Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Diskutiere Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......? im Allgemeines Forum im Bereich Hunde; Mal wieder eine "komische" Diskussion von mir.....wie gehabt :D ich wollte einfach mal von Euch wissen: ist wirklich alles auf die Rasse zu...
mottine

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Mal wieder eine "komische" Diskussion von mir.....wie gehabt :D

ich wollte einfach mal von Euch wissen:
ist wirklich alles auf die Rasse zu schieben?

Jede Rasse hat ihre Eigenschaften. Ausnahmen gibt es immer.

Beispiele:
Jule
sie war ein untypischer Terrier. Jagte nicht, hatte nei einen Dickkopf, vertrug sich mit allen, war nie aufgedreht, die Ruhe/Ausgeglichenheit in Person.
Ich ließ halt meine Meeries nicht frei laufen, wenn sie im Zimmer war, sicher ist sicher, aber sie ging nie an den Käfig, drehte hoch, wenn sie auf meinem Schoß saßen. Also ein Verhalten, wie man es vom Terrier kennt.

Nach ihrem Tod wollten die Halter gerne einen JRT. Aber als sie bei Freunden zu Besuch waren, die sich 2 Geschwisterwelpen gekauft hatten, kamen sie sofort davon ab: wirbelig, kläffend, nervig.......

Vom Weimaraner konnte ich sie auch abbringen. Denn sie gingen nur nach dem Aussehen.......

Einen neuen Airdale wollten sie nicht, weil sie wußten, das der nächste ein richtiger Terrier sein könnte, Jule eine Ausnahme war.

So ungefähr, das Ihr wißt, was ich meine.....

Beispiele von verschiedenen Hunden, hoffe, kann es gut schildern:
- Hund geht beißend gegen den Halter, wenn dieser etwas von ihm verlangt, wie bei ihm bleiben und nicht den anderen Hund, zu dem er will, zu zerreißen

- Hund kann nur im Zwinger leben, weil er aus "Trieb" die ganze Wohnung binnen Minuten zerlegt

- Halter kann dem Hund nicht ins Maul schauen, ihn trocken rubbeln. Wenn Hund das nicht will, beißt er halt zu

- 3 monatiger Welpe wird aus der Hundegruppe geworfen, weil er die anderen drangsaliert (Halter findet das toll!)

- ein Spielie oder MO darf nie ins Spiel kommen, wenn die Hunde zusammen sind. DIe würden sich dafür gegenseitig "töten"


Nur mal grob. Wenn ich dann erstaunt sage: "Wie bitte?" kommt als Antwort: ei, das ist ein Mali, die sind halt so. Das sind keine Kuscheltiere!

Ich habe 3 und keiner würde es sich wagen, mich anzugehen, anderen (Mensch, Hund, Meerie etc.) was zu tun.
Keiner versteht, das meine Hunde zusammen fressen, sich nicht wegen einen Spielie streiten. Wer es hat, der hat es.

Mit einem erstaunten Aufschrei wurde registriert: alle 3 sitzen in einer Box........."und die bringen sich nicht um? Das ginge bei meinen nie".........nein.
Aber auch: als ich überfallen wurde und Rino mich nicht beschützte........"den Hund hätte ich dem Züchter in den Zwinger zurückgeworfen" (Reaktion)


Ich hoffe, ich habe mich nicht unglücklich ausgedrückt.
Rino und Cendra jagen nicht. Klar, kann das bei Lexa anders werden, aber ich achte halt schon immer drauf. Mit einem "Nein" kann ich sie vom Fixierobjekt abrufen. Freu´.....aber kann noch kippen, weiß ich ja.

Lexa....die ist mir z.B. maliuntypisch. Sie ist sehr ruhig, dreht nicht auf, rast nicht bekloppt draußen rum, eher zurückhaltend, braucht etwas länger, um was zu kapieren, z.Z., denke weil sie bald läufig wird, eher schissig.
Aber das waren Rino und Cendra kurz vorher auch.

Also kann ich doch bei 3 Hunden aus verschiedenen Züchtungen sagen: ja, es gibt rassetypische Merkmale, aber alles läßt sich nicht drauf schieben.
Als ich in der TK meine zum Blutspenden anmeldete, wollten die uns wegen der Rasse ablehnen! Malis haben z.B. schon beim Betreten des TK Grundstückes einen Maulkorb zu tragen!
Und die TÄ´te und ich natürlich auch, waren happy, das meine Mädels den schlechten Ruf etwas gerade rücken konnten. Rino ist der Lieblingsmali geworden. Kommen wir, werden wir von TÄ´ten (zu denen wir gar nicht müssen) und Pfleger begrüßt, die kommen extra zu uns.

Rino mußte geröngt werden. Ein TA wollte das nur unter Vollnarkose tun......weil es ein Mali ist!
In der TK wurde einer der beiden Radiologen auch bleich......ist sie ja auch sehr groß für einen Mali....und halt ein Mali......
Aber:
hopp-Rino auf den Tisch
hinlegen-Rino legte sich flach auf die Seite......und konnte so liegend, ohne das sie aufstand, sogar noch verschoben werden....

so sagte Radiologe 1, der uns kannte, zum 2.: "Keine Sorge, das ist Rino, die kann das alles, die ist lieb."
(Hier wurde mir von anderen Malileuten gesagt: ein Mali hat nicht lieb zu sein, wo kämen wir hin, wenn die in lieb gezüchtet wurden! Das sei ja dann kein Mali mehr)

In Ruhe beim TA alles über sich ergehen lassen, habe ich auch mit Cendra und Lexa geübt.
Als Lexa einen Fangzahnengstand hatte, war der TA und dessen Helferin begeistert. Auf den Tisch, hinsetzen, ah gesagt, dann macht sie schon ein Stück das Maul auf, dann ganz auf und gucken, tasten.....und sie blieb ohne zu zappeln ruhig auf dem Tisch. Nicht mal spielerich geknabbert.

Das sagen andere zu mir: was für ein Blödsinn ich meinen Hunden beibringe......aber wenn es drauf ankommt, hat sich bis jetzt jeder TA drüber gefreut, das meine "so einen Blödsinn" können.

So, schweife ab..........kann man einen Rassehund immer in eine Schublade tun, nur weil er einer bestimmten Rasse angehört? Oder macht es auch der Rest: Prägung, Erziehung......die Umwelteinflüsse?

Danke!
Und da hier nicht nur Malileute sind, ich habe diese Rasse, deshalb bezog ich mich drauf: wie ist es bei Euch, mit Euren Rassen? (Sorry an die Mischlingshalter).

Sehe ich das falsch?
Was denkt Ihr?
 
Nino 07

Nino 07

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Meine Antwort wird kürzer als deine 8). Durch Bella und Nino denke ich auch oft über dieses Thema nach. Mein aktuelles und ganz persönliches Fazit nach dem ersten Bella Jahr ist: es ist viel mehr Vererbung, als ich dachte. In der Pädagogik lernten wir etwas von Anlage-Umwelt-Komplex. Das macht auch Sinn.
Aber ich habe bei Bella bei ganz vielen Dingen das Gefühl.. das ist angeboren. Das sieht man einfach supergut im ersten Jahr.
Und was ich auch sehr beruhigend finde.. ich sehe viele Gemeinsamkeiten zu unserer alten Bernerhündin, auch wenn Bella schon anders ist als Shari. Aber da gibt es einfach diese Gemeinsamkeiten, die ich persönlich dann als Rassetypisch ansehen würde.
Und ich denke je mehr eigene Hunde man hat im Laufe seines Lebens (da bin ich ja im Vergleich eher noch am Anfang) desto deutlicher wird manches.
 
C

Catalina

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Hmmm. Mottine ..... all die Negativbeispiele, die du aufzählst, sind meines Erachtens nach anerzogen!

Sicherlich gibt es eine gewisse rassetypische Grundlage .... aber der Mensch beeinflusst so viel.
Das wurde doch auch schon anhand von Zwillingen, die in unterschiedlichen Familien aufwachsen, beim Menschen nachgewiesen.

Neben den grundlegenden Wesenszügen, gibt es diverse Anlagen zu einer Eigenschaft bzw zu einem Verhalten. Wird diese Anlage gefördert, kann sich diese Eigenschaft entwickeln. Wird diese Anlage nicht gefördert, dann verkümmert sie.

Beim Mali z.b. der Beutetrieb ..... förder ich diesen von Welpenbeinen an extrem mit Beutespielen, kann dann am Ende sowas rauskommen wie: Niemals nen Ball in die Hundegruppe, die zerfleischen sich sonst.
Arbeite ich aber von Anfang an dagegen, kann es so aussehen wie bei deinen 3en.

Auch ein Mali ist ein Rohdiamant, der geschliffen werden will. Malis kommen nicht grundsätzlich durchgeknallt und als Triebsau zur Welt. Die werden dazu gemacht.
Genauso wenig wie ein Goldi mit eingebauter BH auf die Welt kommt.


Sicherlich kann man züchterisch die Anlagen beeinflussen, über einen großen Zeitraum. Aber letztendlich ist der Halter derjenige, der den Hund dann prägt.
 
B

bärle

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Hm, jagen würden sie alle gerne. Linus (der Pointer) ist draußen super hibbelig. Er ist auch "aggressiv", wenn ich Futter richte. Nicht aggressiv gegen die anderen Hunde, er motzt und brummt einfach vor sich hin, ist fürchterlich aufgeregt. Würde die anderen aber nicht beißen. Ich tippe bei ihm eher auf Frustration. Irgendwie nehmen ihn die anderen auch nicht wirklich ernst.

Ich könnte Jana (Schäfermix) hochdrehen, bis die Ohren glühen. Aber genauso einfach (wenn man weiß wie) läßt sie sich zur Ruhe bringen.

Und der Simbär ist völlig labbiuntypisch aggressiv anderen Menschen gegenüber.

Ich könnte Spielzeug in die Gruppe werfen, dann gäbe es ein Gerangel, aber niemals ne Beißerei. Ich kann aber ne Handvoll Futter in die Mitte werfen und sie suchen Schnauze an Schnauze ohne Probleme.

Das was Du sagst wg. Mali: ich denke eher, daß sich viele Malis holen, weil sie eben auf den Beutetrieb stehen und sich diesen zu Nutze machen. Genauso wie sich vielleicht viele Rottis holen und stolz darauf sind, wenn diese sie verteidigen. Usw.

Also es ist ja jeder irgendwie stolz auf seine Hunde. Hab ich schon gesagt, daß sich Simba mittlerweile von davonrennenden Katzen abrufen läßt? Direkt vor ihm? :D Was ne Leistung nach 7 Jahren *lach*.

Öhm, also wenn jemand auf die Rasse Mali steht, dann will er halt auch nen "schwierigen" Hund. Und das sagen dann viele eben, Mali sind halt schwierig. Will ja keiner nen Kuschelmali. So wie keiner nen Killer-Labi will :D . Die Anlagen werden gefördert (auch wenn sie noch so daneben sind), weil die Leute sich eben meist deswegen diese Rasse ausgesucht haben. Kann ich mir jedenfalls so vorstellen.
 
Kosh's mami

Kosh's mami

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Ich glaub in diesem Fall ist die Verbindung von menschlicher Pädagogik und Hunden nicht wirklich angebracht...
Hunde wurden und werden gezüchtet und bewusst verpaart um bestimmte Züge hervorzuheben und dies ist bei Menschen nicht der Fall, weswegen das so ein bisschen hinkt ;)

Ich hab nie so wirklich dran geglaubt, dass wirklich vieles vererbt ist und an der Rasse liegt.
Ich dachte immer "Hund ist das, was du draus machst!"

Inzwischen bin ich aber ganz verwundert darüber, wie viel doch rassebedingt bzw. typenbedingt (beim mix) ist.
Cantona und Kosh sind beide aus dem Ausland und haben beide miese vorgeschichten.
Kosh war deshalb ängstlich, panisch, knurrig und murrig und ist das tw. bis heute noch.

Cantona hingegen kann den Boxer in ihr nicht verleugnen. Ihr wurden die Ohren abgeschnitten, als sie erwachsen war, sie wurde an einen Baum gebunden und für Hundekämpfe antrainiert.
Und sie findet alle Menschen unglaublich cool, liebt alles und jeden, findet Kinder wundervoll, lässt sich weh tun, vertraut, findet neue situationen absolut spitze und glaubt die welt ist ein einziger, wundervoler, verdammt lustiger spielplatz.
Sie ist ein totaler Quatschkopp und Clown.
Eben einfach eine herrliche Mischung aus Bollerkopp und Terriertier.
Sie ist ein unerschütterlicher Optimist.

Bei Mottines Beispielen muss ich aber auch sagen, dass da so vieles anerzogen erscheint...
Der Hund reagiert darauf, was der Mensch gut findet bzw. fördert.
Genauso wie der Hund darauf reagiert, wenn ein Mensch unwissend grobe Fehler macht.

Man kann Veranlagung eben negativ oder positiv beeinflussen.

Aber nach so unglaublich vielen Jahren gezielter Zucht auf bestimmte Merkmale kann man einfach sagen, dass da schon wirklich, wirklich viel in den Genen liegt.
Dann unterscheiden sich Hunde aus einer Genkombination halt auch noch vom Typ bzw. Charakter her und dann kommt da noch der Mensch und fördert bzw. unterfordert und macht und tut und je nach Veranlagung reagieren die Hunde da verschieden drauf.
Je nach Rasse und je nach verschiedenem Charakter...

Ich bin heilfroh, dass Cantona so unerschütterlich ist....außer Dampfkochtöpfe...die sind der Teufel!
 
mottine

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Danke an euch!

@Nino07
ja, Anlagen sind bei einer Rasse schon "gleich". Aber wie Du sagtest: jedes Lebewesen ist doch wieder anders. So sehe ich das auch.

@Catalina
also siehst Du es auch so: wenn ein Hund X macht, muß das nicht Anlage, sondern kann auch vom Menschen gemacht worden sein.
So sehe ich das auch, aber komischerweise andere nicht. Also die, die ich persönlich kenne, mit denen darüber sprach.

Ich habe natürlich nur das aufgezählt, was ich absolut als no go empfinde. Ich es so nie zugelassen habe. Andere schon und nun ist es die Rasse. Das finde ich schlimm.
Ich kann es einfach nicht verstehen, das man eigene Fehler als Rasse abstempelt.

Aber kurz zum Trieb:
doch, es gibt Malis, die kommen als Triebsäue zur Welt. Gerade die aus KNPV Linien. Viele wollen gar keinen mehr aus Holland/Belgien, weil die einfach nicht mehr klar in der Birne sind. Selbst gute HF bei Bund und Polizei sagten: Super Hund, aber sie haben keinen, der den führen kann. Also Finger weg.

Vergleiche mal meine mit einem Beispiel:
ich würde einen Ball in eine Dornenhecke werfen.

Rino würde ohne zu zögern in die Hecke mit voll Speed rasen, um an den ball zu kommen, sich dabei weh tun, wäre ihr egal.

Cendra würde zur Hecke rasen, bremsen, sich umschauen und sich eine Stelle suchen, wo sie mit "spitzen Lippen" den ball hervorziehen kann.

Lexa würde hinrennen, aber den Ball, wenn sie ihn nicht sieht, noch nicht intensiv suchen. Sie muß noch "geschubst" werden.

Beispiel Welpen:
Ging man bei Rino in den Welpenauslauf, hingen 10 Malikinder an den Hosen, zerbissen alles, hielten fest....solange man drinne war: nur Aktion und man mußte gut angezogen sein. Ohne Hilfe kam man da auch nicht so raus, weil immer einer sich wo festgebissen hatte.
(Rino ist Leistungslienie aus dem KNPV Holland). Die Mutter war so aktiv, ballfixiert, das sie zum Säugen (immer mit Ball im Maul) oft gedrängt werden mußte, eigentlich gar nicht dahin wollte. Sie verteidigte ihren Ball vor den Welpen, recht derb. Deshalb wurde auch kein Wurf mehr mit ihr gemacht, sie war keine "gute" Mutter.

Ging man bei Lexa in den Welpenauslauf, kamen alle angerannt. Sprangen an einem hoch, einige zogen an Hose und Schnürsenkel, aber so nach 10 Minuten hörten sie auf, legten sich hin oder beschäftigten sich untereinander, entdeckten die Gegend. Also gegen Rino sehr ruhige Welpen. So war auch die Mutter.
Sie lag die ganze Zeit Reiner auf dem Schoß, das der Züchter sagte: sie bleibt aber hier...... :D

Das wollte ich noch erklären. Es gibt leider auch die, die durchgeknallt züchten, weil sie Trieb mit "bekloppt" verwechseln.
Weißte, wie ich das meine?

[quoteSicherlich kann man züchterisch die Anlagen beeinflussen, über einen großen Zeitraum. Aber letztendlich ist der Halter derjenige, der den Hund dann prägt. ][/quote]
hier las ich mal, finde den Artikel gerade nicht, 70% seien haltergemacht, 30% Zucht.

@bärle
das mit dem Futter, macht Rino auch. Sie steht in der Küche, bleckt die Zähne, läuft steif Kreise und macht diese "Nieser". Kommt Reiner dazu, und sagt "ui, was gibt es denn da Feines?" (ist ihr Ritual), setzt sie sich eng vor ihn, drückt ihn so leicht weg und knurrt das man denken könnte, gleich zerlegt sie ihn.

Ist ein Hund in der Küche, macht sie auch mal einen Bellhopser auf ihn zu. Die anderen zeigen aber keine Reaktion. Wie Du sagtest, nehmen sie nicht ernst.
Cendra steht an der Tür, Lexa setzt sich in die Küche und mault Rino, guckt sie nur weg. Aber würde sie mehr machen, hätte sie aber Ärger mit mir.

Simbär.....labbiuntypisch......komischerweise sind das hier 80% der Labbis/leider auch Golden.
Ich kenne die "Labbiaufdringlichkeiten", aber die hier, kommen nicht an mit "uiuiui, da bin ich, freust Du Dich auch so?", sondern bollern in den Hund rein und beißen auch gleich zu.

Reiner sagte mal: komisch, die sind doch sonst so als lieb verschrien.........

Und ich weiß, das es sich nicht um die Rasse dreht, sondern die Halter absolut unfähig sind, den Hund so gemacht haben.

Das mit dem Futter ist hier auch so.
Spiel heißt: 100 heb´auf: 2 Handvoll Trofu in den Garten geworfen und sucht mal schön.

Zum schwierigen Hund.....
also, ich gebe Dir recht. Rinos Wurf, da waren die Kleinen schon weg, bevor sie 14 Tage alt waren. Man sagte mir ja: ein Hundesportler, der nur Sport machen will, hoch führen möchte, hätte sich aus Lexas Wurf nie einen Welpen geholt. Obwohl alle mit ihren Lütten zufrieden sind.
Ich meine, Weltmeister werden ja nicht geboren, dann müßte man ja nur die Gewinner verpaaren.

Und ja, ich erlebe so oft, das die HF stolz sind, wenn ihr Mali das oder das tut, weil es ein Mali ist......aber er ist auch nur ein Hund.

Bsp:
jeder Hund kann einem Hasen hetzen. Aber das WIE, das ist die Rasse. Man könnte hier nie den Afghanen mit einem Schäferhund vergleichen.

Danke für Eure Antworten!
Also ist, grob gesagt, die Antwort: das ist halt die Rasse nix anderes als der letzet Ruf: der tut nix........
 
mottine

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

@Kosh's mami
haben uns überschnitten. Auch Dir danke.

Dein letzter Abschnitt, woltle nicht zitieren, bin ich schon immer lang im Text...

Voll zustimm´.
Eine Rasse hat also bestimmte Merkmale, die sie von anderen Rassen unterscheidet. Aussehen, Fell, Größe, Charakter....

Aber wenn ich allen meinen Hunden ins Maul schauen kann, aber einem nicht, sage mal Schnauzer. Dann kann ich doch nicht sagen: der mag das nicht, weil er ein Schnauzer ist?!
Entweder bin ich nicht in der Lage, im zu zeigen, was ich will.....oder er weiß: wenn ich knurre, hört die auf, weil ich (Hund) das nicht will. Also wäre es ja dann hier das Wesen den einzelnen Hundes, dieses Schnauzers.....und nicht: man kann keinem Schnauzer ins Maul schauen.
 
Selkie

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

hier las ich mal, finde den Artikel gerade nicht, 70% seien haltergemacht, 30% Zucht.
Ich habe mal gelesen: Das Verhalten ist zu 100% von den Genen und zu 100% durch die Erziehung beeinflußt.

Ein Lebenwesen bringt ein bestimmtes Repertoire mit. Das steht fest. Ein rassetypischer Beagle wird kein Wachhund, egal was ich mache. Andersrum genauso. Eine Erziehung, die das nicht beachtet, ist zum Scheitern verurteilt.

Wie das vorhandene Repertoire tatsächlich geformt wird, ist Erziehung (wobei Erziehung nicht nur vom Besitzer ausgeht - alles was der Hund erlebt, ist Teil seiner "Erziehung"). Ein wachsamer Belgier wird immer wachsam sein, aber er muß nicht jeden Besuch auffressen.

Also kann ich doch bei 3 Hunden aus verschiedenen Züchtungen sagen: ja,
es gibt rassetypische Merkmale, aber alles läßt sich nicht drauf
schieben.
Das halte ich für den zentralen Punkt.
Wenn es keine rassetypischen Merkmale gäbe, dann wäre Zucht sinnlos. Wenn aber der Hund so wie in den von dir beschriebenen Beispielen von seinen (vermeintlich oder realen) rassepytischen Merkmalen geprägt wäre, dann hätte Zucht versagt (und dann wären Hunde wohl nicht so erfolgreich als Haustiere).
 
dietutnix74

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Ich mach´s mal noch kürzer ;-)

Ich könnte aus nelly ruck zuck den von Dir beschriebenen Mali-Typ machen. Mit Anton als HSH-Mix hätte ich das nie geschafft.
 
B

bärle

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Jana könnte ich z. Bsp. in Sekundenschnelle extrem hochpushen, da muß ich mir bei Simba schon sehr viel mehr Mühe geben. Bei Jana, würde ich die regelmäßig, bzw. dauerhaft mit Beutebelohnung führen oder sie sonst wie hochdrehen, packt die auch schonmal zu. Nicht böse. Ich denke, sie bekommt das gar nicht mit. Aber genauso einfach ist es, sie ruhig zu führen. Wenn jetzt jemand auf einen aufgedrehten, hibbeligen Hund steht (ich nicht, hab schon einen :D ), der würde sie so hochpushen, das könnte auf Dauer schief gehen.

Zum Thema ins Maul schauen. Labbis haben ja normalerweise ein weiches Maul. Ich übe auch mit allen, Zähne/Rachen anschauen, sich untersuchen und überall anfassen zu lassen. Aber bei Simba, sobald ich dem an die Zähne gehe oder versuche, das Maul zu öffnen, geht das zu wie ein Schraubstock und ist auch mit Gewalt nicht aufzubekommen. Er hat draußen mal was aufgenommen (ganz am Anfang als wir ihn hatten) und wir haben es ihm mit einem Stock rausgehebelt! War nicht lustig. Mit Lefzen gegen die Zähne drücken usw., keine Chance.

Mit viel üben haben wir ihn jetzt so weit, daß wir ihm das Maul öffnen können. Aber der erste Reflex, wenn wir ans Maul fassen ist "Maul zu", und zwar ganz fest.
 
mottine

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Also seit Ihr auch der Meinung: es gibt DIE rassetypischen Eigenschaftten, aber man kann nicht alles darauf "schieben".

Bei den Unterschiede bei meinen habe ich ja nur das aufgezählt, was anders ist, als Vergleich. Da ich weiß, wie Rino als Junghund aufdrehte, machte ich bei den anderen beiden einfach mehr Ruhe.

@dietutnix74
das meinte ich: würdest Du Nelly nur noch hochfahren, könntest Du dann sagen:
das macht die, weil Mali..........oder käme auch in Betracht: das macht die, weil ich es fördere.

Nur fährst Du sie so hoch, das Du sie nicht mehr runter kriegst, kannst Du dann sagen: dafür kann ich nix, ist ein Mali?

Weißte, wie ich das meine?!

@bärle
Jule.......da mußte ich auch oft mal den Superkasper machen, das sie mal hüpfend aus sich raus kam. Bei anderen Airdales ging das auch leichter, schneller.

Das feste Zukneifen kenne ich aber auch, wenn was im Maul ist, sie es nicht hergeben wollen.
Da muß man gegen die angespannte Kiefermuskulatur drücken.
Mache mal bei Dir:
Mund feste zu.....drückste nun gegen die Wangenhaut an die Zähne....nix. Drückste aber hinten auf den Kiefermuskel......geht Dein Mund auf. ;)
 
Kosh's mami

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Mein Ex Freund war der Meinung, dass ich es schaffe jeden Hund hibbelig zu machen...
Elvis kam als total ruhiger Geselle zu mir.
Ich habs geschafft, dass er genauso kawumms wurde wie Kosh.

Aber ich mag Hunde auch so...Ich mag sie wach und stets zu allen schandtaten bereit!

Man sollte sich natürlich nie hinter der Rasse verstecken.
Wenn man das macht, dann hat man sich in der Rasse vertan, weil man es nicht schafft sie richtig zu händeln.
Denn so lieb mir Cantonas Übermut auch ist, kann ich mich ja nicht vor die Mami mit dem schreienden, eben umgerannten Kind stellen und sagen, dass Boxer eben sehr temeramentvoll und kinderverrückt sind.
Genausowenig, wie ich mich hinstellen kann und alles damit entschuldigen, dass ich sie erst vor nem Jahr aus dem Zwinger geholt habe und es verdammt schwer ist eine zweijährige Hündin zu erziehen.

Ich denke, dass es insgesamt bescheuert ist Entschuldigungen für unangebrachtes Verhalten seines Hundes zu suchen...
Weil die Schuld halt einfach am End doch nur an dir liegt.
Bequemer ist es aber in jedem fall erstmal beim Hund, in den Genen oder der Umwelt zu suchen ;)
 
mottine

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Gut gesagt.
Aber ich kenne das auch.
Rino war immer sehr hibbelig, kannte das Wote langsam überhaupt nicht....aber ich habe mich immer an ihren Bewegungen so erfreut. Aber in der Wohnung war Ruhe, draußen durfte sie rennen.
Im Arbeiten, da hätte ich mehr Ruhe machen müssen......sie hibbel, ich dann irgendwann kirre....selber nervig.
Aber war doch schön so :D War ja händelbar.

Der wievielte Hund war das bei Dir? Wie alt warst Du? Das kommt nämlich auch noch dazu.

Ich kenne viele Maliführer, im "älteren" Bereich, die führen ganz anders, lockerer, ruhiger, als die Jüngeren.
Ausnahmen gibt es immer!

Weil die abgeklärter sind, denke ich.
 
Kosh's mami

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Meine Hunde waren und sind händelbar...Cantona noch leider viel, viel über die Leine, weil sie die konzentrationsspanne einer Eintagsfliege mit ADHS hat...die Fortschritte sind nur sehr, sehr kleinschrittig...

Kosh habe ich mit 18 bekommen.
Elvis kam mit 22 dazu. Oder 21.
Cantona jetzt, 26.

Bei Kosh war es einfach die Freude, dass er NUR mir gehört. Ich habs so genossen, dass der auf jede Faser meines Körpers reagiert und kleinste Anspannungen mitmacht und wenn ich aufstehe auch aufsteht und mich überall hin begleitet hat.
Damals wars mir noch egal, dass das auch bedeutet hat, dass er nur mit mir rausgegangen ist und alles angeknurrt hat, wenn ich geschlafen habe. Ich fands klasse...so ein wilder kleiner Raufbold!

Elvis kam dann als totale Trantüte. War ja auch krank. Als er dann gesund wurde, freute ich mich über jedes hibbeln und über jeden wachen blick, dass ichs ihm halt auch angewöhnt habe immer auf dem sprung zu sein, wenn ich in action gerate.

Mein Ex meinte immer, dass wenn ich weg war, dass die sofort wie ausgewechselt waren. Ruhig, haben nur rumgelegen, auf keine Geräusche reagiert und beim Gassi sind sie nur rumgelatscht...Aber so wollte ich die beiden ja auch nicht haben.

Und Cantona ist so von Natur aus.....sie kennt nur Galopp, wurde leider ohne Bremse geliefert und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt...
Sie ist ungefähr so, wie du Rino immer beschrieben hast. Die macht ihre Geschäfte quasi noch rennend, galloppiert so auf einen zu, dass man sich wünscht, dass sie es noch pünktlich schafft vorzusitzen und nicht in einen reinbrettert, und trab und schritt gibts einfach nicht. Aber auch da steh ich total drauf.....Ich liebe es, wenn sie über beide Backen grienst und die Geschwindigkeit genießt. Sie liebt es schnell zu sein.

Wahrscheinlich wäre sie bei einem anderen Menschen schon ruhiger als sie es bei mir ist....

Aber, auch wenns mich manchmal nervt, ich brauche wache Hunde, die leicht hibbelig sind.
Ich mag das einfach. Die Animation und die Stimmung :love:
 
mottine

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AW: Erbanlagen...Umwelteinflüsse.......?

Ja, wenn Du das so willst, damit klar kommst, keiner (Du, Deine Hunde) "leiden", dann paßt es doch!

Aber Du kämest nie auf die Idee das NUR auf den Hund zu schieben. Ich finde das irgendwie zu einfach.
Ja, wie bei Kindern......plötzlich haben alle ADHS.......oft, weil die Eltern sich nicht so beschäfigen, wie sie es bräuchten........ist dann die Diagnose und Tablette einfacher......
 
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