Mali aus dem Tierheim?

Diskutiere Mali aus dem Tierheim? im Der erste Hund Forum im Bereich Hunde; Ich hoffe ich bin im richtigen thema gelandet. ich habe vor einer woche im internet, auf der seite eines nahen tierheims einen schwarzen...
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Brombeer

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Ich hoffe ich bin im richtigen thema gelandet.

ich habe vor einer woche im internet, auf der seite eines nahen tierheims einen schwarzen strubbelhund gefunden.
ich wohne noch bei meinen Eltern (bin 21) und eigentlich haben wir nicht aktiv nach einem hund gesucht. Wir haben uns schon ziemlich lange überlegt einem tierheimhund ein Zuhause zu geben, aber nicht wirklich nach einem gesucht.
ich habe das tierheim angeschrieben und erfahren das der Rüde leider schon vergeben ist.
ich habe mich dann noch ziemlich lange mit der tierheimmitarbeiterin unterhalten und sie hat mir ein paar Fragen gestellt zu um zu schauen ob nicht ein anderer Hund passt.

jetzt hat sie mir eine 2 jährige Mali-Hündin vorgeschlagen.
sie wurde gefunden und der besitzer wollte sie dann nicht zurück.
die hündin ist laut der mitarbeiterin ruhig, etwas zurückhaltend fremden gegenüber, taut aber sehr schnell auf und ist dann schon fast eine Klette. sie ist verträglich mit hunden und Katzen (wir haben 2 und das ist uns sehr wichtig), die frau beschreibt ihren Grundgehorsam als "in Ordnung, aber steigerungsfähig".

ich habe mit meinen eltern gesprochen, meine eltern hatten früher selber hunde, als sie 16 waren, also auch schon länger her und es waren Familienhunde(mama zwei border collies und mein vater mehrere boxer), ich selber kümmere mich um mehrere Hunde von bekannten und freunden. von Labbis über Collies und Schäferhunde bis zu appenzellern und beardies, aber noch nie habe ich einen mali betreut.

meine Eltern sind skeptisch, sie haben bis jetzt nur schlechtes über malis gehört, aber sie würden sich auch gerne vom gegenteil überzeugen lassen, sie sind zwar skeptisch, aber auch offen für Neues.
Ich selber habe mich jetzt mal so in das Thema "Malinois" eingelesen und habe ehrlich gesagt auch ein wenig Angst.
Kann man einem solchen Arbeitstier überhaupt gerecht werden?
die mitarbeiterin sagt wir sollen die hündin mal live kennenlernen und dann entscheiden.
Aber ich würde jetzt gerne hier erstmal erfahren wie ihr das seht?
ich möchte die Hündin ungern treffen und riskieren das ich mich in sie verliebe und am Ende entsteht ein riesen Chaos weil sowas vielleicht schon von anfang an zum scheitern verurteilt war.

ist der Mali als erster richtiger eigener Hund (abgesehen von den pflegis und tagesbetreuungen) geeignet?
aber würde uns die mitarbeiterin denn den hund empfehlen wenn sie selber bedenken hätte? dann würde sie ja nur riskieren das der hund wieder bei ihr landet.
wie beschäftigt man einen Mali? Muss da viel mehr an programm sein als bei deutschen schäferhunden? oder bei Labbis?

Ich hoffe das ist nicht alles zu konfus und entschuldigt wegen der groß- und kleinschreibung, manchmal reagiert die Taste nicht und ich wollte jetzt nicht den ganzen text überarbeiten.
 
23.08.2017
#1
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mottine

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Ich denke, das kann Dir keiner genau sagen.....
Ich kenne Dich nicht, weiß nichts um Deine Erfahrung, Zeit, Management, Alter, Wohnsituation.........wie soll ich Dir da raten können, ob Du das schaffst?

Schau´ Dir den Hund an, gehe mehrfach spazieren, wenn möglich eine Aufnahme zur Pflege......kann gut gehen, muß nicht.
Wie schon gesagt, klar muß der Mali beschäftigt werden, wie jeder Hund auch, nur halt intensiver, aber auch hier je nach Hund, nicht jeder Mali ist gleich.....

Anlaufstelle wäre die TH-Mitarbeiterin, frage Löcher in den Bauch...lerne den Hund kennen und bedenke auch immer: ist der Hund so 3-4 Wochen bei Dir, erst dann zeigt er oft sein Verhalten, weil er dann angekommen ist, sich sicher fühlt und dann austestet. Hier kommt es dann halt auf Dich, Deine Familie, Eure Erfahrung/Konsequenz in der Erziehung/Ausbildung an.

So aus der Ferne.....ich meine das wirklich nett und lustig....könnte ich mein Pendel fragen....oder her mit mehr Infos über Dich.:D
 
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Brombeer

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Hallo, danke schön für die Antwort.

Also Erfahrung haben wir wie gesagt schon, aber nicht mit eigenen Hunden (beziehungsweise meine Eltern schon, aber da waren sie noch jünger).

Von der Zeit her ist das so das mein Vater den ganzen Tag arbeitet, meine Mutter und ich im Schichtdienst, da ist immer jemand Zuhause.
Ich habe entweder morgens von 6-14 Uhr oder von 15-23 Uhr oder Nachtschicht.
Kein Wochenend oder Feiertagsdienst. Meine Mutter hat entweder Früh oder Spätschicht und dann ähnliche Zeiten wie ich. Jedoch immer genau entgegen gesetzt zu mir. Also habe ich Frühschicht hat sie Spätschicht und so weiter.
Habe auch noch eine jüngere Schwester, sie ist 18 und geht noch zu Schule und ist immer so gegen 15 Uhr Zuhause.

Wie gesagt wohne ich bei meinen Eltern, in unserem eigenen Haus in einem 50 Seelen Dorf. Garten haben wir jetzt nicht so viel, dafür schließen sich hier direkt Wald und Wiesen an.


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mottine

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Es geht nicht nur darum, das immer einer zuhause ist, ein Hund sollte auch mal alleine sein können, im angemessenen Rahmen.
Du hast gesagt, das Du Hunde betreust. Was machst Du? Nur Gassie gehen?

Ein Mali braucht schon etwas mehr. Man sollte schon wissen, wie man einem Hund Erziehung angedeihen läßt und hier auch je nach Hund. Einer braucht mehr Spiel, der andere eher Ruhe. Auch eine Übersprungshandlung, die z.B. ein Knappen, kann, ohne aber böse vom Hund gemeint ist, also nicht als "beißen" verstanden werden darf, passieren....hier muß man dann schon wissen, wie man reagieren muß, das der Hund damit aufhört, ohne ihn aber falsch zu "strafen".

Also Erfahrung im Umgang (Ausbildung, Erziehung, Verstehen....) sollte da sein oder die Möglichkeit eines guten HP´s/Trainer.

Denn nur zuhause sein und Wald in der Nähe....dann kann es passieren, das Du schnell einen Mali hast, der jagend alleine unterwegs ist.......sowas meinte ich mit Hundeerfahrung.
 
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Brombeer

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Nein, ich bin mit den Hunden nicht nur Gassi gegangen. Habe die meisten auch mit groß- und erzogen. Kenne die meisten Hunde von Welpe an.

Ich fand es immer schrecklich wenn ich die Hunde betreuen sollte und sie mir auf der Nase herum getanzt sind, weil den Besitzern das ganze "Erziehungsding" nicht so wichtig war. Habe mit einem Labbi monatelang Schleppleinentraining gemacht, weil man ihn nicht ableinen konnte ohne das er abgehauen ist. Und der Schäferhund ist bei fremden Hunden richtig zum Kläffer mutiert, hat vor lauter Aufregung in Leine und Hand geschnappt, bis ich soweit war mit ihm an anderen Hunden vorbei zu gehen ohne Hörsturz und ohne Handgekneife gab es Tränen und Verzweiflung, aber mittlerweile guckt er nur noch und nur ganz selten wird noch ein Kläffer losgelassen, nur das Leine kneifen, das bekomme ich nicht raus, aber besser als meine Hand :)

Und der Appenzeller ist leider bis heute noch nicht Leinenführig, da macht die ältere Besitzerin mir immer einen Strich durch die Rechnung und zerstört all meine Arbeit wieder...


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Tiarvi

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über den Mali per se möchte ich garnichts sagen, da ist wohl eindeutig Mottine die Kompetenz hier.
Ich wollte nur anmerken, dass man Hunderassen nicht zwangsläufig in 'anfängertauglich' und 'nichtanfängertauglich' unterteilen kann. Jede Hunderasse kann als Ersthund geeignet sein, wenn man denn der Typ für diese Rasse ist.
Jemand der Spaß an Hundesport und Arbeit mit dem Hund hat, wird vielleicht mit einem Herdenschützer nicht glücklich, jemand der einfach nur gerne einen Hund um sich hat, ohne viel mit ihm zu arbeiten ist vielleicht von einem Bordercollie genervt.
Da ist es zum einen ganz wichtig, dass Du in Dich gehst und dir überlegst, wenn Du Deinen Traumhund (charakterlich) zusammenbasteln könntest, wie würde er dann aussehen? Was wünschst Du Dir von ihm? Was muss er mitbringen?
Dann kannst du schauen, ob die Rasse, bzw. in Deinem Fall natürlich der individuelle Hund zu Dir passt.

Also der erste Schritt ist: Werde Dir klar darüber, was Du willst, was der Hund für ein Leben mit Dir mitbringen muss und was Du ihm realistisch bieten kannst.
Damit meine ich jetzt auch keinen großen Garten oder so, sondern was du realistisch mit ihm unternehmen kannst, wie viel du arbeiten willst usw. usf.
 
mottine

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Also weißt Du doch, was Sache ist. Nun lerne den Hund kennen und entscheiden mußt Du, das kann keiner aus der Ferne.
Evt. schreibe Dir alles auf: was kannst Du leisten und bieten. Was erwartest Du. Was bringt der Hund mit. Was bekommst Du hin. was eher nicht. Das als Hilfe mit zum TH nehmen und Dich gut beraten lassen.

Bei einem Lebewesen steckt man halt nie drinne. Wenn der Besitzer den Hund nicht zurück wollte, vielleicht fragen/herauskriegen, wer er ist......kontaktieren...warum......vielleicht kann er Dir was zum Hund sagen....was er mag, kann und was nicht. Denn mal so gesagt: wer gibt einen guten Hund so einfach her? Und wenn ja, dann sucht man doch einen guten Besitzer und überläßt ihn nicht "einfach so" dem TH.
Bei sowas suche ich dann den Haken. Denn ein Mali mit etwas Ausbildung, sorry für die Direktheit, kriegt man eigentlich immer an den Mann oder Frau ohne ihm ein TH zuzumuten.
 
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Brombeer

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Wenn ich mal erzählen darf was ich mir so vorstelle von einem Hund: der Schäferhund hat mir vom Lernverhalten immer am besten gefallen. Er war irgendwie immer bereit etwas zu tun, aber ohne aufdringlich oder unruhig zu sein. Er hat gefordert ohne zu nerven.

Ich hätte irgendwie gerne einen Hund dem Gehorsam Spaß macht. Dem es gefällt genau das zu tun was wir erarbeiten. Spaß an Aktivität zusammen, Tricks, wandern, joggen, Radfahren, aber auch sowas wie Fährten oder Hundeplatzarbeit (Gehorsam und sowas) könnte ich mir richtig gut vorstellen.


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mottine

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Der Schäferhund den Du kanntest oder der Schäferhund als solches? Denn jedes Lebewesen ist anders, das kann man so nicht vergleichen.
Zudem ist ein Schäferhund auch nicht gleich Schäferhund. Ein Collie ist auch ein Schäferhund und nicht mit einem Mali zu vergleichen.

HP "Arbeit" in dem Sinne gibt es nicht. Man macht einen bestimmten Hundesport und da sollte man wissen, in welche Sparte man tätig sein will.
"Gehorsam oder sowas"......gibt es auch nicht....entweder macht man UO oder läßt es....ein "sowas" gibt es leider nicht. Also kein Wischiwaschi.....man muß sich wirklich im klaren sein: eine Ausbildung die ich anfange, sollte klar geregelt sein und ordentlich und sauber gearbeitet werden.
Nichts ist schlimmer, als hier anfangen und da aufhören.......ohne richtig was beendet zu haben. Und sich dann wundern, das der Hund irgendwie nicht richtig hört.....klar, warum auch. Mal grob erklärt.

Also mußt Du schon wissen, wohin der Weg führen sollte.
 
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Brombeer

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Oh, dann war ich da ein bisschen Fehlinformiert bzw hatte da was falsch aufgenommen/verstanden.

Ehrlich gesagt, bin ich in Sachen Sport echt offen für alles.

Ich werde mir die Hündin mal mit meiner Mutter anschauen. Fragen werde ich mir mit meiner Familie zusammen überlegen, auch welche "Ansprüche" wir haben. Dann mal mit der Mitarbeiterin die Ansprüche (die groben kennt sie ja schon) besprechen, wenn sie dann immer noch der Meinung ist das passt, dann die Frage durchgehen.

Wenn alles passen sollte, dann muss ich natürlich sowieso erstmal schauen in welche Richtung an Auslastung (evtl Sport) ich mit ihr gehen kann. Vielleicht arbeitet sie ja besonders gern mit der Nase, vielleicht apportiert sie ja gerne, vielleicht ist sie aber auch schon zufrieden wenn man sie körperlich auslastet (joggen, radeln) und dann ein paar Tricks für Köpfchen macht.


Als der Besitzer angerufen wurde das seine Hündin im Tierheim wäre, legt er erst den Hörer auf. Erst auf mehrmaliges nachfragen sagte er das er die Hündin nicht mehr wollen würde. "Ein Köter der einmal abhaut, haut wieder ab, was will ich mit so einem Köter?"


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mottine

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Genauso würde ich es machen. Hier kann man sich die Finger wund schreiben und in live ist dann alles anders.
Berichte aber, würde mich freuen.
 
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Brombeer

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Mache ich gerne. Danke schön für all eure Tipps und Antworten! :)


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mottine

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So gut es ging.;)
Wichtig wenn Du ins TH gehst: nicht mit dem Gedanken, unbedingt mit einem Hund heim kommen. Immer im Kopf haben: passen wir die nächsten Jahre wirklich zusammen.
Denn auch wenn Du Deinen Hund liebst, er zu Dir nicht paßt, kann das für den Hund auch lebenslang "doof" sein.....weil er ja die Zwangsehe nicht auflösen kann.
Also sei offen, aber klar. Viel Glück.
 
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Murmelona

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Als quasi "professionelle" TH und aufgeklaubte Hundehalterin kann ich dir nur ans Herz legen, viel Geduld und noch mehr Geduld mitzubringen, denn oft kommen solche Hunde mit Problemen, die sich meist erst zeigen, wenn der Hund sich sicher fühlt und nicht mehr deprimiert oder verängstigt ist. Das kann dann im guten wie auch im schlechteren Sinne ausgehen. Mir macht das nichts aus, denn wir haben viele Hunde und wer mal aufgenommen wurde, bleibt.

Mit Geduld meine ich nicht Nachlässigkeit oder Ignorieren von schlechten Angewohnheiten, sondern das langsame Aufbauen von Vertrauen und Sicherheit. Manche TH Hunde brauchen ein Jahr, und länger! bis sie einigermaßen normal geworden sind. Das hängt natürlich vom Vorhererlebten ab. Aber auch mit dem gebrochenen Herzen, dass der Hund bekommt, wenn er vom Besitzer verlassen wurde. Selbst wenn das wirklich Umstände waren, die ein Abgeben im TH erzwangen (und nicht ein paar vorgeschobene), ist es für den Hund ein im Stichlassen und einfach schlimm. Wie soll er dir vertrauen, wenn er vom Züchter verlassen wurde, dann vom Besitzer, dann vom TH Pfleger? Das meine ich mit Geduld.
Und Liebe

Und mit dem Verständnis, dass ein Hund keine Roboter ist. Oder ein Essen, dass man im Restaurant bestellt.

Viel Glück und Mut zur richtigen Entscheidung !
 
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Mali aus dem Tierheim?