Die Industrie und Ihr „Futter“

Diskutiere Die Industrie und Ihr „Futter“ im Hundefutter, Ernährung und Rezepte Forum im Bereich Hunde; 1.Vorwort 2.Einleitung 3.Das Industriefutter ( Übersicht ) 4.Die Sache mit den 4 % 5.Mein Hund bekommt Premiumtrockenfutter a.) Die Gehirnwäsche...
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Juergen01

Gast
1.Vorwort
2.Einleitung
3.Das Industriefutter ( Übersicht )
4.Die Sache mit den 4 %

5.Mein Hund bekommt Premiumtrockenfutter
a.) Die Gehirnwäsche

6.Dann bekommt mein Hund halt Flocken
7.Getreide im Futter
8.Wieviel Protein ist drin ?
9.Und wieviel Fett ?
10.Ich füttere Fleisch und bereite den Rest selber zu
11.B.A.R.F.

12.Der Krieg der Vitamine
a.) Einfluß auf den Knochenstoffwechsel
b.) Der Mythos der freien Radikalen
c.) Herstellung
d.) K3 - Um Himmels Willen
e.) Tabellen und Bedarfswerte

13.Tierversuche der Futtermittelindustrie
14.Dann darf mein Hund ja gar nichts mehr fressen
15.Warum frißt mein Hund das neue Futter nicht
16.Schlußbemerkungen


Vorwort

Die Ernährung unserer Hunde ist mittlerweile eine sehr umstrittene Thematik.
Während die Mehrzahl von Hundebesitzern sich der Suggestion der Futtermittelindustrie ergibt, beginnen immer mehr Hundehalter zu begreifen, dass eine natürliche und artgerechte Ernährung erforderlich ist um die Gesundheit unseres Gefährten zu gewährleisten.
Die Einsicht, dass aufgearbeitete Industrieabfälle mit dem Zusatz von synthetischen Komponenten nicht der Schlüssel zur Ernährung unseres domestizierten Hundes ist, gibt vielen Menschen den Anreiz sich mit der Ernährung ihres Haustieres auseinanderzusetzen.
Ich bin weder Wissenschaftler noch habe ich eine medizinische oder fundierte ernährungspysiologische Ausbildung. Dennoch möchte ich versuchen, mit gesundem Menschenverstand einige Impulse zu vermitteln die Aufschluss darüber geben was unsere Hunde mit dem, im allgemeinen Handel erhältlichen Hundealleinfuttermitteln, zu sich nehmen.

Einleitung

Als ich meine Lebensgefährtin vor vielen Jahren kennenlernte, hatten wir zusammen vier „gesunde“ Katzen. Eine davon wollte nicht fressen und unternahm statt dessen oftmals Ausflüge in Feld und Wiesen. Wieder zu Hause angekommen, präsentierte sie uns oft stolz eine gefangene Maus und verspeiste sie dann genüsslich.
Nun diese Katze ist die einzige die heute noch lebt. Alle anderen verstarben frühzeitig aufgrund von Krebserkrankungen.
Weitere, auch zugelaufene Katzen, wiesen die selben oder ähnliche Krankheiten auf und mussten ständig beim Tierarzt behandelt werden.
Mit dem ersten Hund kam dann der beschwerliche Weg durch den Dschungel der Futtermittelindustrie und, als unser zweiter Hund trotz einem High-End Premiumtrockenfutters an einer schweren Allergie erkrankte, beschloss ich, mich intensiv mit der Ernährungsphysiologie des Hundes und den auf dem Tierfuttermarkt angebotenen Produkten auseinanderzusetzen.
Nach und nach spaltete sich diese Forschung in zwei Lager. Nämlich in das der Industrie und in das der natürlichen Ernährung des Hundes.
(...)Der erste Hund in der Evolution war ein Wolf, dessen Organismus sich über Millionen von Jahren zum Beute - und Allesfresser entwickelt hatte.
Das im Rudel gejagte und erbeutete Wild lieferte seinem Stoffwechsel praktisch alle Nähr- und Aufbaustoffe. Daneben ernährte er sich auch von Nagern, Fischen, Gräsern, Wurzeln und Früchten.
Seit seiner Domestikation vor mehr als 10.000 Jahren wurde der Hund vom Menschen ernährt. Bei der Nahrung des Hundes handelte es sich vorwiegend um Abfälle und Reste der menschlichen Ernährung.
Der Hund wurde bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg durchweg mit Fleischresten, Knochen, Fischen, Milchprodukten, Brot und anderen Getreideprodukten sowie Essensresten ernährt. Die Jagdhunde kamen an die Innereien von Wild und die Haus- und Hofhunde auf dem Lande konnten auch schon einmal eine Beute wildern oder aus den Nestern der Hühner die Eier stehlen.18
Erst im 20. Jahrhundert, genauer gesagt in den 60igern, entdeckte die Nachkriegsindustrie das Potential durch Tierfutter für Hund und Katze grosse Gewinne zu erzielen. Der große Aufschwung war gekommen. Die Zahl der Bevölkerung stieg und entsprechend entstanden Mastzuchten um den Fleischbedarf der Menschen zu decken. Jetzt kam nicht nur Sonntags Fleisch auf den Tisch, sondern das Schlachtvieh wurde schon fast industriell produziert.
Es war die Bequemlichkeit in einer blühenden Gesellschaft, unsere Vierbeiner mit Fertigfutter zu ernähren und damit begann der grosse Leidensweg des Hundes. Hatte sich der Hund in Tausenden von Jahren prächtig entwickelt, wurde ihm nun ein Fertigfutter vorgesetzt, das in seiner Zusammensetzung alles, was der Hund zuvor an Abfällen und Resten zu fressen bekommen hatte, in den Schatten stellt.
Wenn uns die Hersteller Bilder von niedlichen Welpen und aktiven Hunden zeigen, von saftigem Fleisch und blühenden Wiesen, wird dem Käufer suggeriert, ein gesundes Hundefutter zu kaufen. Aber dies ist nicht ganz richtig...

Das Industriefutter

Die Vorgehensweise der Industrie gleicht eigentlich dem der Indianer, sowie anderen „Naturvölkern“. Das erlegte Tier und Produkte der Natur, wurden so gut es ging verwertet. Das Fleisch wurde gegessen, die Abfallprodukte wurden für Felle, Leder, Schmuck, Werkzeug etc. verwendet.
Ähnlich sieht es die Industrie.
Kommerziell hergestelltes Fertigfutter wird in der Regel nicht entworfen, um die Bedürfnisse unserer Haustiere in optimaler Art und Weise zu decken, sondern schlicht und einfach, um die Reste der menschlichen Nahrungsmittelindustrie gewinnbringend zu verwerten.
Tierfuttermittel werden auch nicht nach den Regeln der Lebensmittelindustrie hergestellt. Somit muss der Hersteller keine genaue Auflistung der verwendeten Zutaten auf der Verpackung vorweisen.
Wer allerdings glaubt, dass hier nur Fleischabfälle und hochwertige Innereien verarbeitet werden, der irrt.
Laut Europäischen Futtermittelgesetzen dürfen z.B. Kadaver von Pelztieren, Hufe, Federn, Hörner, Drüsensekrete, Därme, Kot, und Urin im Hundefutter Verwendung finden.
Nicht auszuschließen ist, dass Maiskleber, Schälkleien, pflanzliche Eiweissextrakte Soja und Sojanebenerzeugnisse, gentechnisch verändertes Getreide, Bänder und Sehnen, Klauen, Köpfe von Schlachttieren, Abfallprodukte der Fischindustrie, Abfallprodukte der Raffinerien, minderwertige Fette, Abfälle der Molkereiindustrie, für Hunde ungeeignete Hefen, aromatische Mischungen minderwertiger Kräuter, Altöl, und viele weitere Nebenprodukte, hier durchaus gewinnbringend eingesetzt werden.
Unter Umständen geraten sogar unsere verstorbenen Vierbeiner, in die Säcke und Dosen der Futtermittelindustrie!1
Deklariert werden diese Komponenten meist als „tierische Nebenerzeugnisse“ und „pflanzliche Nebenerzeugnisse“, diese können aber u.U. auch anders benannt werden. So wird dem Hundehalter z.B. oftmals suggeriert, dass das deklarierte Geflügelfleischmehl getrocknetes und hochwertiges Hühnchenfleisch ist. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, teilte mir aber mit, dass der Begriff Geflügelfleischmehl in der Anlage 1 zur Futtermittelverordung nicht einmal existiert.2
Selbst Hersteller von Geflügelfleischmehl geben zu, dass es sich hierbei um eine Mischung aus Geflügelschlachtnebenprodukten von Broilern, Hühnern, Truthähnen, sowie Geflügelteilen und Innereien handelt.3 Die hygienische Qualität dieser, für die Hundenahrung bestimmten Nebenerzeugnisse, sowie die Risiken durch hormonhaltige Bestandteile und Medikamente, liegt hier offensichtlich eindeutig auf der Hand.
Wenn ein Hersteller ausschliesslich hochwertige Nebenerzeugnisse ( wie Fleischabschnitte, Herz, Leber, Grieben, Schlund, etc.) verwenden würde, so hat er die Möglichkeit diese auch einzeln zu deklarieren und das Herstellungsverfahren offenzulegen. Dies wird in seltenen Fällen auch schon praktiziert.
Mittels Wasserdampf und Druck werden aber statt dessen meist Abfälle der Industrie auf mehrere hundert Grad erhitzt, so dass der Nährwert dieser ohnehin schon minderwertigen Rohstoffe arg in Mitleidenschaft gezogen wird.
Man muss schon sagen, im Gegensatz zu den Indianern, ist unsere Industrie wesentlich effizienter.
Damit dieser ganze Abfall nicht gleich Beine bekommt, müssen natürlich Konservierungsstoffe und Antioxidantien zugesetzt werden. Hier verwendet man u.a. Stoffe wie BHT, BHA, Propylgallat (auch als EG-Zusatzstoffe deklariert), sowie diverse Tocopherole und Ascorbinsäure, auf die ich später noch genauer eingehe.
Zur Information: (...) BHT (Butylhydroxytoluol): Ein synthetisches Antioxidans, dass sich im Fettgewebe anreichert. Im Tierversuch wurden Veränderungen an Immunsystem, Schilddrüse und Leber beobachtet.
BHA (Butylhydroxyanisol): Ein Konservierungsmittel, das in den USA nur eingeschränkt zugelassen und in Europa z.T. verboten ist. BHA ist biologisch kaum abbaubar und wird als Auslöser für Allergien verantwortlich gemacht. Des weiteren reichert es sich ebenfalls im Fettgewebe an.
Propylgallat: Bei Säuglingen führten die Gallate zu Blausucht und dürfen deshalb in Babynahrung nicht mehr eingesetzt werden. Die Gallate beeinträchtigen außerdem die Immunabwehr und können Allergien auslösen.4
Angereichert mit Lock- und Aromastoffen, schmeckt es dem Hund und lässt den Hundebesitzer im Glauben, der Hund würde saftige Fleischbrocken fressen.
Einer der größten Futtermittelhersteller, ließ sich z.B. ein aus Sojanebenprodukten und Abfällen kreiertes Kunstfleisch in London patentieren ( DE 2810009 C2 ).
In der Tat, sieht dieses Kunstfleisch, das in vielen Supermarktdosen zu finden ist, selbst von der Faserstruktur aus wie richtiges Fleisch, ist aber in Wirklichkeit, eine Substanz von Abfällen und u.a. gesundheitsschädlichen Substanzen.
Jährlich werden alleine in der BRD ca. 2.334.000 Tonnen Schlachtabfälle und Schlachtnebenprodukte, sowie 361.000 Tonnen Tierkadaver zu 701.000 Tonnen Tier- und Fleischmehl und 310.000 Tonnen Tierfett verarbeitet.6
Damit wird die Abfuhr der Schlachtnebenprodukte aus 44 Mio. Schweine-, 4 Mio. Rinder-, 440.000 Kälber- sowie 860.000 Schafschlachtungen sichergestellt. Geflügelschlachtungen und Hausschlachtungen sind dabei noch nicht einmal mitgezählt. Pro Jahr werden in Deutschland 823.000 Tonnen Geflügel geschlachtet (Schlachtgewicht). Diese Zahl erfasst aber nur Betriebe mit einer Schlachtkapazität von mindestens 2.000 Tieren monatlich. Die Zahl der Hausschlachtungen ist ständig rückläufig; 2000 betrug sie noch etwa 600.000 (Schweine). Außerdem werden etwa 420.000 Viehhalter von den gefallenen Tieren entsorgt.17
Während in Deutschland die Rohstoffe eine gewisse Qualität aufweisen müssen, da diese strengeren Auflagen unterliegen, so dürfen in anderen Ländern der EU und weltweit, u.a. eingeschläferte, sowie aus Tierversuchen stammende Kadaver im Tiermehl enthalten sein, wenn dies denn zur Hunde- und Katzenfutterherstellung verwendet wird. Ähnliches gilt für die Toxinbelastung im Getreide.
Die Belastung von medikamentösen und stoffwechselschädigenden Substanzen, wie Hormonen, Toxinen und minderwertigen Proteinen, liegt alleine hier schon auf der Hand.
Nicht verwunderlich, dass Generation für Generation von Hunden und Katzen immer öfter an Krebs- u. Tumorerkrankungen sterben, besonders im Magen, Verdauungstrakt sowie die an den anliegenden endo- und exokrinen Drüsen und letztlich an den Entgiftungsorganen.

Die Sache mit den 4%

Gerade bei Produkten die u.a. in Supermärkten angeboten werden, findet man in der Deklaration : "Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse (Geflügel mind. 4%)". Nun, der Laie denkt es sei wenigstens 4% Hühnchenfleisch enthalten. Das ist nicht richtig! Diese Inhaltsangabe besagt lediglich, dass von den 100% in der Dose 4% von einem Produkt stammen, dass sich Geflügel nennen darf. Das kann zwar Hühnchenfleisch sein, aber ebenso gut Federn, Füsse, Köpfe oder andere Nebenprodukte vom Huhn. Über die übrigen 96% der Dose gibt es oft keinerlei Angaben. Weder darüber, ob Fleisch verwendet wird, noch darüber, von welchem Tier die Produkte überhaupt stammen. Die Dose kann also die garantierten 4% Geflügelfleisch enthalten, im schlimmsten Falle aber 4 % Geflügelnebenprodukte. Die restlichen 96 % des Futters, sind meist undefinierbar, da alles Mögliche, von irgendwelchen Tieren, Pflanzen und anderen Abfällen, enthalten sein kann.
Einige Hersteller suggerieren, sie lieferten unseren Hunden Abwechslung, weil sie 10 verschiedene Geschmacksrichtungen anbieten. Doch vergessen Sie nicht: Tatsächlich unterscheiden sich alle Dosen nur in der "geschmacksbestimmenden Komponente", die nur 4% des Doseninhaltes ausmacht. Ob dies für ihr Haustier einen Unterschied macht, ist äusserst fraglich.
Für die Hersteller ist es in jedem Fall von Vorteil, da sie wahrscheinlich das hinzufügen, was gerade am billigsten zu bekommen ist.
Wären irgendwelche hochwertige Komponenten enthalten, so hat der Hersteller die Möglichkeit diese in der Deklaration zu listen !

Mein Hund bekommt Premiumtrockenfutterfutter !

Der Begriff „Premium“ in Bezug auf Hundenahrung ist völlig irrelevant.
Es gibt, zumindest in Deutschland, keine Richtlinie und kein Gesetz, das etwaige Vorgaben bzgl. Inhaltsstoffe oder Qualität in einem Produkt vorgibt.
Leider ist zu beobachten, dass viele Hundebesitzer der Meinung sind, mit Trockenfutterprodukten namenhafter Hersteller, eine gute Lösung in Sachen Hundeernährung getroffen zu haben, da doch einige Hersteller mit ihren Supermarktschlachtschiffen ins Kreuzfeuer geraten sind.
Viele unwissende Käufer orientieren sich am Proteingehalt, Fettgehalt, Calcium, Vitamin K3, Rohasche, Rohfaser, der Zusammensetzung, etc.
Diese, völlig irreführenden Werte, sagen in erster Linie absolut nichts über die Qualität des Futtermittels aus.
Eher handelt es sich hierbei meistens um eine Vertuschung der wahren Inhaltsstoffe, der Zusatzstoffe und des Herstellungsverfahrens.
So ist z.B. der auf dem Futtersack angegebene Proteingehalt der Rohproteinmindestgehalt, der wenig über die Menge an Proteinen und gar nichts über die Qualität dieser aussagt.7
Ebenso ist es mit dem Fettgehalt. Bei den Vitaminen und Mineralstoffen werden häufig nur die zugesetzten erwähnt. Man könnte dies noch weiter ausführen, aber kurz gesagt :
Die Zusammensetzung und Analyse auf den Verpackungen ist für den Laien eigentlich nur Augenwischerei.
Dazu kommen viele irreführende und unqualifizierte Beratungen in Futtermärkten, Besuche von völlig fehlgeleiteten Futtervertretern und leider auch die z.T. durch mangelnde Ausbildung und finanzielle Interessen entstandenen Beratungen der Veterinärmediziner, die spezielle Diätprodukte verkaufen (wollen) um ernährungsbedingt die Heilung diverser Krankheiten zu unterstützen.
Nun, wenn man sich die Zusammensetzung dieser Futtersäcke mal genauer ansieht, findet man Begriffe wie Geflügel(fleisch)mehl, Maiskleber, Weizen, Rübenschnitzel, Maisgluten, Getrocknete Molke, gekochte Kartoffeln, usw.
Wer aber hier von saftigen Hühnchenfleisch, Vollkornbrot, Rüben und Milchprodukten träumt, der hat sich gründlich getäuscht.
Verwendet, werden auch hier größtenteils Abfälle der Industrie, die für die menschliche Ernährung nicht, oder nicht mehr geeignet (oder zugelassen) sind und meist einen geringen ernährungsphysiologischen Wert haben. Würde das enthalten sein, was dem Kunden oftmals suggeriert wird, so müsste ein Sack Trockenfutter mehrere hundert Euro kosten !
Spätestens beim Herstellungsverfahren, wird auch hier meist das letzte Sinnvolle dieser „Nahrung“ mittels Erhitzungsprozessen von mehreren Hundert Grad zerstört.
Aufgebessert wird diese Substanz oftmals durch synthetische Aminosäuren, Enzyme, Fettsäuren, Farbstoffen und einer bedrohlich hohen Menge an Vitaminen und Mineralstoffen. Das ist nicht nur bei günstigen Premiumsorten, sowie teuren High-End Produkten der Fall, sondern durchaus bei hochgelobten und bekannten Naturfuttersorten.
Eine positive Veränderung von Fell und Kot, ist hierbei meist nur das Ergebnis einiger synthetisch zugesetzten Substanzen, die den Hundehalter in den Glauben versetzen, eine gesunde industrielle Nahrung zu füttern. Die Langzeitwirkung dieser Substanzen, auf den Organismus des Hundes ist aber wie immer weitgehend noch nicht erforscht.
Anstatt viel Geld für Müll und Chemie auszugeben, sollte man vielleicht die Zeit nutzen, um sich zu Informieren und seinen Hund richtig zu ernähren.

Die Gehirnwäsche

Schon oft erzählten mir verärgerte Hundebesitzer von Landwirten, die ihre Hunde mit Schlacht- und Speiseresten ernähren und dass dies doch eigentlich Tierquälerei sei.
Nun, ich gebe zu, dass man wahrscheinlich diese Art der Ernährung evtl. etwas verbessern könnte, nur frage ich mich wie diese Hundebesitzer zu dieser Meinung kommen ?
Für den Beleg dieser These wäre eine Auflistung der gefütterten Komponenten über mehrere Monate, sowie das Alter, Gesundheitszustand und viele andere Faktoren nötig.
Würde man eine aufwendige Analyse dieser Futterkomponenten durchführen, so würde mancher Hundebesitzer vielleicht ins Staunen geraten.
Immer wieder versuchen die Damen und Herren der Pharmaindustrie und der Futtermittelkonzerne uns Hundehaltern eines zu suggerieren: Nämlich, dass ohne ihr Futter die Spezies „Hund“ in jedem Fall unterversorgt und fehlernährt ist. Nicht ohne Grund heisst es wie so oft : „Da ist alles drin was der Hund braucht“.
Nun, was der Hund braucht und was nicht, sei einmal dahingestellt, aber in der Tat werden dem sogenannten Hundealleinfutter oftmals Vitamine, Enzyme, Aminosäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente zugesetzt. Aber ist dies nicht zuviel des Guten ?
Zweifelhafte Studien (siehe Tabellen und Bedarfswerte) sollen die Thesen der Industrie belegen.
Interessant ist allerdings, dass jedes frei lebende Säugetier auf unserem Erdball seit Millionen von Jahren ohne Industriefutter und synthetische Vitaminvormischungen durchaus gesund lebt.
Seltsam ist auch, dass sich Spezies „Mensch“ von ganz normalem frischen Futter ernährt.
Kann man dies verantworten ? Wäre es nicht besser eine von Wissenschaftlern entwickelte Trockennahrung zu entwerfen, damit der Mensch alle Nährstoffe erhält die er braucht ?
Nun, jeder Ernährungswissenschaftler wird Ihnen belegen, dass dies nahezu unmöglich ist.
Ähnlich verhält es sich bei der Hundeernährung.
Was uns die Futtermittelindustrie suggerieren will ist schlichtweg falsch und schadet eher der Gesundheit des Hundes, als das es ihm nützt.
Eine zusatzstofffreie, abwechslungsreiche und gut durchdachte Ernährung ist deshalb zwingend notwendig.

Dann bekommt mein Hund halt Flocken

Derzeit beliebt, ist auch wieder das Fertigflockenmenü vom Landhandel.
Hier gibt es viele Firmen, die Futterhändlern günstige Produkte anbieten mit der Option einen willkürlichen Namen auf das Etikett drucken zu lassen.
Michael´s Hundefutter, Erikas Spezialmenü, Bio - Landhandel Bullerbach (frei erfunden).
Der Kunde wird in den Glauben versetzt, ein wirklich gutes Alleinfutter von einem ihm bekannten Hersteller zu kaufen.
Die in dem bekannten Flockenmix enthaltenen farbigen Komponenten täuschen allerdings nur das vor, was sie zu seien scheinen.
Die grünen Flocken, sind nicht Gemüse, die gelben sind nicht Getreide, und die roten sind kein Fleisch !
Eine Mischung aus diversen Industrieabfällen und tierischen Nebenerzeugnissen, wird unter z.T. fragwürdigen Herstellungsverfahren zu Flocken verarbeitet.
Diese werden mittels Farbstoffen bunt eingefärbt.
Somit hat man einen „günstigen“ 20 kg Flockenmix für z.B. 15 EUR, der obendrein noch mit einer „wertvollen“ synthetischen Chemiemischung versehen wird, um das Futter ggf. überhaupt verdaulich zu machen.
Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei Gemüseflocken.
Diese Flocken, bestehen oftmals nicht aus Gemüse, sondern aus Getreideprodukten in Flockenform, die dann noch mit diversen Zusätzen versehen werden. Der Gemüseanteil, ist verschwindend gering und wie alle oben genannten Produkte ist die Verdauung und die Belastung für den Stoffwechsel sehr kritisch zu betrachten.

Getreide im Futter

Getreide wurde zwar von den Vorfahren des domestizierten Hundes nicht direkt von den Getreidefeldern gefressen, aber in den Mägen der Beutetiere, zu denen man z.B. Mäuse,Kaninchen,Kälber und Wild zählte, waren pflanzliche Komponenten durchaus enthalten.
Da Hunde, seit mehr als 10.000 Jahren bei uns Menschen leben und sie, bis auf die letzten 40Jahre vorwiegend von Küchenabfällen gelebt haben sind sie, meiner Meinung nach, durchaus in der Lage aufgeschlossenes Getreide in einer angemessenen Menge artgerecht zu verdauen.
Selbst die wertvollsten Meutehunde des Barocks erhielten als Nahrung Brot8
Das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Enzym a-Amylase spaltet die durch das Herstellungsverfahren zugänglich gemachte Stärke ersteinmal in Bestandteile wie Maltose und Dextrine. Anschliessend werden diese Spaltprodukte durch substratspezifische Enzyme wiederum in Bausteine wie Glukose zerlegt.9
Die in letzter Zeit immer mehr in die Kritik geratene Fütterung von Brot und natürlichen Getreideflocken ist daher im wesentlichen recht unbegründet, zumal Amylasen im vollen Getreidekorn natürlich enthalten sind.10
Warnungen von kritischen Experten, sind aber dennoch nicht zu unterschätzen. Prinzipiell sollte der Anteil von Getreide und insbesondere von Getreideabfällen in der Fertignahrung nicht zu hoch sein, da die übermässige Produktion von Enzymen die Bauchspeicheldrüse evtl. nachhaltig Schädigen kann.
Insoweit Richtwerte existieren, sollte man darauf achten, dass der Getreideanteil des vollen aufgeschlossenen Korns nicht mehr als 30 % in der Frischsubstanz beträgt.
Hierbei ist auch zu erwähnen, dass alleine in Frankreich lt.Dr.Jacques Leguera und Dr.Herve Jeanbourquin inVille-D'Avray, jährlich 700.000 Tonnen beschädigte Landwirtschaftsprodukte, die nicht mehr für die Lebensmittelindustrie zugelassen sind, in Form von Gemüse und Getreide der Tiernahrung zugesetzt werden.
Des weiteren ist, die von vielen Hundebesitzern gefürchtete Weizen, oder Maisallergie, meist keine Allergie gegen das aufgeschlossene Naturprodukt, sondern eine natürliche Immunreaktion auf die Getreideabfälle in unserem Hundefutter. Eine Allergie kann aber auch durch andere, minderwertige Futterkomponenten entstehen.

Wieviel Protein ist drin ?

Viele Hundebesitzer irren durch den Futterdschungel und suchen ein Produkt, dass einen für Ihren Hund angemessenen Proteingehalt enthält, weil sie irgendwo, irgendwie und irgendwann mal etwas über den Proteingehalt erfahren haben.
Man sollte sich an dieser Stelle einmal Fragen, was ein Protein überhaupt ist.
% Protein, ist nämlich nicht gleich % Protein. Sondern vielmehr kommt es auf die Proteinquelle und somit auf die Qualität an.
Ein Protein, besteht aus Aminosäuren, die in einer bestimmten Verkettung wertvolle Arbeit beim Zellaufbau und im gesamten Stoffwechsel leisten.
Unser Hund benötigt mindestens 20 Aminosäuren. Davon kann er, bei einer halbwegs gesunden Ernährung, etwa 10 selbst im Stoffwechsel herstellen und 10 benötigt er essenziell.
So sind z.B. in Hühnerfedern und Geflügelmehl zwar Proteine enthalten, jedoch handelt es sich hierbei meist um sogenannte minderwertige Proteine, welche vom Hund kaum verwertet werden können.
Theoretisch wären in ein paar alten Schuhen, auch Proteine vorhanden.
Generell ist es wichtig, daß hochwertige Eiweissstoffe im Futter enthalten sind. Diese sind zwar für den Hersteller nicht unbedingt günstig zu erwerben, aber der Hund hat somit eine optimale Versorgung mit lebensnotwendigen essentiellen Aminosäuren wie z.B. Methionin, Lysin und Tryptophan.
Ein schonender Herstellungsprozess ist hier unbedingt notwendig, da bei einer Erhitzung auf mehrere hundert Grad, die ernährungsphysiologische Wirkung teilweise völlig entstellt wird.
Minderwertige Eiweißquellen können z.B. pflanzliche Nebenerzeugnisse, Sojaprodukte, Tiermehle, sowie Geflügelmehle und sonstige Abfälle der Industrie sein.
Hochwertige Eiweißquellen sind z.B. Fleisch-,Fisch und Milchprodukte in einer möglichst naturbelassenen Qualität.
Angemerkt sei hier, dass gerade gentechnisch veränderte Sojaprodukte nur sehr schwer vom Hund verstoffwechselt werden und massiv in den Lipidstoffwechsel eingreifen können.
Des weiteren ist in den meisten Fällen dringend davon abzuraten, diverse „Light“ oder „Senior“ Produkte zu füttern, da die meisten Hersteller den ohnehin schon minderwertigen Protein- und Fettgehalt mit irgendwelchen nährstoffarmen, schwer verdaulichen Zusätzen und Füllstoffen im Hundefutter regelrecht herunter prügeln. Sehr schön ist dies u.a. an dem Rohaschegehalt zu sehen.
Achtung : gerade Aminosäuren werden oft synthetisch zugesetzt. Zu erkennen ist dies an der Kennzeichnung DL oder L.

Und wieviel Fett?

Leider ist über die Art und Herkunft der Öle und Fette anhand der Deklaration nur sehr wenig zu erfahren. Die Palette reicht von Ölen und Fetten, die aus Tierkadavern gewonnen werden, bis zu einem hochwertigem Naturprodukt. Ein mittlerweile häufig eingesetzter „Werbegag“, sind die enthaltenen, oder zugesetzten Omega 3 und 6 Fettsäuren. Man kann diese Fettsäuren (Alpha - und Gamma Linolensäuren) auch als Kapseln in der Aphotheke kaufen, aber es ist meiner Meinung nach sinnvoller dem Hund natürliche Öle, wie Distelöl oder Lachsöl zu verabreichen, da diese in naturbelassener Form wesentlich gesünder und nicht überdimensioniert sind.
Gesättigte (meist tierischem Ursprungs) und einfach ungesättigte (meist pflanzlichen Ursprungs) Fettsäuren, sind in einer ausgewogenen Nahrung ausreichend enthalten. Der Hund benötigt deshalb, wenn überhaupt, essentiell nur mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
In einem gutem „Hundealleinfutter“ sind diese Fettsäuren ausreichend vorhanden (z.B. durch den ganzen Fisch oder hochwertigen Pflanzenölen).
Wenn man auf Nummer Sicher gehen will, sollte man seinem Hund ( je nach Gewicht ) zusätzlich maximal 1 TL - 2 EL Distel oder Lachsöl pro Woche verabreichen. In natürlicher Form, kann dies auf keinen Fall Schaden. Man sollte jedoch langsam mit der Gabe anfangen und sie nach und nach steigern.
(...)Studien im Humanbereich wiesen bei der übermässigen Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren auf eine erhöhte Krebsneigung hin.
Das Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, spielt zudem auch eine wichtige Rolle. Ein nicht ausgewogenes Verhältnis kann zu einer Freisetzung von Stoffwechselabbauprodukten führen, die wiederum die Leber unseres Hundes belasten können.11

Ich füttere Fleisch und bereite den Rest selber zu

Wer glaubt, gutes Fleisch in der Dose oder vom Futterhändler zu kaufen, sollte sich sehr vorsichtig auf diesem Gebiet bewegen...
In Futtermärkten oder vom Fleischhändler angebotene Produkte, halten oft nicht das, was sie versprechen.
Wenn man Fleisch in der Dose kauft, sollte man grundsätzlich auf die Inhaltsangabe achten. Eine Fleischdose kann durchaus tierische Nebenerzeugnisse und undefinierbare Inhaltsstoffe beinhalten. So enthalten viele „Fleischdosen“ z.B.40 % tierische Nebenerzeugnisse vom Rind und die restliche Deklaration der Dose gibt keinen genauen Aufschluss darüber, was tatsächlich enthalten ist.
Ein ehrlicher Hersteller von Dosenfleisch, bestätigt z.B. den Gehalt von 100 % Fleisch, von in einem in Deutschland geschlachtetem Tier, gibt die genaue Herkunft der Tiere preis und bestätigt die Freiheit von Medikamenten und Antibiotika, etc. Des weiteren, werden die Nebenerzeugnisse, wie z.B. Lunge oder Schlund (ist nicht schlimm) angegeben.
Bei Fleischhändlern, ist besondere Vorsicht geboten.
Das oft verkaufte Muskelfleisch, kann z.B. auch aus dem Ausland kommen und wird, im Gegensatz zu dem kontrollierten und in Deutschland hergestelltem Dosenfleisch, nicht auf Medikamentenrückstände, BSE oder anderen Krankheitserreger geprüft.
Dieses Fleisch ist meistens durch den Wolf gedreht und Art und Herkunft, sowie Qualität sind völlig ungeklärt.
Kopffleisch aus dem Ausland, ist u.a. auch sehr kritisch zu Betrachten, da es bei uns in Deutschland (seit BSE) meinen Informationen zufolge, zumindest bei Rindern über zwei Jahren, absolut Verboten ist. Und dies aus gutem Grund !
Kaufen Sie lieber bei seriösen Schlachtern (z.B. regionaler Schlachthof) und lassen sich Art und Herkunft des Materials erklären.
B.A.R.F.

B.A.R.F. (Biologically Appropriate Raw Foods) würde ins deutsche übersetzt etwa „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ heissen.
Hierbei versucht man die Ernährungsweise eines Kaniden zu imitieren indem der Hund hauptsächlich eine eigens kreierte, rohe und frische Nahrung erhält.
Diese Nahrung besteht aus rohem Fleisch, Knochen und Innereien, sowie aus zerkleinertem Gemüse, Kräutern, Ölen und vielen anderen Komponenten.
Ich persönlich halte diese Art der Ernährung für eine Art der Frischfütterung, die in Betracht zu ziehen ist.
Man sollte sich hierbei aber zwingend mit der Ernährungsphysiologie des Hundes auseinandersetzen.
Jeder Hundehalter sollte, zumindest auf den Erhaltungsstoffwechsel bezogen, in der Lage sein einen geeigneten Futterplan für seinen Gefährten zu erstellen.
Leider ist des öfteren zu beobachten, dass voreilige „Barfer“ mit der Gabe von rohem Fleisch und Knochen der Annahme sind ihrem Hund eine „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ zu bieten. Dem ist aber nicht so. Die folge sind meist Durchfall, Verdauungsstörungen und Verstopfungen.
Ein Haushund, der hauptsächlich und über längere Zeit mit Industriefutter ernährt wurde, sollte langsam an eine Rohfütterung heran geführt werden. Hierbei ist auch zu beachten, dass bestimmte Komponenten nicht mit dem herkömmlichen Trockenfutter zusammen verabreicht werden dürfen.
Des weiteren, müssen neben Fleisch und Knochen natürlich noch viele andere Nahrungsbestandteile hinzugefügt werden.
Die „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ muss deshalb unbedingt durch die Hand eines erfahrenen und kompetenten Hundehalters erfolgen.
Die oft durch Tiermediziner und Futtermittelvertreter suggerierten Gefahren bzgl. einer Rohfütterung halte ich dennoch zum grösstem Teil für falsch.
Hier wird nahezu propagiert, dass rohes Fleisch gefährliche Bakterien und Parasiten enthält und dass Spezies Hund von eigens kreierter Nahrung krank werden kann.
Nun, wenn man sich auch nur in etwa an die Regeln der natürlichen Ernährung des Kaniden hält sind diese Thesen völlig bedeutungslos. Denn wie seine in Freiheit lebenden Verwandten ist ein gesunder, an „B.A.R.F“ gewöhnter Hund durchaus in der Lage mit Hilfe seiner agressiven Magensäure und seines ausgeklügelten Verdauungssystems mit Fleisch und rohen Knochen umzugehen. Alleine der Instinkt des Hundes das Fleisch für schlechte Zeiten im Garten zu vergraben gibt den Hinweis, dass eine ausgehende Gefahr von Bakterien, etc. im frischen Fleisch nicht gegeben ist.

Der Krieg der Vitamine

Zunächst einmal stellen wir fest, dass ein Vitamin sowohl ein Stoffwechselprodukt als auch ein Nahrungsbestandteil ist. Also ein Stoff, wie viele hundert andere Stoffe, die sowohl in der Nahrung enthalten sind und im Stoffwechsel produziert werden. Die ersten Gruppen dieser Stoffe, wurden gegen Ende des 19 Jahrhunderts entdeckt. Ein gewisser Kasimir Fink gab diesen Stoffen um 1912 dann den Namen Vitamin = Vita = Leben. Es wurde festgestellt, dass einige dieser Stoffe ( sie kannten nur einige ) den Stoffwechsel und das Immunsystem auf natürliche Art und Weise unterstützen.
Da der ärmere Teil der Bevölkerung nicht unbedingt eine reiche Auswahl an Lebensmitteln hatte, erwies sich das Vitamin als erfolgreicher Helfer.
Heute, in einer Zeit des Wohlstandes, können wir auf fast alle Nahrungsmittel zugreifen, die wir wollen. Vitamine sind sowohl als entstehendes Stoffwechselprodukt, als auch als Bestandteil in einer ausgewogenen Nahrung ausreichend vorhanden.
Nur wieso sind synthetische Vitamine in der Hundenahrung noch nötig, wenn doch alle Komponenten angeblich so wertvoll sind ?
Nehmen wir einmal an, ihr Kind würde sich nur von Pommes ernähren und zur Ergänzung ein Pulver aus der Apotheke bekommen. Klar dem Kind schmeckt´s und das Kind ist doch gesund. Oder ???
Warum füttern wir unserem Kind nicht irgendeine Pampe und setzen alle lebensnotwendigen Stoffe von A bis Zink zu ? Dann hat das Kind alles was es braucht und es ist billig ! Wieso also viel Geld für Gemüse und Fleisch ausgeben ???
Verzeihen Sie mir diese emotionale Reaktion, aber so einfach ist es dann nun doch nicht, denn es kommt noch viel schlimmer...
Nicht nur die Zusammensetzung und Herstellung des industriellen Futters, bereitet uns Kopfschmerzen, sondern vor allem die Masse an z.T. aus der Gentechnik stammenden synthetischen Vitaminen und Mineralstoffen, die in meist bedrohlichen und gesundheitsschädlichen Mengen der Tiernahrung zugesetzt werden.
Bitte beachten Sie, dass ich nicht alle Risiken und Nebenwirkungen dieser Vitamin-und Minerlastoffvormischungen, die in fast allen Säcken und Dosen der Futtermittelindustrie zu finden sind, ausführlich behandeln kann. Dies würde den Rahmen in meinem kleinen Referat sprengen.
Vitamine sind in fast allen Nahrungsmitteln in natürlicher Form enthalten. D.h. das Vitamin ist in den Komplex einer, von der Natur erschaffenen Ordnung eingebaut. Viele Vitamine sind deshalb in dieser eingebundenen Form nicht nur widerstandsfähiger gegen Temperaturen , sondern Mutter Natur schützt uns auch vor eventuellen Überdosierungen.
Der Organismus des Hundes ist, wie bei fast allen Lebewesen in der Lage, mit Hilfe von vielen völlig normalen, aber dennoch für uns kompliziert erscheinenden Stoffwechselvorgängen das gezielte Ausbrechen der Vitamine zu steuern. Werden diese jedoch synthetisch zugesetzt, wird der Stoffwechsel irritiert. D.h. die Verbindungen die wir Vitamine nennen, werden dem Hund in einer aufgeschlossenen Form vorgelegt, welche nahezu „zwangsresorbiert“ werden.
Durch die ungewollte Aufnahme dieser Stoffe, kommt es im allgemeinen schon zu einer irritation des Stoffwechsels, da die natürliche Resorptionskontrolle in den meisten Fällen völlig unterbunden wird.
Aber während der Nachbar, oder Arbeitskollege seine Vitaminpillen zu sich nimmt, nehmen unsere Hunde oft eine weitaus höhere und gefährlichere Kombination von Vitaminen, Mineralstoffen und Zusatzstoffen auf. Einige dieser Zusatzstoffe und deren Wirkung möchte ich hier weiter erläutern.

Einfluß auf den Knochenstoffwechsel

Die explosiv gestiegene Zahl der Skeletterkrankungen bei Hunden innerhalb der letzten 30 Jahre stellt nicht nur ein erbliches Problem dar. Im Gegenteil: Nach Meinung vieler Experten, ist die Fehlernährung des Hundes durch industrielles Fertigfutter nahezu der Hauptauslöser von Skeletterkrankungen.
Der Calciumstoffwechsel des Hundes, reguliert sich normalerweise bei einer natürlichen Ernährung nahezu von selbst. Dies geschieht einerseits durch Stoffe, welche vom Organismus produziert werden, andererseits durch Stoffe die in der Nahrung des Hundes enthalten sind. Hier handelt es sich um ein perfektes Regelsystem das seit Jahrtausenden bei nahezu allen Säugetieren funktioniert.
Erst die Futtermittelindustrie kam auf den Gedanken dieses Regelwerk zu beeinflussen und begann der Nahrung des Hundes synthetische Stoffe wie Cholecalciferol (Vit. D3), Retinoide (Retinol = Vitamin A) oder anorganisches Calcium in hohen Mengen zuzusetzen.
Ich möchte an dieser Stelle nur einmal versuchen den Einfluss von synthetischen Cholecalciferol auf den Knochenstoffwechsel vereinfacht darzustellen.

Knochen sind keinesfalls ein lebloser Bestandteil des Hundes. Im Gegenteil. Das Skelett des Hundes unterliegt einem ständigen Auf- und Abbau. Es ist also regenerativ. Ca. alle 200 Tage wird ein Knochen komplett umgebaut und erneuert, Sehr schön, kann man dies bei der Heilung von Knochenbrüchen sehen.
Calcium ist ein sehr wichtiger Bestandteil im Knochenstoffwechsel, der durch die von der Nebenschilddrüse produzierten Hormone Calcitonin und dem Parathormon im Blutcalciumspiegel streng reguliert wird. Diese Hormone nehmen aber auch Einfluss auf den Knochenstoffwechsel.
Die Osteoklasten (knochenaufbauende) und Osteoblasten (knochenabbauende), sind vereinfacht gesagt Zellen die in ihrer Funktion als „Vorratskammern“ wertvolle Arbeit an der Gesundheit des Knochens leisten. Sie wirken wie Ventile im An und Abtransport von Mineralien.
Das auch ins Spiel kommende Vitamin D3 (Cholecaliciferol) wird durch die Umwandlung von 7 - Dehydrocholesterin mittels UV-Strahlung auf die Haut und aus der Vorstufe des in Nahrungsmitteln vorkommenden Vitamin D2 (Ergocalciferol) in Leber und Niere zur Steuerung der Calciumaufnahme gebildet.
Dieses nur annähernd beschriebene komplexe System wird durch die synthetische Zusetzung von dem ,in handelsüblichen industriellen Futtersorten vorkommenden Cholecalciferol (deklariert als Vit. D), u.a. massiv gestört.
Dieser, eigentlich einem Hormon gleichender Stoff fördert, synthetisch zugesetzt, auf unnatürliche Weise die Aufnahme von Calcium im Stoffwechsel des Hundes. Ist nicht ausreichend Calcium in der Nahrung vorhanden, wird hier sogar Calcium aus den Knochen mobilisiert, was zu einer Entmineralisierung der Knochen führen kann.
Andererseits, wenn zu viel Calcium in der Nahrung vorhanden ist, wird dieser auf unnatürliche Weise in den Stoffwechsel integriert. Dies führt zunächst nicht nur zur Füllung der „Depots“, sondern auch zu Ablagerungen in verschiedenen Teilen des Körpers und letztlich zur dauerhaften Erhöhung des Blutcalciumspiegels.
Des weiteren wird die Bildung dieser Depots (Osteoklasten) eingeschränkt, da sie aufgrund des reichhaltigen Angebots an Ca nicht mehr benötigt werden.
Kommt es nun zu einer Situation (z.B. Schwangerschaft, oder Futterumstellung) in der vermehrt Calcium benötigt wird, reichen die natürlichen Depots nicht mehr aus und es wird wieder Calcium aus den Knochen mobilisiert.
Schon der damals allseits beliebte „Futterkalk“, der viele Züchter in den Glauben versetzte ihre Hunde würden schneller und grösser wachsen, zeigte wegen der zahlreichen, an Knochenstoffwechselerkrankungen leidenden Hunde, dass diese Rechnung nicht aufgeht

Fragwürdig ist auch, ob entsprechende Bedarfswerte bzgl. Calcium für den Hund überhaupt existieren !
Sehr alte Bedarfswerte wurden wohl vor vielen Jahren einmal vom Nutztier herunter gerechnet. Diese haben aber meiner Meinung nach keine wissenschaftlich fundierte Grundlage (siehe Tabellen- und Bedarfswerte).
Deshalb sollte man sich nach dem natürlichen Vorkommen an Ca und Vitaminen richten, da bei einer evtl. Überversorgung natürliche Schutzmechanismen greifen.
Synthetisches Vit A, welches die Funktion der Osteoblasten und Osteoklasten ebenfalls beeinflußt, das Verhältnis von Ca zu Phosphor, sowie Auswirkungen auf den gesamten Knochenstoffwechsel, sind hier noch gar nicht näher erläutert.
Die übliche Antwort einiger Tierärzte „In diesen Mengen kann es nicht Schaden“, ist daher auch mit größter Vorsicht zu genießen.
Der gesamte Bedarfswert von VitaminD liegt bei einem ausgewachsenen Menschen bei 0-5mg/Tag(0-200IE)
Der gesamte Bedarfswert von Vitamin A liegt bei einem ausgewachsenen Menschen bei 0,8-1,0mg/Tag(2666-3333IE).12

Der Mythos der freien Radikalen und die Sache mit den Antioxidantien

(Verfasser:Ingeborg Rabanus EnraGmbH&Co.Kg(Marengo)
Frei von Konservierungsstoffen heisst nicht frei von Antioxidantien oder anderen Haltbarkeitsmachern.
(..)Der seit einigen Jahren im Humanbereich um sich greifende Mythos der Allheilfunktion von Antioxidantien, den sogenannten 'Freien Radikalen Fängern' ist mittlerweile auch bei der Futtermittelindustrie weit verbreitet.
Hier bekommen sie aber schlicht weg die Aufgabe, die Futtermittel zu konservieren, oder genauer gesagt die minderwertigen Fette vor dem Ranzigwerden zu schützen.
Im Organismus entstehen im Zusammenhang mit Sauerstoff ständig sogenannte Freie Radikale, die aufgrund eines fehlenden Atoms sehr agressiv gegen andere Zellen vorgehen, um das ihnen fehlende Teilchen durch Raub zu ersetzen. Freie Radikale werden regulär innerhalb des Immunsystems zur Abwehr von Krankheitserregern und zur Energiegewinnung eingesetzt. Der Organismus setzt als Gegenspieler zu den freien Radikalen natürliche Antioxidantien wie zB VitE,Beta-Carotin oder die Superoxiddismutase ein, die die von den Radikalen verlangte Oxidation (Sauerstoffreaktion) verhindern (anti-oxidans).
Ohne näher auf die biochemischen Geschehnisse einzugehen, bleibt festzustellen, dass das Zusammenspiel von Freien Radikalen und natürlichen Antioxidantien im Organismus nach festen Regeln abläuft und so ein natürliches Gleichgewicht besteht. Auch der vielbeschworenen 'oxidativen Stresssituationen' (Anzahl der Freien Radikalen im Organismus erhöht durch Stress, Umweltverschmutzung etc. und ein relativ geringer Anteil an natürlichen Antioxidantien) weiss sich ein gesunder Körper auf natürlicher Weise zu erwehren.
Dieses natürliche Gleichgewicht zwischen Radikalen und natürlichen Antioxidantien im Organismus kann aber nachhaltig durch die Gabe von synthetischen Antioxidantien wie zB synthetischem VitE,Beta-Carotin oder VitC gestört werden. Kommt es nur zu einer leichten Überdosierung der Antioxidantien, so führt dies in der Regel dazu, dass das Antioxidans selbst zur Freien Radikalen wird und einen schädigenden Einfluss gegen körpereigene Zellen ausübt. Ein Umstand, der leider selten Beachtung findet, gerade in Anbetracht der hohen Konzentrationen an synthetischen Vitaminen, die aus antioxidativen Zwecken im Hundefutter eingemischt werden.
Hormonelle Dysfunktionen können unter Umständen auch von VitaminC (Ascorbinsäure) ausgelöst werden
Jeder gesunde Hund kann seinen Bedarf an VitC=Ascorbinsäure in der Leber aus Glukose oder Galaktose über den Glukuronatstoffwechsel ausreichend selbstständig bilden und ist darum nicht auf die Zufuhr von VitC über die Nahrung angewiesen. VitaminC ist im Organismus an der Bildung von Kollagen beteiligt, das hauptsächlicher Bestandteil von Knochen, Zahn- und Bindegewebe ist. Beim Menschen kann ein VitC Mangel zu der Erkrankung 'Skorbut' führen, die sich in Form gestörter Knochenbildung, Knochenfehlbildungen, Anämie und Ähnlichem äussert. Kontroversen darüber, ob VitC trotz der Eigensynthese des Hundes zur Verhütung von HD und anderen Knochenstoffwechselstörungen zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden sollte, bestehen seit langem.
Nach Ansicht vieler Experten, stellt der Zusatz im Futter in jedem Fall eine Überdosierung dar und sollte nur in Ausnahmefällen bei Vorliegen von dementsprechenden Erkrankungen als medizinische Indikation Anwendung finden. Prophylaktische VitC Gaben zur Verhütung von HD und anderen Knochenstoffwechselentgleisungen, wie in Züchterkreisen beliebt ist, sind mit äußerster Vorsicht zu genießen.
Wenn ein Hersteller bei seinem Fertigfutter VitC in der Analyse ausweist, wird es in der Regel als Antioxidans in hoher Konzentration zur Haltbarkeitsmachung von Fettsäuren beigemengt.
Der Organismus des Hundes hat, wie bereits beschrieben, ein ausgeklügeltes System zur Vitaminverstoffwechselung und Vitaminsynthese. Wird dieses fein abgestimmte System gestört, so kann es schnell zu hormonellen Dysfunktionen, sowie durch die allgemeine Forcierung des Stoffwechselumsatzes zu sekundären Fehlversorgungen bei anderen nicht gleichzeitig zugesetzten aber vom Körper benötigten Substanzen kommen.
Neben der belastenden Beeinträchtigung der Steuerungsmechanismen des hormonellen Systems, des Knochenstoffwechsels und des gesamten Immunsystems, verliert der Organismus nicht selten auch noch die körpereigene Fähigkeit der bedarfsgerechten Synthese und Zurverfügungstellung von VitC.
Folgen dieser Störung oder Zerstörung sind unter anderem erhöhte Anfälligkeit gegen Infektionen, Wachstumsstörungen etc. und Krebs, da VitC direkt am Zellstoffwechsel beteiligt ist. Darüber hinaus ist hinlänglich bekannt, dass überschüssige Ascorbinsäure unter anderem über den Urin als Oxalat ausgeschieden wird, so dass synthetisches VitC im Futter eine sehr wahrscheinliche Ursache für die in den letzten Jahren wie eine Seuche um sich greifende Erscheinung der Nierensteinbildung (zB Kalziumoxalatstein) beim Hund sind.
Es gibt aber auch ausserhalb der Vitamingruppe Antioxidantien, die noch gewinnbringender eingesetzt werden können.11 ã EnRa GmbH & Co. KG, 49584 Fürstenau
Zu diesen zählen u.a. BHA und BHT (siehe Das Industriefutter).

Vitaminherstellung

(Verfasser:Ingeborg Rabanus Enra GmbH & Co. Kg (Marengo)
(..)Heutzutage wird die Menge an synthetischen Vitaminen (zwischen 150000 und 200000 Tonnen weltweit jährlich) schon längst nicht mehr wie zu Anfang aus natürlichen Komponenten wie Getreide, Obst und Gemüse gewonnen. Die Industrie bedient sich weitaus kostengünstigerer Quellen.
So hat man es z.B. geschafft durch intensive Genmanipulation das Unkraut „Gänserauke (Ackerschmalwand)“ zu einem ungeahnt günstigen Vit E Produzenten umzupolen. Dass es in der Natur aber nicht nur diese eine Sorte Vit E gibt, die jetzt zufällig im Labor produziert wird, sondern unzählige Varianten, die für die Vitaminversorgung gedacht sind, scheint hierbei niemanden zu beunruhigen. Auch die Frage, ob das mit Hilfe der genmanipulierten Vitaminproduktion hergestellte Produkt nicht noch ungeahnte andere und unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringt, stellt sich anscheinend niemand.
Doch auch andere Methoden der synthetischen Vitaminproduktion sind bekannt. So wird der genmanipulierte Heubazillus (Bacillus subtilis) zu biotechnologischen Gewinnung von Riboflavin (Vitamin B2) eingesetzt und dient Ochsenfroschhaut als Hilfsstoff für die Bereitstellung der Basissubstanz (Pteridine) für die Folsäureproduktion. Auch für die Herstellung von Vitamin B12 kamen und kommen zum grossen Teil noch Biostoffe aus Tierkadavern zum Einsatz.
Seltsamerweise scheint der Stein der Weisen für die unserer Hunde statt in einer natürlichen Ernährung in der Mixtur von genmanipulierten Mikroben, Tierkadavern und Pflanzen aus der Retorte zu liegen.11 ã EnRaGmbH&Co.KG, 49584 Fürstenau

K3 - um Himmels Willen

Das z.Zt. sehr umstrittene, synthetisch hergestellte Vitamin K3 (Menhadion), ist nur ein weiterer, in der Hundenahrung zugesetzter Stoff, der in den letzten Jahren gerade von den Internetforen und Hobbyhundlern verteufelt wurde. Auch dieser Stoff, ist in der Lebensmittelindusrie verboten und ist nachweislich krebserregend.
Bedauerlich ist, dass nur vereinzelt Stoffe, wie diese in die Kritik dieser Personengruppen geraten.

Menhadion zerstört durch eine Wechselwirkung im Stoffwechsel rote Blutkörperchen, trägt zur Radikalenbildung bei und schädigt die Leber. Des weiteren, wurde bei Ratten eine Veränderung des Calciumionenspiegels beobachtet.13



Tabellen- und Bedarfswerte

(Verfasser: Ingeborg Rabanus EnraGmbH&Co.Kg (Marengo)
(..)Die Frage nach der Glaubwürdigkeit, Plausibilität und Vergleichbarkeit von Nährstoffbedarfswerten beim Hund erregt immer wieder die Gemüter.
In Deutschland wurde erstmals im Jahre 1850 mit einer systematischen Untersuchung von Futtermitteln durch E. Wolf und J. Kühn begonnen. Im Jahr 1951 beginnt der DLG (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft) mit seiner Tätigkeit und entwickelt in den folgenden Jahres Bedarfswerte für den Nutztierbereich, insbesondere Wiederkäuer und Schweine. 1974 kamen im DLG-Verlag durch die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie der Haustiere erstellteTabellen für Pferde und 1989 schliesslich auch für Hunde hinzu. Interessanterweise findet man im Vorwort der Bedarfsempfehlungen den Hinweis darauf, dass aufgrund mangelnder Forschungsaktivitäten insbesondere Schätzungen und Analogieschlüsse von anderen Spezies (hiermit sind wohl Schweine und Wiederkäuer gemeint) die Basis für die angegebenen Werte bilden. Also keine Spur einer aufwendigen Bedarfswerteermittlung speziell für Pferde oder Hunde sondern im Grossen und Ganzen ein reines Rechenexempel, aber dieses wahrscheinlich sehr wissenschaftlich durchgeführt.
Wie sieht es nun mit den Bedarfswerten für Hunde aus? Im Wesentlichen gibt es zwei führende amerikanische Vereinigungen (American Feed Control Officials = AAFCO entwickelt Standards für Nährstoffprofile für Hunde- und Katzennahrung) und NRC =National Research Council erarbeitet Werte über den Mindestnährstoffbedarf von Haustieren) sowie in Deutschland die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie der Haustiere (DGE), die Ihre Bedarfswerte offensichtlich von Professor Helmut Meyer und dieser laut Aussage von K. D. Kammerer wiederum vom NRC und diese wiederum von der Firma Waltham ( Chappi, Whiskas und Co ) erhalten haben. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Einzelkämpfer, die innerhalb der Branchen Futtermittel bzw. Vitaminherstellung arbeiten wie z.B. Dr. Jürgen Seehawer (Hoffmann-La Roche, dem bekannten Hersteller u.a. von synthetischen Vitaminen) oder Dr. Wiegand (Waltham-Effem).
Vergleicht man die Bedarfsempfehlungen so bleiben einige Fragen ungeklärt:
Warum kommt es teilweise zu erheblichen nicht nachvollziehbaren Unterschieden? (Beispiel: Vit A bei Junghunden in einer Bandbreite von 3710IE - 8000IE täglich)
Warum wird je nach Gutdünken auf angenommene Mindestbedarfswerte eine willkürlich festgelegte Sicherheitszulage gerechnet?
Sind die angeführten Studien zur Bedarfswertermittlung ethisch zu verantworten?
(Beispiele: Um die Bedarfswerte von Vit D3 zu verifizieren und den Einfluss des Sonnenlichts auf die Vit D Versorgung einschätzen zu können , hält man Welpen die ersten sechs Wochen ihres Lebens ausschliesslich im Dunkeln. Die körperliche und seelische Verfassung der Welpen wurde allerdings bei dieser viel zitierten Studie noch nie erwähnt. Bei einer weiteren Studie bekamen Doggen wissentlich eine dreifach überhöhte Dosis an Calciumzugaben, um die Rolle einer Calziumergänzung bei der Entstehung der Osteochondrose in der Aufzucht zu untersuchen. Das Ergebnis konnte natürlich nicht anders ausfallen, als dass eine Vielzahl der Jungtiere schwere Wachstumsstörungen mit Fehlbildungen am Skelett bekamen und sicherlich nach ohnmächtigem Ertragen der Schmerzen und Beschwerden eingeschläfert wurden. Nach meiner Ansicht sind diese Art von Studien im Namen der Wissenschaft ethisch nicht zu verantworten. 'Das Niveau einer Gesellschaft erkennt man an dem Umgang mit seinen Tieren', ein Zitat, dem ich mich anschliesse.
Ausserdem sollte man sich bewusst machen, dass Erkenntnisse, die auf diese Art gewonnen werden, doch nun wirklich nichts mit den realen Lebensumständen unserer Hunde zu tun haben. Das heisst eindeutig, dass sie für die Praxis vollkommen aussagelos und irrelevant sind.11 ã EnRa GmbH & Co. KG, 49584 Fürstenau

Tierversuche und Heimtiernahrung

Die genaue Zahl der Tiere die, alleine in Deutschland, in den Eigenen oder beauftragten Versuchslaboren der Industrie- und Pharmakonzerne dahin vegetieren ist mir nicht bekannt. Ob all diese z.T. tödlich verlaufenden Versuche an Labortieren auf die Verträglichkeit von Waschmitteln und Kosmetika sinnvoll sind, sei einmal dahingestellt.
Dass allerdings z.T. grausame Tierversuche praktiziert werden um eine verträgliche Heimtiernahrung zu produzieren, eröffnet ein weiteres dunkles Kapitel der Futtermittelindustrie.
So hat z.B. die allseits bekannte Gesellschaft Iams (Eukanuba), die Teil des Procter & Gamble Konzerns ist und fleissig Hunde- und Katzennahrung verkauft, zwischen 1991 und 2000 meiner Meinung nach furchtbare Experimente an Hunden und Katzen durchgeführt.
Hierbei wurden z.B. 24 jungen Hunden die rechte Niere entnommen und die linke z.T. geschädigt. Aufgrund dieser absichtlich beigefügten Schädigung am Organismus der Hunde, wurden Erkrankungen wie z.B. Harnstoffvergiftung oder Blutvergiftung herbeigeführt um wiederum andere Untersuchungen durchzuführen.
Die in Gruppen aufgeteilten Hunde (darunter auch trächtige), mussten so eingesperrt auf engstem Raum 14 - 18 Monate überleben.14
Ein Einzelfall ?
Hier stellt sich die Frage, wie neben den im Handel erhältlichen Diätfuttermitteln, die Wirkungsweise von medizinischen Futtermitteln erforscht wird, welche ausschliesslich über Tierärzte vertrieben werden.
Woher wissen diese Damen und Herren, welche synthetischen und chemischen Zusatzstoffe bei den heutzutage üblichen Erkrankungen unserer Hunde angeblich helfen sollen ?
Die Zeitschrift Orizzonte 2001 Nr.89 soll belegen, dass die Firmen Hill´s (Colgate Palmolive), Waltham (Pedigree, Whiskas&Co.), sowie Nestlé (Felix, Friskies) ähnliche unsinnige und brutale Experimente durchführen.15 Diese Zeitschrift liegt mir allerdings nicht vor.
Tierversuche die Belegen sollen, dass Inhaltsstoffe oder zugesetzte Stoffe zur Linderung von Krankheiten beitragen, deren Ursache meiner Meinung nach auch in der industriellen Ernährung zu finden sind, ist schon ein Widerspruch in sich.
Fragwürdig ist auch, ob unter gewissen Umständen eine wissenschaftliche Effektivität überhaupt noch gewährleistet ist, da verschiedene Laborhunde eingesperrt und voller Angst in der Dunkelheit massiv Missbraucht werden.
Dass sich der Stoffwechsel dieser Hunde auf eine solch lebensbedrohliche Situation einstellt, liegt auf der Hand. Somit kann man auch die Ergebnisse dieser Studien durchaus anzweifeln, da der Stoffwechsel des Hundes nicht in artgerechter Weise reagiert.
All diese Tierversuche und Fütterungsmethoden, sind meiner Meinung nach keinesfalls vergleichbar mit einer gesunden empirischen Wissenschaft, die sich mit der natürlichen und artgerechten Ernährung des Hundes auseinandersetzt.

Einer umstrittenen aber mutigen Tierschutzorganisation namens Peta, gelang es sich als Mitarbeiter getarnt in solch ein Labor einzuschleichen und verdeckte Videoaufnahmen zu machen.
Ich möchte Ihnen hier die Dokumentation dieser Aufnahmen einmal näher erläutern :

(...)Szene #1: Den Iams-Hunden in dieser Szene wurden kurz zuvor lange Muskelstreifen von den Oberschenkeln entfernt und sie wurden auf den Laborboden gelegt, um sich von den Nachwirkungen der Narkose zu erholen. Manche Hunde sind bewusstlos, während andere gerade aufwachen und versuchen sich aufzurichten. Der staatliche Animal Welfare Act verlangt, dass diese Art von Eingriffen nur unter "sterilen" Bedingungen durchgeführt werden dürfen
Szene #2: Diese Szene zeigt eine Nahaufnahme von den Iams-Hunden und ihren Verletzungen.
Szene #3: Ein blutender Beagle ist unter einem Röntgengerät festgebunden, so dass man die Muskeln, Fettgewebe und Knochendichte aufnehmen kann.
Szene #4: Einer der Laborangestellten sagte unserer Ermittlerin, sie solle die Hunde auf den Brustkorb schlagen, falls diese aufhören zu atmen.
Szene #5: Dieser Iams-Hund wird vom Röntgengerät entfernt und zurück in die Reihe der Hunde auf dem Boden gelegt.
Szene #6: Einem der Iams-Hunde wird ein Narkosemittel verabreicht, dann wird er unbeaufsichtigt auf dem Laborboden liegen gelassen.
Szene #7: Wache und bewusstlose Iams-Hunde liegen auf dem teilweise abgewetzten Laborboden.
Szene #8: Ein Laborangestellter, der einen toten Iams-Hund in einer Plastiktüte trägt, erklärt unserem Ermittler, dass der Hund aus dem Maul geblutet hatte. Der Hund, der tot in seinem Käfig gefunden worden war, war zu Beginn der Woche einer Muskelbiobsie unterzogen worden.
Szene #9: Iams-Hund Mae-Mae zeigt stereotypisches Verhalten (z.B. Auf- und Ablaufen, im Kreis gehen), das mit der Käfighaltung in Verbindung gebracht wird.
Szene #10: Iams-Hund Prancers Pfoten sind durch die Metall-Lamellen des Käfigbodens nach oben gebogen. Die Hunde bekommen Entzündungen an den Füssen durch diese Art des Bodens.
Szene #11: Nahaufnahme von Prancers Pfoten auf dem Käfigboden
Szene #12: Während des Besuches eines Iams Vertreters zeigt einer der Firmenhunde stereotypisches Verhalten, das durch die Käfighaltung und den fehlenden Sozialkontakten, sowie dem Mangel an Beschäftigung entsteht.
Szene #13: Die Beleuchtung in einem der Gebäude der Iams-Hunde war so schlecht, dass unser Ermittler die Türe nach draussen öffnen musste, damit er etwas erkennen konnte
Szene #14: Durch den Mangel an sozialen Kontakten und psychologischer Beschäftigung hat Iams-Hund Phoebe Angst davor angefasst zu werden.
Szene #15: Iams-Hund Maisy begrüsst vorsichtig unseren Ermittler, während Maxine sich an die Rückwand ihres Käfigs drückt.
Szene #16: Iams-Hund Muffy liegt auf dem Stahlboden ihres Käfigs
Szene #17: Iams-Hund Gina schaut nur aus der Enge ihres Käfigs hinaus.
Szene #18: Iams-Hund Sally erhebt sich vom Käfigboden und duckt sich vor Angst.
Szene #19: Iams-Hund Mickey vegetiert hinter den Stäben ihres Käfigs dahin.
Szene #20: Iams-Hund Fifi, ihre Füsse auf den Stahlstäben des Bodens hochgebogen, beobachtet nervös unseren Ermittler.
Szene #21: Ein einzelnes Iams-Kätzchen in einem nackten Stahlkäfig. Iams sagt, dass ihre Kätzchen und Welpen im Wurf grossgezogen werden, wegen der Sozialisierung und Gesellschaft.
Szene #22: Sallys Bein ist eingeklemmt zwischen den Stäben ihres Käfigbodens.
Szene #23: Man kann Sallys Beine unterhallb des Käfigbodens sehen
Szene #24: Ein Tierpfleger befreit Sally ohne nachzuprüfen, ob ihre Beine verletzt sind. Zuvor war ein anderer Hund, der sich in den Gitterstäben des Bodens verfangen hatte, so schwer verletzt worden, dass er schließlich getötet werden musste.
Szene #25: Der mit Borreliose infizierte Iams-Hund Muffy bewegt sich mühsam in seinem Betonkäfig.
Szene #26: Der Labordirektor erklärt unserem Ermittler warum er glaubt, dass Iams kein Interesse daran hat, die Haltung so zu ändern, dass die Hunde Sozialkontakte und Beschäftigung erhalten.16
Wenn Sie einen Internetanschluss besitzen, können Sie unter der Adresse : http://www.peta.de/aktionen/iams/video.html die entsprechenden Videoaufnahmen begutachten. Eingeschaltete Lautsprecher sind dabei empfehlenswert.


Wenn das so ist, dann darf mein Hund ja gar nichts mehr fressen !


Es ist doch alles ganz einfach...
(...)Die natürliche und artgerechte und somit auch optimalste Ernährung ist kein neues Konzept, sondern eine evolutionäre Diät, die vom grösstem Wissenschaftler und Diätiker aller Zeiten entworfen wurde – der Natur.15
Im Gegensatz zur Lebensmittelindustrie, sind die Inhaltsstoffe, synthetische Zusätze und das Herstellungsverfahren in dem industriell hergestellten Tierfutter oftmals geradezu monströs.
So kann unser Haustier, mit qualifiziertem fachlichem Wissen, durchaus „frisch“ ernährt werden.
Fleisch, Reis, Möhren, Apfelstücke und etwas Distelöl wären, richtig Zubereitet in einem angemessenen Verhältnis zueinander, eine gesunde Nahrung für einen Tag. Wichtig ist Abwechslung und das Fachwissen, dass man sich zur Ernährung des Hundes unbedingt etwas aneignen sollte.
Sollte es Ihnen aus zeitlichen Gründen nicht möglich sein, sich mit der Ernährung des Hundes zu Beschäftigen, sollten Sie ein Produkt wählen, das frei von allen synthetischen Zusatzstoffen ist und keine gesundheitsschädlichen Abfälle oder Inhaltsstoffe enthält und dennoch annährend alle natürlichen Nährstoffe bietet, die unser Hund braucht.
Leider gibt es im Trockenfutterbereich und im Nass (Frisch) Futterbereich nur einige, meist mittelständige Betriebe, die diesen Qualitätsansprüchen genügen.
Solche Hersteller zu erkennen, ist nun mal sehr schwierig, da Deklarationen und Werbung viel über die Realität hinwegtäuschen können.

Warum frisst mein Hund das neue Futter nicht ?

Hat man die „Wahrheit“ erkannt und entscheidet sich für eine gesunde und naturbelassene Hundeernährung, stellt sich der Hundehalter oftmals verschiedene Fragen.
Wieso bekommt mein Hund plötzlich Durchfall, oder erbricht die doch so gesunde Nahrung ? Wieso lässt mein Hund dieses gesunde Futter einfach stehen und frißt nicht mehr ?
Bitte beachten Sie, dass bei uns nicht das Futter umgestellt wird, sondern die Ernährung.
Der natürliche Stoffwechsel des Hundes muss sich, je nach der vorherigen gefütterten „Sorte“, ersteinmal auf die artgerechte Verdauung einstellen. Wo vorher synthetische Enzyme, Aminosäuren und Vitamine frei Haus geliefert wurden, sind nun z.B. Fleisch und Gemüse in natürlicher Form vorhanden. Der Hund muss lernen, die natürlichen Komponenten aus der Nahrung zu spalten und diese auf natürliche Art und Weise zu verwerten.
Dies kann unter Umständen zu Verdauungsstörungen, wie z.B. Durchfall führen.
Deshalb ist es unbedingt notwendig eine Ernährungsumstellung über mehrere Wochen durchzuführen !
Einige Hersteller sind auch aus finanziellen Interessen daran Interessiert ausschließlich ihr Produkt zu verkaufen und setzen dem Futter Lock - und Aromastoffe zu.
Eine gefährliche Methode ist es, dem Futter in grossen Mengen Verdauungsenzyme zuzusetzen. Diese Enzyme, werden vom Organismus (Bauchspeicheldrüse) des Hundes normalerweise ausreichend produziert. Setzt man sie jedoch synthetisch in grossen Mengen zu, kann es zu einer „Stilllegung“ der Produktion dieser Enzyme kommen.
Stellt man nun die Ernährung auf ein anderes Futter um, fehlen dem Hund plötzlich diese Verdauungsenzyme und der Hund kann die natürlichen Bestandteile nicht mehr aufschließen. Die natürliche Folge ist Durchfall oder Erbrechen!
Also ist das neue Futter nicht so gut und man kehrt wieder zu dem altem Produkt zurück
Eine, meiner Meinung, nach recht fragwürdige Methode, um den Kunden an ein Produkt zu binden.
Denn wenn die Produktion gewisser Enzyme in der Bauchspeicheldrüse einschläft, kann sie oftmals nicht wieder aktiviert werden.
Die Folge ist ein kranker Hund, der oftmals nur noch mit dem Zusatz von Enzymen leben kann.
Eine Umstellung auf ein naturbelassenes Hundefutter oder frische Nahrung muss deshalb, auch aus diesem Grund, über mehrere Wochen erfolgen. Fügen Sie innerhalb min. 14 Tagen nach und nach etwas von der neuen Nahrung hinzu, bis der Hund sich schließlich an die neue Nahrung gewöhnt hat.
Negative Fellveränderungen, Ausschläge und Schuppen, können Folgen eines „Entgiftungsprozesses“ sein. Hierbei werden im Organismus angesammelte Gifte über den Stoffwechsel abgebaut. Nach spätestens 6 Wochen sollten diese Erscheinungen aber vollständig verschwunden sein.

Schlussbemerkungen

Ich hoffe, Ihnen mit meinem kleinem Referat etwas geholfen zu haben.
Wichtig ist es, zu lernen, die natürliche von der „künstlichen“ und „industriellen“ Ernährung zu unterscheiden und auf diesem Weg werde ich Sie gerne begleiten, denn Hunde können nicht selber entscheiden, was sie fressen, sondern bekommen ihre Nahrung einfach vorgesetzt. Allein der Mensch muss entscheiden was der Hund zu sich nimmt, und das ist eine große Verantwortung...


Mit freundlichen Grüßen
Jürgen

Zitat"Meiner Auffassung nach gehören viele Verantwortliche der Futtermittelindustrie ins Gefängnis. 5 Jahre mindestens und ohne Bewährung."Prof.Dr. O.Wassermann,Toxikologie Kiel,1998




Literaturnachweis : Enra GmbH & Co. Kg Ingeborg Rabanus (www.ich-will-futter.de), Der jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin K.D.Kammerer, Vitaminschock Vitamine wie sie nützen und wann sie Schaden Grimm/Zitau, Universität Bern Professor der Molekularbiologie Hans Trachsel, Krank durch gesunde Ernährung Udo Pollmer, Ernährung des Hundes, Parey Buchverlag Berlin, Helmut Meyer, Jürgen Zenteck, 4.Auflage, Hilfe, mein Hund ist unerziehbar, Vera Biber, Hartmut Becker Verlag 3. Auflage, world wide web.
 
Mausilla

Mausilla

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AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

Und wie erkenne ich in diesem Wust von Futtermitteln nun die, die diesen Qualitätsansprüchen genügen?
 
J

Juergen01

Gast

AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

Hi,
meines Wissens nach gibt es nur eine Hand voll Hersteller die
wirklich gutes Futter herstellen..diese darf ich jedoch hier nicht nenen
da es ja Werbung wäre. Wenn DU interesse hast schick mir ne Mail

gruß

Jürgen
 
R

Ratzifatzi

Gast

AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

Original von Juergen01
Hi,
meines Wissens nach gibt es nur eine Hand voll Hersteller die
wirklich gutes Futter herstellen..

Hi Jürgen!
Du selber hast mal irgenswo geschrieben, dass du Reico fütterst, was sind denn deiner Meinung nach die anderen guten Sorten (also im Moment, das ändert sich ja alle naselang)?

Also ich persönlich finde das Reico-Futter nicht so dolle. Die gehören mal wieder zu denen, die alle Werberegister ziehen, um den eigenen Profit zu erhöhen bzw. dem Hundehalter vorzugaukeln, dass er seinem Hund ein hochwertiges Futter, mit viel Fleisch, füttert.

Da wird in der Zusammensetzung 50 % Rindfleisch aufgeführt und auch mit dem %-Wert geworben. Finde ich echt frech.

Bei einem Feuchtegehalt von ca. 75-80 % Wasser im Fleisch, kann sich jeder ausrechnen, wie viel bzw. wie wenig Fleisch da nun wirklich drin ist.
Ich komme da auf 10-15 % i.d.Tr.

Fände es besser, wenn da mit offenen Karten gepielt würde, denn viele Hundehalter rechnen sich das gar nicht aus, weil sie den Unterschied gar nicht kennen und auch keine Lust auf Rechnerei haben.

Ein Hersteller, der mich als Kunden gewinnen will, der sollte dies auch offen deklarieren.
 
A

Andi_M

Gast

AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

ich versteh dabei die "i.d. Tr" nicht ganz. es bleibt doch 50% fleisch, wenn ich es dem hund gebe? ich trockne es ja nicht :binzel:
nee. darum geht es ja nicht. ich finde den beitrag sehr gut - einfach auch, weil er zum nachdenken über den wahrheitsgehalt der industrieangaben generell anregt.
MEIN persönliches fazit daraus ist: ich werde meine hunde überwiegend weiterhin so füttern, wie das in der familie schon lange üblich ist: etwa zur hälfte mit gekauftem (dosen-)futter (meistens rinti) und flocken (matzinger) und zur anderen hälfte mit "essensreste" - besser gesagt, mit dem was ich auch ess: kartoffeln, reis, nudeln, gemüse wie spinat, möhren, blumenkohl etc.
und wenn es bei uns fleisch gibt (nicht so oft) bekommen hundis eben auch davon... ich würde gerne ganz auf gekauftes fertigfutter verzichten, überlege mir jetzt, ob ich den fleischanteil in zukunft vom schlachter hole.
ansonsten halte ich die fütterung mit (zum teil) "menschenessen" für absolut sinnvoll und "natürlich"- schließlich ist der hund damit zu dem geworden, was er ist und nicht mit "premium-zubereitungen" aber auch nicht mit reiner rohfütterung!
ich fände alles andere, als dem hund auch vom eigenen gekochten essen (wie z.b. reis) abzugeben, irgendwo blödsinnig.... 8(
 
R

Ratzifatzi

Gast

AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

Original von Andi_M
ich versteh dabei die "i.d. Tr" nicht ganz. es bleibt doch 50% fleisch, wenn ich es dem hund gebe? ich trockne es ja nicht :binzel:

Nein, du nicht. Du kaufst es in dem obigen Beispiel bereits getrocknet. Und dann bleiben bei 50 % Fleisch, bei 80 % Wasser, eben nur 10 % i.d.Tr (in der Trockenmasse) übrig.


Ansonsten finde ich die Verfütterung von Essenresten auch nicht als problematisch, sofern es nicht regelmäßig geschieht.
Der Hund meiner Kindheit hat sehr oft die Reste vom Mittagstisch bekommen, Kartoffeln mit Soße, wenig Gemüse, da davon wenig Reste übrigblieben, Nudeln mit Soße, Eintopf, aber bestimmt kein Fleisch, höchstens mal Knorpel.
Ich habe noch nie einem Hund gesehen, der so aus dem Maul stank. Im Alter waren zig Zähne vereitert, faulten und mussten daher gezogen werden. Auch wenn das nur ein Beispiel ist, ideal finde ich die dauerhafte Resteverfütterung nicht.
 
A

Andi_M

Gast

AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

ah, ich bin bleed - ich hab das auf dosenfutter bezogen. stimmt natürlich!
soße und überhaupt alles großartig gewürzte lass ich aber generell weg. also wirklich nur gemüse und die "grundnahrungsmittel"
 
K

K-9

Gast

AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

*grinsel*

nun wir handhaben das so ähnlich.

normalerweise haben die hunde 50% vernünftiges trockenfutter und 50% gezielte zusätze wie fleisch, pansen etc. (und ja, ich habe da ein wenig erfahrung was sich mit was wie verträgt..)

jetzt kostet aber trockenfutter auch einiges.

wenn hier gekocht wird, dann dinge wie reis oder nudeln in größeren mengen. kriegen ja auch des öfteren mal von gütigen seelen etwas gesponsort.
weil ich keine zeit habe jeden tag zu kochen also gleich recht viel, muss schon mal eine woche reichen.
das ist aber nicht gewürzt oder sonstiges.... dann fällt eben 50/50 für die zeit weg und das essen wird aus allem möglichen zusammengestellt.
da kann auch mal passieren dass die hunde reis von mir mit pansen von sich tauschen. mein essen kann ich ja gesondert braten/kochen und würzen *zwinker* auch wenn das ganz zufällig pansen beinhaltet. egal. kostet nichts und gesund ist es allemal.

ich möchte nicht ganz auf trofu verzichten. und barfen.. zu viele hunde. von daher muss man sich eben arrangieren.


mfg,
K9
 
B

Bonnie

Gast

AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

Also mit meinem Futte rbin ich sehr zurfrieden.
Ich darf ja keinen Namen nennen aber hier kurz beispiele:

- 63%-77% Fleischanteil (Fleisch und Tiereische nebenerzeugnisse aber nur die die auch Menschen essen können)
- Keine zusatzstoffe, keine Konservierungsstoffe, keine lock und fettmittel,
- verpackt in einem darm (wurst)
- riecht gut
- wie selbst gekocht
- mein Hund liebt es
- es geht meinem Hund viel besser mit dem Futter, sein Fell glänzt mehr er hat mehr ausdauer bekommen usw.

Wer neugierig ist einfach mal pn schrieben dann verrat ich weiteres.
 
O

Ossi001

Gast

AW: Die Industrie und Ihr „Futter“

mich würde interessieren welche hersteller gemeint sind die gut sind bitte mir unbedingt mal schicken.
Bin nähmlich am neuen Futter suchen.
 
Thema:

Die Industrie und Ihr „Futter“

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