halbe Parade beim Angaloppieren

Diskutiere halbe Parade beim Angaloppieren im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hiho! Hab da mal eine wichtige Frage über die sich zur Zeit bei uns im Stall die Geister scheiden. Es geht um die Frage mit welcher Hand man vor...
J

jojo

Gast
Hiho!
Hab da mal eine wichtige Frage über die sich zur Zeit bei uns im Stall die Geister scheiden. Es geht um die Frage mit welcher Hand man vor dem angaloppieren die halbe Parade gibt?
Ich bin der Meinung an der äußeren Hand, wie ungefähr die Hälfte unseres Stalls auch. Die andere Hälfte meint an der inneren Hand.
Jeder hat natürlich seine eigene Begründung dafür und beharrt auf seiner Meinung und jede Begrüngdung scheint plausibel. Deshalb dachte ich mir ich frag euch mal was ihr so meint.
Ist das vielleicht sogar egal und einfach nur eine Gewohnheitssache?

Danke im Vorraus

euer Jojo
 
16.01.2006
#1
A

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Gast

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Gwyn2

Gwyn2

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Ich denke die Frage ist: es kommt aufs Pferd an. an sich sollte ein Pferd in Stellung angaloppieren, bei unsicheren Pferden kann es allerdings dann passieren, dass sie den Außengalopp wählen, da die äußere Schulter "freier" ist.
Meinen 5gängigen Isländer galoppiere ich auch mit leichter äußerer Parade und freier innerer Schulter an, auch bei einfachen Galoppwechseln, da bei ihm sonst zu viel Viertakt kommt. Im Galopp selbst, sollte er sich allerdings schon innen stellen. Bin aber auch schon Pferde geritten, die auf leichte äußere Paraden mit Verwerfen reagiert haben und auf "eindeutigere" Stellung einfacher an den Hilfen standen.
Wie alle "Ferndiagnosen" gibt es meiner Meinung nach keine klare Antwort auf die Frage - wichtig ist, dass Pferd weder nach außen zu ziehen - so auf die Art "Ogott, galoppier bloß richtig an" noch es zu eng innen zu halten. der Rest ist Feingefühl. :binzel:
 
K

Kerstin2

Gast
Schließe mich Gwyn an. Kommt aufs Pferd an.
Primär müssen die anderen Faktoren wie ausbalancierter, gerader Sitz, Takt etc. natürlich stimmen.

Ich habe es bei meinen immer so gehandhabt, den äusseren Zügel stehen zu lassen und mit dem inneren leicht nachgegeben. Bei manchen sogar ab und an die komplette Hand/Arm nach vorne gegeben (dabei aber auf Sitz achten).
Den Grund hat Gwyn auch schon genannt. Wendet mans anderherum an, landet das Pferd nicht im Handgalopp.
 
M

Muffin

Gast
In der klassischen Reitweise bedeutet eine halbe Parrade,dass der Reiter BEIDE Zügel leicht annimmt,dabei das Treiben aber fortsetzt. Beim angaloppieren sieht die Hilfengebung folgendermaßen aus:
halbe Parade,Kreuz anziehen,Gewicht auf inneren Gesäßknochen verlagern,innerer Schenkel treibt vermehrt,äußerer Schenkel wird leicht zurückgenommen und wirkt verwahrend,äußerer Zügel steht an,innerer Zügel geht leicht vor (Verbindung zum Pferdemaul darf dabei natürlich nicht verloren gehen).
Ich finde das hört sich immer so verdammt kompliziert an und als ich das zum ersten Mal gehört und probiert habe,dachte ich,ich gehöre zu den Grobmotorikern,da ich das erst nicht so wirklich koordiniert bekommen hab. Schließe mich aber meinen Vorrednern an,es kommt immer aufs Pferd an!
 
Lisi4

Lisi4

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innen nicht.
also außen^^

weil....: innen muss man leicht vorgehen, damit das innere vorderbein quasi platz hat nach VORNE durchzuspringen.
alles andere wäre ja nicht erwünscht. hält man innen zu sehr fest wird's nix.
und die halbe parade dient ja nur dazu die aufmerksamkeit des pferdes voll bei sich zu haben, damit ein punktgenaues angaloppieren möglich ist.

gruß
 
D

daggel

Gast
Hallo JoJo

In meiner nun fast 30 jährigen Reitpraxis habe ich auch bei verschiedenen Reitlehrern Unterricht erhalten.

Die vorhergehende Parade zum Angaloppieren wird vermehrt an dem ÄUßEREN Zügel gegeben. Damit machst Du Dein Pferd darauf aufmerksam, dass jetzt etwas anderes kommt!!!

Danach nimmst Du innere Hüfte und äußere Schulder vor (ergibt bei geübten Reitern automatisch das Annehmen des inneren Zügels und gleichzeitigs nachgeben des äußeren Zügels und zugleich bei losgelassenem Sitz ein zurückgleiten Deines äußeren Schenkels) und treibst vermehrt mit dem inneren Schenkel Dein Pferd in den entsprechenden Handgalopp. Das weiche Nachgeben und wieder Annehmen des inneren Zügels, darfs Du beim Anspringen in den Galopp allerdings auch nicht vergessen. Übrigens muss der äußere Züger dann auch um soviel wieder "angenommen" werden und wieder vorgehen, wenn Du den inneren wieder annimmst.

Noch ein Wort zur halben Parade. Die halbe Parade kann an beiden Zügeln geritten werden oder auch nur an einem und dies geschied dann vorwiegen auf gebogenen Linien wie Zirkel Volte und Schlangenlinien. Ein halbe Parade macht das Pferd aufmerksam und darf niemals vergessen werden, wenn Du die Richtung änderst, eine neue Lektion einleiten möchtest oder von eine Gangart in die Andere übergehst. Außderdem wird zum Verbessern der Anlehnung und des Gangs benutzt.

Im Gegensatz zur halben Parade steht die GANZE Parade, die das Pferd immer zum Halten bringt. Sie setzt sich aus mehreren halben Paraden zusammen.
 
mumpl1

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Also ich kenne es mit Ausenparade, aber theoretisch, kann man dem Pferd das auch mit der Innenparade lernen....

Any
 
C

Chaosqueenie

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Hallöchen,

ich nehme ja "unterschiedlichen" Unterricht - einmal po Woche auf Isländern und einmal pro Woche "klassisch englisch".

Und in beiden Stunden wird die halbe Parade vor dem Angaloppieren mit dem äußeren Zügel gegeben.

Ansonsten unterscheidet sich das ganze jeweils ein wenig, bei den Isi´s hängt der innere Zügel so gut wie durch und wir gehen in den leichten Sitz, bei der "klassisch-englischen" Reitstunde hat der innere Zügel immer noch leicht Kontakt und wir sitzen tief hinten ein.

Wobei - das Pferd, das ich in der letzten Stunde dort hatte, ist parallel western-ausgebildet - der galoppiert auch auf Küsschen an. :binzel:
 
mumpl1

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Naja aber ich reie auch Englisch und gehe oft in den Leichten sitz, im Galopp, das hat nicht damit zu tun *gg*

any
 
Gwyn2

Gwyn2

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ob ein Pferd sich im Galopp regeln lässt, bzw taktsicher ist und den Reiter sitzen lässt ohne rauszufallen hat nur damit was zu tun, wie gut das Pferd ausgebildet ist und was man tun will, nicht unbedingt mit Rasse und Reitweise ;) Und auch auf gut ausgebildeten Pferden galoppiert man mal im leichten Sitz, je nachdem was man grade tut, vorhat oder üben will.

Mein Isi kann auch Zirkel galoppieren und da bleib ich selbstverständlich sitzen :binzel: natürlich tun sich generell alle Gangpferde im Durchschnitt schwerer im Galopp als ein WB, den "richtigen" versammelten Galopp kriegt mein hochtouriger Fünfgänger auch nicht so schön hin wie die Dressurpferde bei uns im Stall. Da er allerdings eine gute Grundausbildung hat, trabt und galoppiert er trotzdem noch geregelt, den "typischen" Isigalopp, nämlich schnell und rasend, hauptsache die Ecken geschnitten, habe ich ihm in mühevoller Kleinarbeit abgewöhnt :binzel:
 
D

doctoryour

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Ich würde es auch so sehen - der innere Zügel bleibt stehen, der äußere "spielt" um Aufmerksamkeit zu erfordern. Dann für das Angaloppieren mit dem inneren Zügel nachgeben und hüftig innen schieben.
Dabei wird mir ein Problem glasklar mit einem geländegerittenen Pferd auf dem Zirkel: Treiben überhaupt auf dem Zirkel geht nur wenn die Schenkel innen vorne und außen verwahrend anliegen - bis auf das Nachgeben am inneren Zügel und die Hüfthilfen ist der Unterschied zwischen Galoppieren und Trabtreiben dann nicht sonderlich groß. Habe mir deshalb schon überlegt, ohne Sattel zu "üben" (auf dem Zirkel), um die Hilfen besser unterscheidbar zu machen. Mein Pferdli galoppiert immer mit dem richtigen Bein an, mitunter aber verzögert und will den Galopp dann nicht über die zweite Ecke hinaus fortsetzen. Klar, Stressreduktion - will ich aber anders als mit Gerte lösen, da Schnuff auf richtige (heißt für Anspruchspferd "absolut exakte") Hilfen eigentlich edel willig reagiert.
Habt ihr (andere) Tipps?
 
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