Komisches Essverhalten & Figurprobleme bei meinen Molchen

Diskutiere Komisches Essverhalten & Figurprobleme bei meinen Molchen im Amphibien Forum im Bereich Bewohner des Terrarium; Ich habe zwei Problemschen: Erstens ist mein einer Molch ganz dick; man könnte ihn mit einer schwangeren Frau im neunten Monat vergleichen. Das...
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Dörte

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Ich habe zwei Problemschen:

Erstens ist mein einer Molch ganz dick; man könnte ihn mit einer schwangeren Frau im neunten Monat vergleichen. Das macht mir Sorgen, da ich mir nicht denken kann, wie ein Molch bei der Schwangerschaft aussieht, zusätzlich bin ich mir nicht einmal sicher, ob er oder sie überhaupt ein Weibchen ist. :|

Zweitens habe ich einen Molch der jetzt schon seit ... ja... ungefähr.. zwei Wochen nichts mehr an Nahrung (rote Mückenlarfen die in meinem Tiefkühlschrank zuhause sind) zusich genommen hat. Aber er macht nicht den eindruck, als würde es ihn nicht gut gehen_ 8(

Könnte mir da vielleicht jemand weiterhelfen ?

Die
ö
r
t
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03.11.2005
#1
A

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Gast

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alcor

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Hallo Dörte!

Um welchen Molch der ca. 400 Schwanzlurcharten handelt es sich denn?
Wie hälst du sie denn? Beschreibe mal die Temperatur, Wasserwerte, mögliche Mitbewohner, Beckeneinrichtung... Eben alles.

Dan wäre es gut, wenn du Bilder von den Tieren hier einstellen würdest, da ferndiagnosen auf Beschreibungen hin sehr schwer sind.

Sind tiefgefrorene MÜLAS das einzige, was die Tiere bisher bekommen haben? Das hört sich ganz nach Zoo"fach"markttipps an... Molche brauchen eine abwechslungsreiche Nahrung mit LEBENDfutter als hauptnahrungsmittel (Regenwürmer, lebende Mülas, Enchyträen, Tubifex, Drosophila, Heimchen, Fliegen, Springschwänze...)

Also, beschreibe bitte alles, um das ich dich gebeten hab, und dann können wir dir sicherlich helfen!!!

Machs gut

René
 
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Dörte

Gast
Dank' dir für die Antwort! Hier schreibe ich dir, was du wissen wolltest! :fisch:

Also, ich habe Feuerbauchmolche, vier an der Zahl. Sie leben zusammen mit einem Zwerkkrallenfrosch friedlich in einem 50 l Aquarium (also, das ist ca halb mit Wasser gefüllt). Als Landteil diehnt mir ein relativ großer Tontopf, der mit Aquariumkies gefüllt ist. Als Brücke zu einer schwimmenden Wurzel diehnt ein ein Dicker Stock. Zwei der Molchies (der Spitzname der süßen) Spatzieren dort oben lustig und vergnügt herum (Auch der nichts mehr frisst).

Im Wasserbereich steht der Topf, welcher mit Steinen umstellt ist. Sie bieten dem Frosch eine Vielzahl von Verstecken. An den beiden schmalen Ausenecken sind wiederum größere Steine als Untergrund. Zusätzlich habe ich eine halbe ausgehüllte Kokosschale und eine Höle. Die Pflanzen(weiß die Namen nicht :-?) Stehen auf einem Teri´torium und werden gern von dem sehr dicken und einem anderen Molch als Versteck genutzt.

Die Wasserthemperatur Beträgt immer so 20 - 22 °C. An land ist es ein wenig wärmer, so 23-25 °C warm.

Ich habe die Tierchen aus dem Zooladen, ja, ich weiß, nicht gut, aber sie sahen so... hüpsch aus. Ich füttere sie eigentlich nur mit "MÜLAS". Doch auch Hartgekochtes, weißes Ei haben sie zweimal bekommen (meine Fische freuen sich immer so darüber, da dachte ich, kann ja für Molchie auch nicht schlecht sein.). Ich habe vor, den Kleinen ein paar Baby-Fische zu geben( Die Armen, aber meine Freundin hat so viele von den Gupys).
Lebendfutter kann ich mir erst kaufen, wenn der Tierladen neu eröffnet ist.

Tschauie
Die
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alcor

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Hallo Dörte!

Oje oje... Da hab ich jetzt sicherlich nicht viel gutes zu berichten... Aber zum Wohle der Tiere, werd ich mal kein Blatt vor den Mund nehmen:

Das Wichtigste zuerst: Trenne den Frosch von den Molchen! Diese Tiere leben in der Natur nicht zusammen, der Frosch kommt aus Zentralafrika und die Molche aus Ostasien. Das heißt vor allem: Der Frosch braucht es warm, die Molche gemäßigt! Das heißt, für die Molche eine Durchschnittstemperatur von 20°C (nur in absoluten Ausnahmefällen mehr), die sowohl an Land als auch im Wasser vorherrschen muss. Der Frosch dagegen lebt in Gewässern mit Durchschnittlich 28 °C Temperatur! Dann sondern beide Tierarten ein Sekret ab, die jeweils mit artspezifischen Toxinen versetz sind. Das heißt, dass es durchaus möglich ist, dass eine Art daran stirbt oder zumindest macht die ständige Belastung durch diese Gifte, die von der anderen Art stammen, krank. Wie du siehst, hat diese Haltung nur Nachteile. Zuchterfolge wirst du so wahrscheinlich auch nicht erzielen. Wie siehts mit dem Biorhythmus aus, hälst du die Beleuchtungszeiten ein? Überwinterst du die Molche?

Diese Vergesellschaftung hast du doch bestimmt im Zooladen gesehen, oder?!

Die Einrichtung des Beckens klingt sehr gut, da kann man nichts dagegen sagen!

Zur Fütterung: Wie gesagt, besorge schleunigst LEBENDfutter. Mülas aus dem Frost sind nur ein Behelfsfutter! Kaufe so schnell es geht lebende Mülas, Tubifex, Enchyträen und grabe irgendwo nach Regenwürmern. Regenwürmer sind das Lieblingsfutter der Molche. Und füttere KEIN Ei... Diese ständige Eiweißbelastung ist nicht gut für die Tiere. Es kann sein, dass sie dadurch an Nierenversagen sterben müssen, oder die Verdauung aussetzt!

Zu deinen Problemen:

Also es wäre schon möglich, dass der eine nichts frisst, weil du keine Abwechslung bietest. Versuche es mit Regenwürmern und Stückchen davon, falls sie zu groß sind. Regenwürmer (bzw. Stückchen) die ausgestreckt so lang sind wie der Schwanz der Tiere haben vorerst die richtige Länge. Hauptsache es bewegt sich! Oder meine Befürchtung mit dem Ei ist schon eingetreten. Solange er nicht apathisch ist, besteht noch Hoffnung, dass nur die Abwechslung fehlt!

Zum zweiten Molch:
Wie oft fütterst du denn? Es wäre möglich, dass er/sie einfach nur überfüttert ist?!

Machs gut

René
 
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alcor

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Hallo Dörte!

Füttere den dicken in nächster Zeit ersteinmal etwas weniger, vielleicht nur einmal pro Woche. Das dürfte nicht so schlimm sein. Meine Tiere müssen auch manchmal eine Diät durchmachen, die dann zumeist zwei Wochen dauert. Das tut ihnen immer mal ganz gut.

Dann empfehle ich dir, dass du den dünnen von den anderen trennst, und in ein Quarantänebecken setzt. (braucht nur einfache eingerichtet sein: feuchtes Küchenpapier als Grund, ein paar Verstecke, und ein vielleicht 30*20*20 (L*B*H) Aquarium). Das ist erstmal Vorbeugend, nicht, dass er eine ernste Krankheit hat (was bei Wildfängen aus dem Zoohandel leider oft so ist). So kannst du auch viel besser überwachen, ob und wieviel er frisst.

Das mit dem Frosch ist so eine Sache. Es kann passieren, dass er in deinem anderen Aquarium die Neons und die anderen Fische attackiert . Die kleinen sehen zwar total niedlich aus, aber glaube mir, tief im inneren sind es kleine Kämpfer. Ich glaube, das beste wäre, wenn du ihn separat hältst. So kannst du vielleicht mehrere Hymenochirus boettgeri zusammen in diesem Becken halten und möglicherweise auch züchten ;)

Ja, dass du das mit dem Ei eingestellt hast ist wirklich vernünftig. Und nun gehts wirklich darum, so viel Lebendfutter wie möglich zu beschaffen. Vor allem eben Regenüwrmer. Ich habe bei all meinen Urodelen die
Erfahrung machen dürfen, dass dies am liebsten genommen wird. So nehmen sie auch die Vitaminpräparate gut auf. Fütterst du mit zusätzlichen Vitaminen?

Die Pinzettenfütterung hört sich sehr gut an, so mache ich das auch. Das ist die beste Möglichkein die Molche zu "zähmen". Jedenfalls gewöhnen sie sich so schnell an dich und verbinden dein Antlitz automatisch mit Futter, sodass sie immer an die Stelle des Beckens geschwommen kommen, wo du dich befindest, da kannst du sie einfach schöner beobachten. Außerdem hat das den Vorteil, dass du beobachten kannst, wer wieviel frisst, was auch einen Vorteil darstellt.
Der einzigste Nachteil ist, dass die Tiere so mit Jagd- und Fressverhalten sehr naturfremd werden. Das wirkt sich dann so aus, dass sie schnell verfetten, weil sie ja das Futter serviert bekommen und nicht jagen müssen. Das könnte das Problem bei deinem dicken Tier sein.

Kannst du mir da vielleicht Fotos von beiden Exemplaren per Email oder so schicken? Es wäre für mich ganz gut, die Tiere mal zu sehen. Da kann ich mir vielleicht eher eine Meinung über ihren Zustand bilden, als jetzt von lesen her.

So, kommen wir zur Überwinterung:
Es wäre vorteilhaft, wenn du das Wasser ab Ende November auf ca. 10-15 °C herunterkühlst. Dazu noch eine Tageslichtlänge, die etwa der unseren entspricht. Die Temperaturen können dann ab Ende Februar gern wieder ansteigen. Ebenso sollten dann die Tage länger werden. Wenn du möchtest, geb ich dir gern mal meine Beleuchtungszeiten meiner Cynops. Ab April kannst du dann wieder eine Temperatur von ca. 20°C bieten. Diese darf in den Sommermonaten auch kurz (!) auf bis zu 28°C ansteigen, sollte aber schnellstens wieder fallen.

Woher ich so "viel" über die Tiere weiß, nunja, ich halte wie du ja in meinem Anhang lesen kannst diverse Arten und das auch schon ein paar Jahre lang. Ich habe viel gelesen und schon selbst einige Erfahrungen (gerade mit den Cynops) mit den Tieren machen können, die mich immer wieder erstaunen(so zum Beispiel mehrfach Zuchterfolge). Außerdem tausche ich mich mit vielen anderen Haltern weltweit über deren Erfahrungen aus. So kannst du wirklich viel lernen.
Und das wichtigste bei unserem gemeinsamen Hobby ist wohl die Geduld. Sowohl Geduld bei der Anschaffung als auch bei der Haltung... Und so kannst du dann irgendwann auch auf viele (aber sicher bei weitem nicht alle!) Fragen antworten ;)

Na dann, ich hoffe das war dir jetzt nicht zu viel Text.

Machs gut

René
 
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