Schutzhundausbildung

Diskutiere Schutzhundausbildung im Schutzdienst Forum im Bereich Hundespiele, Sport und Freizeit; Guten Morgen! In den letzten Tagen habe ich ein paar mal Artikel und Fotos über bestandene Schutzhundeprüfungen in unserer Zeitung gefunden...
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Volker

Gast
Guten Morgen!

In den letzten Tagen habe ich ein paar mal Artikel und Fotos über bestandene Schutzhundeprüfungen in unserer Zeitung gefunden. Meist waren es Schäferhundvereine.
Mich würde mal interessieren, ob jemand von euch seinen Hund als Schutzhund ausbildet und ob man so einen Hund als Familienhund halten kann. Darf man als Privatperson überhaupt die Schutzhundausbildung machen oder sind das Diensthunde?
 
15.05.2006
#1
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Gast

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Mausilla

Mausilla

die auf den Sommer wartet
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Die "normale" Schutzhundausbildung kann jeder machen, leider, weil viele auch nicht die richtige Ahnung davon haben und in manchen Vereinen auch völlig ungeeignete Hunde ausgebildet werden.
Heißt jetzt auch nicht mehr Schutzhund sondern VPG (glaub ich).

Normalerweise läuft die Ausbildung über den Beutetrieb oder Spieltrieb. Korrekt ausgebildet ist so ein Hund zuverlässig und auch in triebstarken Situationen immer beherrscht. Im Gegensatz zu vielen anderen Hunden.
Und natürlich kann man so einen Hund auch als Familienhund halten.

Wird über den Wehrtrieb ausgebildet ist das in meinen Augen schon bedenklicher, vor allem bei Privathunden. Denn wenn da was schiefläuft...

Die Ausbildung geht ja auch prinzipiell nur auf diesen Ärmel. Woanders hat der Hund nicht hinzugreifen. Ein gut ausgebildeter Hund wird nach ablegen des Ärmels den Scheintäter nicht angreifen. Die meisten sind sogar freundlich und spielen auch mit dem.

Mondioring, wo ein Scheintäter im Ganzkörperschutzanzug auf den Platz geht und der Hund überall hingreifen darf, gehört nicht in Privathand. Ich weiß es nicht genau, könnte sein, das es in D auch verboten ist.
Weil die Schutzkleidung auch nicht vom Hund unbedingt als solche zu erkennen ist, da wird noch normale Kleidung drüber gezogen.
Der Hund lernt überall zu fassen und bei nicht korrekter Ausbildung kann das fatale Folgen haben.
 
V

Volker

Gast
Danke für die Antwort.
Ich wußte nicht, daß es da Unterscheidungen gibt. Ich dachte, daß die Hunde sich in irgendwelche gepolsterten Körperteile verbeissen dürfen.

Was heißt denn genau "über den Spieltrieb" ausbilden?
Wir machen ja Fährtenarbeit, das funktioniert ja auf der Schiene, allerdings darf sie nirgends reinbeissen.
Ich versteh´ nicht so recht, warum ein Schutzhund überhaupt in Privathände darf, bzw. was man an so einer Ausbildung findet...

Ich kenne nur Diensthunde in meinem Bekanntenkreis, die halt überhaupt nicht sozialisiert sind mit anderen Hunden und denen man als Fremder auch nicht ohne Leine begegnen darf.
Vielleicht habe ich ja beim Spazierengehen schon Schutzhunde getroffen und habs gar nicht gemerkt, weil sie so nett waren.
hat da jemand Erfahrungen?
 
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shivavssaphira

Gast
ich mache mit meinem hund diese ausbildung und kann mich nicht beschweren. bei ihm wird es rein über den spieltrieb gemacht, was anderes würde ich auch nicht wollen.

es gibt solche und solche hunde. ich kenne genug hunde trotzdem sehr sozialisiert sind.wenn ich ehrlich bin kenne ich keinen den man nicht anfassen könnte. es kommt halt auch sehr drauf an wie du das alles handhabst.
 
Mausilla

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@volker

Wenn die Hunde so waren, wie Du beschrieben hast, waren sie nicht gut ausgebildet. Und sozialisiert werden sogar Polizeihunde, weil unkontrollierte Beißer sind auch als Diensthunde meist nicht erwünscht.

Die Schutzhundausbildung die Du sicher meinst, hat mit Personenschutz eigentlich nicht viel zu tun. Der Hund wird darauf ausgebildet in eben diesen Schutzarm zu beißen (nur auf Kommando) und diesen bis zur Aufhebung des Kommandos festzuhalten.
Außerdem gehören noch andere Ausbildungsteile dazu, wie stellen und verbellen, Fährte u.a.

Ein so ausgebildeter Hund kann ohne Probleme in Privathand gehalten werden. Es ist eine Disziplin des Hundesports und ein gut ausgebildeter Hund ist ein kontrollierbarer Hund.

Es hat eigentlich auch nicht viel mit Personenschutz zu tun, weil die Hunde auf den Arm fixiert sind. Wenn Dich im Park einer angreift (ohne Schutzarm) ist nicht gesagt, daß der Hund den beißen würde.

Deswegen gibt es ja auch die andere Ausbildungsart, wo der Scheintäter eben normal gekleidet ist und die Polsterung versteckt. Weil dabei wird der Hund darauf abgerichtet direkt den Menschen zu beißen, nicht den Schutzarm. Und das sollte wirklich Polizei und BGS vorbehalten bleiben.

Die Ausbildung über den Spieltrieb heißt, daß der Hund erstmal dazu gebracht wird in diesen Ärmel zu beißen. Der wird über den Boden gezogen oder ähnlich interessant gemacht.
Faßt der Hund zu, wird er dadurch belohnt, daß er damit rumzotteln darf. Also eigentlich ein Zerrspiel.
Alles weitere wird Schritt für Schritt aufgebaut.
Auch beim fertig ausgebildeten Hund hat man es oft, daß er nach getaner Arbeit den Arm bekommt und eine Runde damit rumzerren darf. Oft sogar mit dem Scheintäter, der diesen Arm vorher trug.
 
S

shivavssaphira

Gast
ich glaub ihr meint den vollschutz, der wird meist beim BGS angewendet.
 
Mausilla

Mausilla

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Vollschutz heißt das was der Helfer an hat.

Als Ausbildung heißt es meines Wissens Mondioring und wird in D für privat denke ich nicht gemacht. In Ö ist das wohl anders.
 
S

shivavssaphira

Gast
denn begriff kenne ich auch für den helferanzug, aber auch für das andere.

vielleicht irre ich mich ja auch...
 
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Mecki01

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Hallo,
ich mache seit 30 Jahren Schutzhundeausbildung.
Keiner meiner Hunde ist je meine Familie angegangen.

Es gibt aber auch mal Meinungsverschiedenheiten,aber die sind doch schnell geklärt zwischen mir und meinen Hunden.

Zur Zeit schreibe ich in der Agility- Sport über den Schutzhundesport.
Ich möchte einfach den Leuten zeigen das nicht alle Hunde die auch Schutzhundesport machen "böse Hunde " sind.

das hat immer mit der Ausbildung zutun.

Die Beißstatistik zeigt das ,die ganzen Beißunfälle nicht von Hunden stammten ,die im VPG - Sport geführt wurden.
Die Leute vergessen das zu einer VPG - Ausbildung auch eine Unterordnung und eine Fährte gehört.

Das beißen steht immer im Hintergrund.
Ohne Begleithundeprüfung kein VPG - Prüfung !!

Lg.Mecki01
 
V

Volker

Gast
Vielen Dank für die Antworten. Ich muß das einfach alles mal fragen....

Beißen steht im Hintergrund, ok, aber warum macht man das? Ich habe gelernt, daß der Hund an sich eine Beißhemmung hat. Warum setzt man diese bewußt herab?

Ich kenne zwei Fälle, bei denen Hunde, die die Schutzhundeausbildung zwar durchgemacht haben, aber dann die Prüfung nicht bestanden, in private Familien vermittelt wurden. In beiden Familien kam es vor, daß der Hund eine schnelle Bewegung mißverstanden und ordentlich zugebissen hat. Einmal faßte die Tochter beim Essen unter den Tisch, wo der Hund lag und wollte ihn streicheln und das andere Mal wurde der Hund mit dem ausgestreckten Arm auf seinen Platz geschickt und hat sich in den arm verbissen.
Sicher, krasse Beispiele, ist mir schon klar.

Aber das hat mich ins Nachdenken gebracht...
Ich arbeite ja auch mit meinem Hund, aber Beißen kommt bei uns nicht in Frage und was auch wichtig ist, daß der Hund vor allem Spaß an der Arbeit haben soll. Aber jetzt rüttele ich wahrscheinlich schon an den Grundsätzen...
 
M

Murx Pickwick

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Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, daß Mondioring verboten sein soll. Mondioring ist nichts weiter wie eine Schutzhundeausbildung, wobei noch weitaus mehr auf den Gehorsam des Hundes wert gelegt wird.
So muß der Hund zum Beispiel SOFORT abdrehen, wenn der HF kurz bevor der Hund in den Ärmel beißen darf, ihn ruft. In der Prüfung weiß nur der Richter, ob er es zulassen will, daß der Hund in den Ärmel geht oder nicht.

Ähnlich auch mit den Hindernissen, während bei der Schutzhundeausbildung die Hindernisse immer kleiner und schräger wurden, muß beim Mondioring eine Wand übersprungen werden.

Das macht auch Sinn, denn in Frankreich ist das Mondioring Zuchtvorraussetzung. Ein Hund kann nicht als Zuchthund eingesetzt werden, wenn er diese enorme Leistung im Mondioring nicht erbracht hat. Gleichzeitig ist das aber auch ein Fähigkeitsnachweis für den Hundeführer. Nur wer Ahnung von der Hundeausbildung hat, kann einen Hund durch diese Prüfung bringen. Kranke Hunde oder Hunde mit Wesenschwächen gleich welcher Art schaffen diese Prüfung nicht, es wird noch in der Ausbildung abgebrochen und mit solchen Hunden nicht mehr der Schutzteil weitergeübt, sondern nur die Unterordnung.

Mondioringausgebildete Hunde sind absolut friedlich. Genau wie bei den Schutzhunden auch werden sie über den Spieltrieb ausgebildet. Was beides voneinander unterscheidet, ist wirklich nur, daß das Mondioring vielseitiger ist und mehr abverlangt von Hund und HF.
Die Ausbildung des HF findet genau wie beim Schutzdienst während der Ausbildung statt und genau wie beim Schutzdienst wird abgebrochen, wenn Figurant, Ausbildungsleiter oder Platzwart der Meinung sind, daß der HF oder der Hund nicht geeignet dafür sind.

Die Beißhemmung wird weder beim Schutzhund noch beim Mondioring herabgesetzt. Daß die beiden Hunde gebissen haben, kann viele Gründe haben. Jedenfalls gibt es auch genügend Hunde, die das gleiche Verhalten zeigen, aber niemals irgendwas Richtung Schutzdienst gemacht haben.
Manchmal sind es aber auch unklare Rangordnungsverhältnisse oder Angstbeißer, die genau so reagieren. Solange man da nix genaues zu weiß, ist es schwer herauszufinden, was es genau in diesem Falle war.
 
Terrior

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Original von Volker
Aber jetzt rüttele ich wahrscheinlich schon an den Grundsätzen...
An welchen Grundsätzen? Was meinste jetzt genau damit?

Es kommt drauf an, welcher Art die SD-Ausbildung war, wo Du die Hunde kennst und weshalb sie genau "ausgemustert" wurden. Es gibt immer noch Ausbildungsplätze, die einen Hund psychisch dermassen herunter machen, dass er letztlich ein Angstbeisser wird. Ob das da zutrifft, kann ich nicht beurteilen. Es kann auch sein, dass die Hunde einfach etwas missverstanden haben oder eine niedrige Reizschwelle haben. Das warum ist so vielfältig wie unsere Hunde und so nicht zu beantworten.

Ein Hund hat eine Beisshemmung, die ihm anerzogen wird. Im Umgang mit Artgenossen packt er weniger zaghaft zu als im Umgang mit Menschen. Im SD erwartet man einen vollen, festen Griff, der teilweise auch geübt werden muss. Wenn der Hund im Sport-SD geführt wird, kann er dennoch unterscheiden, wo ein fester Grif erlaubt (Beissärmel) und wo dieser Griff nicht erwünscht ist.

Mondioring (auch Ringsport genannt) ist in D nicht verboten, soweit ich weiss, wird aber unter den Teppich gekehrt. Mondioring ist stark verbreitet in Ö, CH, B und in F. Wer Vorbehalte gegen diesen Sport hat, sollte in sein Heimatland F fahren und sich solch eine Veranstaltung anschauen. Dieser SD ist mit dem gängen Sport-SD nicht vergleichbar und zartbesaitete Menschen mögen eine Killermaschine hinter dem Hund vermuten. Tatsächlich wird der Hund aber vielschichtig ausgebildet und zu selbständigem Denken und Handeln erzogen. Dennoch hat er jederzeit führig zu sein und zu bleiben.

Man sollte sich darüber klar sein, dass ein Hund immer eine Gefahrenquelle ist, gleichgültig ob er ausgebildet wurde oder nicht. Es gibt genug Fälle, in denen reine Familienhunde, egal welcher Rassen, einen Menschen gebissen haben. Die Verantwortung liegt wie immer in der Hand des Besitzers und seiner Fähigkeit, seinen Hund einzuschätzen und entsprechend zu leiten.
 
V

Volker

Gast
"An welchen Grundsätzen? Was meinste jetzt genau damit?"

Entschuldige, da hab´ ich zu wenig erklärt.
Ich will vermeiden, daß ich hier jemanden zu nahe trete, der mit Schutzhunden arbeitet. Ich will keine Grundsatzdiskussion auslösen, sondern wirklich nur mal meine Fragen loswerden.
Ich komme aus einer ganz anderen Hundeausbildung. Bei uns werden die Hunde mit Brustgeschirr geführt und darauf ist auch die Erziehung abgestimmt. Vieles nach Frau Feltmann-Schröder. Es gibt bei uns keinerlei Leinenruck, es wird sehr auf Modulation in der Stimme geachtet, usw. Uns wird oft von anderen Vereinen und Hundeführern "Hausfrauenausbildung" vorgeworfen, obwohl wir genauso Begleithundeprüfungen ablegen und und unsere Hunde genauso gut erzogen sind.
Und bei mir ist es halt so, daß ich dann oft auch nur die "bösen" Hunde aus dem anderen Lager kennenlerne, genauso geht es denen auch. Es schafft nicht jeder, seinen Hund mit unserer Methode auszubilden. Das hängt halt sehr vom Menschen ab.


"Es kommt drauf an, welcher Art die SD-Ausbildung war, wo Du die Hunde kennst und weshalb sie genau "ausgemustert" wurden. Es gibt immer noch Ausbildungsplätze, die einen Hund psychisch dermassen herunter machen, dass er letztlich ein Angstbeisser wird. Ob das da zutrifft, kann ich nicht beurteilen. Es kann auch sein, dass die Hunde einfach etwas missverstanden haben oder eine niedrige Reizschwelle haben. Das warum ist so vielfältig wie unsere Hunde und so nicht zu beantworten."

Die Frage, die sich für mich bei beiden Situationen stellte, war eher, ob man so ausgebildete Hund jemandem in die Hand geben sollte, der nicht selber schon so eine Ausbildung mitgemacht hat oder weiß, was da auf ihn zukommt. Von der einen Familie weiß ich, daß das in der Eingewöhnungsphase passiert ist, hätte vielleicht vermieden werden können. Der Hund wurde vom Zoll nach nicht bestandener Prüfung ins Tierheim abgeschoben. Das finde ich ziemlich unmöglich...
 
Terrior

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Original von Volker
Entschuldige, da hab´ ich zu wenig erklärt.
Ich will vermeiden, daß ich hier jemanden zu nahe trete, der mit Schutzhunden arbeitet. Ich will keine Grundsatzdiskussion auslösen, sondern wirklich nur mal meine Fragen loswerden.
Ich komme aus einer ganz anderen Hundeausbildung. Bei uns werden die Hunde mit Brustgeschirr geführt und darauf ist auch die Erziehung abgestimmt. Vieles nach Frau Feltmann-Schröder. Es gibt bei uns keinerlei Leinenruck, es wird sehr auf Modulation in der Stimme geachtet, usw. Uns wird oft von anderen Vereinen und Hundeführern "Hausfrauenausbildung" vorgeworfen, obwohl wir genauso Begleithundeprüfungen ablegen und und unsere Hunde genauso gut erzogen sind.
Und bei mir ist es halt so, daß ich dann oft auch nur die "bösen" Hunde aus dem anderen Lager kennenlerne, genauso geht es denen auch. Es schafft nicht jeder, seinen Hund mit unserer Methode auszubilden. Das hängt halt sehr vom Menschen ab.
Feltmann-Schröder? Da hab ich was im Kopf, muss aber noch mal recherchieren bevor ich da was zu sage :binzel:

Es gibt tatsächlich immer mehrere Lager und jedes behauptet von sich, dass es am besten ausbildet. Letztlich ist der Weg wurscht (solang keine tierschutzrelevanten Methoden angewandt werden) solang das Ziel stimmt.

Original von Volker
Die Frage, die sich für mich bei beiden Situationen stellte, war eher, ob man so ausgebildete Hund jemandem in die Hand geben sollte, der nicht selber schon so eine Ausbildung mitgemacht hat oder weiß, was da auf ihn zukommt. Von der einen Familie weiß ich, daß das in der Eingewöhnungsphase passiert ist, hätte vielleicht vermieden werden können. Der Hund wurde vom Zoll nach nicht bestandener Prüfung ins Tierheim abgeschoben. Das finde ich ziemlich unmöglich...
In diesem Falle würde ich einen solchen Hund nicht in Anfängerhände geben. Wenn ein Hund aus dem Diensthundewesen ausgemustert wird, braucht man schon Gründe, warum dies der Fall ist und kompetente, neue Halter, die damit umgehen können. Alles andere ist für mich verantwortungslos.
 
Cira-Elize

Cira-Elize

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Hallo!

Also ich denke man muss mal zwischen SPORTSCHUTZHUNDEN und DIENSTSCHUTZHUNDEN unterscheiden!

Natürlich sind Hunde, die von Polizei und Militär ausgebildeten Hunde nicht ohne! Hab einen Bericht gesehen, da werden Hunde ausgebildet, die auf ein Codewort hin, alles töten, was ihnen in die Quere kommt - selbst die Hundeführer müssen immer hinter diesen Hunden bleiben! Solche Hunde, wenn sie nicht da Zeug dazu haben können in Privathand schon zur Gefahr werden!

Aber ein Familienhund, der im Sportschutz geführt wird und über Spiel- und BEutetrieb ausgebildet wird, sollte ein Wesensstarker, selbstbewusster Hund sein, von dem im Grunde keine Gefahr ausgeht!
Garantie gibt es keine! Aber die wahrscheinlichkeit ist bei einer GUTEN Ausbildung (Kein Hinterhofschutzdienst) sehr hoch, das der Hund in allen Situationen Kontrollierbar ist und bleibt! Und eben nicht gefährlich ist!

Denn wie bereits erwähnt ist der Gehorsam(Unterordnung) und die Fährte gleischbedeudent wie der Schutzdienst!
Und auch beim SD gehts nicht nur um beißen - eher nebensächlich! Teilgebiete sind auch das revieren, stellen und verbellen des Helfers und das abführen des Helfers!

Zur Frage warum man es denn überhaupt macht:

Es werden hauptsächlich gebrauchshunde in dieser Ausbildung geführt, die sollten ja auch weiterhin Gebrauchshunde bleiben, wenn auch in dieser Abgespeckten Form!
Diese Hunde haben oft so ein Potenzial, die brauchen es (klingt blöd), denn es ist ja auch eine Form des kontrollierten Agressionsabbaus!

Und zum Mondioring:
Schaut wirklich sehr brutal aus, ist aber die Königsdisziplin des SD für Privatpersonen! In diesem Sport dürfen wirklich nur wesensstarke Hunde geführt werden - und darauf wird auch geachtet! In Ö ist es erlaubt es zu trainieren, Prüfungen können jedoch nur in der Schweiz und Frankreich abgelegt werden!

Und es kommt mit SH auch nicht so häufig zu Beißunfällen! Denn meistens sind es die in Privathand ausgebildeten Hunde oder eben ganz normale Familienhunde die auf einmal beißen! Warum auch immer!
In letzter Zeit häufen sich Beißunfälle mit Retrievern ist mir aufgefallen!

LG Isabella
 
korsi

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Asko ist nicht vergessen
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Hay Mausilla,es heißt VPG I-II-II und noch was,ein gut ausgebildeter Schutzhund,ist der zuverlässigste Hund im Gehorsam.Da ist ja schon viel gesagt worden.Die Außbildung erfolgt über die Ausnutzung des normalen Beutetrieb des Hundes.Der Hund geht nur auf den Arm des Figiranten,nach der Übungsstunde kann der gleiche Mann dem Hund seinen Arm anbieten,es interessiert ihm nicht mehr.Es ist nur ein - Aufspüren ( revieren ),stellen und verbellen und Fluchtverhindern.
Es sin in der Regel privat sehr brave Hunde und werden auch in ihren Familien gehalten.
Ich habe von einem gut und den Regeln entsprechend ausgebildeten VPG Hund gesprochen.-dazu gehört dann noch VPG-FH entsprechen der zu prüfenden Klasse.
Natürlich gibt es auch hir wieder Schwarze Schafe.
LG korsi
 
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Murx Pickwick

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Bei den Diensthunden, egal ob Polizei oder Militär, ist es wichtig, daß diese Hunde funktionieren (klingt irgendwie blöd, aber ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll), sie müssen also genau das tun, was der HF von ihnen verlangt und für was sie ausgebildet sind. Es geht nicht an, daß ein Diensthund einen Flüchtenden nur deshalb nicht zum Stehen bekommt, weil der Hund den Ärmel und den Vollkörperschutzanzug sucht und deshalb nicht zufaßt ... das ist einfach nicht der Sinn eines Diensthundes.

Und genau hier liegt das Problem, man muß diese Hunde früher oder später in der Ausbildung auch über den sog. Wehrtrieb ausbilden, um sie zuverlässig dazu zu bringen, auch ungeschützte Menschen zu beißen und festzuhalten. Die Ausbildung ist alles andere wie schön und die Hunde können danach wirklich nur noch von Leuten geführt werden, die wissen, wie so eine Ausbildung abläuft und wie man verantwortungsvoll so einen Hund führen muß. Ein Hund für die Familie ist so ein Hund mit Sicherheit nicht!

Anders eben die Hunde im Privatbereich ... aber das haben ja meine Vorredner schon so schön dargelegt ... :D
 
korsi

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Asko ist nicht vergessen
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Murx Pickwick,Du hast vergessen zu erwähnen- das diese Hund dieses nur auf komando tun und nicht sebstätig - nur wenn sie geschickt werden.sorry
LG korsi
 
Trini

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Aber einen Diensthund, der die Ausbildung vermutlich wg. fehlender Nervenstärke nicht bestanden hat, über ein TH an Familien weiterzuvermitteln, ist schlichtweg der Hammer. :abgelehnt: Da würde ich sowohl dem TH als auch bei der Behörde einen Riesenkrach schlagen.
 
Terrior

Terrior

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Original von Trini
Aber einen Diensthund, der die Ausbildung vermutlich wg. fehlender Nervenstärke nicht bestanden hat, über ein TH an Familien weiterzuvermitteln, ist schlichtweg der Hammer. :abgelehnt: Da würde ich sowohl dem TH als auch bei der Behörde einen Riesenkrach schlagen.
Da erwachsene Hunde vorher getestet werden, ist es relativ unwahrscheinlich, dass es an Nervenstärke mangelt. Es sei denn, es ist ein von der Behörde gezogener Hund, der nachher nicht das zeigt, was man braucht. Dieses Thema ist recht kompliziert, weil die BL alle etwas unterschiedlich arbeiten und das Ergebnis der DH (Diensthunde) wesentlich vom Können und Kompetenz der Ausbilder abhängig ist. Wenn da Stümper am Werk sind (was auch im Diensthundewesen vorkommt), ist natürlich das Unglück vorprogrammiert, wenn zusätzlich ein unerfahrener HF am anderen Ende der Leine hängt.

Dennoch sind auch diese Hunde keine Killer, sondern sehr spezielle Hunde, die auch in spezielle Hände gehören, wenn sie als Diensthund nicht taugen. (taugen, furchtbares Wort)
 
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