine relativ normale Lebenserwartung zugesprochen werden.

Symptome:
Schnattern, Zwitschern und Niesen sind hier bezeichnend, im fortschreitendem Stadium oder bei aggressiven Verlauf werden auch Knackende Geräusche struppiges Fell und vor allem starke Flankenatmung beobachtet.

Seltenere Erkrankungen durch Mycoplasma pulmonis sind :

Otitiden (Ohrenentzündungen)

Otitis externa (äußere Ohrenentzündung),
Symptome:
Rötung und Entzündung mit sichtbaren Hautläsionen des äußeren Gehörganges

Otitis medea (Mittelohrentzündung) -Schiefkopf,
Symtome:
Je nach Infektion leichtes bis starkes Schief halten des Kopfes , auch zittrige und Kreiselbewegungen des Kopfes wurden beobachtet. Hier besteht die Gefahr, dass sie in die "eitrige Labyrinthitis" übergeht, welche immer mehr über den inneren Gehörgang fortschreitet und sich in Drehbewegungen durch damit Verbundene Gleichgewichtsstörungen äußern kann.

Arthritiden (Gelenkserkrankungen),
Symptome:
Watscheliger Gang der Hinterhand, ohne gravierende Bewegungseinschränkung.

Genitaltrakt-Infektionen,
Symptome:
Bei weiblichen Mäusen wurde festgestellt das diese nicht tragend werden oder verwerfen also ihre Babys vorzeitig verlieren , in schweren fällen kann es zu einer eitrigen Gebährmutterentzündung kommen.

Mycoplasma neurolyticum
Rolling disease (Rollkrankheit),
Symptome:
bei vollem Bewusstsein zwanghafte Roll oder Wälzbewegung um die gesamte Längsachse.

Konjunktivis (Augenentzündung)
Symptome:
die Augen der Maus sind einzeln oder beidseitig betroffen. Tränenfluss, entzündliche Rötungen, Schleimbildung, Verklebungen sind die häufigsten Anzeichen einer Konjunktivis.


Behandlungsmöglichkeiten/ABs
Antibiotika Empfindlichkeit
Mykoplasmen sind im Allgemeinen nur gegen eine begrenzte Anzahl von antibakteriellen Substanzen empfindlich. Es handelt sich vor allem um die Tetrazykline, gewisse Aminoglykoside, Chloramphenicol, teilweise Makrolide und Tiamulin.

Verwendbare Antibiotika sind:

Enrofloxacin
Tetrazyklin
Erythromycin
Lincomycin
Gentamicin
Chloramphenicol
Bei Infektionen des Respirationstraktes, sind die Mittel der ersten Wahl sind Tetracycline und Erythromycine.

Achtung:

Alle Antibiotika, die ihren Angriffspunkte an der Zellwand haben, sind primär unwirksam: (z.B. Penicilline, Cephalosporine, Polymyxin, Vancomycin, Sulfonamide, Trimethoprin)


Mycoplasmose Test
Da Mycoplasmen, keine Zellwand besitzen und daher keine feste Gestalt annehmen, können sie daher nicht durch einen Gram-Färbe-Test (bakterielle Untersuchungsmethode) festgestellt werden. Diese Zellwandlosigkeit, macht es also sehr schwierig Mycoplasmen gesichert nachzuweisen. Es gäbe einen Test der Humanmedizin, der durch Blutbroben Antikörper gegen Mykoplasma Pulmonis gesichert feststellen kann. Es werden dazu nur geringe Mengen (50 µl) Blut benötigt. Das diese Menge 10% -12 % des gesamten Blutvermögens einer Maus enspricht ist hier aber von solch einer Durchführung abzuraten.

Quellen

Tierärztliche Hochschule Hannover2003
Veterinär-medizinische Fakultät Bern2003
Wörterbuch der Veterinärmedizin
Laborinfo Prof.Schenk /Dr. Ansorge
Dr. Berghoff Kleine Heimtiere und ihre Erkrankungen
 
01.11.2004
#1
A

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Gast

Schau mal hier: die myco dissertation ist endlich online . Dort wird jeder fündig!
I

ingeli

Gast
huhu
das wichtigste hab ich vergessen .....
würdet ihr mir bitte sagen ob das so ok ist ?
ob es einigermasen verständlich rüberkommt ?
wollt ihr die original texte sehen ?

puhhh
ähem na ja so sachen halt
lg inge
 
H

Hitmouse

Gast
Ich habe soweit alles verstanden. Frage mich nur die ganze Zeit, warum die meisten hier Baytril bei Myco Symptomen geben, wenn es gar nicht auf Deiner Liste steht. Oder habe ich jetzt was verplant?

LG
Hitmouse
 
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ingeli

Gast
hi
das sind nur die wirkstoffe die angegeben sind .....
Enrofloxacin ist Baytril

hab grade gesehen die kopie ist ganz anders gegliedert wie auf der HP ich ändere das gleich mal ......
 
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Fledermausi

Gast
Na, dann bin ich jetzt ja bestens gegen Myco gewappnet...hoffentlich brauche ich die Infos nie....
 
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Fledermausi

Gast
@inge:

Habe gerade so ein paar knatternde Mäuse.....was muß ich machen außer Baytril geben? Ist es ANSTECKEND so daß ich sie räumlich trennen muß? Kann ich Baytril ins Trinkwasser geben damit alle was abbekommen oder soll ich es jeder Maus einzeln geben (was aber vermutlich schwierig sein dürfte)? Hatte bisher keine Myco.....
 
W

wattisdenn

Gast
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es so ansteckend wie bei uns die Grippe, sprich über die Schleimhäute/Tröpfchenübertragung. Also solltest Du Deine kranken Tiere gleich von den anderen trennen.
Solltest aber auch die vermeintlich gesunden Tiere erstmal mit untersuchen lassen, um evtl. eine zeitige Behandlung einleiten zu können.
 
F

Fledermausi

Gast
Ähm....ich kann sie nicht alle trennen! Die bekomme ich ja nachher nie mehr vergesellschaftet.....
Das zusätzliche Problem ist, daß sie teilweise in Schrankabteilungen ÜBEREINANDER wohnen, d.h. es könnte auch von Stockwerk zu Stockwerk übertragen werden.
Das würde ja aber bedeuten, daß ich ALLE Mäuse behandeln müßte?!
Zudem kann ich ja auch nicht 60 Tier zum Doc schleifen.... :-(
 
J

JaniLane

Gast
Mein ganzer Bestand ist wohl mycoinfiziert (24 Mäuse, Großteil aus TH, spätestens dort fangen sie sich den Erreger ein). Nicht bei allen ist eine Sekundärerkrankung ausgebrochen, die bei denen es der Fall ist, werden behandelt. Ich habe zwei chronische Fälle. Bei einem schlägt kein einziges der aufgezählten AB mehr an. Aber: Er ist den Umständen entsprechend fit!


Ich möchte damit sagen, dass ein Trennen nichts bringt, außer Streß für die Tiere. Schnattert erstmal eine Maus, sind wohl alle der Gruppe infiziert. Nur manche haben ein so starkes Immunsystem, dass sie niemals Probleme einer Sekundärerkrankung bekommen. Es müssen die mit AB behandelt werden, die an Symptomen leiden.

Myco ist keine schöne Sache, aber man muss es nicht überdramatiesieren. Mit den ABs kann man es gut in den Griff bekommen.

@Inge
Ok so?
Dein Bericht ist super, leicht verständlich. Dickes Kompliment :knuddel:

Grüßle,
Jani
 
F

Fledermausi

Gast
So eine Sch.....
Kaum nimmt man ein paar Notfallmäuse, schon schleift man sich so einen Dreck rein... :-(
Wie gesagt: bisher keine Probleme damit und nun haben es ca. 4 Mäuse (hörbar) in unterschiedlichen Gruppen....

Soll ich nun nur die behandeln die Symptome haben? Oder eben in den Gruppen Baytril ins Trinkwasser?
 
S

Soline

Gast
Myco

1. Trennen bringt nichts, sie haben es eh schon alle.
2. Behandelt werden nur die Symptome, Myco ist nicht heilbar. Ich würde nur die Tiere mit Symptomen behandeln.
3. Es reicht wenn Du mit dem Tier, welches am meisten schnattert zum TA gehst und ihm von den anderen berichtest. Sag ihm, welche AB wirksam sind, viele Tierärzte kennen sich mit Mäusen nicht aus, was Myco ist, wissen sie aber in der Regel.
Gruß Soline
 
F

Fledermausi

Gast
Danke!

Also ich gehe mal davon aus, daß es von der Mausart unabhängig ist und daß es theoretisch alle bekommen können?! Auch die Renner, auch die Streifchen, auch die Stachler????!!!!

Ich könnt kotzen.....
 
Angelus Noctis1

Angelus Noctis1

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Ob sie es bekommen können, weiß ich nicht genau. Aber Symptome haben bei mir weder Stachis noch Streifis.
Und bei Rennern könnte die Artenschrank schon wieder zu hoch sein....


Stille Grüße

Angelus
 
F

Fledermausi

Gast
Also bei mir haben es nun definitiv 1VZM - sehr schlimm sogar + 1 Stachler, der mit ihr zusammen sitzt - ob die anderen beiden dieser Gruppe was haben konnte ich noch nicht hören.
Dann hat es definitiv eine Farbmaus (auch sehr schlimm) in einer 4-er Gruppe wo eine weitere einen Tumor im Endstadium hat...und dann noch ein Farbiböckchen (der hatte es bereits kurz nachdem ich ihn bekam...(ist glaube ich Felix oder Frederik)......

Eins ist auf jeden Fall klar: mir kommt keine weitere Maus mehr ins Haus....
 
Mäusilini

Mäusilini

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Ähm...nochmal um das klar und deutlich zu haben....
Mit Ab nur die symptomatischen Mäuse behandeln? Das ist sooo schei**!!! Jedesmal Stress, wenn ich sie in die Hand nehmen muss. Kann ich das Zeug nciht vllt. doch ins Trinkwasser geben?

Mäusi
 
F

Fledermausi

Gast
Also ich habe ein kleines Schälchen rein - halb Sahne halb Wasser + AB.
Und stelle es so hin, daß die kranke Maus zuerst dran sein kann....aber ich tue auch so viel rein, daß es für alle 2-4 Mäuse reicht. Dann bekommen eben alle was ab. Ich will mich auch nicht jedes Mal von der VZM beißen lassen. Gestern ging es ihr und einer Farbi recht schlecht - starke Flankenatmung...aber es scheint schon besser geworden zu sein...sie knattern noch etwas aber atmen wieder normal.
 
I

ingeli

Gast
huhu ups da hab ich ja einiges verpasst.....
also nochmal 99% aller mäuse haben myco , es gibt immunstarke tiere die wirken dann gesund , bei den notfallmausis ist es durch die meist übelsten haltungsbedingen vom vorbesitzer ode r dem TH halt so das dies auch aufs immunsystem geht
trennen ... NIEMALS ...wozu auch sie haben es ja ohnehin alle .

fledis idee der AB gabe ist doch super
obs die exoten bekommen können theoretisch ja praktisch sind die grundsätzlich gesünder und so haben die mycoplasmen keine chance
jani danke für dein lob *rotwerd*
lg inge
 
ringelsocke1

ringelsocke1

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Ich geb Baytril immer aufs Fell und wart so lang bis sies abgeleckt haben....
funktioniert auch!
 
Thema:

die myco dissertation ist endlich online

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