Kryptorchismus bei Hunden

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Flekczynski

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Hallo ihr lieben Hundehalter und Hundehalterinnen!!
Ich versuche nun auf diesem Wege möglichst viele Fellnasenbesitzer zu finden, die entweder einen Kryptorchiden haben ( wichtig ob Bauch- oder Leistenhoden und ob Ein- oder Beidseitig ), oder aber einen vollkomme intakten Rüden ( mit zwei Hoden im Hodensack ) der aber schonmal Kryptorchiden mit einer Hündin gebracht hat und auch interessant sind die Hündinnenbesitzer, die evtl. mal einen oder mehrer Würfe mit der Hündin hatten und daraus eben auch Kryptorchiden entstanden sind.

Ich würde mich freuen von Euch detaillierte Infos zu bekommen, wie z.B. Alter der Hunde, wann "Kryptorchismus" festgestellt wurde, Gesundheit der Elterntiere & Geschister, Menge der Würfe und bei den Hündinnen vorallem die Wesenszüge.....

Ich bin ausgeb. Tierarzthelferin und Besitzerin eines Austr. Shep. Mix Rüden & seinen zwei Damen.
Zur Zeit versuche ich möglichst viele Infos und Erfahrungen zusammen zu bekommen, zu diesem Thema, denn der Erb(?)gang ist sehr komplex....
Leider mag kaum ein Züchter darüber reden - hier soll es auch nicht darum gehen irgendwen fertig zu machen etc.
Zwingernamen etc. sind mir egal - Fakten zu den Hunden und den Eltern/ Geschwistern zählen.

Ich würde mich wirklich SEHR freuen, wenn sich hier der Ein oder Andere darüber auslässt - DANKE schonmal ^^
 
22.09.2015
#1
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mottine

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Hier sind nur wenige Züchter, die aber mit einem solchen Rüden nicht in die Zucht gehen.

Kryptorchismus ist ein Zuchtausschluß, wer damit trotzdem in die Zucht geht, geht das Risiko der Vererbung ein......und das wird kein Züchter zugeben. Der Rüde bekäme keine Zuchttauglichkeit bescheinigt und ohne Papiere wäre es ein Schwarzwurf. Käme das heraus, ist der Zwinger schnell "zu".

Das sowas im Wurf fällt, klar, kann passieren, aber bewußt mit so einem Rüden in die Zucht gehen, finde ich nicht ok. Man muß nicht bewußt das Risiko der Vererbung eingehen.

Da Du einen Rüden hast und 2 Hündinnen, kommt der Gedanke auf, ob es Deinen Rüden betrifft, weil Du "züchten" möchtest?
Wenn Du TA-Helferin bist, was sagt denn Dein TA (Arbeitgeber) dazu? Er muß doch solche Fälle kennen...OP, Nachsorge, Risiken etc.
 
Tiarvi

Tiarvi

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

sie hat doch überhaupt nicht geschrieben, dass es um irgendwelche Einhoder geht, die Würfe gezeugt haben. Sondern um Intakte Rüden, die schonmal einen Einhoder gezeugt haben.

Eigentlich eine interessante Fragestellung. Natürlich sind Kryptorchide Rüden von der Zucht ausgeschlossen, aber müsste man dann nicht konsequenterweise auch die Geschwister ausschließen? Können sie nicht Träger sein? Aber ich hab genaugenommen überhaupt keine Ahnung, ob das autosomal dominant, oder rezessiv, oder wie auch immer vererbt wird...

edit: hab gegoogelt. autosomal rezessiv, polygen, also können alle anderen auch Träger sein
 
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mottine

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Danke! Voll quer gelesen! Sorry hier an den TE!

So, komme eben aus der Ecke raus, in der ich stand.

Aber selbst wenn sie Träger sind, müssen sie es ihren Nachkommen nicht vererben, evt. kommt´s erst in den weiteren Generationen auf. Züchter, die einen guten Rüden haben, der dann die Zuchttauglichkeit besteht, ich denke, die gehen das Risiko der Vererbung ein, wenn das ein Bruder hatte.
 
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Muensterlaender

Muensterlaender

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Der Erbgang bei Kryptorchismus ist nicht eindeutig geklärt. Selbstverständlich sind diese Rüden von der Zucht gesperrt, obwohl ein Einhoder durchaus zeugungsfähig ist.

Es gibt aber noch den Sekundären Kryptorchismus, den die meisten TA nicht kennen. Auch diese Rüden sind für die Zucht gesperrt, aber die Vererbung konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Es wird lediglich eine Disposition bestimmter Rassen oder Linien vermutet.

In einem Gutachten wurde die Ursache erklärt: Sekundärer Kryptorchismus entsteht durch zu schnelles Wachstum und Stress.
Mir sind 3 Hunde bekannt. Mit 8 Wochen und bis zum 4. Monat beide Hoden im Hodensack.

Bei einem mit 5 Monaten ein Wanderhoden (bei Stress oben, bei Entspannung unten), später blieb er oben - ob Leistenkanal oder Bauchraum weiß ich nicht).
Ein Hund hatte eine schwere Erkrankung und mit 5 Monaten waren beide Hoden verschwunden. Der Hund lebt nicht mehr.
Beim dritten waren mit 5 Monaten die Hoden wieder im Bauchraum.

Der erste und der dritte Hund waren in einem Welpenkurs, bei dem bereits mit 4 Monaten Ablegen mit Schießen geübt wurde und das jede Woche. Für so junge Hunde ein enormer Stress.

LG Münsterländer
 
Tina150

Tina150

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

@Münsterländer, das mit demsekundern Kryptorchismus hab ichnoch nie gehört.
Vielleicht erklärt das, wenn in der Fachzeitschirft steht: Rüde xy wurde hodenlos?
 
Muensterlaender

Muensterlaender

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Interessant.
Welche Rassen sind das?

LG Mü
 
mottine

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Wenn ich mich nicht irre: Harzer Füchse.
 
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Gast 12241

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Hallo Mottine!

Nö.

Der Harzer einer Bekannten sollte zur Zucht genommen werden, allerdings hatte er auch nur einen Hoden. Der Zuchtwart des AHH untersagte aber die Zuchtfähigkeit.

Liebe Grüße,
Wulf und Dumbledore, in Gedanken die Harzer Sam, Balou und Diva - supertolle Hunde!
 
mottine

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Ich sagte ja, wenn ich mich nicht irre, weil @Azteka diese Rasse hat.:D Kann ja auch eine ganz andere sein.......mal abwarten.
 
Muensterlaender

Muensterlaender

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Gut finde ich das nicht.
Haben diese Rassen so eine geringe Genbreite, dass sie darauf angewiesen sind?

Auch bei uns steht die Arbeitsleistung bei der Zuchtzulassung im Vordergrund.

Ich habe gerade mal in der VDH-Zuchtordnung nachgelesen. Kryptorchismus ist nicht zur Zucht zugelassen.
Dieser Zuchtordnung unterliegen alle dem VDH untergeordneten Zuchtvereine.

LG Mü
 
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Azteka

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

bei den Showbordern im VDH gilt die Zuchtordung - aber nicht bei den reinen Arbeitshunden aus Hüteleistungslinie (ISDS)
Es werden nicht viele Einhoder eingesetzt, aber wenn die Hunde überragend gut arbeiten, nimmt man sie nicht aus der Zucht. Bisher hat sich das nicht vererbt. Wir haben mehr Einhoder aus 'gesunden' Elternlinien als aus Verpaarungen mit einem Einhoder.

Allerdings gibt es strene Regularien für alles, was den Arbeitshund beeinträchtigen könnte wie : HD, OCD, ED . Gentest
für CEA,TNS und IGS. Augenuntersuchung auf : PRA‐, PLL‐* und
Katarakt.
 
Muensterlaender

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Danke, wieder was dazu gelernt :).

Bei anderen Vereinen als dem VDH kenne ich mich nicht aus.
Bei den Münsterländern gibt es nur einen Verband, der Mitglied im JGHV und damit im VDH ist.
Alle anderen Vereine sind nicht anerkannt und zu den Prüfungen nicht zugelassen.

LG Mü
 
mottine

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Auch von mir ein Danke. Hier muß ich aber auch sagen: wenn der Hund gut arbeitet, wäre es auch schade, dieses Genmaterial wegzulassen. Er muß es ja nicht vererben........hast Du ja auch gut erklärt.

Hoffe kann das ausdrücken: mit einem Einhoder in die Zucht finde ich legitimer, als Krankheiten, die das weitere Leben des Hundes verkürzen/schlecht machen, wie ED, HD, Augenerkrankungen etc.
 
Easy

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Mal ne ganz doofe Frage, ich kenne mich da nicht aus, aber hat ein Einhoder überhaupt irgendwelche Einschränkungen? Zu wenig Testosteronproduktion zum Beispiel? Oder besteht die Gefahr Hodenkrebs zu bekommen weil ein Hoden im Bauchraum verbleibt (oder wird der gar nicht ausgebildet)?
Oder ist das einfach nur ein "Schönheitsfehler"?
 
Wolfskralle

Wolfskralle

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Also ich bin jetzt kein Experte @Easy!

Aber ich habe mal in einer Reportage über Tierärzte im Alltag gesehen. Dort kam ein Hund vor, der ein Einhoder war. Er wurde frühzeitig komplett kastriert, da lt. der Aussage des TA, dieser nicht-abgestiegene Hodensack im Körper sehr schnell entarten KANN, also tumorös wird.

Finde ich eig. auch gut nachvollziehbar: Es ist ein hormoneller "Fremdkörper" an dieser Stelle, der vom Körper irgendwie "verarbeitet" werden muss, die Gefahr ist hoch, dass sich dort vermehrt Tumor-Zellen bilden. (Jetzt mal so als Laie formuliert, habe ja keine Medizin studiert ;) ).
 
Easy

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AW: Kryptorchismus bei Hunden

Danke Wolfskralle, das war ja auch meine Vermutung, klingt schon plausibel...
 
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