Ersthaltererziehungsfrage und Befehlsumsetzung

Diskutiere Ersthaltererziehungsfrage und Befehlsumsetzung im Der erste Hund Forum im Bereich Hunde; Ich bin neu hier im Forum und habe noch keinen Hund, sondern bin in der "Findungsphase". Da hat mir euer Forum schon viel geholfen. Daher zuerst...
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DerMatze

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Ich bin neu hier im Forum und habe noch keinen Hund, sondern bin in der "Findungsphase". Da hat mir euer Forum schon viel geholfen. Daher zuerst einmal: Hallo zusammen!

Ich habe bereits einiges an "Vor-Wissen" zusammen getragen, so dass ich mich recht bereit fühle, einem Hund ein Zuhause zu geben.... Welche Frage ich allerdings bislang noch nirgends beantwortet fand ist folgende:

Klar kann ich dem Hund beibringen, wo er drauf darf und wo nicht - z.B. Bett oder Sofa. Kein Problem. Ich habe allerdings auch noch zwei Katzen, für die diese Grenzen nicht gelten/gelten sollen. Mein Kater z.b. schläft seit jahren auf meinem Bett.

Und da ist meine Frage: Geht das für die Psyche des Hundes klar, dass für ihn Grenzen gelten, die andere überschreiten dürfen, oder findet er das total unfair und wird daher versuchen die Miezen zu "mobben"?

Vielleicht mag dazu wer ein oder zwei Sätze schreiben.

Danke euch!
 
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Paulamal2

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Das wird für den Hund kein Problem sein, wenn du konsequent bist.
Bist du sicher, dass deine Katzen einen Hund in ihrem Zuhause akzeptieren würden? Da sehe ich eher ein eventuelles Problem.
LG
 
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DerMatze

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Um bei der Wahrheit zu bleiben: Das weiss ich nicht. Andere Hunde, von Besuchern, haben die beiden bislang eher ignoriert. Aber das waren auch ausgewachsene größere (so Schaeferhundgroesse). Wie sie auf Welpen reagieren weiss ich bislang nicht. Da hoffe ich auf ein Mindestmass an Akzeptanz ;). Einen Plan B für den Fall der Fälle habe ich allerdings nicht.
 
Paulamal2

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Könntest du zumindest am Anfang eine räumlich Trennung vornehmen, aber so, dass sie sich sehen, aber nicht zueinander kommen können? Ein Türgitter einsetzen z.B., dass die Katzen sich vor dem Welpen in Sicherheit bringen können, wenn es ihnen zu heftig wird? Allerdings sollte man auch den Welpen vor den Katzen schützen können, einige Katzen sind da ja nicht so zimperlich mit Hunden.
Auf jeden Fall drücke ich dir die Daumen, dass es so klappen wird, wie du es dir vorstellst. Einen Plan B im Hintergrund zu haben, wäre schon eine gute Idee.;)
LG
 
G

Gast 12241

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Hallo Matze!

Erst einmal herzlich willkommen hier!

Grundsätzlich sollte es kein Problem sein, Hund und Katze (entgegen anders lautenden Vorurteilen) aneinander zu gewöhnen. Beim Welpen dürfte es einfacher sein, ebenso wie bei hundeerfahrenen Katzen. In deinem Fall gehe ich mal von Hauskatzen aus. Die wissen sich schon zu "retten" im Zweifelsfall. Klar kann es sein, dass Hund mal eine verbraten bekommt, doch das merkt er sich im allgemeinen recht schnell und lässt die Katzen dann in Ruhe. :D

Wenn die Katzen etwas dürfen, was Hund nicht darf, sehe ich da auch kein großes Problem. Hund wird so schnell nicht "neidisch". Er ist ein Rudeltier und Katzen eher Einzelgänger. Bei konsequenter Handhabung wird Hund da keinen Schaden nehmen und es akzeptieren.

Liebe Grüße,
Wulf und Dumbledore

Edit:
Plan B wäre trotzdem nicht schlecht... ;)
 
Paulamal2

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Die wissen sich schon zu "retten" im Zweifelsfall.
Ja, aber ob es einem gefällt, wie sie sich ihre Rettung vorstellen, ist eine andere Frage. ;) Vor allem, wenn Hundchen dann hinterher geht. :D
Klar kann es sein, dass Hund mal eine verbraten bekommt, doch das merkt er sich im allgemeinen recht schnell und lässt die Katzen dann in Ruhe. :D
oder auch nicht.;) Das ist unserem Welpen passiert und es war danach "Haß" bis ans Ende des Lebens. Mit der zweiten Katze hat es nach Eingewöhnung geklappt gehabt.
LG
 
mottine

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Wenn die Katzen Hunde kennen und ignorieren, ist das ja schon die halbe Miete. Ein Welpe kann auch einfacher sein, also in der Zusammenführung, weil er die Katzen nicht als "Feinde" sieht, die Katzen auch merken, das da keine Gefahr ausgeht.....ein erwachsener Hund, der Katzen nicht mag, akzeptiert, es noch lernen muß, kann schwerer sein, in der Angewöhnung....aber immer je nach Hund und Katzen.

Und klar ist das kein Problem, wenn der Hund von Anfang an lernt, nicht auf´s Sofa zu gehen, aber das sollte dann auch immer so sein. Der Hund denkt nicht: ich darf das nicht hoch, die Katzen schon, sondern er lernt seine eigenen Regeln, durch Dich.
 
Lady Wolf

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Herzlich Willkommen! Ich wünsche dir viel Glück und starke Nerven bei deinem Vorhaben ^^.
 
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DerMatze

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Schönen guten Morgen und vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Natürlich können sich die Miezen "bei Bedarf" zurückziehen. Die sind eh meist in Höhen jenseits der normalen Hundereichweite, also auf Schränken, Kratzbäumen etc. Die Sicherheit ist also jederzeit gegeben. :) . Zumindest die Sicherheit der Fellnasen ;-)

Meine usprüngliche Frage wurde zur Genüge beantwortet, dafür ein :thank_you2: . Nun muss, oder besser sollte ich, mich mal um Plan B kümmern, aber da ich es nicht eilig habe mit dem Hundewunsch habe ich ja noch ein bisschen Zeit um mir zu überlegen, wie ich bei Unverträglichkeiten handeln kann.
 
Murmelona

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Hallo Matze,

es wurde ja schon einiges dazu gesagt, Katzen und Hunde lernen schnell, Frieden im Haus zu halten, draußen mag es anders aussehen. Ein Grund ist der sogenannte Burgfrieden, den alle Caniden eingehen können. So hausen Fuchs und Gans schon mal im selben Bau.

Nur eines noch möchte ich dir mitgeben: Futterort. Am besten du trennst diese. Ausnahme wäre Kätzchen und Welpe, aber deine Katzen sind erwachsen. Katzen lassen gern den Anstandsbrocken liegen und den frisst dann Hund, wenn er hinkommt.

Ansonsten bin ich gespannt, ob du das "Meine Katzen sind Royalty, die dürfen alles, und der Hund muss gehorchen" lange durchhältst. :D
 
mottine

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AW: Ersthaltererziehungsfrage

Wäre ja auch zu bedenken, ob es ein Welpe oder Secondhandhund werden sollte. Den Welpen kann man sofort an alles gewöhnen und beim Secondhandhund, z.B. TH, kann man ja auch sein Augenmerk auf die richten, die katzenverträglich sind.

Aber auch bedenken, auch wenn Deine Katzen mal Hunde kennen, es ist, oder kann, ein Unterschied sein, ob der Hund dann auf Dauer bei den Katzen lebt, also ob die Katzen das ok fänden und sich nicht nur noch zurückziehen, also im Verhalten ändern.
Auf gutes Gelingen.
 
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DerMatze

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Wie Befehle durchsetzen?

Hallo!

Nach einer gewissen Findungsphase wird nun in einigen Wochen ein kleiner Welpenfreund bei mir einziehen, der mein erster eigener Hund sein wird. Ich bin zwar mit Hunden groß geworden, aber seit dem hat sich einiges bei der Erziehung geändert. Daher habe ich nun einige EBooks und unzählige Internetseiten zum Thema Erziehung gelesen.... aber eine Frage wurde für mich nie beantwortet:

Was genau heisst: "Sich durchsetzen" bzw. wie mache ich das?.
Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man konsequent sein soll und das die korrekte Ausführung von Kommandos gerade in der Pubertät eingefordert werden soll... aber wie?
So wie man das "früher" gemacht hat (Hund verprügeln wenn er nicht spurt oder z.B. Hintern runterpressen beim "Sitz") kann es ja nicht sein. Wie setze ich mich praktisch durch, wenn der feine Herr z.b. gerade satt ist und sich mit Futter nicht locken lässt? Zu dieser Frage habe ich bislang noch nirgends eine Antwort gefunden! Auch mich daneben zu stellen und immer wieder das gleiche Kommando zu geben bis es durchgeführt wird kann es doch auch nicht sein, da verliere ich doch eher Authorität....
 
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Cocker

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AW: Wie Befehle durchsetzen?

Hallo erst mal.
Wieso denkst Du jetzt schon daran, Dich durchzusetzen? Du holst Dir ein Kleinkind ins Haus;)
Sei berechenbar und "konsequent" - und konsequent heißt nicht Durchsetzen um jeden Preis. Sondern: Nein ist immer nein, "Du darfst" gilt dann aber auch zuverläßig. Und such Dir einfach einen guten Hundeverein oder eine Hundeschule.

Vielleicht hast Du ja Glück und bekommst ein nettes und leicht erziehbares Hündchen. Im schlimmsten Fall bekommst Du einen kleinen Teufelsbraten und dann kannst Du ja hier gerne nachfragen.:)
 
Andra

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AW: Wie Befehle durchsetzen?

Ich finde es gut, dass du dich im Vorfeld schon mit solchen Fragen befasst. Man sollte dann ja im richtigen Augenblick richtig reagieren.

Also erstmal muss ich sagen, ein Junghund ist bei mir nie satt. Da bleibt immer noch genügend Hunger, dass er "will" 8) Und wenn ich mal ein besonderes Training geplant habe, hungert er auch vorher mal.

Ansonsten gibt es inzwischen sehr unterschiedliche Methoden und Meinungen. Du liegst ganz richtig, ein Kommando mehrmals auszusprechen, ist kontraproduktiv.

Ich z. B. lerne dem Welpen "sitz", indem ich den Kopf mit der Futterhand nach oben manipuliere. Erst wenn er das verstanden hat, belege ich es mit dem Hörzeichen. D. h. ich sage anfangs nicht sitz, sondern bleibe einfach stumm. So lernt er nicht gleich: "Sitz - sitz - sitz - nun mach mal schön sitz - sitz - sitz" heisst irgendwann hinsetzen. Sondern "SITZ" heisst hinsetzen, und zwar sofort.
Mit der Zeit kann man dieses sitz dann auch unter leichter Ablenkung verlangen, aber das dauert.
Hintern nach unten drücken erzeugt den Oppositionsreflex: Druck erzeugt Gegendruck. Hat in der Hundeerziehung und im Sport ein paar Jahrzehnte gedauert, bis man das erfasst hat ;)

Über das Clickertraining würde ich mich mal informieren. Da geht es nicht zwangläufig darum, auf den Clicker zu konditionieren, sondern vielmehr darum das richtige Timing zu finden sowie richtiges Verhalten zu bestätigen, unerwünschtes zu ignorieren.

Vielleicht kann dir jemand einen Hundeverein in der Gegend empfehlen. Ich finde nämlich, die schwerste Sache für Hundeanfänger ist die, eine "gute" Hundeschule zu suchen. Beurteilen kann man es meist erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
 
Tiarvi

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AW: Wie Befehle durchsetzen?

Also erstmal muss ich sagen, ein Junghund ist bei mir nie satt. Da bleibt immer noch genügend Hunger, dass er "will" 8) Und wenn ich mal ein besonderes Training geplant habe, hungert er auch vorher mal.
Tja, es gibt nunmal immer unterschiedliche Meinungen. Wie hier z.B. Ich finde es absolut unsinnig und daneben, meinen Hund hungern zu lassen, nur um Kooperation zu erzwingen. Bei Kindern sagt man, sie sollen unbedingt vor der Schule was essen, dass sie sich konzentrieren und lernen können und bei Hunden macht man genau das Gegenteil. Auch bei Hunden leidet die Konzentration und die Leistungsfähigkeit, wenn sie Hunger haben.
Je nach Rasse hast du mit Leckerli dann eh schlechte Karten.

Ich würde mal versuchen wegzukommen von dem Denken, dass man Hunde nur mit Keksen motivieren kann. Versuche gleich herauszufinden, was Deinen Hund motiviert. Vielleicht Spielzeug, vielleicht körperliches Spielen oder Rennen mit dir, vielleicht Streicheln, Kraulen oder ermutigende Worte? Hunde sind so individuell und so vielseitig zu belohnen. Manchen reicht schon dein Stolz, dass sie richtig aufblühen (sowas hab ich hier sitzen).

Ansonsten würde ich auch erstmal abwarten. Beim Welpen reicht freundliche Konsequenz aus. Wenn er dann in die Pubertät kommt, kennst Du ihn wahrscheinlich schon gut genug um richtig zu handeln.
Durchsetzen muss nicht körperlich sein. Ein fester Blick, ein strengerer Ton, eine selbstbewusste Körperhaltung. Das kann bei vielen Hunden schon reichen um einem Kommando Nachdruck zu verleihen. Manchen ist das auch schon wieder zu viel.
Einfach im Laufe der Zeit mal sachte ausprobieren, was beim Hund wie ankommt und den richtigen Weg für Euch finden.

Was wird es denn für eine Rasse? :)
 
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