Ich weiß nicht mehr weiter! Jemand einen Rat für mich???

Diskutiere Ich weiß nicht mehr weiter! Jemand einen Rat für mich??? im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallo Ihr Lieben! Seit Ende Oktober reite ich endlich wieder regelmäßig und habe eine Reitbeteiligung auf einem 10 jährigen Araber-Mix Wallach...
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fuchur1980

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Hallo Ihr Lieben!

Seit Ende Oktober reite ich endlich wieder regelmäßig und habe eine Reitbeteiligung auf einem 10 jährigen Araber-Mix Wallach.

Anfänglich hat alles super geklappt, er ist wirklich eine Seele von Pferd, im Umgang super brav, beim Reiten manchmal etwas Schreckhaft.

Seit ein paar Wochen treibt er mich allerdings in den Wahnsinn und ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll.

Zu meinem Problem:

In unserer Reithalle ist Hinten ein Stück abgetrennt, wo das Stroh gelagert wird. Oben ist das mit einer gespannten Plane verdeckt und unten mit drei angelehnten Holzplatten. Zwischen den Holzplatten ist jeweils ein "Loch" von ca. 1m.
Durch das rechte "Loch" holt der Stallbesitzer immer die neuen Strohballen, so dass man hier hinter die Platten schauen kann und die Strohballen usw sieht.

Das macht Kario schrecklich Angst, wobei ich mittlerweile denke, dass er mich nur verarscht.
Am Anfang hat er beim reiten die ersten Runden dort zwar geschaut und man hat gemerkt wie er sich verspannt, aber dann ging es irgendwann.
Mittlerweile geht er eigentlich gar nicht mehr vorbei.

Zuerst habe ich es mit ganz viel Ruhe versucht, bin langsam mit ihm hin, hab ihn schnuppern lassen und ihm gezeigt, dass dort nichts ist.
Kein Erfolg.
Dann hat er angefangen, kurz vor der Ecke einfach kehrt zu machen, den Kopf hoch zu reißen und los zu galoppieren.

Dann habe ich versucht mir Schlaufzügel drauf zu machen, damit ich Ihn in diesem Fall trotzdem zurück nehmen kann. Hat auch zuerst prima Funktioniert. Er hat sich zwar immer noch etwas verspannt, mit etwas mehr Bein ging er aber dennoch vorbei.

Letzten Samstag hat er sich dann überlegt gar nicht mehr vorbei zu gehen. Entweder er bleibt einfach stehen und geht Rückwärts oder wird richtig iggelig und fängt an zu buckeln!

Ich habe ihn dann gestern eine gute halbe Stunde auf dem unteren Zirkel longiert, mit wegspringen, rumbuckeln ect.
Danach habe ich mich drauf gesetzt und er war da echt schon nass, hat aber das gleiche Spiel wieder gemacht, obwohl er an der Longe nachher super brav und ohne zu zucken vorbei gegangen ist!

Man muss dazu sagen, dass er diese Aktion nur auf der linken Hand macht, er also von weitem schon in das "Loch" schauen kann und auch nur im Trab und Galopp.

Seine Besitzerin sagt, dass er sich bei Ihr zwar in der Ecke auch anstellt, aber nicht so extrem!.

Ich weiß ehrlilch gesagt nicht mehr weiter, da er richtig frech wird, wenn man Ihn versucht vorbei zu "zwingen", indem man etwas mehr die Hand dran läßt und Druck am Bein macht.

Ist jetzt leider ziemlich viel geworden, aber ich musste mir meinen "Frust" mal von der Seele schreiben und hoffe jemand hat die Muße, das zu lesen und hat einen Rat für mich???!!!

Vielen Dank

Eure leicht deprimierte Susan
 
10.02.2005
#1
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shaniasheart

shaniasheart

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Hallo Susan,

DAS kenne ich! Früher habe ich öfter die Stute einer Bekannten geritten und die hatte auch ständig was. Auch solche Strohballen oder es stand ein Stuhl in der Ecke, wo dann der Reitlehrer beim Unterricht saß (wenn wir da waren, war der Stuhl halt leer).

Zunächst mal: Zwingen ist völlig verkehrt und Schlaufis sind ohnehin das Letzte (sorry, nimm's nicht persönlich!). Aber Du hast ja selber schon festgestellt, daß Du damit ohnehin nichts erreichst. Druck erzeugt immer nur Gegendruck. Und je mehr Du mit Druck arbeitest, desto mehr ist das Pferd überzeugt, da MUSS etwas sein, sonst würde die da oben nicht so intensiv arbeiten.

Aus Erfahrung kann ich Dir nur raten, Geduld haben. Und nachdem sich das Pferd da jetzt schon so richtig schön reingesteigert und an der Stelle "festgeguckt" hat, wird das ne Weile dauern. Aber normalerweise kriegt man das ganz gut in den Griff, bis auf ein mißtrauisches Schielen vielleicht.

Du hast ja schon mit den richtige Sachen angefangen. Auf der Seite longieren ist schon sehr gut. Aber dann bitte NUR longieren, NICHT versuchen, ihn in die betreffende Ecke "reinzujagen", sondern einfach normal laufen lassen. Versuch, ihn ruhigzuhalten. Notfalls lass ihn Schritt gehen, versuch dann ihn traben zu lassen, wenn er das Rennen anfängt durchparieren, wenn's gar nicht geht, nur Schritt. Dann langsam steigern. Geh zu Fuß mit ihm daran vorbei (hinterher, zum Trockenführen). So sieht er mit der Zeit, da ist nichts. Momentan traut er Dir nicht über den Weg, also er glaubt Dir noch nicht, das es ungefährlich ist, weil Du ihn noch nicht richtig überzeugen kannst. Außerdem kann es natürlich auch sein, wie Du vermutest, das es nur noch Anstellerei ist (da kennst Du ihn besser).

Versuch doch sonst auch mal, ihn am langen Zügel daran vorbei zu reiten. Mach einfach mal einen "nur Schritt"-Tag und lass die Zügel dabei lang, Du sagst ja, er macht es nur im Trab und Galopp macht. Also setzt Du da an, wo's klappt. Erstmal nur Schritt, beide Seiten. Dann mal eine Runde traben, auf der Hand wo er nicht spinnt. Wieder Schritt, auf der linken Hand dann. Später dann vorsichtig links auch mal traben, wenn das rechts klappt.

Und so weiter.

Bloß nicht versuchen, ihn nur in die Ecke zu scheuchen (an der Longe) oder müde zu machen und dann raufsetzen und hoffen es geht. Damit zerstörst Du das Vertrauensverhältnis. Und nicht mit dem Gedanken auf die Stelle zureiten, gleich springt er wieder... Ich weiß, schwierig :binzel: Kenn ich auch von früher... Aber wenn Du sonst im Sattel sicher bist und keine Angst hast, dann ignorier einfach das Gehampel unter Dir. Lass ihn hampeln oder zur Seite gehen, versuch vorsichtig (nicht die Zügel zu stramm nehmen, das bewirkt nur größere Anspannung) ihn daran vorbei zu dirigieren und erzähl ihm, er ist ein Spinner (naja, egal was - nur das er am Klang der Stimme hört, Du nimmst das nicht ernst und da ist nichts und Dir ist das egal, was er davon hält).

Hauptsache ist Geduld :Z

Viel Erfolg!
Claudia
 
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lexi6

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hm, schwierig. also, ich würde viel bodenarbeit empfehlen, mit dem longieren hast du, denke ich, schon einen guten ersten schritt gemacht.

hast du einen reitlehrer? wenn es möglich ist, würde ich die nächste zeit nur noch mit professioneller hilfe in der halle arbeiten. dies trägt auch viel zu deiner eigenen entspannung bei.

ich denke, er versucht tatsächlich, dich zu testen. dadurch, dass du dich ganz sicher vor diesem loch auch verspannst, trägst du wohl nicht viel dazu bei, dass er sich beruhigt. schliesslich spüren das pferde bekanntlicherweise sehr genau.

so, dies meine bescheidene meinung :binzel:
liebe grüsse
lexi
 
S

Sandra86

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Hallo Fuchur,

ich hatte das Problem damals auch mit meinem Pflegepferd, er war ein Wallach und hatte von heut auf Morgen auch auf einmal vor dieser Ecke angst, ist davor dann Gestiegen, hat gebuckelt oder hat sich einfach rumgedreht und ist weggerannt. Er war dann nicht mehr zu halten und ist dann gut 5 min total von Sinnen mit mir durch die komplette halle gerannt und ich hatte als echt mühe mich auf Ihm zu halten! Irgendwann hab ich die Schnautze dann vollgehabt hab ihm ein Halter angezogen und ihn einfach in der ecke angebunden und 5 min "allein" gelassen. Ich hatte Ihn so angebunden das er in Panik das seil lösen konnte, er hat dann die Nüstern gebläht und n bissl gestampft und gewiehrt aber danach hatte ich nie wieder Probleme mit Ihm in der ecke!
 
Sabine

Sabine

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örks...

also Anbinden würde ich das Pferd da nicht... Wenn das bei Euch geklappt hat, gut...aber ich hätte da ein Sch...gefühl bei.

Was Shanias Heart geschrieben hat, ist sehr gut.
Zusätzlich würde ich mich mit dem Pferd dort in die Ecke stellen, es kraulen, mit ihm reden, evt. ein paar Schrittstangen hinlegen, über die es RUHIG gehen soll.

Und vielleicht sogar dort füttern, wenn es cool geblieben ist.

Vertrauensverlust - das ist das, worauf Du achten solltest! Mit Schlaufis und Vorbeizwingen erreichst Du genau das.

Lob ihn, wenn er vorbei geht, aber bleib cool, wenn er rumzickt.
Umdrehen, wieder dran vorbei.
Wenn er ruhig bleibt, loben.

Gewünschtes Verhalten verstärken, schlechtes Verhalten ignorieren.

Sonst steigert er sich da immer mehr hinein!
Laß ihn die Ecke mit was positivem verbinden!

LG
Sabine
 
F

fuchur1980

Gast
Hallo Claudia!

Meinst Du denn nicht, das er quasi "gewonnen" hat, wenn ich ihn nur longiere?
An der Longe benimmt er sich ja nach ein paar mal schauen einwandfrei.

Meine Überlegung war halt, wenn er an der Longe brav ist, setze ich mich noch mal drauf und wenn er brav vorbei geht, höre ich auf, quasi als Belohnung.

Was das am langen Zügel vorbei reiten angeht, dass Problem ist, dass Kario sich wie ein Kaninchen auf den Hinterbeinen umdreht und Haken schlägt, so richtig fies.
Und die letzten Male fing er auch noch an zu buckeln.

Das mit den Schlaufen, ich weiß, dass da die Meinungen extrem auseinander gehen, aber ich denke, wenn ich sie nur als Begrenzung nutze und ihn damit nicht zusammen ziehe, sind sie halt einfach ein "Hilfszügel".
Wie gesagt, das Problem ist echt, dass er sich sonst komplett der Hand entzieht, indem er den Kopf hochreißt und durch die Halle prescht.

Momentan muss ich immer Abends reiten und dann ist leider immer jemand in der Halle, die eine Stute hat, die extrem Schreckhaft ist und momemtan zum Muskelaufbau sehr viel longiert wird.
Ich habe echt schiß, dass er in die Longe rennt, oder so was.

Das longieren wollte ich jetzt auf jeden erst mal weiter machen. Und Du meinst echt, einfach nur longieren?

Mit ihm an der Ecke vorbei gehen (also führen), habe ich am Anfang auch versucht. Dann stellt er sich davor, schnaub erst mal und steht dann total gelangweilt davor.

Kann es nicht doch sein, dass er sich damit einfach vor der Arbeit drücken will??? Ich weiß auch nicht, er kann so ein Dickkopf sein!
Und wenn ich ihm jetzt seinen Willen lasse und nur die andere Hand reite oder mich erst mal nicht drauf setze, könnte er dann nicht erst recht den Respekt verlieren?
Bin echt verunsichert!


--------------------------

Oh, jetzt wart ihr aber alle schnell.
Also das mit dem Anbinden, halte ich auch nicht für eine so gute Lösung. Aber zum Thema Vertrauen. Er hat ja eigentlich keinen Grund mir zu mißtrauen, ihm ist an dieser Ecke ja nie etwas passiert.
Ihr habt mit Sicherheit recht, dass ich mich mittlerweile unbewußt selbst verspanne, da ich immer damit rechne, das er wegspringt.

Leider kann ich mir momentan keinen Reitlehrer leisten und da ich auch immer unterschiedlich arbeite ist das auch mit den Terminen etwas schwierig.
Ich habe mir schon überlegt, dass ich mir mal anschauen sollte, wie die Besitzerin ihn reitet, vielleicht mache ich ja wirklich unbewußt irgendwas falsch, nur wieso macht er das dann nur wenn ich "was von ihm will", also arbeiten???
 
F

fabi!

Gast
Hi !
Ich meine der "spielt" nur mit dir!
Vielleicht muss du noch strenger werden!
Weil vielleicht ist seine besitzerin strenger als du und dann "spielt " er nur mit dir!
Mein Tipp:
Was er auch macht reite einfach weiter!

Fabienne
 
shaniasheart

shaniasheart

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Hallo Susan,

ich glaube Du bist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg, Du machst Dir schon die richtigen Gedanken.

Also, mit NUR longieren meinte ich natürlich nicht wochenlang longieren ohne zu reiten. Ich meinte nur, nicht das Pferd erst an der Longe müde laufen lassen und sich dann raufsetzen, in der Hoffnung, dadurch klappt's dann. Aber wenn Du es so machst wie Du schreibst - also erst Longe und wenn er da ganz brav ist noch kurz draufsetzen - das ist sicher gut. Dann reite ihn hinterher einfach im Schritt trocken, das er merkt das es was gutes ist.

Dir anzugucken wie die Besitzerin das handhabt ist sicher auch eine super Idee, wollte ich Dir auch schon vorschlagen, aber Du kommst schon selbst auf die richtigen Sachen ;-)

Ja, ich denke an dem "sich drücken wollen" oder einfach nur bockig sein ist viel Wahres dran. Die Stute meiner Bekannten, die ich erwähnt hatte, ist auch so eine. Die Besitzerin ist ein Stück kleiner als ich und reitet das Pferd - wie soll ich sagen... mit weniger "Nachdruck". Sie arbeitet schon mit ihr, fordert sie aber nicht so. Wenn ich dann mal hinterher drauf sollte, meinte sie oft, die Stute wäre heute total lahm. So, kaum saß ich drauf, wußte das Pferd sofort was Sache war und fing das Zicken an.

Daher ist das was ich meinte und was Sabine ja auch bestätigt hat auf jeden Fall gut, richtiges Verhalten bestärken, falsches ignorieren, nicht bestrafen - das kapiert er sowieso nicht.

Vertrauen hat er bestimmt zu Dir, daß wollte ich auch nicht in Frage stellen. Nur gerade wenn er tatsächlich bloß bockig ist besteht leicht die Gefahr, daß man zu ungeduldig ist und mit zuviel Druck das vorhandene Vertrauen zerstört - und er dann tatsächlich ängstlich wird.

Haken schlagen und losrennen, besonders mit anderen Pferden in der Halle, ist natürlich übel. Ich meinte auch eher ... wie soll ich das sagen, so das die Zügel nicht durchhängen, Du aber ihn auch nicht stramm hälst. Vielleicht einfach ein Stück weiter vorn anfassen und dann die Hände nach vorn nehmen. So ist die Verbindung da, aber locker und wenn er springen sollte und Du die Hände wieder zurück nimmst, dann hast Du ihn gleich wieder.

Mein Paul ist auch so einer, der macht das im Gelände. Da kann man jede Sekunde entweder mit einem Satz zur Seite, einem Blitzstart oder einer Vollbremsung rechnen. Nein, der ist nicht schreckhaft - der langweilt sich bloß. Er macht das wenn er was sieht, wenn er nichts sieht oder einfach wenn's ihm mal einfällt. Ich lasse ihn aber am langen Zügel laufen, weil er sonst die ganze Zeit nur noch tänzelt. So bleibt er einigermaßen normal und wenn er tatsächlich mal losspringt, dann kann ich ihn recht schnell "einfangen".

Aber guck ruhig mal bei der Besitzerin zu und frag sie auch, ob sie das irgendwie bewußt macht, was sie macht - also ob sie ähnliche Probleme hat und da auf bestimmte Art mit umgeht - oder ob sie zwar merkt, daß er sich an der Stelle anstellt, sie da aber nicht weiter drauf eingeht. Das hilft bestimmt schon einiges weiter.

Viel Erfolg und berichte mal weiter!

lg
Claudia
 
J

Joubert

Gast
Hallo Fuchur,

:DNettes Pferdchen...ist ja schon ganz schimmelig... :D
...und vor Allem alles andere als doof :D so jetzt spaß bei Seite:

Mal zur Klärung vorweg:
Der hat keine Angst.
Der hat sich da reingesteigert, da nicht hin zu gehen.
Je mehr Du es ihm jetzt zeigst, desto mehr bestätigst Du ihn darin, das dieses Loch etwas ist, das besondere Aufmerksamkeit benötigt.

Schlaufzügel wandern in die Tonne oder in irgend eine Ecke weit weg, wo keiner merkt das sie verschimmeln. :binzel:

Ihr seid mit diesem Problem schon tief drin, deshalb hörst Du zunächst auf Dich mit ihm zu streiten, sondern reitest da oben schlichtweg nicht hin.
Bleib auf dem unteren Zirkel und versuch zu vergessen, das es diese Strohdinger gibt.

Mal kleiner Trick anbei:
Ein Pferd kann nicht gleichzeitig in die richtung weg springen in die es gestellt ist.
Also schön nach innen stellen.
Man ma´cht leicht den fehler das Pferd an etwas ja vorbei haben zu wollen und es eben deshalb auch in die Richtung zu stellen.
Besseres Sprungbrett gibt es nicht :D

Wenn ihr ganz gut am Arbeiten seid, vergrößerst Du den Zirkel allmählig.
Nur ganz wenig immer, ja?
Sobald er sich versteift, wirst Du wieder etwas kleiner, schön schauen ihn von den Ballen WEG zu stellen!
Und ganz wichtig: WEITER REITEN!
Nich anhalten und erst ne Runde fluchen wie blöd doch alles ist, sondern konzentriert weiter arbeiten!

Über Zwei-bis Drei Tage verteilt solltest Du ihn so wieder daran vorbei bekommen.
Ganz schön im Griff hjat der euch, der kleene. *schmunzel*
Aber mit Zwang oder Gewalt kommst Du nicht weiter.
Dann wird er völlig zu machen.
Setzt Deinen Kopf ein, sei schlauer als er.

Liebe Grüße
Joubert
 
F

fuchur1980

Gast
So viele lange Antworten :smile: Dafür schon mal vielen Dank!

Also, gestern Abend bin ich leider erst sehr spät im Stall gewesen, da ich länger arbeiten musste, also dachte ich mir, jetzt noch longieren ist quatsch, da kriege ich den ja nie mehr trocken.

Also Halfter drauf und ab in die Halle.
Ich habe ihn erstmal ein paar Runden geführt, und was soll ich sagen? Keine Reaktion! Und ich meine wirklich GAR KEINE Reaktion!!!

Als ich in der Ecke mal stehen geblieben bin, hat er ganz interessiert rein geschaut und sich gefreut, dass man Stroh ja essen kann!!!

Ne super!!!

Gut, ich habe ihn dann also noch laufen lassen und auch da lief er einfach ganz normal daran vorbei, völliges Desinteresse!!!

Ich glaub´s echt nicht! Ich mach mir ohne Ende Gedanken, aber jetzt bin ich mir echt sicher, dass er das einfach nur macht, um der Arbeit aus dem Weg zu gehen.

Ich glaube ich mache auf jeden Fall mehr mit ihm als die Besitzerin. Er schwitzt halt recht schnell und war auch eine Menge Pferd (wenn ihr versteht was ich meine :D) als ich angefangen habe mit ihm zu Arbeiten.
Das mit dem Schwitzen ist schon etwas besser und abgenommen hat er auch ein bisschen.

Na ja, ich werde dann mal weiterhin versuchen ihm das wieder auszutreiben. Die Idee, mit dem immer größer werdenden Zirkel finde ich ganz gut, dass werde ich mal versuchen.
Nach Innen stelle ich ihn natürlich sowieso und glaub mir, er schafft es, dennoch dahin weg zu springen und entzieht sich mir dann echt komplett, indem er die Nase zur Hallendecke hebt!

Ich befürchte wirklich, dass ich mich mittlerweile an der Ecke selber verspanne. Jemand nie Idee? Wahrscheinlich fehlt mir langsam das Vertrauen zu ihm :-(

Das ist übrigens das böse LOCH!!!
 
T

Tiger

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Ich glaub´s echt nicht! Ich mach mir ohne Ende Gedanken, aber jetzt bin ich mir echt sicher, dass er das einfach nur macht, um der Arbeit aus dem Weg zu gehen.
Ehrlich gesagt, das glaube ich nicht. Ob ein Pferd so denkt? Vergiss nicht, das Pferde Fluchttiere sind, bei denen geht es um Leben und Tot, einmal unaufmerksam und das wars... das sitzt bei Pferden sehr tief drin.

Ich befürchte wirklich, dass ich mich mittlerweile an der Ecke selber verspanne.
Vielleicht ist genau hier das Problem? Du sagst ihm ja dann, das er davor Angst haben muss, dass es furchtbar ist, diese Loch da.

Eine sehr schwere Sache, aber wie Joubert schon sagte: Weiterreiten, weiterarbeiten als wäre nichts gewesen. Wenn dein Pferd natürlich so rumspinnt ist das sehr schwer. Mein Dicker sieht auch des öfteren Hallengeister in diversen Ecken und galoppiert dann panisch an. Dann soll er halt galoppieren, aber bitte solange ich will und gearbeitet wird auch im Galopp. Dann sind die Hallengeister ganz schnell wieder vergessen :D. Aber er buckelt halt nicht und ich kann ihn auch noch unter Kontrolle halten.

Bist du immer alleine in der Halle? Vielleicht würde ein Vorreiter was nützen, hinter dessen Schweif er sich verstecken kann?

LG Tiger
 
M

Mausesarah

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Ich hab die Vermutung, dass er sich wirklich nur "drücken " will! Ich habe auch eine Arabermix stute (vll. liegts ja an der Rasse *g*) und sie macht sowas ständig, bzw hat sie das früher immer gemacht! Beim ausreiten z.B. hat sie immer so getan, als ob sie sich vor den Sträuchern erschreckt oder vor irgendeinem Vogel, doch in wirklichkeit wollte sie mich nur verarschen...klar, man muss das Pferd gut kennen um sowas zu sagen und manchmal erschrecken Pferde sich ja wirklich oder haben Angst vor z.B. dieser Ecke...also dem Loch...ich würde (und ich will nicht sagen, daass es richtig ist ) es wieder versuchen, ganz normal zu reiten und zwar auch an dem Loch vorbei und du könntest ihm ja mal ein Leckerlie geben, wenn er es geschafft hat...oder du legst eine Möhre oder sonstiges in die Ecke, setzt dich drauf und vll. geht er ja dann MIT dir auf dem rücken in die Ecke und holt es sich? Ich denke, dass könntest du versuchen, da Pferde, wie ich aus eigener Erfahrung weiß-.- sehr wohl so weit denken können, dass sie nur so tun als ob...naja, hat meine halt auch gemacht und vll. ists ja bei allen arabermixen und arabern so da Araber ja auch intelligent sind...
 
T

Tiger

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Beim ausreiten z.B. hat sie immer so getan, als ob sie sich vor den Sträuchern erschreckt oder vor irgendeinem Vogel, doch in wirklichkeit wollte sie mich nur verarschen...
Woher willst du denn wissen, ob sie dich nur verarscht? Irgendein Vogel kann ein Geräusch von sich geben das du gar nicht hörst, dein Pferd aber für gefährlich hält. Irgendein Strauch kann für ein Pferd gefährlich aussehen, obwohl er dir ganz gewöhnlich vorkommt...

LG Tiger
 
J

Joubert

Gast
*dickundfettgrins*.... :D...gemein weis ich ;-)
...

Lieber Fuchur,
Pferde werden in ihrer Intelligenz schnell gern mal unterschätzt.
Kombiniert mit einer unglaublichen sensiblität und Kraft, kann das für einen Reiter zum Problem werden :D

Wenn Du Dich auf einen "Kraftstreit" einlässt, hast Du von vorneherein verloren.
Es hilft wirklich nur, schneller zu sein als Dein Pferd, was das denken angeht. :D
Deshalb auch das Überlisten auf dem Zirkel.
Schön vorsichtig, und Geduld....nicht zu schnell da wieder hin reiten wollen.

Viel Glück!

Liebe Grüße,
Joubert
 
P

PinkyPaula

Gast
Veilleicht bersorgst du dir mal Unterlagen über die GHP und arbeitest ein bißchen nach den dort genannten Übungen....!? Ansonstn; viel Hand- und Bodenarbeit, Dominaztraining, Longenarbeit...
 
G

glücksklee

Gast
Probier doch mal dein Pferd richtig zu beschäftigen, vorallem mit Handwächsel Bahnfiguren etc. lam besten auch möglichst wenig in die Ecke reiten, wenn du weißt dass du gegen dein Pferd nicht ankommst ( schlaufis bringen nix! ) und ich wett mit dir, dass du "zufällig" mal in die Ecke kommst. Dann langsam steigern, jedes mal wenns halbwegs klappt loben und in ruhe lassen.
Aber bitte nicht aufgeben!!
lg :maus:
 
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Ich weiß nicht mehr weiter! Jemand einen Rat für mich???