Großer Ausritt - aber die Angst reitet immer mit.

Diskutiere Großer Ausritt - aber die Angst reitet immer mit. im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallöle, hatte ja vorgestern meinen "großen" Wanderritt. Wir waren insgesamt 4 Stunden unterwegs. Wir sind in einer Gruppe von 7 Leutchen zu...
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Chaosqueenie

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Hallöle,

hatte ja vorgestern meinen "großen" Wanderritt. Wir waren insgesamt 4 Stunden unterwegs.
Wir sind in einer Gruppe von 7 Leutchen zu einem ca. 10 km entfernten Ausflugslokal geritten, haben dort Kaffee getrunken und sind wieder zurückgeritten.

Durch Feld und Wald, aber auch ein Stück durch einen Ort und an der Straße entlang.
Trotz einiger "kitzliger" Situationen (entgegenkommende Gruppe Motorradfahrer, kläffende Hunde) ging alles super und ich hab es heil überstanden (wenn auch mit anschließendem Popoweh).
Nur ein Stück von 200 m hab ich "Leiknir" geführt, da er dauernd gestolpert ist - der Gute hat bei der Verteilung der Trittsicherheit nicht grad sehr laut "hier" gerufen. 8(

Und obwohl alles so glatt lief - die Angst saß bei mir immer mit im Sattel und hat mir auch einiges von dem Spaß genommen.
Das hat jetzt, denke ich, nicht direkt mit meinem Unfall im April zu tun.
Die Angst begleitet mich seit meinem ersten Mal im Sattel (hab erst mit 21 Jahren mit dem Reiten begonnen).

Ich hab schon sooooo viel versucht gegen diese Dauerangst: einen speziellen WE-Kurs zum Angstfreien Reiten, einen Fallkurs, hatte diverse Trainer - aber sie geht nicht weg. Sie ist immer da.
Aber dennoch ist die Faszination größer, und der Gedanke, das Reiten aufzugeben, ist auch unerträglich.

Vielleicht liegt es daran, dass ich generell kein sonderlich mutiger Mensch bin - beim Skifahren etwa geht es mir mit der Ansgt ganz genau so.
Was kann man denn gegen diese verd*** Angst tun????? Vom Verstand her weiss ich ja, dass die Hottis auf dem Isländerhof absolut brav sind und mir nichts passiert. Aber wie krieg ich das verinnerlicht?!

In einer älteren CAVALLO hab ich nun ganz in meiner Wohnortnähe eine Therapeutin entdeckt, die Ängste beim Reiten mit "NLP" (neuro-linguistisches Programmieren) behandelt. Ob das helfen würde?
Oder was sonst kann ich tun, um diese blöde Angst, die seit 11 Jahren mitreitet, ENDLICH loszuwerden????
 
18.09.2006
#1
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rambuckel

rambuckel

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Hallo Anita,

ob dir die NLP helfen kann, weiss ich nicht. Ich würde mich informieren, wie das funktioniert und wenn du feststellst, dass es zumindest nicht schaden kann (zumindest niemandem außer möglicherweise deinem Geldbeutel), würde ich das versuchen ...

Ich kann nachfühlen wie es dir geht. Ich habe auch immer mal wieder solche Ängste. Allerdings ist das bei mir von den Pferden abhängig, die ich reite. Ria ist die Ruhe in Person und viel zu faul sich über irgendwas zu erschrecken.
Allerdings habe ich auch auf lebhaften Pferden keine Ängste so wie du sie beschreibst ... ich fühle mich lediglich dann unwohl, wenn ich die Pferd nicht einschätzen kann ... und leider macht das die Situation natürlich nicht gerade besser ....

Was du in deinem Beitrag ansprichst ist, DASS du Ängste hast, was fehlt ist eine Beschreibung dessen WOVOR du Angst hast ...

Hast du Angst, runterzufallen und dich zu verletzen? Da hilft eine gute Kappe und eine Sicherheitsweste. Die werden dich nicht vorm Fallen bewahren, aber sie können doch einige Verletzungen verhindern.

Gegen Unsicherheit kann auch ein passender Sattel schon viel ausrichten. Je besser dein Popo da reinpasst, desto besser fühlst du dich. Auch eine Ganzlederbesatz-Hose kann den Halt im Sattel verbessern ... das ist Geschmackssache ich kenn auch Leute, die allein bei dem Gedanken an solche Hosen schon einen wunden Hintern bekommen ...

Kurzum ... frag dich doch mal, wovor genau du Angst hast ... oder schreib doch hier mal auf, was dich da so genau bewegt hat beim Ausritt ... ungefähr so:

"Da flog ein Vogel, das Pferd sprang zur Seite und ich ..."

Manchmal hilft es, sich in die Situation zurück zu versetzen und den Kram mal aufzuschreiben. Peinlich sein muss dir das nicht. Jeder von uns Reitern kennt das denke ich ... der eine mehr der andere weniger.

Vielleicht können wir gemeinsam zumindest rausarbeiten wovor du Angst hast und können eine "Lösungsstrategie" erarbeiten.
Es hilft ja nix sich immer wieder einzureden "Ich hab keine Angst" wenn man nicht mal weiss wovor man keine Angst zu haben braucht ....

Lieben Gruß Resi
 
C

Chaosqueenie

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Hallöchen, Resi,

danke für Deine Denkansätze. :gut:

Ok... aalso... wovor habe ich Angst?

Ich habe am meisten Angst davor, dass das Pferd sich vor etwas erschreckt, scheut und dann panisch bockend durchgeht. Und ich keine Kontrolle mehr habe, mich nicht mehr im Sattel halten kann, runterfliege und mich schwer verletze.

Beim Ausritt war das z.B.: "Da kommt ein bellender Hund, das Pferd könnte sich erschrecken" oder "Da kommt ein Auto, das Pferd könnte sich erschrecken" oder "da vorne flattert eine Plastiktüte, das Pferd (...)" oder: "Das Pferd vor uns scheut, da könnte ja mein Pferd angesteckt werden." Und ich nehme dann immer eine "Schreckhaltung" ein, falle mit dem Oberkörper nach vorne und nehme die Zügel kürzer. Teilweise wird mir das schon bewusst und ich versuche dann, mich wieder aufrecht zu setzen, tief durchzuatmen und die Zügel wieder lockerer zu lassen.

Einen Helm trage ich immer (wir dürfen im Isi-Stall nicht ohne), eine Weste - hm, hab ich mal versucht, damit kann ich mich dann nimmer bewegen. :-( An den Sätteln kann ich - da das ja die Sättel der Reitschule sind - nicht viel ändern. Und mit Ganzlederbesetz-Hosen, das hab ich noch nie versucht.
 
rambuckel

rambuckel

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Okay .... du hast primär Angst, dass das Pferd durchgeht ... sprich du hast Angst davor, es nicht kontrollieren zu können, konkret dass deine Einwirkung in solchen Momenten "flöten" geht.

Zunächst sei gesagt, dass ein wirklich panisches Pferd nichts mehr hält ... das ist das Risiko mit dem wir Reiter leben müssen.
Dann sei gesagt, dass echte Panik auch bei Pferden nicht so oft auftritt. Pferde erschrecken zwar leicht aber sie kommen auch wieder zur Ruhe wenn sie merken, dass nichts hinter ihnen herhetzt.
Ich kenne wenige Pferde, eigentlich nur eins was sich wirklich widersetzt und schon beim kleinsten Anlass nicht mehr zu stoppen ist.

Solchen Ängsten wirkst du wahrscheinlich am besten entgegen, indem du kontinuierlich deine reiterliche Einwirkung verbesserst ... sprich das machst, was du ohnehin tust .... Unterricht nehmen ...
Dann solltest du dir bewusst machen, was du schon alles hinter dir hast ... wie oft bist du schon wirklich geflogen, wenn mal ein Pferd zur Seite gehüpft ist ... sicherlich nicht jedes Mal, sondern im Gegenteil ... meistens bist du oben geblieben ... hab ich recht?

Das heisst also, dass du zunächst mal oben bleibst ... du hast auch schon - und das ist schon viel - das Bewusstsein dafür, dich in dem Moment wieder zu fangen und dich vernünftig hinzusetzen. Im "Angstsitz" verlierst du nämlich Halt und damit auch Einwirkungsmöglichkeiten. Die Knie kleben dann unter den Ohren, die Arme klemmen am Körper, die Schenkel flattern usw ... SO wirds natürlich nix mit Beruhigen.
Aber du sagst doch selbst, du rufst dich dann zur Ordnung. Was meinst du wie wenige das in solchen Momenten noch bedenken!

Es gibt also eigentlich keinen Grund, die Angst zu haben, dass du ein Pferd nicht wieder parieren könntest. Dazu kommt, dass ihr ja in der Gruppe unterwegs seid. Da reagieren Pferde ja noch weniger sensibel, kommen zumindest schnell wieder runter wenn die anderen sich nicht aufregen.

Was die Weste angeht ... ich denke das würde dir noch ein bischen Sicherheit geben, die du brauchst ....
Du sagst du hast sie probiert .... das heisst du hast von jemand anders eine anprobiert? Das hab ich auch mal gemacht ... das blöde Ding saß hinten und vorn nicht und hat mich nur behindert .... ich hab jetzt eine die gut sitzt und die behindert mich kaum. Also da würde ich dir raten, mal ein Fachgeschäft aufzusuchen und welche anzuprobieren.
Beim Aufsitzen behindern übrigens fast alle Westen mit verlängertem Rücken ... ich mach die immer erst oben drauf zu sonst komm ich auch nicht auf den Gaul rauf .... überlegs dir nochmal ...

Gruß Resi
 
C

Chaosqueenie

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Original von rambuckel
Okay .... du hast primär Angst, dass das Pferd durchgeht ... sprich du hast Angst davor, es nicht kontrollieren zu können, konkret dass deine Einwirkung in solchen Momenten "flöten" geht.

Zunächst sei gesagt, dass ein wirklich panisches Pferd nichts mehr hält ... das ist das Risiko mit dem wir Reiter leben müssen.
Dann sei gesagt, dass echte Panik auch bei Pferden nicht so oft auftritt. Pferde erschrecken zwar leicht aber sie kommen auch wieder zur Ruhe wenn sie merken, dass nichts hinter ihnen herhetzt.
Ich kenne wenige Pferde, eigentlich nur eins was sich wirklich widersetzt und schon beim kleinsten Anlass nicht mehr zu stoppen ist.

Solchen Ängsten wirkst du wahrscheinlich am besten entgegen, indem du kontinuierlich deine reiterliche Einwirkung verbesserst ... sprich das machst, was du ohnehin tust .... Unterricht nehmen ...
Dann solltest du dir bewusst machen, was du schon alles hinter dir hast ... wie oft bist du schon wirklich geflogen, wenn mal ein Pferd zur Seite gehüpft ist ... sicherlich nicht jedes Mal, sondern im Gegenteil ... meistens bist du oben geblieben ... hab ich recht?
Merkwürdigerweise ist mir das, wovor ich Angst habe (Pferd kriegt Panik und rast unkontrolliert davon), noch nie passiert. Meine Stürze hatte ich sämtlich in Situationen, in denen das Pferd aus Übermut oder Widersetzlichkeit gebockt hat.
Ein Erschrecken des Pferdes hab ich bisher nur als:
- zucken
- "hohl machen" und
- hüpfen
des Tieres erlebt und da bin ich auch noch nie geflogen.

Original von rambuckel
Das heisst also, dass du zunächst mal oben bleibst ... du hast auch schon - und das ist schon viel - das Bewusstsein dafür, dich in dem Moment wieder zu fangen und dich vernünftig hinzusetzen. Im "Angstsitz" verlierst du nämlich Halt und damit auch Einwirkungsmöglichkeiten. Die Knie kleben dann unter den Ohren, die Arme klemmen am Körper, die Schenkel flattern usw ... SO wirds natürlich nix mit Beruhigen.
Aber du sagst doch selbst, du rufst dich dann zur Ordnung. Was meinst du wie wenige das in solchen Momenten noch bedenken!

Es gibt also eigentlich keinen Grund, die Angst zu haben, dass du ein Pferd nicht wieder parieren könntest.
Dazu kommt, dass ihr ja in der Gruppe unterwegs seid. Da reagieren Pferde ja noch weniger sensibel, kommen zumindest schnell wieder runter wenn die anderen sich nicht aufregen.
Ich weiss... das sag ich mir ja auch immer wieder vom Kopf her. Aber Angst und Kopf, das versteht sich nicht immer.

Original von rambuckel
Was die Weste angeht ... ich denke das würde dir noch ein bischen Sicherheit geben, die du brauchst ....
Du sagst du hast sie probiert .... das heisst du hast von jemand anders eine anprobiert? Das hab ich auch mal gemacht ... das blöde Ding saß hinten und vorn nicht und hat mich nur behindert .... ich hab jetzt eine die gut sitzt und die behindert mich kaum. Also da würde ich dir raten, mal ein Fachgeschäft aufzusuchen und welche anzuprobieren.
Beim Aufsitzen behindern übrigens fast alle Westen mit verlängertem Rücken ... ich mach die immer erst oben drauf zu sonst komm ich auch nicht auf den Gaul rauf .... überlegs dir nochmal ...
Ich hatte schon eine eigene Weste, die war auch im Fachgeschäft gekauft. Da war mir nur der Rückenschutz zu lang - d.h., er stieß hinten am Sattel auf. Hab ihn dann aus dem Überzugsstoff gefriemelt, ein paar cm abgeschnitten - und hab ihn dann nie mehr in den Überzug reinbekommen. 8(
 
C

Chaosqueenie

Gast
Und wieder eine neue Erkenntnis...

In einer kleineren Reitergruppe hab ich weniger Angst als in einer großen. Am Mittwoch waren 2 Mitreiterinnen krank und so waren wir nur zu dritt unterwegs.

Hatte diesmal so gut wie keine Angst und den flotten Galopp zwischendurch hab ich in vollen Zügen genossen.
Wahrscheinlich denke ich bei einer größeren Gruppe unbewusst, dass sich die Pferde, wenn sich eines erschreckt, eher gegenseitig aufschaukeln können.

Muss allerdings leider, leider ab Anfang Oktober freitags reiten und damit auch in einer größeren Gruppe... meine beiden Mitwochs- Mitreiterinnen haben ja nun beide eigene Pferde und stellen sie, um Sprit zu sparen, in einen Stall in ihrem Wohnort. :-( Schade... sind die beiden nettesten im Stall, das sagen alle.
 
Lucifia

Lucifia

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hallo!
ich hatte das problem auch, kann hier aber nur beschreiben, wie ich das in den griff bekommen hab, kann auch zt für dich der falsche weg sein.
hab mit 12 angefangen zu reiten (vor fast 10 jahren) bis ich 16 war hatte ich keine probleme mit dem ausreiten, aber dann, durch einige unglückliche zufälle, hatte ich panische angst, da ich ca. 2 jahre gar nicht im gelände gewesen bin.
wie oft gehts du raus?
reitest du immer dasselbe pferd?
bei mir hat folgendes geholfen: meine beste freundin und ich sind 3 mal die woche zusammen ausgeritten, es gab halt keinen platz.
such dir jemanden, dem du wirklich vertraust, wo du auch keine scheu hast, wenn du mal panisch auf dem pferd hängst und jammerst: ich hab angst was soll ich jetz machen??? (so sass ich drauf als der erste volle güterzug 3 meter neben uns vorbeifuhr) also schlepp eine freundin mit in den stall, die reiten kann oder jemand anders dem du vertraust und vor dem du dich nicht schämst.
dann: such bewusst situationen, in denen du vorher angst gehabt hast oder andere extremsituationen, zb bitte jemanden neben einem feldweg ordentlich zu hupen oder reitet zu einer dorfkirche und wartet bis die glocken läuten.
oder reitet sonntags morgens durch eine grössere siedlung, da fahren nicht viele autos. das hat bei mir geholfen, denn es hat sich die einstellung entwickeln: wenn er jetzt nichts macht, wann bitteschön dann???
es gibt ja immernoch die "notbremse" die klappt auf jeden fall nach ein paar sekunden, wenn das pferd schon rennen würde, sprich nach rechts oder links rumziehen, in einer engen kurve wird das pferd auf jeden fall langsamer.
und: ich habs noch nie erlebt, dass wenn ein pferd flüchtet, es buckelt oder bockt, normalerweise sind die problemlos anzuhalten mit reinsetzen, stimme(nicht anbetteln, aber zb bestimmt und freundlich sagen: so jetz is aber genug der böse geist ist weit weg)und ganz weich zügel annehmen, wenn der erste schreck vorbei ist.
wenn das pferd am gucken is, hilft auch, sich selbst zuzureden, ala: na, siehst du wieder gespenster? tu nich so, du kennst das doch... oder an etwas denken, worüber du die letzten tage herzhaft gelacht hast, wenn du dir da einen kicherst wirst du locker und strahlst keine angst sondern freude aus. das hat meine beste freundin immer für mich gemacht...wenn was kam hat sie einfach ein wort erwähnt wo wir beide fürchterlich anfangen mussten zu lachen, hat immer funktioniert. :D

übrigends :D ich kenne auch den umgekehrten fall, ist mir letzte woche passiert, da ist mir mal bewusst geworden, wieviel durchgehen wirklich vom reiter abhängt...*gg*ein kind aus dem stall hatte eine gummischlange auf den pfeiler vom reitplatz abgelegt und ich habe eine wirklich extreme schlangenphobie, schön gemächlich im schritt vorbei, ich seh die schlange...wir waren schon vorher mehrmals dran vorbeigeritten aber im trab hab ich nicht drauf geachtet, also kanns nicht von ihm aus gegangen sein...naja, jedenfalls, ich seh die schlange, werde steif, fang an zu zittern, er bleibt erst stehen und galoppiert los in die letzte ecke des platzes...mein held, er hat mich vor der bösen schlange gerettet *gg*
fühle mich übrigens in ner kleineren gruppe auch wohler, aber auch grosse haben was für sich, da wird mehr geschnattert und gelacht, also ist man auch lockerer :binzel:
 
rambuckel

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Bis auf das "Am Zügel ziehen" finde ich das keine schlechte Idee ... Zügel ziehen kann - je nach Pferd - erst recht Panik verursachen.

Aber ansonsten ist das vielleicht keine schlechte Idee ... v.a. wenn ein sicherer Reiter mit einem Verlasspferd dabei ist.

Liebe Grüße Resi
 
C

Chaosqueenie

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Hallöchen, Lucifia,

danke für Deine Tipps, wobei einige davon nicht ganz einfach umzusetzen sein werden. :|
Ich reite derzeit leider nur einmal pro Woche (mehr ist zeitlich einfach nicht drin) und die RL teilt die Pferde ein und bestimmt auch den Weg, es geht also meistens durch den Wald.

Sonntags morgens durch eine Siedlung wird auch schwierig, der Hof liegt weitab von Orten.

Jetzt zum Winter hin wird es leider eh wieder seltener mit ausreiten. :-( Ich hab ja meine Reitzeit immer von 17 - 18 Uhr, da ist es ja im Winter schon dunkel....
 
sternle1980

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Ganz kurz dazwischen witsch....wegen deiner Angst vor vielem, ich hatte und habe das auch, das fing an als meine Schildrüse verückt spielte ich aber außer ständiger Angst davon erstmal nichts merkte. Ich weiß das passt nicht wirklich hier zu diesem Thema, aber ich bekam dadurch Ängste die ich gedanklich erkennen konnte aber sie traten trotzdessen auf. Ich bekam ANgst vor größerern Gruppen, eigentlich nach und nach vor allem. Ich weiß nicht ob das zu dir passt, wollte es dir aber trotzdem mal sagen :binzel:
 
Lucifia

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hast du denn mit deiner RL da mal drüber gesprochen?
wenn nicht, würd ich das machen, am besten unter 4 augen, und sie fragen ob sie dir ein ruhiges pferd gibt und du direkt hinter ihr reiten kannst, seiner reitlehrerin vertraut man ja zumindest reiterlich auch.
 
C

Chaosqueenie

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Original von Lucifia
hast du denn mit deiner RL da mal drüber gesprochen?
wenn nicht, würd ich das machen, am besten unter 4 augen, und sie fragen ob sie dir ein ruhiges pferd gibt und du direkt hinter ihr reiten kannst, seiner reitlehrerin vertraut man ja zumindest reiterlich auch.
Ja hab ich schon.

Sie gibt mir ja auch immer Leiknir, den ruhigsten der Schulisländer.

Und direkt hinter ihr reiten.. ich weiss nicht.
Hab nämlich auch schon festgestellt, dass ich mich am sichersten fühle, wenn ich ganz hinten das Schlußlicht bilde.

Da kann kein durchgehendes Pferd von hinten kommen und meines "mitziehen". 8( (ich weiss, dass der Gedanke albern ist...)
 
Terrior

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Ich glaub, diese Ängste könnten auch daher rühren, dass Du nicht täglich im Sattel sitzt.

Vor etlichen Jahren hab ich auch Angst gehabt. Ich war zu der Zeit viel im Gelände unterwegs und hatte Angst in Hallen oder auf Plätzen zu reiten. Ich hab mir immer vorgestellt, dass ich mal gegen die Bande oder die Platzumzäunung fallen könnte. Dann war ich fast nur noch auf Plätzen/Hallen unterwegs und bekam dann Panik, dass mir im Gelände das Pferd durchgehen oder schwer stürzen könne. Die Geländeangst rührte bei mir von Mitreitern her, die einfach ohne Vorwarnung angaloppierten und mich regelrecht mitzogen, ohne dass ich das Gefühl hatte die Situation konrollieren zu können. Die Hallenangst kommt....vom Kopf, da ist mir nie was passiert. Zum Glück.

Ich hatte dann das Glück eine ganz liebe Stute als Pflegepferd zu bekommen. Und die konnte ich täglich reiten! Egal wo und wie. Und von dem Tag hat sich die Angst weitestgehend verzogen. Und sie blieb auch weg, obwohl ich ca. 1,5 Jahre später nur noch unregelmässig auf verschiedenen Pferden reiten konnte. Ich habe mir dann eine ziemlich durchgeknalle Russin gekauft und dieses Pferd hatte mich wieder ängstlich werden lassen. Nachdem ich auf dem Boden geklärt hatte, wer die Hosen an hatte, kamen noch einige Situationen im Sattel, die mich fast verzweifeln liessen. Ich konnte die "Verantwortung" zur Korrektur jedoch nicht an wen anderes abgeben, weil nämlich niemand greifbar war. Ich musste selber da durch oder das Pferd abgeben. Irgendwann hat es im Kopf "klick" gemacht und ich habe auch diese Situationen klären können und hatte anschliessend ein absolutes Verlasspferd. Tja, und danach hab ich meine Ex-Rennsemmel umgeschult. Ich hatte auch dort viele Angstsituationen, aber man wächst auch an diesen Aufgaben.

Ich denke, dass Regelmässigkeit, ein verlässliches Pferd, eine gewisse Möglichkeit der Entscheidungsfreiheit (wo und wie reite ich heute) und ein sturer Kopf dieses Problem in den Griff bekommen können.

Ich bin auch heute noch nicht angstfrei und aus diesem Grunde springe ich nicht bzw. nur Minisprünge und auf keinen Fall Oxer :lachen: Aber der Rest ist fast wie weg geblasen.
 
C

Chaosqueenie

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*tiiief seufz*

Die Regelmäßigkeit - ja, daran krankt es bei mir. :-(
Nachdem ich in dem Stall, in dem im April mein schwerer Unfall war, aufgehört hab, kann ich nur noch einmal die Woche reiten.

Es ginge zwar - vom Reitstall her - auch zweimal, aber das krieg ich, da es ein ganzes Stück zu fahren ist, organisatorisch nicht hin.
Und einen qualitativ ebenso guten Stall hab ich in der näheren Umgebung bisher vergeblich gesucht.

Mir hat auch eine Freundin schon geraten, mir ein nettes RB-Pferd zu suchen, aber das mag ich nicht machen, ehe ich mein Angstproblem im Griff habe.
Und wenn ich die RB-Suchanzeigen so lese, suchen doch fast alle Pferdebesitzer mindestens Reiter auf E-Niveau, die im Idealfall das Pferd korrigieren können. 8( Und das kann ich nun auch nicht bieten.
 
Pegasus

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Ich reite nun schon seit vielen Jahren. Habe mit fünf oder sechs Jahren das erste mal auf einem Pferd gesessen. Ich habe bis zu meinem 17. Lebensjahr jedes Pferd geritten, das mir unterkam (bockende Pferde, plötzlich losrennende Pferde, Pferde die nicht im Schritt laufen wollten usw) bin in all der Zeit (bis jetzt) drei mal vom Pferd gefallen und nie ist mir etwas schlimmes passiert- eigendlich ist gar nichts passiert, hatte nicht einmal Prellungen.
Trotzdem habe ich nun seit einigen Jahren Angst vor dem Reiten, warum auch immer. Vor jedem fremden Pferd habe ich Angst (davor es zu Reiten, nicht vor dem Pferd), inzwischen ist es soweit, daß ich nicht mehr reiten gehe.
Es gibt einen einzigen Hof, auf dem ich angstfrei, auch jetzt noch (dh, einmal in zwei Jahren oder so) reiten gehe. Bei denen weiß ich, wenn die mich alleine mit dem Pferd rauslassen, ist alles in Ordnung. Diese Pferde werden von kleinen Kinder ausgeritten, da fühle ich mich sicher. Dort hatte ich jahrelang "meine" zwei Ausreitpferde, eines für einen ruhigen Bummelausritt und eines für einen etwas schnelleren Ausritt. Leider sind diese beiden altersbedingt gestorben. Seit dem gehe ich halt nicht mehr so oft hin, weil auch, wenn ich weiß, diese Pferde sind OK, ich habe Angst vorm Ausreiten mit fremden Pferden. Einmal in zwei Jahren, wenn ihc jemanden habe, der mitreiten geht, raffe ich mich auf und überwinde meine Angst und gehe wieder dort reiten und bin jedes mal faziniert und denke mir, wozu diese Angst, du kommst doch prima mit den Pferden klar.
 
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Chaosqueenie

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@ Pegasus

Da hatten wir ja schonmal drüber geredet... ich würde auch mal mitkommen. :binzel:

Noch ein Nachtrag zu meiner Angst... Bin inzwischen auch soweit, dass ich ganz bewusst sage, ich setze mich auf kein Pferd über 1,50 m Stockmaß mehr - weil ich mich auf Großpferden wesentlich unwohler fühle. :-( Was mich natürlich bei der Auswahl der Pferde auch etwas einschränkt.
 
Kiwi-Fan

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Hey Anita,

wie lange reitest du eigentlich schon? Ich hätte auch furchtbar Bammel vor meinem ersten Ausritt, aber das wird dieses Jahr noch nichts. Ich reite nämlich erst seit Januar und hatte schon genug Probleme, als es im Sommer von der Halle auf den Platz ging. Mittlerweile fühl ich mich auf dem Platz auch sicher, aber ich bin dort ein paarmal runtergefallen, was mich manchmal wieder etwas zurückgeschmissen hat...

Bin auch heute noch so sauer auf die eine RL, die mir die Angst erst eingeimpft hat, weil sie das Risiko, dass ich vom PFerd falle, bewusst in Kauf genommen hat! :wut: Der Hengst ist doch so lieb, da haste keine Probleme damit, wenn noch ein Wallach mitreitet... Gibt auch Reiter, die können Henste neben Stuten reiten, ohne dass die durchdrehen! (Klar, kann ich auch super mit vier monaten Reitpraxis!)
Danach hatte ich Panik vor dem Platz, auch wenns unlogisch war, da ich den Hengst nie wieder mit anderen Pferden geritten bin. Jetzt fühl ich mich schon viel sicherer, aber bald kommt wieder die Wintersaison in der kleinen Halle. Vielleicht klappts nächstes Jahr mit den Ausritten bei mir...

LG,Kiwi

PS: Bin auch superfroh, dass ich keine Pferde reiten muss, über deren Rücken ich nicht schauen kann...
 
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Chaosqueenie

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Hallo, Kiwi-Fan,

ich hab vor 11 Jahren mit dem Reiten angefangen - damals war ich 21.

Ich denke, meine Angst rührt noch immer von den Erfahrungen in meiner 1. Reitschule her.
Dort kam ich nach nur 2 Longenstunden schon in die Abteilung. :-(

Und das war eine Riesenabteilung, immer so um die 10 Leute, und alle mit unterschiedlichem Können.
Da musste ich dann gleich alles mitmachen, Trab und Galopp und die Bahnfiguren.

Nach ein paar Wochen passierte es dann: Der Hafi, den ich ritt, biß das Pferd vor mir in den Hintern, das Pferd keilte aus, mein Hafi ging durch und ich knallte runter. Hab mir zwar damals nichts getan und auch schleunigst die Reitschule gewechselt, aber seitdem ist diese Angst mein Begleiter. 8(
 
schrecker82

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Also ich finde, du solltest vielleicht doch nochmal über die RB-Frage nachdenken. In der Reitschule hatte ich, je nachdem welches Pferd ich zugeteilt bekam, auch ab und an mal richtig Bammel (man sieht ja was zum Teil in den anderen Stunden abging usw...) - es ist aber nie was (dolles) passiert, es war eher "angst" durch verrücktmacherei (wenn halt so die 14 jährigen um einen rumstehen "Oh, die so und so hat den so und so - na viel Glück, den würde ich nich reiten wollen, der macht immer das und das...). Wusste ich nich was fürn Kaliber da unter meinem Po ist wars mir egal, dann konnten die rennen und bocken so viel die wollten, da kam ich mit klar. Aber vorher verrückt gemacht zu werden "Der geht sicher wieder durch" - damit kam ich nich gut mit zurecht (bis ich dann auch mal ein Erfolgserlebnis hatte und einen Traber, der beim angallopieren IMMER nur pansich rückwärts ging, das Vertrauen gab und mit ihm galloppierte - das war toll! Er wurde nur immer falsch geritten sobald er Panik bekam - er wurde auf der Rennbahn geschlagen wenn er angalloppierete... - sobald er rückwärts ging legten sich alle immer nach vorn - ich nicht, und schwupps ging er geradeaus...ich kam von da mit ihm toll zurecht, obwohl er ja "sooooo durchgeknallt" sei...) Spätestens da hab ich gemerkt, das es für all die "Durchdreher" nen Grund gibt, der leider in 95 nicht am Pferd liegt)

Ich bekam mein zweites Pflegepferd als ich 18 war (das erste hatte ich noch bevor ich reiten konnte*g*). Der erste Ausritt in der Gruppe lies mich schwitzen (hatte ich doch auch ein gutes Jahr nich mehr aufm Pferd gesessen). Aber von da und wuchs ich mit "meinem" Pferdle zusammen (wobei ich sgaen muss, ich ging lieber nur zu zweit oder auch alleine raus). Mir wurde bewusst, das WENN er sich erschrecken sollte, oder er losrennen sollte aus welchem Grund auch immer, das er auf mich aufpasst, er nicht kopflos wird sondern sicher irgendwann wider stehen bleibt.

Und weißt du was noch komisch ist? Ich fühle mich auf kleinen Pferden nich wohl (also alles unter 150, aber da gehts, aber besser ab 1,60). Ich bin bisher zweimal geflogen, einmal von nem Hafi, einmal von nem riiiiiesen Warmblut (ich weiß nur noch, dass er Franzl hieß und verdammt groß war, so wie ich das mag, also seine 1,paarundsiebzig wird der gehabt haben).
Vom Hafi bin ich einfach runtergeflatscht, batsch lag ich (hat mich vorn über gebuckelt, über die Schulter) - beim Franzel bin ich übern Kopf gegangen und er ist noch über mich gesprungen. Ich bekam keine Luft (bin voll aufn Rücken geflogen) und fühlte mich echt elend - dennoch finde ichs sicherer auf nem großen (man hat irgendwie Zeit zu überlegenwie man fällt*g*). Der Hafi hat mich ahlt ohne großen Grund ud voll hinterlistig abgesetzt, der Franzl hat sich erschreckt, weil neben ihm einer durchging. Außerdem ist der Hafi wie ein Doofie durch die Halle und Franz ging einmal im Kreis ud stand dann neben mir, wie angebunden.
 
Kiwi-Fan

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Und ich denke mir, dass man bei kleinen Pferden unten ist, bevor sich die Fallgeschwindigkeit erhöhen konnte...

Ich hab Hafis auch nicht gemocht, nachdem ich da ne ganz fiese Dame hatte, die mich runtergeschmissen hat. Dann kam Dumbledore... Der Hafiwallach, der vor lauter Mähne kaum aus den Augen schauen konnte. Und ich hab mich verliebt!!! Ist mir zwar auch regelmäßig durchgegangen, aber immer nur nach vorne und ich bin oben geblieben und hab vertrauen in meinen Sitz gewonnen. Leider ist er wieder verkauft... :weinen:

Abteilungen gibts bei uns nicht, wir reiten wenns hochkommt zu dritt, nie mehr, und in der halle kann man höchstens zu zweit reiten.
 
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