Stellen und Verbellen

Diskutiere Stellen und Verbellen im Schutzdienst Forum im Bereich Hundespiele, Sport und Freizeit; Hallo Hundler, am Wochenende hatten wir im Verein eine Disussion über das Stellen und Verbellen. Wir haben 2 Helfer, die absolut unterschiedlich...
Andra

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Hallo Hundler,

am Wochenende hatten wir im Verein eine Disussion über das Stellen und Verbellen. Wir haben 2 Helfer, die absolut unterschiedlich arbeiten und deren Arbeit vermutlich nicht unter einen Hut zu bringen ist. Deshalb hat es sich mehr oder weniger so ergeben, daß jeder der Helfer bestimmte Hunde hetzt, zumindest was den Junghundaufbau angeht.

Ich schildere Euch kurz mal die Ansichten der beiden Helfer.

Helfer 1:
Lässt die Junghunde noch sehr lange - und auch zwischen den Prüfungen die älteren Hunde immer wieder mal - an langer Leine absichern. Nicht nur was das Stellen angeht, aber bei der Diskussion ging es um diese Teilübung.
Der Helfer wechselt von aktivem ins passive Verhalten, je nach Hund. Ich muß dazu sagen, wir haben auch sehr schwache Hunde auf dem Platz, die nun mal nichts von sich aus machen. Aber vor dem Anbiss ist der Helfer grundsätzlich passiv, schaut den Hund nicht an, bewegt sich nicht. Die Hunde lernen so recht gut, den passiven Helfer druckvoll zu verbellen.

Helfer 2:
Er arbeitet schon sehr früh alle Hunde frei. Bereits wenn der HF den Junghund zum 3. Mal verbellen lässt, wird er frei geschickt. Der Helfer arbeitet dann aktiv den Hund, bewegt sich fast ohne Unterlass, der HF macht so gut wie gar nichts. Die Hunde verbellen druckvoll, jedoch nicht mittig, pendeln vor dem Figuranten. Die Hunde machen zum Teil dennoch sehr gute interne Prüfungen, gucken aber bei Körungen oder auf anderen Plätzen dumm aus der Wäsche.

Helfer 1 hat am Sonntag versucht, mit Helfer 2 zu reden. Helfer 2 macht das aber schon seit 1980 so, und dabei bleibt's.
Abgesehen davon, daß ich auf langfristige Sicht sowieso diesen Verein verlassen werde: Was sagt Ihr dazu?
Ich schätze mal, über die Helferarbeit sind wir uns ziemlich einig.
Aber was sagt Ihr z. B. zur Absicherung per Leine?
Wie wird das bei Euch gehandhabt?
 
31.08.2005
#1
A

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Rainer und das Mogeltier

Rainer und das Mogeltier

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Hallo Sabine,

zur Helferarbeit:

Beide Seiten haben ihre Vorteile wobei mir der passive und dann explosive Helfer am besten erscheint um den Hund auf alles vorzubereiten.

Am wichtigsten ist die Körpersprache und auch die mentale Einstellung des Helfers vom passiven Drohen bis hin zum aktiven "verlieren" - der Hund sollte sich meiner Ansicht nach beim Stellen schon das erste mal durchsetzen müssen um dann in der Aktionsphase selbstbewußtseinsstärkend zu gewinnen.

Zur Absicherung:
Ich bin kein Freund von der Absicherung mit der Leine - braucht der HUnd jedoch die "Kraft von hinten" spricht nichts gegen eine Arbeit an der Leine wobei ich die freie Arbeit des Hundes jederzeit bevorzuge.

Mir geht alleine schon das ganze Gezuppel an dem Hund auf die Nerven - ist eher kontraproduktiv da es den Hund ablenkt ...
 
Andra

Andra

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Original von Rainer und das Mogeltier
Am wichtigsten ist die Körpersprache und auch die mentale Einstellung des Helfers vom passiven Drohen bis hin zum aktiven "verlieren"
Gut gesagt, ich finde das ebenfalls sehr wichtig.

Zur Absicherung: Ich meine damit eine 5- oder 10-Meter-Leine, die im Idealfall nicht der Hundebesitzer sondern ein 3. Mann des eingespielten Teams hält, bis der Hund weiß, was genau von ihm verlangt wird. Beispielsweise erhält er so gar keine Chance, in den Ärmel zu gehen. Wie viele Helfer halten den Arm hinter dem Rücken oder wehren den Hund mit dem Stock ab? Das halte ich für den falschen Weg.

Das sind natürlich nur zwei Wege von vielen, aber ich denke, unterschiedlicher könnten unsere beiden Helfer gar nicht sein :(
 
L

Lene_DD

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Bei uns auf dem Platz werden Junghunde erst mel in der Reihenhetze an der Leine gearbeitet. Die Hunde stehen mit ihren HF alle im Kreis und in der Mitte hüpfen 1 oder 2 Helfer herum. Sie reizen jeden mal an (am Anfang mit Beißwurst). Jeder darf mal beißen.
Später, wenn sie wissen was sie sollen werden sie alleine anfangs noch an der Leine gehetzt (natürlich mit Hetzgeschirr nicht am Halsband).
Wenn sie weit genug sind werden sie auch ein paar mal ohne Leine geschickt. Geht es dann ans verbellen am Zelt, so sind die Hunde an langer Leine, die vom HF selbst oder vom Ausbilder abgesichert wird. Die Leine verhindert dass sie gleich anbeißen. Der Helfer hat den Arm am Anfang noch hinterm Rücken. Wenn der Hund gut verbellt hat bekommt er den Arm.
 
Holmes

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Wir arbeiten ausschließlich über den Spiel- und Beutebereich. Die Leinenarbeit entfällt gänzlich, sodass der Hund, egal in welchem Alter zu erst ein Verhalten erlernt und dann später dieses kombiniert wird mit den parallel gearbeiten Aktionen des Helfers.

Verbellen ist druckvoll und schnell auf den Punkt gebracht, sodass innerhalb kürzester zeit Ergebnisse aufgezeigt werden können.

Von der Leinenarbeit halte ich persönlich sehr wenig, da ich ständig den Hund über Reize des Helfers bei Laune halten muß.

Grüße

JerryLee
 
Andra

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Original von JerryLee
Von der Leinenarbeit halte ich persönlich sehr wenig, da ich ständig den Hund über Reize des Helfers bei Laune halten muß.
@JerryLee:
Bei der Leinenarbeit, die ich kenne, ist genau das Gegenteil der Fall. Wenn der Hund nicht agiert, reagiert auch der Helfer nicht. Wird der Hund frei geschickt, ist der Helfer oft gezwungen, zu agieren.

Kannst Du vielleicht Deinen ersten Absatz über den Lernprozess des Hundes anhand eines Beispiels erklären?
 
Holmes

Holmes

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@ Andra

zuerst muß mann ihm aber mal beibringen was von ihm an der Leine gefordert wird. Die Arbeit selber zeigt sehr häufig auch die desolaten Nervenkostüme auf. Althergebracht und auf jedem HP zu sehen. Der eine Helfer macht es mehr über die Körperspannung, der andere über die Bewegung. Rainer hat es schon recht treffend formuliert.

Die Zwangseinwirkungen, die durch die Leinenarbeit mal erfolgen müssen sind für manche Hunde mehr als unangebracht. Klappt es im Versteck nicht mit dem Verbellen erfolgen recht schnell Einwirkung über das Knie des Helfers oder die Peitsche, den Stock, ein geknotetes Seil.

Beispiel aus dem Bereich den ich beschrieben habe kannst Du auf der Internetseite bei uns sehen. Spielerei für die harten Hundeführer von HPs, effektiv und schnell, und für den Hund nicht einschränkend in der Arbeit, vielmehr weiter aufbauend und motivierend.

Grüße

JerryLee
 
M

Mauzernauz

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Was bringt es, wenn der Helfer vor dem Hund hin und her zappelt????
Man sieht es leider zu oft, und den schwachen Hunden hilft es überhaupt nicht, denn in der Prüfung fehlt dann jede Reizlage für den Hund, da er nie gelernt hat, einen für ihn" toten " Helfer zu verbellen. Das sind dann die Hunde, die vor dem Versteck sitzen und nicht wissen was sie tun sollen und im Endefekt den Helfer verlassen. Egal ob es jetzt beim Stellen oder auch in den Bewachungsphasen ist.

Liebe Grüße
Mauzernauz
 
Andra

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Original von JerryLee
Die Zwangseinwirkungen, die durch die Leinenarbeit mal erfolgen müssen sind für manche Hunde mehr als unangebracht. Klappt es im Versteck nicht mit dem Verbellen erfolgen recht schnell Einwirkung über das Knie des Helfers oder die Peitsche, den Stock, ein geknotetes Seil.
Ich halte von beidem nichts. Es geht ja um die Aufbauphase des Junghundes. Wie gesagt, mir geht es bei der Leinenarbeit nicht um Zwang. Sondern nur darum, daß der Hund angeleint bleibt (z. B. damit er im Versteck oder in den Bewachungsphasen nicht anbeissen kann) bis er gelernt hat, was von ihm verlangt wird.
Ziel ist ja, daß der Hund einen Helfer, der weder Bewegung noch Körperspannung zeigt, druckvoll verbellt.

@Mauzernauz:
Genau, so sind schon manche baden gegangen.
 
M

Mauzernauz

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;(

Das schlimme ist, wenn du es schon im Aufbau versäumst es ist verdammt schwer zu korrigieren. Es ist auch schwer das einem "alten" Helfer der seinen Stiefel durchfärt zu vermitteln. Was die nur nich kapieren, in der Prüfung kommt nichts, aber auch gar nicht´s von ihnen und dann wundert man sich weil die Hunde baden gehen.


Liebe Grüße
Mauzernauz :D
 
Andra

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Original von Mauzernauz
Es ist auch schwer das einem "alten" Helfer der seinen Stiefel durchfärt zu vermitteln.
Wem sagst Du das :(

Die denken wohl, den Tag X wird Hund dann schon überbrücken und brav weiter bellen... Manchmal klappt es auch. Zu oft für meinen Geschmack.
Aber sei ehrlich: Was ist ein "erlernter" Schutzdienst für ein Schutzdienst ;(
 
Holmes

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Selbst in der Aufbauarbeit des Junghundes nutzen wir die Leine für das Verbellens nicht. Weil sie dort nicht notwendig ist.

JerryLee
 
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Mauzernauz

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:D

@Jerry LEE

Wie werden die Hunde dann korrigiert, wenn sie versuchen an den Ärmel zu kommen? Oder evtl. unsauber werden??

Liebe Grüße
Mauzernauz :D
 
Andra

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Am Wochenende sind leider einige der Hunde, die Helfer 2 gearbeitet hat, baden gegangen :(
Auf einem fremden Platz bewegt sich nun mal kein Helfer im Versteck und in den Bewachungsphasen.
 
Holmes

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@Mauzernauz

indem man dem Hund ein Verhalten beibringt und nicht durch die Leine zu korrigieren versucht. Das erfolgt in einer ganz anderen Form, ist effektiv und zeigt sehr schnell für den Hund, dass es im Versteck nur die Möglichkeit des Verbellens gibt. Die Bestätigung erfolgt auch nicht über den Ärmel.

Diejenigen VPGler, die über die Art und Weise gelächelt haben, sind bei einem Schutzdienst schnell überzeugt worden.

Dann fallen auch die ständigen Reize über den Helfer gänzlich raus und selbst der schlechteste Hund kann noch ein passables Stellen/ Verbellen aufbieten.

Grüße

JerryLee
 
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Mauzernauz

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@ Jerry

Du hast meine Frage nicht beantwortet. Wenn ein Hund bei euch unsauber wird, wie erfolgt die Korrektur??? Ich gebe dir ein Beispiel, wie arbeitet ihr einen Hund der ins Versteck kommt und sofort einbeißt??

Liebe Grüße
Mauzernauz
 
Holmes

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Da wir andere Schritte im Aufbau haben, verbellt der Hund im Versteck. Schwer vorzustellen, die Korrekturen erfolgen an andere Stelle und sehen ohne die zur Hilfenahme einer Leine anders aus.

JerryLee
 
Andra

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@JerryLee:
Das heißt, Ihr macht Vorarbeit zum Verbellen außerhalb des Versteckes?
Könntest Du das mal so ungefähr beschreiben?
 
Holmes

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kannst Du ungefähr dort lesen. Wie im Rettungshundebereich so im Schutzhundbereich. Wofür brauch ihc ein Versteck? Geht auch ohne

JerryLee
 
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