Kommando "down" beibringen?

Diskutiere Kommando "down" beibringen? im Jagdhunde Forum im Bereich Hundespiele, Sport und Freizeit; Hallo :-) Ich wollte mal fragen, wie man dem Hund das Kommando "down" am besten und am verständlichsten beibringt? Also Grundkommandos beherrscht...
S

SpeedyGonzales

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Hallo :)
Ich wollte mal fragen,
wie man dem Hund das Kommando "down" am besten und am verständlichsten beibringt?
Also Grundkommandos beherrscht er wie sitz, platz, Fuß und bleib.
Was muss ich dabei beachten?
Würde mich über Antworten freuen.
Lg
 
20.10.2013
#1
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Krokochen

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Mit welchem Ziel möchtest du das "down"?
 
Patschi

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Hallo Ronja !
Kannst du mir bitte mal den Unterscheid zwischen Down und Platz erklären?
Gruß Monika
 
Krokochen

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Üblicherweise: down = Platz mit Kopf am Boden.
 
Muensterlaender

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Wie alt ist denn Dein Hund?
Ich beginne mit dem Down nicht zu früh. Eine gewisse Reife sollte der Hund schon haben und je nach Veranlagung lasse ich ihm zum Erlernen des Down mehr oder weniger Zeit.

Beim Erlernen des Down weht ein wenig rauherer Wind. Lob und Leckerli gibt es erst nach abgeschlossener Arbeit.

Bitte nicht falsch verstehen. Der Hund soll nicht geplagt werden, nur ein strengerer Ton und Konsequenz, und er muss spüren, dass er sich dagegen nicht auflehnen kann/darf und bekommt dann hinterher durch die Stimme die nötige Auflockerung und auch Spiel und Leckerli als Belohnung. Ich selbst muss durch schnelles Umschalten dem Hund meine Freude vermitteln. Das mag für Zuschauer ruhig übertrieben und komisch wirken.

Der größte Fehler wird immer wieder dadurch gemacht, dass der Hundeführer zu wenig ausdrucksvoll lobt. Mit der Stimme kann man so viel machen. Die meisten scheuen sich, so richtig aus sich raus zu gehen. Wem das peinlich ist, der soll erst mal ohne Zuschauer loben lernen!

Das korrekte Down ist nicht von heute auf morgen gelernt. Viel Geduld, immer wiederholen und nicht zu schnell vorwärts gehen. Nicht zu oft nacheinander üben. Andere Übungen oder Freilauf dazwischen und dann noch mal wiederholen. Auch sehr sensible Hunde können das lernen und sind nicht überfordert. Man muss nur aufbauen und loben, loben, loben. Aber nicht vergessen: erst nach Abschluss der Übung! Vorher ist absolute Konsequenz angesagt.

Die Vorgehensweise: Ich laufe mit dem Hund an kurzer Leine einige Schritte bei Fuß, dann bleibe ich stehen und lasse ihn Platz machen. Ich mache einen Schritt vor den Hund und stehe ihm gegenüber. Mit der rechten Hand drücke ich im Nacken den Kopf nach unten, so dass die Schnauze zwischen den Vorderläufen auf dem Boden liegt. Dabei sage ich "Down". Der Ton ist leise und etwas streng.
Ich lasse mit dem Druck erst nach, wenn der Kopf unten bleibt, nehme die Hand noch nicht weg und kann bei jedem Versuch, den Kopf zu heben, ihn wieder leicht nach unten drücken und wieder "Down" dazu sagen.
Danach aufstehen lassen und ganz toll loben.
Will er mit dem Hinterteil hoch, muss so lange geübt werden, bis er kapiert hat, es passiert nichts, wenn er liegen bleibt.

Beim Erlernen ist das Auf-den-Boden-drücken des Kopfes wichtig. Es ist die größte Unterwerfung unter meinen Willen, die ich vom Hund verlangen kann. Später, auf Entfernung, verlange ich es nicht mehr. Dann wird er von sich aus den Kopf oben haben, um zu sehen, was los ist.
(Nach der „alten Schule“ wird auch auf Entfernung das feste Auf-den-Boden-drücken verlangt.)

Allmählich versuche ich dann, meine Hand wegzunehmen und mich aufzurichten und nehme das Sichtzeichen dazu: Erhobener Arm. Ich halte den Arm in der Höhe und stehe so, dass der Hund mich gut sehen kann.

Wenn das klappt, kann man anfangen, einen und dann mehrere Schritte rückwärts wegzugehen. Den Hund aber immer im Auge behalten und sobald der Kopf hoch kommt, freundlich-konsequent wieder runterdrücken. Und ruhig bleiben! Dann wieder ein Stückchen entfernen.
Wenn das klappt, versuchen, den Hund zu umkreisen.

Nun nehme ich zum gesprochenen Kommando den Triller dazu und den Arm nach oben.
Er lernt damit 3 verschiedene Kommandos für das "Down". Gesprochenes Wort, Triller und Sichtzeichen.

Dann nehme ich die Leine in die Hand und gehe auf Leinenentfernung rückwärts, der Hund liegt mir gegenüber. Durch übertrieben freundliches "hierher" den Hund heranziehen, sitzen lassen und loben, freuen. Dann das Gleiche noch mal.

Wenn er das kann, lasse ich ihn aus der Bewegung Down machen. Immer noch an der Leine. Bei Fuß und dann zwischendurch Down und mit Sitz abwechseln. Das ist nun wieder schwerer, weil er sich auch bei Sitz gleich hinlegen will. Freundlich Sitz sagen und leicht nach oben ziehen. Nur als Unterstützung des Kommandos, nicht rumzerren.

So, und wenn er das nun alles kann, sind einige Wochen oder Monate vergangen und dann versuche ich es auf Entfernung.

Der Hund läuft frei und wenn er gerade auf mich zuläuft und nur noch 2-3m entfernt ist, kommt das "Down". Will er herkommen, laufe ich ganz schnell auf ihn zu und wiederhole "Down", wenn er liegt, gehe ich wieder einige Schritte zurück, warte ein wenig und rufe oder pfeife ihn dann zu mir.
Das kann bei jedem Spaziergang mal geübt werden und die Entfernung wird immer größer. Wenn der Hund verstanden hat, worum es geht, dann pfeife ich auch, wenn er von mir wegläuft und mich nicht im Blick hat.

Aber ganz wichtig: Nicht zu oft nacheinander üben, 2-3 mal und dann ist Schluss. Und auch nicht jeden Tag. Er soll Freude daran haben, dass er es richtig macht. Zu viel üben wird auch dem freudigsten Hund zu viel!

Liebe Grüße
Münsterländer
 
Tina150

Tina150

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Ich finde es zwar sehr beeindruckend, wenn ein Hund in der Ablage Down macht, aber einen Sinn, das meinem Hund extra beizubringen seh ich ehrlich gesagt nicht.
Das Platz muß 100% sein, alles andere ist für micht nicht wichtig.
 
Muensterlaender

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Hier war nicht die Frage, ob es wichtig ist oder nicht, sondern wie man es dem Hund beibringt.

Bei einem Jagdhund ist es wichtig. Wenn er 100 m entfernt ist und plötzlich vor ihm ein Hase oder ein Reh aus der Deckung geht, wie willst Du ihn dann halten? Und bei der Suche muss er so weit gehen.

In der Ablage muss er nicht down machen.
Ablegen ist "Platz" oder "Ablegen" oder was auch immer gesagt wird. Er wird immer abgeholt und darf nicht aufstehen.

Aus dem Down wird der Hund abgepfiffen - entweder mit Doppelpfiff = hierher oder mit einfachem Pfiff = weiter suchen.

LG Münsterländer
 
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Tina150

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wie willst Du ihn dann halten? Und bei der Suche muss er so weit gehen.
Na mit Platz....

In der Ablage muss er nicht down machen.
Ablegen ist "Platz" oder "Ablegen" oder was auch immer gesagt wird. Er wird immer abgeholt und darf nicht aufstehen.
Nicht unbedingt. Der Hund wird auch mit Hier abgerufen.
Und im Alltag schaut es wieder ganz anders aus.
 
Muensterlaender

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Na mit Platz....



Nicht unbedingt. Der Hund wird auch mit Hier abgerufen.
Und im Alltag schaut es wieder ganz anders aus.
Bei mir sieht es auch im Alltag so aus :)
Macht Dein Hund auf 100 m Platz, wenn ein Hase vor ihm aufspringt?
Meine bleiben dann einfach stehen ohne Kommando (nur die jüngste mit 11 Mon. noch nicht) und das ist mir auch Recht. Den Triller brauche ich dann zur Unterstützung, wenn ein fremder Hund dabei ist und hetzt.

LG Mü
 
S

SpeedyGonzales

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Hallo :)
@Muensterlaender: danke für deine hilfreiche Antwort.
Mein Hund ist schon was älter. Also 7 geworden, aber ist ja eigentlich noch kein alter. Es ist ein kleiner Münsterländer. Ich suche einfach nach Möglichkeiten ihn noch ein bisschen auszubilden. Also wir haben das apportieren auch schon gemacht und das macht er auch zu 98% ohne knautschen. Würde ihn auch gerne mal was anderes apportieren lassen, außer nen Futterbeutel mit Hasenfell.
Nur leider denke ich das er zu alt ist um in so eine Jagdhundeschule zu gehen und ich find hier auch keine in meinem Umkreis.
Achja den Frodo hab ich erst seit Ostern. Ist nen scheidungskind. Und er hat wohl eine zeit lang beim Jäger gelebt. Das war der Onkel der Besitzerin und da hat er wohl einiges gelernt und schussfest ist er auch :).
Und daher würde ich ihn weiter artgerecht auslasten wollen. Mit sowas wie Agiltity o.ä. brauch ich ihm nicht zu kommen.
Weißt du noch Übungen die für nen Jagdhund sinnvoll sind zu beherrschen?
Lg
 
mottine

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@Tina 150
mir sagte mal ein Jäger, das das Down genutzt wird, wenn was aufspringt, das der Hund mit dem Kopf am Boden ist, damit er nicht mehr sieht, wohin das Wild rannte, er nicht nachsetzt.
Wenn ich das richtig verstanden habe. Also eine absolute Bremse.:S
 
Muensterlaender

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Hallo :)
@Muensterlaender:
Und daher würde ich ihn weiter artgerecht auslasten wollen. Mit sowas wie Agiltity o.ä. brauch ich ihm nicht zu kommen.
Weißt du noch Übungen die für nen Jagdhund sinnvoll sind zu beherrschen?
Lg
Melde Dich mal im Münsterländer-Forum an http://www.muensterlaender-forum.de/.
Hier kannst Du Dir viele Anregungen holen. Es finden auch immer öfter Treffen in verschiedenen Gegenden statt und dort kann man so manches ausprobieren, ob es dem Hund Spaß macht.

LG Mü
 
Muensterlaender

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@Tina 150
mir sagte mal ein Jäger, das das Down genutzt wird, wenn was aufspringt, das der Hund mit dem Kopf am Boden ist, damit er nicht mehr sieht, wohin das Wild rannte, er nicht nachsetzt.
Wenn ich das richtig verstanden habe. Also eine absolute Bremse.:S
Da gehen die Meinungen auch bei Jägern auseinander.
Kopf unten ist wohl eher die "alte Schule". Es kommt auf den Hund an, manche brauchen es.

LG Mü
 
mottine

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Die Erklärung ist auch schon 20 Jahre her, habe mich halt mit dem down nie so beschäftigt, weil ich es nicht ausüben lasse.
Ich finde es immer schön, wenn Du als Fachmann was dazu sagst, das hat für mich Hand und Fuß.
 
Kitai

Kitai

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:huh:

Down ist bei mir normales Platz :D

Ist sogar voll einfach erklärt. Englisch wird weicher ausgesprochen wie Deutsch, wodurch der Hund die Kommandos einfacher lernt. Ha Ha :D

Mit Kopf auf dem Boden?! Ich überlege eben, ob mir das schon mal entgegen kam.
 
Kleine Jägerin

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Da gab's doch nen Video bei Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=GHPnxRNeFT8
Hilft dir das vielleicht weiter?

Glaube bei einem 7-Jährigen Hund wird es länger dauern als bei einem Jungspund.

Hetzt der Hund denn Wild und ist von dir nicht abrufbar?

Wenn es nur darum geht dem Hund irgendwas beizubringen, damit er geistig gefordert ist, würde ich eher Übungen machen, die dem Hund mehr "Spaß" bringen ;-)

Apportieren z.B.

LG
 
Kyra

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;) Hallo Ute,
klasse erklärt!
:D wir gehören wohl auch noch zur alten Schule: denn hier immer mit Kopf runter!


:) Hallo Ronja,
wir haben auch seit Jahren Jagdhunde, bilden aus und sind seid ein paar Jahren für die Hundekurse (Begleit- und Jagdhunde) bei uns in der Kreisgruppe zuständig. Und ganz ehrlich: egal, wie alt der Hund, er kann das lernen! Ich selbst habe das Down damals meiner schon 6 jährigen Dobihündin beigebracht. Frage nicht, wie das am Anfang aussah :rolleyes::D Außerdem ist auch im Alltäglichen dieser Befehl einfach äußerst praktisch, nicht nur bei der Jagd. Wie oft habe ich schon getrillert (Befehl für Down), wenn wieder Radfahrer irre schnell von hinten angeprescht kamen. "wupp" alle vier Hunde liegen, Radfahrer vorbei und nix passiert. Es gibt nix einfacheres.:)

Ich würde deine Hündin mit Nasenarbeit versuchen auszulasten. Du musst ja nicht - wie für Jagdhunde - Wildschleppen legen oder Blutspuren....Du kannst ja auch andere Dinge verstecken, schleppen (ziehen), die sie suchen muss. Ein Käse oder Pansen zu Anfang.... zum Üben. Später auch Kleidungsstücke. Ich denke da ans Mantrailling. Würde es da keine Möglichkeit bei euch in der Gegen geben?
 
Cocker

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Das Down kenne ich nur als Kommando für Hütehunde in England. Das ist einfach Platz. Kopf runter, wozu? Down würde ich für meinen nächsten Hund auch als Platz-Kommando nehmen, klingt einfach weicher.
Bei manchem "Platz-Geschrei" auf dem Hundeplatz erwarte ich ehrlich gesagt wirklich einen explodierenden Hund..
Vielleicht würde ich das "Platz" wirklich als absolutes Tabu-Kommando nehmen. Aber ich hoffe, dass mein nächster Hund so was gar nicht braucht..8)
 
mottine

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Platz ist bei mir auch Platz: sofort und solange bis ich frei gebe. Deshalb kam ich nie aufs Down. Vielleicht auch, weil, wenn meine ins Paltz geschickt werden, sie sich immer so hinwerfen, das sie zu mir schauen. Wollen ja wissen, wann´s weitergeht.:D
 
Kitai

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Platz klingt aber auch entsprechend hart.
Wenn man es ohne die Verknüpfung eines Kommandos betrachtet, muss ich immer an diesen Comic denken.
Mensch zu Hund "Platz" - Hund macht nix. "Platz" Hund macht wieder nix "PLATZ" und der Hund explodiert :D

Ich hatte sogar mal einen Hund, der bekam richtig schiss, wenn man Platz gesagt hat. Egal wie lieb man es ausgesprochen hat, der hat das erste mal aus Angst gepullert. Daher schlich sich Down ein. Irgendwann bin ich ganz auf Englische Kommando´s übergegangen. Sie sind weicher, die Hunde lernen meiner Erfahrung nach besser und es sind keine Begriffe, die so im normalen Alltag fallen.

Nur Gismo hält von englischen Begriffen, bis auf Down, nicht wirklich viel :huh: stures Vieh
 
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Kommando "down" beibringen?

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