Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Diskutiere Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde; Hallo zusammen, ich bin Janine, 27, aus Berlin, und komme gerade von einem Kurztrip aus der Schweiz, wo ich einen Hund kennengelernt habe den ich...
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janinehae

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Hallo zusammen,

ich bin Janine, 27, aus Berlin, und komme gerade von einem Kurztrip aus der Schweiz, wo ich einen Hund kennengelernt habe den ich eventuell adoptieren möchte.
Allerdings hat die Kleine ein paar Macken, und da ich "nur" Wiedereinsteigerin, aber nicht unerfahren, bin, wäre ich euch super dankbar wenn ihr mir eure Einschätzung geben könntet.

***

Zu Alexa:
Alexa ist eine ca 3-4 jährige, 40cm große Mischlingshündin, trägt wohl etwas Shiba Inu und etwas Schäferhund in sich, genau weiß man es aber nicht.

Sie kommt aus der Slowakei, wo sie zuvor in Kettenhaltung in einem Dorf gelebt hat wo man sich nicht groß um die Hunde kümmert. Sie war allerdings nicht verletzt o.ä.
Als man sie dort gerettet hat, war sie der Zweibeinerin gegenüber zuerst sehr misstrauisch, nach fünf Minuten - und bis heute anhaltend - liebt sie Menschen aber. Seit drei Monaten ist sie nun auf einer Pflegestelle in der Schweiz.

Sie ist zutraulich, auch im neuen Kennenlernen, auch Kinder mag sie gerne. Nur wer ganz ohne Mimik auf sie zugeht, macht ihr etwas Angst und sie dreht lieber erstmal ab.
Hat sie Vertrauen gefasst (und das geht wirklich schnell) will sie im Haus am liebsten nur kuscheln. Wirft sich auf den Rücken, lässt sich kraulen, legt die Pfote auf.

An der Leine spazieren gehen kannte sie nicht wirklich. Daher ist es mit der Leinenführigkeit auch noch nicht so doll: Sie zieht ein wenig (aber nicht immer) und läuft dem Zweibeiner auch gern mal direkt in die Beine, wenn die andere Wegseite gerade interessanter wirkt. Was sehr auffällig ist: Sie schnuppert und pinkelt bzw. markiert sehr viel, eher wie ein Rüde. Ich jedenfalls kenne das so von Hündinnen nicht.

***

Als sie zu ihrer aktuellen Pflegestelle kam, hat sie anfangs fast alles angebellt: Spaziergänger, Radfahrer, Skateboardfahrer, was eben so ankam. Das hat sich gebessert. Ab und an gefällt ihr ein zu schneller Radfahrer noch nicht, dann gibt sie 1-2 Beller von sich aber das war's auch.

***

Schlimmer ist es leider mit Artgenossen. Sobald einer in Sichtweite kommt, fixiert sie, bleibt kurz stehen, und sobald der andere Hund in ca. 4-5m Entfernung ist, zieht sie nach vorne und kläfft, knurrt, fletscht die Zähne. Manchmal ohne, manchmal mit Fell aufstellen.Wenn man flott vorbeigeht ist der Krach auch schnell wieder vorbei, auch das hat sich wohl in ihrer Zeit bei der Pflegerin schon gebessert. Vor allem wenn nur 1x pro Spaziergang ein Hund auftaucht, flippt sie.

Heute waren wir z.B. in Konstanz, auf einem Weg auf dem sehr viele Spaziergänger mit Hunden unterwegs sind. Da hat sie sich wie folgt verhalten:
1. Hund, angeleint, mittelgroß, hat zurück gekläfft (nicht angefangen) -> Kläffen (ca. 15 Sekunden)
2. Hund, nicht angeleint, groß, hat Alexa eher ignoriert -> Alexa wechselte die Wegseite vom Hund weg (das ist mir sehr aufgefallen), hat dann 1x gekläfft
3 + 4. Hund, nicht angeleint, mittelgroß + klein, haben Alexa eher ignoriert -> Alexa hat kurz geknurrt bzw. nicht los getönt

Hund 2-4 kamen sehr schnell aufeinander, Alexa konnte alle von Anfang an schon sehen. Danach kam lange Zeit kein Hund mehr, bestimmt 30 Minuten.
Dann kamen erneut 4 Hunde, aber in größeren Zeitabständen, es war nicht so viel los auf dem Weg, unterschliedliche Größen, angeleint und abgeleint, keiner hat gekläfft, aber Alexa ist bei jedem wieder drauf los.

Den letzten Hund der Runde konnten wir in einem Garten bellen hören, da er Alexa zuvor bellen gehört hat. Darauf reagiert sie gar nicht. Als am Hoftor Blickkontakt entstanden ist, hat sie ganz kurz geknurrt, den Hund dann aber sofort wieder ignoriert.

***

Abgeleint gibt es keine Erfahrungen, da man ihr wohl zur Sicherheit einen Maulkorb anlegen müsste.

***

Wenn Alexa einen anderen Hund wirklich kennenlernen soll, hat die Pflegerin sie bisher (im Freien) in die Platz-Position gedrückt (ohne schlagen o.ä.) und so lang gehalten bis sie ruhiger wurde. Nach 5 Minuten war dann Ruhe und Alexa spielt mit den Hunden. Wenn sie sie das nächste Mal sieht, ist auch alles okay. Also EIGENTLICH versteht sie sich mit Artgenossen, egal ob Rüde oder Hündin. Diese Erfahrung hat die Pflegerin jetzt bei ca. 10 Hunden gemacht.

***

Etwas sollte wohl auch noch erwähnt sein: Im Haus lässt Alexa wie gesagt alles mit sich machen, auch beim Futter und mit Spielzeug ist es kein Problem, wenn die Menschenhand dazwischen kommt.

Ich selbst hab aber heute erlebt, dass sie draußen in ihrer Rage nicht mehr ganz zu realisieren scheint, wer am anderen Ende der Leine ist.
Bspw. habe ich mich heute zwischen sie und einen anderen Hund gestellt und wollte das auch beibehalten. Dabei ist sie, vielleicht als Übergangshandlung (?), auch gegen mein Bein gegangen, das "im Weg" war. Sie hat nicht gebissen, nicht wirklich geschnappt, aber es war klar dass sie es ganz und gar nicht gut fand dass es ihr im Weg stand.

***

Kurz zusammengefasst:
Alexa ist wohl eine typische Hündin mit zwei Gesichtern, auf den ersten Blick jedenfalls: Ein Engel zuhause und mit Menschen, ein Teufel mit anderen Hunden - jedenfalls beim ersten Kennenlernen. Ich selbst, aber ich bin wie gesagt kein Profi, glaube dass die Kleine einfach nur eine blöde Zeit hinter sich hat und das alles ein Angst- oder Verteidigungsverhalten ist.

***

Wenn ich die Kleine zu mir hole, werde ich mir auf jeden Fall einen Hundetrainer zur Seite holen, denn ich möchte absolut nichts falsch machen. Trotzdem wäre es super toll wenn alle, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder sich einfach nur besser auskennen, mir eine Einschätzung geben können. Dazu möchte ich sagen, dass mir natürlich bewusst ist dass es kein leichter oder kurzer Weg wird, dass Alexa vermutlich nie ohne Leine gehen werden kann. Aber ich persönlich würde ihn sehr gerne gehen wollen, da ich glaube dass Alexa so viel zufriedener und ausgeglichener sein könnte.

Was meint ihr - kann man Alexa mit professionellem Training helfen? Wie würdet ihr ihr Verhalten einschätzen?

Ich freu mich über jede einzelne Antwort - tausend Dank!
 
nutella

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Erstmal willkommen.

Alexa erscheint mir nach Deiner Schilderung als sehr unsicherer Hund.
Nach meiner bescheidenen Meinung braucht ein solcher Hund einen Halter, der ihm die dringend nötige "Führung" angedeien lässt. Im Sinne von "alles gut - ich regel das".
Dann kann sie auch mit anderen Hunden gut... Gecheckt - passt - und action.

Kann man hinkriegen. Immer im Bewusstsein, dass dieser Hund einen souveränen Halter braucht. Sie wird immer eine Orientierung brauchen.

Ein guter Trainer ist sowieso immer angeraten.
Vielleicht (oder eher: wahrscheinlich) bleibt das so. Aber sie kann lernen (wenn Du es entsprechend unter fachkundiger Anleitung lernst), damit gut umzugehen.
 
Paulamal2

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Hallo und herzlich Willkommen.
Wie Anna schon schreibt, scheint dein Hund ein unsicherer Hund zu sein. Dass sie runter gedrückt wird bei Hundekontakten, ist da eher schlecht. Würde ich im Leben nicht mit einem unsicheren Hund machen. Sie macht eigentlich alles richtig - aus ihrer Sicht - nur die Halter nicht. ;)
Wenn du sie nimmst, solltest du dir gleich einen wirklich guten Trainer nehmen. Lies mal den Blog von Ulrike Seumel. Sie ist eine wirklich gute Trainerin in Postdamm, vielleicht paßt das ja für euch. ;)
http://www.dogitright.de/
LG
 
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janinehae

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Hallo ihr beiden,

lieben Dank für eure Beiträge und eure Einschätzung.

Ich werd mir Ulrike Seumel und einige andere Trainer in / um Berlin auf jeden Fall mal anschauen, ggf. schon mal vorhorchen und mich dann auf jeden Fall direkt in deren Hände begeben. Nicht nur Alexa, auch ich müsste dann sehr viel lernen - bin aber auch guter Dinge, dass wir das schaffen können und Alexa ein wenig entspannter wird.

Danke euch :)
 
Patschi

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Hallo Janine!
Ich gebe den anderen recht. Alexa scheint wirklich ein unsicherer Hund zu sein. Die Frage bzw Fragen sind jetzt. Tut man ihr einen Gefallen sie in eine Großstadt mit vielen Hundebegenungen zu holen? Bist du bereit sehr vielZeit und Arbeit in dieses Problem zu investieren? Du mußt auch bedenken, daß ein Hundetrainer auch Geld kostet. Und es hört sich nicht so an, als ob mit 2-3 Besuchen das Problem gelöst ist. Ich möchte Dir Alexa nicht madig machen, du solltest diese Punkte bedenken.
Gruß Monika
 
Easy

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Hallo Janine und willkommen im Forum.

Ich schließe mich Monika/Patschi an. Ich selbst habe auch einen unsicheren Hund der seine Unsicherheit mit lautem Krawall an der Leine kundtut. Ich bin ehrlich gesagt heilfroh in der Pampa zu wohnen und eben nicht in einer Großstadt in der ich ständig Hundebegegnungen habe. Hier in der Walachei kann ich so ausweichen wie es Pepper braucht und ihre Individualdistanz, die für ihr Wohlbefinden nötig ist zu fremden Hunden, einhalten. Es wird immer besser und sie wird immer entspannter, aber nach wie vor finde ich es wichtig, ausweichen zu können um ihr Sicherheit zu geben, hast du den Platz bei deinen Hundebegegnungen? Ich weiß ja nicht wo in Berlin du wohnst und wie die Gegebenheiten sind, aber wenn ich mir so Parks vorstelle, wo dann immer alle mit ihren Hunden laufen, stelle ich mir ein entspanntes und kontrolliertes Training schwierig vor, dir begegnen da ja ständig Hunde oder?

Ich will sie dir auch auf keinen Fall madig machen, aber ich finde es wichtig mal kurz drüber nachzudenken, ob es ihr irgendwo ländlich nicht besser gehen würde als in einer Großstadt?!

Und noch kurz zu diesem Festhalten im Platz bei Hundebegegnungen, das finde ich ehrlich gesagt unmöglich, man nimmt ihr damit jegliche Möglichkeit auf hündisch zu kommunizieren, das ist ein großer Fehler in meinen Augen und könnte ihre Unsicherheit sogar noch verstärken.
 
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janinehae

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Hallo Patschi & Easy,

vielen Dank auch für eure Beiträge!

Ich bekomme gerade ziemlich oft die Rückmeldung, dass viele total entsetzt darüber sind, dass ich „so einen Problemhund“ in die Großstadt holen möchte. Ich aber frage mich, ob es ihr hilft, in eine Familie mit Kindern auf dem Land zu kommen, die ihre Leinenpöbelei als "nicht so schlimm" abstempelt, weil am Tag nur ein anderer Hund entgegenkommt. Dann würde Alexa nie lernen, mit Artgenossen richtig zu kommunizieren, sondern jedes Mal wieder völlig angespannt und aufgeregt sein.

Wenn man daran arbeiten kann (ihr Verhalten hat sich schließlich schon deutlich gebessert), bin ich eigentlich der Meinung, dass man es auch versuchen sollte. Nicht mir zuliebe, weil ich den Hund gerne mag, sondern dem Hund zuliebe.

Da sie mit bekannten Hunden ausgelassen spielt, und diese nicht nur duldet, bin ich der Überzeugung dass sie nicht einfach eine Einzelgängerin ist, sondern die Unsicherheit zwischen ihr und anderen steht.

Dass es natürlich sehr viel Zeit, und nicht nur 1-2 Besuche in der Hundeschule, benötigt, ist mir absolut bewusst - und ja, ich bin bereit, diese mit allem was daran geknüpft ist zu investieren.

Ich habe nun auch 4 Trainerinnen, die mir von verschiedenen Stellen empfohlen wurden, angeschrieben und um eine kurze Einschätzung gebeten. Natürlich müssten sie Alexa eigentlich sehen, aber wie auch hier im Forum denke ich mir, dass um eine Einschätzung zum Wohl des Hundes bitten keine falsche Sache ist.

Und ich mag nochmal sagen: Ich nehme mir jedes Wort, egal ob ermutigend oder eher zweifelnd, von euch sehr zu Herzen, genau deswegen bin ich ja hier :) Lieben Dank!
 
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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Ich denke, wenn du ihr die ersten Monate den Abstand zu anderen Hunden geben kannst, den sie braucht, ist es auch in der Großstadt möglich. Das hieße aber, dass man immer so laufen muß, dass man ausweichen - Bogen laufen - kann. Jeder unerwünschte Hundekontakt wirft einen dann wieder zurück.
Nimm keinen Trainer, der die Ansicht vertritt, dass sie dadurch muß. Das geht nach hinten los. Rate mal, woher ich das weiß.;)
Ich wünsche dir und dem Hund viel Glück.
LG
 
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janinehae

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

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Beim Trainer würde ich auf jeden Fall ganz behutsam auswählen. Ich hab hier auch viele Freunde mit Hunden, die einige Trainer kennen, mit denen sie sehr zufrieden waren, und deren Hunde wirklich gut erzogen UND happy sind.

Das mit dem Ausweichen bekommen wir hin. Breite Straßen, auf denen ich die Seite wechseln kann, wirklich nicht viele Fußgänger sodass ich problemlos auf dem Absatz kehrt und einen anderen Weg einschlagen kann - das ist hier alles möglich. Sie muss auch nirgendwo zwingend mit mir hin, sodass ich das für die ersten Wochen und Monate gut planen könnte.

Lieben Dank für deine Erfolgswünsche! :)
 
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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Das du viele Bekannte mit Hunden hast, wird es euch erleichtern, zurecht zu kommen. So hast du immer Übungshunde. Das hatte ich damals leider nicht. Es ist sehr schwer, Fremde zu überreden, mal stehen zu bleiben, damit der eigene Hund mal in ruhe gucken kann - vor allem, wenn man nicht nahe genug ran kommt, weil der eigene Hund es nicht aushält.

Ich hoffe, dass deine Freunde dann, wenn es so weit ist, deinen Anweisungen folgen können und so wirklich hilfreich sein werden. Oft hatte ich es, dass vorher alles besprochen wurde und der andere HH meinte, alles verstanden zu haben und mitzumachen, wenn wir pendeln wollten, sie aber an einer bestimmten Stelle ruhig stehen bleiben sollten. Diese Aufgabe war meistens zu anspruchsvoll für sie und wurde nicht ausgeführt. ;)
Manche kamen dann frontal auf uns zu, was alles wieder zunichte machte.

Mit dem richtigen Trainer - in deinem Fall einer, der sich mit unsicheren Hunden auskennt udn wirklich positiv arbeitet, werdet ihr es schaffen - wenn du die nötige Geduld aufbringst.
Ich bin schon auf Fotos und deine Berichte gespannt.;)
LG
 
Easy

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Ich denke, wenn du ihr die ersten Monate den Abstand zu anderen Hunden geben kannst, den sie braucht, ist es auch in der Großstadt möglich. Das hieße aber, dass man immer so laufen muß, dass man ausweichen - Bogen laufen - kann. Jeder unerwünschte Hundekontakt wirft einen dann wieder zurück.

Genau das ist es was ich meinte. Ich will dir das wie schon gesagt auf keinen Fall madig machen, aber ich hab eben selbst so einen unsicheren Leinenpöbler und finde es sehr hilfreich, dass mir hier eben nicht ständig ein anderer Hund entgegen kommt, weil einen das im Training zurückwirft, wenn man mal nicht so ausweichen kann wie man gerne möchte.

Wenn du das aber in deiner Umgebung hinbekommst, dann ist das natürlich auch in der Großstadt möglich mit so einem Hund, keine Frage. Teilweise ist der Bogen den ich mit Pepper laufen muss allerdings schon beachtlich, da reicht die andere Straßenseite nicht aus sondern der Bogen muss noch größer sein damit sie entspannt bleibt, hängt auch vom entgegenkommenden Hund und dessen Verhalten ab. Was ich schon durch dreckige Felder gelaufen bin was mir hochgezogene Augenbrauen oder ein Kopfschütteln vom anderen Hundehalter eingebracht hat kann ich schon gar nicht mehr zählen...:D:D

Ich wünsch dir, dass das alles so klappt wie du dir das vorstellst und wünschst :)
 
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janinehae

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Wenn du das aber in deiner Umgebung hinbekommst, dann ist das natürlich auch in der Großstadt möglich mit so einem Hund, keine Frage. Teilweise ist der Bogen den ich mit Pepper laufen muss allerdings schon beachtlich, da reicht die andere Straßenseite nicht aus sondern der Bogen muss noch größer sein damit sie entspannt bleibt, hängt auch vom entgegenkommenden Hund und dessen Verhalten ab.

Das bekommen wir hin - sie kann sich mittlerweile schon auf 10-15 Meter annähern. Wenn sie den Hund dann wieder aus dem Blick verliert (bei uns am Wochenende war das einmal der Fall als der Hund dann nach rechts ins Gebüsch ist, einmal sind wir in eine andere Richtung gelaufen), fängt sie auch gar nicht erst an sich aufzuregen.

Ich werde nun mal noch ein paar Einschätzungen von Hundetrainern abwarten und dann entscheiden. Ich halte euch jedenfalls gern auf dem Laufenden :)
 
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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Eine Annäherung von 15 Metern finde ich schon beachtlich. Davon waren wir meilenweit entfernt, als mein Rüde einzog - und er tickte nicht nur bei Hunden aus.;)
Ich bin gespannt, wie eure Geschichte weiter geht.
Allerdings befürchte ich, dass dir kein Trainer eine Einschätzung geben wird, ohne den Hund gesehen zu haben.
LG
 
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janinehae

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Ja, ich glaube die Voraussetzungen auch den richtigen Umgang mit Hunden zu lernen sind wirklich da. Bei Fahrrad und Co. hat sie ja anfangs auch gezickt, aber das geht mittlerweile problemlos, auch wenn die "Gefahr" von hinten kommt und vorbeirauscht.

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden :)
 
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mottine

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Und? Weiterhin alles ok?
 
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janinehae

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Hallo zusammen,

mottine
danke für's Nachfragen! Alexa ist gestern erst bei mir hier in Berlin eingezogen, daher kann ich noch nicht allzu viel sagen.
Wir waren heute jedenfalls schon auf dem Tempelhofer Feld, haben dort zwei Hunde aus Langeweile angebellt ohne besonders aggressiv zu sein, einen Hund am Fahrrad haben wir komplett ignoriert und sind außerdem mit dem Hund einer Freundin 30min spazieren gegangen.

Letzteres lief in etwa so ab: Die beiden kamen frontal aufeinander zu, Alexa hat im Abstand von ca. 10m angelangt zu bellen und vorwärts zu gehen, ich habe sie nach ca. 20 Sekunden sitzen lassen, Freundin + Hund sind vorangelaufen, wir langsam hinterher, und schon nach ca. 1 Minute sind die beiden im Abstand von nur 2-3m nebeneinander her gelaufen. Zum Ende des Spaziergangs hat sich Alexa sogar eng an ihm vorbei gedrückt, um den besten Platz zum Pipi machen zu erwischen. Kopf an Kopf haben wir die beiden noch nicht gelassen, weil sie das von selbst einfach nicht wollten.

Alexa braucht Zeit und ihre Wohlfühldistanz, und die werde ich ganz langsam und ohne Druck verringern. In drei Wochen dann auch zusammen mit einer professionellen Hundetrainerin.

Also alles in allem sind wir erst mal happy und lassen uns auch von evtl. Rückschlägen nicht beeindrucken :)
 
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mottine

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AW: Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

Ups, da war ich zu ungeduldig....aber danke. Und Du warst ja schnell mit der Antwort.
Frontal zu.....ist ja auch für den Hund "unfreundlich".....Bogen oder einer läuft, der andere holt in Abstand von hinten ein....dann ist man ( mit Abstand) nebeneinander.
Aber klappte ja. Kleiner Tip.....in Bewegung ist das oft leichter für den Hund, als dann eine Übung wie Sitz, schau mich an oder so. Denn im Laufen baut der Hund dann schon Straß ab, den er im Sitzen (ruhig bleiben und sich aufstauen) evt. aufbaut. Aber je nach Hund.
Ach, ein lecker rüber werf´, denn die Köppe erstmal nicht zusammen lassen.....gut gemacht. Denn oft passiert es so....schnupper....oh, die wedeln ja nett und dann packt doch einer zu...für uns plötzlich, für den Hund normal.

Ach, freue mich für Dich! Alles Gute und berichte weiter!
 
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Ganz lieben Dank für deine kleinen Tipps, Mottine :)

Das mit dem frontal stimmt natürlich - ich frag mich nur, wie ich's am besten machen soll wenn ich doch mal auf einer Straße unterwegs bin auf der ich keine Ausweichmöglichkeit hab (außer vlt umdrehen). Die Trainerin meinte ich muss solchen Situationen nicht auf strudel komm raus ausweichen, wurde dann aber natürlich gerne so gut es geht trainieren wie gesagt diese Wohlfuhldistanz zu verringern. Bei ihrer aktuellen Wohlfuhldistanz bleibt sie immer kurz stehen und schaut, und wenn wir dann weiter drauf zu gehen geht's los. Genau an dem Punkt würde ich eben versuchen abzudrehen, weil ich das Gefühl hab dass es auch Alexa's erster Impuls wäre, die Distanz genau dann wieder etwas zu vergrößern.

Aber ja, wie gesagt, wird nicht immer gehen. Aber ich hab mich schon drauf eingestellt dass wir ein paar schiefe Blicke bekommen werden, und das ist okay :) Morgen früh trainieren wir wieder, mit einer großen Huskydame aus unserem Haus. Dann berichte ich wieder!
 
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Letzteres lief in etwa so ab: Die beiden kamen frontal aufeinander zu, Alexa hat im Abstand von ca. 10m angelangt zu bellen und vorwärts zu gehen,
Gerade wenn du jemanden hast, der mit euch übt, solltest du solche Situationen vorher entschärfen. ;) Nur als Beispiel: Wenn sie bei 10 Meter auslöst, beobachte sie genau und laufe einen Bogen, bevor sie ausslöst. Pendeln hatte uns damals sehr geholfen. https://trainieren-statt-dominieren.de/blog/27-training-mit-gestressten-hunden. Es gibt sicher noch mehr Beschreibungen, wie man pendeln kann, Pendeln aufbaut.
Super ist es, wenn der Übungshund einfach nur ruhig sitzt, oder auch steht und ihr nähert euch mit pendeln an - so weit, wie sich dein Hund wohl fühlt.

ich habe sie nach ca. 20 Sekunden sitzen lassen, Freundin + Hund sind vorangelaufen, wir langsam hinterher, und schon nach ca. 1 Minute sind die beiden im Abstand von nur 2-3m nebeneinander her gelaufen. Zum Ende des Spaziergangs hat sich Alexa sogar eng an ihm vorbei gedrückt, um den besten Platz zum Pipi machen zu erwischen. Kopf an Kopf haben wir die beiden noch nicht gelassen, weil sie das von selbst einfach nicht wollten.

Das hört sich alles nicht so ganz schlimm an. Wenn du sie absitzen lassen mußt, gib ihr was zu fressen, dass verringert ihren Streß, für die meisten Hunde ist es sehr schwer ruhig sitzen zu bleiben.
Ganz wichtig ist, dass du verhindest, dass sie auslösen muß.
LG
 
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janinehae

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Wenn sie bei 10 Meter auslöst, beobachte sie genau und laufe einen Bogen, bevor sie ausslöst. Pendeln hatte uns damals sehr geholfen.

Vielen Dank! Darüber habe ich mich heute direkt näher informiert und werde ein Signal für das Pendeln einführen und trainieren. Wir waren heute wieder auf dem Feld und haben auch schon damit angefangen und es hat wirklich gut geklappt - ich weiß aber natürlich, dass das Zeit braucht.

Ein Beispiel noch von heute: Eine Joggerin kam mit ihrem nicht angeleinten Hund in unsere Richtung, ich hab ihr zugerufen dass ich eine kleine Pöblerin an der Leine hab, sie konnte ihren Kleinen aber nicht mehr abrufen. Der kam dann auf uns zugerannt, Alexa hat einmal geknurrt, der Kleine ist stehen geblieben und Alexa hat sich dann ziemlich schnell von alleine abgelegt. Als der Kleine wieder weg gelaufen ist, hat sie sich an meine Beine gesetzt.

Habt ihr dazu eine Einschätzung? Ich würde ja immer noch sagen, dass sie einfach unsicher ist und nicht weiß wie kommunizieren... Aber spätestens die Trainerin wird es aufdecken :)
 
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Leinenhexe & Herzensbrecherin zugleich... machbar?

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