warum meinen hund zum schutzhund ausbilden?????

Diskutiere warum meinen hund zum schutzhund ausbilden????? im Schutzdienst Forum im Bereich Hundespiele, Sport und Freizeit; hallo, ich bin mir im klaren darüber, dass dieses thema ein reizthema ist. aber ich verstehe nicht, warum ganz normale hunde, die absolut nicht...
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Hundenarr1

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hallo, ich bin mir im klaren darüber, dass dieses thema ein reizthema ist. aber ich verstehe nicht, warum ganz normale hunde, die absolut nicht für den schutzdienst geeignet sind (auch unter anderem schäferhunde), trotzdem zum schutzdienst rangezogen werden.
es gibt schutzdiensthelfer, die absolut nicht in der lage sind zu erkennen, ob ein hund sich gerade im spieltrieb, oder beutetrieb befindet. komme öfters in den genuß mir die arbeit auf verschiedenen plätzen anzusehen und bin immer wieder entsetzt, wie ehrgeizig normale hundeführer (wie du und ich) an diesen sogenannten "HUNDESPORT" herangehen.:cussing:
ich für meinen teil bin der meinung das ein hund seine aufgaben ganz genau einzuschätzen weiß. bedeutet:
wenn ich mit meinem hund spazieren gehe......es ist dunkel......reagiert er ganz anders, wenn ich angst zeige. er wird sehr viel aufmerksamer und beobachtet genau was ich tue. Gehe ich souverän mit der situation um ist er ruhig......zeige ich angst.....knurrt er.
warum muss ich, als privatperson, meinen hund zum schutzdienst ausbilden lassen???? ich verstehe es nicht.

versteht mich nicht falsch, mache mir darüber nur so meine gedanken und vielleicht könnt ihr mir einen tipp geben, warum privat personen diesen sport so toll finden? ( außer Polizei, Grenzposten usw.)

muss dazu sagen, dass ich schon mehrmals beobachten durfte, dass sich sogenannte polizeiführer mit ihren hunden unterwegs befanden und diese einen maulkorb getragen haben. frage mich dann wieder warum. entweder sie stehen im absoluten gehorsam........dann benötigen sie auch keinen maulkorb........oder????? ?( ?( ?( ?(
ein thema was mich beschäftigt lg astrid
 
26.11.2003
#1
A

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B

B'Lana

Gast
uiuiuiuiui... einReizthema... auf alle Fälle. Ich sehe das eigentlich so wie du, ujnd stoße damit auch an. Nicht hier im Forum, aber auf m Hundeplatz halt. Wenn man nämlich KEINEN Schutzdienst macht, wird man nicht ernst genommen und nur belächelt. Ich habe da schon mal eine Diskussion zu gestartet, in der man mir Schutzdienst generell mal erklären sollte. War ganz interessant. Aber trotzdem habe ich bemerkt, das diese Art Hundesport nichts für mich ist. Ich brauch es nicht. Persönlich denke ich zwar, das jeder mit seinem Hund machen soll, was er will ( natürlich nicht quälen und so ) und man mich einfach in Ruhe lassen soll.
Aber die Fragen: wieso immer ncoh so verbissen Schutzdienstz gemacht wird, oder warum ein ach so toll ausgebildeter Schutzdiensthund, in "freizeit" einen Maulkorb trägt ( kenne ich nämlich auch VIELE!!!!)... diese Fragen sind wohl einfach ein Reizthema und nicht klar zu beantowrten. Fragt man 3 Leute, bekommt man 10 Antworten.

Aber kann mir vielleicht noch mal jemand was erklären? Also NUR im Bezug auf Schutzdienst, was ist da der Unterschied zwischen Beutetrieb und Spieltrieb... naja.. vielleicht sollte ich das als generelles Thema stellen.. ich eröffne einen Threat.

Grüße
 
Kyra

Kyra

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?( Tja, so ne richtige Antwort weiss ich darauf auch nicht...

Aber dazu fällt mir der Sicherheitsdienst in meiner Nachbarschaft ein. Die haben Schäferhunde. Wieviele weiss ich gar nicht, denn keiner geht regelmäßig mit denen raus. Oder sie sind arbeiten, keine Ahnung.
Jedenfalls sind da ständig neue Mitarbeiter, also auch Hundeführer. Begegne ich einen von ihnen mit Hund, dann können sie den Schäferhund kaum halten. Auch nicht, wenn ich nur mit meinen Kindern ohne Hund unterwegs bin. :( Zu meinen Hunden dürfen sie nie. Nein, die sind ausgebildet, die vertragen sich nicht.. :( :(
?( ja, da frag ich mich manchmal auch.....
 
Kyra

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?( Tja, so ne richtige Antwort weiss ich darauf auch nicht...

Aber dazu fällt mir der Sicherheitsdienst in meiner Nachbarschaft ein. Die haben Schäferhunde. Wieviele weiss ich gar nicht, denn keiner geht regelmäßig mit denen raus. Oder sie sind arbeiten, keine Ahnung.
Jedenfalls sind da ständig neue Mitarbeiter, also auch Hundeführer. Begegne ich einen von ihnen mit Hund, dann können sie den Schäferhund kaum halten. Auch nicht, wenn ich nur mit meinen Kindern ohne Hund unterwegs bin. :( Zu meinen Hunden dürfen sie nie. Nein, die sind ausgebildet, die vertragen sich nicht.. :( :(
?( ja, da frag ich mich manchmal auch.....

Obwohl das ja keine "privaten" Schutzdiensthunde in diesem Fall sind..
#




uuups nu is alles zweimal da - ist mir auch noch nie passiert.. ?( ?(
 
Rainer und das Mogeltier

Rainer und das Mogeltier

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Hallo Astrid,

wir hatten das hier vor einiger Zeit schon mal so ähnlich durchdiskutiert ... zunächst einmal eine kleine Anmerkung zu Deinem Beitrag:

Du hast richtig angemerkt, dass sich Schutzdienst im Beutetrieb/Spieltrieb abspielt - das heißt, der Hund sieht den Schutzarm als Beute an und ist an der Person Figurant nicht im geringsten interessiert - außer eben das der die Beute trägt.

Du verknüpfst dann die erste Aussage damit, dass ein Hund in einer Gefahrensituation "genau weiß was er zu tun hat" - hier vergleichst Du Äpfel mit Birnen da sich der Hund hier, wenn er denn wirklich angreifen sollte im Wehrtrieb befindet.

VPG-Sport hat nicht mehr das gerinste damit zu tun, den Hund auf Personen "scharf" zu machen - es ist einfach ein sehr anspruchsvoller Sport für Hund und Halter. Besonders Ausbildungstechnisch finde ich persönlich die ganze Sache sehr anspruchsvoll und es ist eine prima Beschäftigung für den Hund und auch für mich ... mit dem angenehmen Nebeneffekt das mein Hund wahrscheinlich einen besseren Gehorsam zeigt als ein Haus- und Familienhund mit dem in keinster Weise gearbeitet wird - und vor allem er zeigt diesen Gehorsam freudig ...

Man muß natürlich auch sagen, dass es auch hier schwarze Schafe gibt - ob es jetzt bezüglich Ausbildungsweise oder auch die Arbeit im Schutzdienst selbst ist - es gibt leider immer noch genug Leute die nur im Wehrtrieb arbeiten und dann mit dem Ergebnis nicht mehr klarkommen - nur ein Hundesportler wird schon aus eigenem Interesse heraus die Beutearbeit bevorzugen da der Hund hier viel "sauberer" ist...

Und zu guter Letzt - die übertriebene Ernsthaftigkeit - auch hier kommt es doch immer auf den jeweiligen Hundeführer an - und diese übertriebene Ernsthaftigkeit siehst Du auch in jeder anderen Sparte des Hundesportes - z.b. im Leistungsbereich des Agility - wenn ich mir hier manches Training ansehe - soviel Zwang habe ich noch auf keinem Platz gesehen auf dem ich VPG - Sport betreibe - wie gesagt es liegt immer an der Grundeinstellung des Hundeführers - nicht nur manche VPG - Leistungssportler sehen ihre Hunde als Sportgerät - das ist in allen anderen Sparten auch so und in meinen Augen ziemlich krank....

Gestatte mir noch eine kleine Anmerkung zum Schluß - Dein Beitrag stellt sich mir dahingehend dar, dass Du Dich nicht wirklich mit der Materie auseinandergesetzt hast und auch hier leider nur alte Vorurteile aufgewärmt werden.
 
H

Hundenarr1

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@ mogwli und rainer,
tut mir leid, aber dahingehend muss ich dir leider widersprechen, denn hätte ich mich mit genau dieser sportart nicht genau auseinandergesetzt, dann hätte ich noch ganz andere sachen aufgezählt. dies habe ich unterlassen und möchte ja auch niemanden angreifen auch dich nicht. ich habe extra in meiner ausführung erwähnt, dass mich dieses thema interessiert. ich habe, glaube ich zumindest niemanden persönlich angegriffen....oder ?( ?( ?(

ich habe erlebt, dass hund, die nicht funktionieren mit elektro gefügig gemacht werden, ich habe gesehen, dass hunde über würgehalsband gefügig gemacht werden und vieles mehr. möchtest du mir erzählen, dass dies die richtige erziehung für einen hund ist??? ich habe erlebt, dass hunden auf den kopf gehauen wird, wenn sie nicht auslassen....usw. :( :( :( :( :(
nein, tut mir leid, wenn du mir erzählen willst, dass ich mich mit diesem thema nicht genug auseinandergesetzt habe, muss ich dir widersprechen, vielleicht habe ich mich zuviel damit beschäftigt.......:angryfire:

lg astrid
 
Rainer und das Mogeltier

Rainer und das Mogeltier

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Hallo Astrid,

zunächst einmal Nein - Du hast niemanden persönlich angegriffen

Zu den von Dir angesprochenen Ausbildungsmethoden - mein Ding ist das auch nicht - nur findest Du ähnlich gelagerte Verhaltensweise von Erfolgsgeilen Menschen auch in allen anderen Hundesportbereichen - auch im Agility wird geprügelt und getackert und und und ... das alles hat aber nichts mit den Leuten zu tun die einfach nur zum Spaß für sich und den Hund Sport betreiben...

Es mag sein, dass Du bisher nur schlechte Dinge gesehen hast aber ich bin immer noch der Meinung das Du Dich eben nicht intensiv und wertfrei mit dem Thema Schutzdienst beschäftigt hast - das schließe ich immer noch aus Deiner Verknüpfung von Schutzdienst und Wehrverhalten in Deinem Eröffungsthread ...

VPG - Sport vernünftig betrieben hat nun mal überhauptnichts damit zu tun ob und wie der Hund Dich z.b. beschützt - richtig aufgebaut wirst Du Hunde sehen die einen Riesenspaß auf dem Platz haben .... und Fehler sollte man nicht jedem Hundesportler vorhalten - man kann eben nicht alle über einen Kamm scheren - auch nicht alle Schutzhundler.

PS:
Mein Hund kennt weder ein E-Gerät (was ich aber nicht grundsätzlich ablehne) noch einen Stachelwürger (welchen ich grundsätzlich ablehene) noch sonstige Starkzwänge oder Prügel ....
 
H

Hundenarr1

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hey rainer,
du hast ja recht, wenn du mir damit kommst das auch in verschiedenen anderen sportarten ziemlich harte bandagen gebraucht werden. aber ich kann nicht nachvollziehen warum diese überhaupt gebraucht werden.....????? vielleicht verstehst du einfach nicht was ich meine oder aber ich drücke mich mal wieder völlig verkehrt aus.
verstehe eigentlich auch nicht warum du elektro nicht ablehnst, hast du schon mal so ein gerät um den hals bekommen???
aber dies ist wieder ein neues thema und ich habe eigentlich so gar keine lust mich herum zu streiten.
mich hat eigentlich nur interessiert warum hundeführer ihre hunde zu schutzdiensthunde ausbilden lassen. ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass ich hier einigen persönlich auf den schlips trette. das war nicht meine absicht. :( :(
lg astrid
 
Rainer und das Mogeltier

Rainer und das Mogeltier

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Hi Astrid,

Du bist niemandem, zumindest mir nicht, auf den Schlips getreten - ich wollte eigentlich nur vermitteln, dass auch VPG ein reiner Spaßsport sein kann - was ja mit der ursprünglichen Schutzhundausbildung eigentlich überhaupt nichts mehr zu tun hat.

Mich stört nur die pauschalisierung das alle Schutzhundler ihren Hund quälen - nochmal man braucht - egal in welcher Sportart solche Ausbildungsmethoden NICHT und jeder Hundeführer welcher seinen Hund der besseren "Funktion" wegen so behandelt verdient einmal das gleiche - letztendlich kann man aber auch VPG - Sport ausüben und seinen Hund trotzdem Motivationsbasierend ausbilden ...

Zum Thema E - Gerät nur ganz kurz - ja - ich hab so ein Gerät schon auf der Haut gehabt - ich finde es ist weniger Schmerzhaft als ein Leinenruck mit einem normalen, nicht auf Zug gestellten Gliederhalsband - allerdings lehne ich das E - Gerät in der Ausbildung auf dem Platz auch ab - hier hat keinerlei Starkzwang etwas verloren - das Ding hat aber seine Berechtigung um gewisse für den Hund oder das Umfeld gefährliche Situationen eventuell zu unterbinden (einziger Einsatzbereich den ich mir vorstellen kann ist die Kontrolle des Jagdverhalten bei Hunden die bereits Beutebestätigung hatten)


Letztendlich habe ich den Eindruck, dass Du VPG - Sport nur an brachialen Ausbildungsmethoden festmachst - und das stimmt einfach nicht - es geht auch anders - und es kann auch Spaß machen wenn man das ganze als das sieht was es ist bzw. sein sollte ... reine Beutespielerei
 
D

Diana7

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guten morgen zusammen,

mir stellen sich mal wieder die haare zu berge wenn ich höre das immernoch leute nur die üblichen vorurteile vom schutzdienst vorbringen. ich führe auch meinen schäferhund im vpg und er kennt bis zum heutigen tag auch keinen starkzwang. und das obwohl er einen wahnsinnigen beutetrieb hat. er ist mit 15 monaten sauber weil wir eigentlich von anfang an das aus geübt haben und positiv verknüpft haben. ich werde ihn nie prügeln oder sonst was. ein e-gerät hat er jedoch beim spazieren gehen immer drauf weil er wildert was das zeug hält. und bevor jemand fragt ja ich habe mir das ding vorher selber dran gehalten. und ich finde es bei weitem nicht so schlimm wie ihn nur an der leine zu halten oder sonst was.

liebe grüße

diana und ihre monster
 
T

Taddi1

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Die Hunde von meinem Vater waren/sind alle auch im VPG-bereich ausgebildet. Keiner von ihnen hat jemals ein Tele oder einen Stachler umgehabt! Für die Hunde ist es eine Sportart, die ihnen ermöglicht aus sich raus zu kommen, Stress (der sich im Alltag aufbaut) abzulassen, Beute zu machen und und und. Kaum eine andere Sportart ist so vielseitig (Fährte, UO, Schutzarbeit).
Man sollte vielleicht etwas unterscheiden zwischen der Sportart an sich und denen, die sie falsch ausüben. Keiner unserer HUnde wird in der Öffentlichkeit mit Maulkorb geführt. warum auch?
Bei Diensthunden sieht das etwas anders aus. Da ist es eine Haftungsfrage. Wenn ein DH in einen Beissvorfall verwickelt wird, ist er schneller dran als jeder "normale" Familienhund. Behörden fackeln da nicht so lange wie wir.
 
B

B'Lana

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Also ich persönlich bin auch kein Freund des SChutzdienstes. Ich glaube euch, das es euren Hunden Spaß macht. Ja!!!!! Ich habe auch schon einen Hund gesehen, der einfach aus Spaß an der Freude dabei war. Aber ich habe leider noch nie einen entsprechenden Hundeführer oder Ausbilder gesehen und ich habe mir VIELE Hundeplätze angeschaut. Ja, ihr könnt nun sagen, dann waren es halt die falschen Hundeplätze gewesen, aber wie lange soll man denn suchen? Also wenn ich bei 5 Hundeplätzen nur falsche Ausbildung ( in meinen Augen ) sehe, dann hat sich das Thema für mich erledigt. Richtig interessiert hat es mich eh nicht, aber informieren wollte ich mich schon.
Ist aj auch egal. Ich glaube euch schon, das euren Hunden das Spaß macht und das es auch ohne Druck geht ohne Prügel oder sonst was. aber das will ich mal sehen. Ladet mich mal ein. Das meine ich voll ernst!!! Ich will es sehen!!! Hier sind eben nur so alt eingesessene Vereine, wo man den Hund NUR auf Kette ausbilden kann. Ach ... schon wieder das Thema.

Ich glaube euch, das es ein Hundesport ist, der Hund und Führer genauso Spaß machen kann, wie Agility. Ohne Zwang und Druck. Und ich WEIß das es in andern Hundesport arten genauso viele schwarze Schafe gibt, wie beim Schutzdienst. Ich glaube euch, aber ich habe es eben selbst noch nie erleben dürfen!!! Schade, sehr schade.

Ich für meinen Teil habe also beshclossen, es einfach seien zu lassen und die anderen eben auch machen zu lassen. Jedem das seine. Aber Vorurteile können nicht aus der Welt geschaffen werden, wenn sie immer wieder nur bestätigt werden. ?( Schade, sehr schade.

Allerdings, Hundenarr, fand ich das damalige Thema, das ich angefangen hatte, sehr gut. Ich kann hier leider nicht die alten Beiträge verlinken. Er hier glaube ich ... ähm... nein, eigentlich weiß ich nicht mehr wie er hier. Aber ich habe ihn Ende August / Anfang September gestartet udn er hieß irgendwie was mit Schutzdienst erklären oder so.

Grüße
 
C

cessie

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Hallo zusammen,
auch ich muß mal blöde Fragen an die Schutzdienstsportler loswerden, dazu muß ich aber erst mal ein Stück ausholen.
Dass Diensthunde (Polizei/Bundeswehr/Sicherheitsdienste) darauf trainiert werden, ihren Hundeführer zu verteidigen und einen flüchtigen Verbrecher (eventuell auch am Ende einer Fährte) zu stellen/kampfunfähig zu machen leuchtet mir ein. Ebenso, dass diese Diensthunde in der Öffentlichkeit aus haftungsrechtliche Fragen einen Maulkorb tragen müssen (leider aber oft auch in "Einzelhaft" gehalten werden).
Nun meine Frage: Warum muß im Hundesport dann ein Mensch (bzw. der Arm eines Menschen) die "Beute" sein? Wo doch diese Hunde nicht als Diensthunde eingesetzt werden sollen? Gäbe es da nicht andere Möglichkeiten?
@ Diana
Hast du den Teletak auch bei der Fährtenarbeit dran? Oder wildert Dein Hund dabei nicht? Ich würde behaupten, wer den (tierschutzrechtlich bedenklichen) Teletak braucht, um den Hund vom Wildern abzuhalten, hat irgendwann mal Fehler bei der Ausbildung gemacht (aber Fehler macht ja jeder mal - ich auch). Wobei ich weiß, dass das Abhalten vom Wildern ein schwieriges Problem sein kann.
So, nun könnt Ihr entscheiden, ob Ihr auf mein unqualifiziertes Geschreibsel antworten wollt - wenn ja, dann bitte nur mit sachlichen Argumenten.
LG Andreas
 
T

Taddi1

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Hallo Andreas,

es ist ja nicht der Mensch oder sein Arm die Beute, sondern der Ärmel. Also eigentlich nichts anderes als zB. eine Beisswurst oder ein anderes Spielzeug. Der Ärmel ermöglicht dem Helfer aber ein schnelleres und präzieseres agieren als mit einem Spielzeug, dass man entfernter vom Körper hält.
Natürlich spielen auch die alten "Traditionen" der Schutzhundesportes eine Rolle dabei. Nur ist man heute davon so weit weg wie nur was. natürlich kann man anstatt des Ärmels eine Beisswurst oder ein Beisskissen nehmen. Aber warum sollte man? Für den Hund macht es keinen Unterschied. Aber jeder, der schon mal einen Hund gehetzt hat wird bestätigen können, dass man mit dem Ärmel um einiges weniger und schneller ist als mit einem anderen Spielzeug.
 
D

Diana7

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hallo cesie,

ich habe troll bekommen als er sechs monate alt war und er hat es von anfang an gemacht. ich denke auch das irgendwelche fehler bei der ausbildung gemacht worden sind. aber jetzt macht er es eben. ich habe mit langer leine gearbeitet u.s.w.! er hat die schleppleine 2 x durchgerissen, 1 x war sie um meinen fuß gewickelt als er losrannte mit dem ergebnis das ich jetzt eine riesen narbe am fuß habe. das mit dem bein war mein fehler ganz klar aber denoch hatte ich die schauze da voll. glaub mir ich habe viel mit ihm probiert was das angeht nicht an geholfen. und wie gesagt ich habe mir das ding selber dran gehalten weil ich meinem hund keinen schmerz zufüge wo ich nicht weiß was ist das für ein schmerz. und glaub mir es ist wie ein kribbeln zumindest auf der stuße die troll braucht damit er sein wildern unterbricht und zurückkommt.

die frage mit der fährte ist wohl ganz klar. auf der fährte hat er keinen takker um. schließlich ist er da an der 10 meter und mir ist auf der fährte noch keine hase begegnet. falls das passieren sollte ist er wahrscheinlich weg. aber auf der fährte zwang zu benutzen halte ich für total übel. falls mir irgendwann ein hase begegnet und es ist prüfung bin ich wahrscheinlich druchgefallen aber das ist dann halt so.

aber ich denke wir kommen hier vom thema ab.

liebe grüße

diana und ihre monster
 
Hermine

Hermine

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Hallo,

tja - wieso hat der Diensthund einen Maulkorb?

Weil ein zivilscharfer Diensthund und verspielter Ärmelhund zwei paar Stiefel sind....

Und eventuell könnte noch das Ausbildungsniveau der Diensthunde eine Rolle spielen: Aber da kenne ich mich nun wirklich nicht aus.....

Wieso wird mit Starkzwang "gearbeitet" bzw. gequält?
Weil der Aufbau schon verkehrt ist. Weil der aufgeputschte Hund scheinbar "viel wegsteckt".
Warum kommt das soweit? Weil es an Reflexion mangelt.
Wieso? Das will ich nicht weiter ausführen. :D

Hockt Euch mal in irgendein Vereinsheim und hört die sagenhaften Anekdoten an. Spart den Eintritt für Gerhard Polt!

Ach ja: Falls ich dafür genug Humor und auch Durchhaltevermögen für meinen privaten, inneren Schweinehund habe, könnte ich mir meinen nächsten Hund schon im Schutzdienst vorstellen :D


;) Grüße
Hermine
 
D

Diana7

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nochmal hallo zusammen,

eigentlich wollte ich mich aus dem thena zurückhalten weil ich mich eigentlich immer aufrege muß aber dennoch jetzt noch was loswerden.

immer aber auch wirklich immer wenn es um das thema schutzdienst geht denkt jeder sofort an zwang, druck schmerz beim hund. natürlich gibt es viele scharze schafe aber die gibt es nun wirklich überall. ich habe es schon erlebt das beim tunierhundesport weil der hund dem führer vor die füße gelaufen ist eine deftige tracht prügel bekommen hat. aber davon spicht einfach niemand. niemand fragt wofür ist tunierhundesport gut oder sonst irgendein hundesport. es läuft doch eigentlich immer auf das gleiche raus egal welcher sport. beschäftigung für hund und mensch. wie man diesen sport betreibt ist jedem selber überlassen bzw. überall gibt es schwarze schafe. in jeder sportart gibt es menschen die es nicht mehr aus spaß machen und dann gibt es egal in welcher sportart druck für den hund. den wenn man es nicht mehr aus spaß macht will man hoch hinaus und dann geht es nicht mehr ohne druck (denken zumindest viele).

liebe leute schutzdienst ist nichts anderes als jede andere hundesportart beschäftigung für mensch und tier. man kann alles hinterfragen warum ist es dann ein ärmel und kein ball. mein gott was soll das. kein hund der schutzdienst macht ist scharf gemacht oder sonst was. troll hat am samstag ein leer versteck nicht genommen der helfer hat den arm fallen lassen und troll stand da und verstand die welt nicht mehr. ist das ein scharf gemachter hund???

gruß diana
 
B

B'Lana

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ich denke, der Tacker ist verboten?

Also ehrlich gesagt, verstehe ich das nicht. In meiner Hundeschule habe ich gelernt, das der Tacker mit Eschock VERBOTEN ist, laut dem Tierschutzgesetz. Ist das vielleicht je Bundesland anders?

Für mich kommt ein Tacker nie in Frage, denn auch ich sehe es so, das da im Vorfeld etwas falsch gemacht wurde. Es ist richtig, wenn man sagt: lieber einmal einen Tacker, als ein lebenlang an der Leine. JA!!! Da stimme ich zu. Aber ein Tacker ist in meinen Augen nur richtig eingesetzt, wenn er als EINMALIGE Schockstrafe eingesetzt wird. Als Beispiel: der Hund wildert, läuft ständig weg. Sämtliche andere Trainingsmethoden blieben erfolgreich, also ein Tacker kommt dran. Der Hund wildert wieder und PENG, ein Schlag. Hund reagiert. Erfolg! Hund zu sich rufen, blablabla. Dies muß man vielleicht 2,3 mal wieder holen. Wenn der Hund dann immer noch wildert - tja... dann war es wohl nicht richtig.
Denn dann steht ein leben an der SChleppleine, einem Leben mit dem Tacker gegenüber. Es sei denn der Hund hat das schere Halsband mit dem Wilderern verbunden und wildert NUR, wenn dieses schwere Halsband NICHT dran ist, sprich, er trägt zwar den Tacker, er wird aber nicht eingesetzt.
Dann nehme ich doch lieber die schmerzfreie Methode Schleppleine, anstatt den Tacker.
ABER!!!! Das ist MEINE Meinung. Das kann jeder mit seinem Hund machen, wie er es für richtig hält. 8)

Grüße
 
Wiesie

Wiesie

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Stimmt, es gibt überall schwarze Schafe.

Wir hatten in unserer Rettungshundestaffel mal einen Briard der im Schutzdienst geführt wurde. Ein toller Rettungshund und absolut friedlich. Ob die Opfer nun wegliefen oder den Hund bedrohten, das war ihr total egal, sie machte ihre saubere Anzeige.

Ein anderer "Huneführer" wollte mit seinem DSH in unserer Staffel arbeiten. Der Hund wurde auch im Schutzdienst geführt. Er ist nicht lange geblieben: Eine falsche Bewegung des Opfers und er biß zu, dazu braucht er keinen Arm. Gezogene Anzeigen (der Hund sieht das Opfer weglaufen und darf es verfolgen) waren natürlich völlig unmöglich. Dieser Hund war durch den Schutzdienst so versaut, daß er richtig scharf war.

Ich habe mal in einem SV beim Agilitytraining mitgemacht, allerdings nur kurz. Die Hunde wurden alle lieb behandelt und hatten ihren Spaß an der Sache. Bis auf einer: Ein DSH sprang nicht über die Hürde sondern lief dran vorbei. Er war auch erst seit ganz kurzer Zeit beim Training.
Der "Hundeführer" hat diesen Sprung so lange "geübt", bis der Hund so eine panische Angst davor hatte, dran vorbei zu laufen, daß ihm keine andere Möglichkeit blieb, als drüber zu springen. Danach kroch er nur noch über dem Parcours, etwa 1 Meter unter der Grasnarbe, aber das war egal, er sprang jedenfalls. Leider hat die Trainerin ihn nicht vom Platz gejagt "Ja was hätte ich denn tun sollen?" Die Agilitysportler waren auf dem Platz eben nicht so angesehen und der Tierquäler war halt ein eingefleischter Schäferhundler und schon ewig auf diesem Platz.
 
C

cessie

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Hallo zusammen,
es sollte doch hier in der Diskussion dabei bleiben, dass jeder - unabhängig davon, ob es möglicherweise bei den Schutzhundesportlern mehr schwarze Schafe gibt als anderswo - nur die sachliche Argumente vorbringt, warum er diesen Sport als für sich geeignet oder ungeeignet findet.

Ich finde es prinzipiell gut, dass sich auch im Schutzhundesport langsam die Einsicht durchsetzt, dass mit einem motivierten Partner mehr anzufangen ist als mit einen zum Befehlempfänger degradierten Kriecher. So habe ich zumindest Diana verstanden.

Dass mir selbst diese Sportart nicht so liegt, ist meine Entscheidung. Aber ich habe natürlich auch das Recht, andere zu fragen, welche Beweggründe sie dazu geführt haben, gerade diese Richtung gewählt zu haben - genauso wie ich Gründe habe, meinen Hund als Rettungshund auszubilden (wobei ich hier den "Rettungshundesport" genauso ablehne wie den Schutzhundesport - aber auch das ist meine Sache).
Und in diesem Zusammenhang war auch meine Frage zu sehen, ob es denn unbedingt der Ärmel sein muß - wobei an der Antwort von Diana interessant war, wie verwirrt ihr Hund war, als Ärmel und "Opfer" plötzlich getrennt waren - ein Zeichen dafür, dass das Beuteobjekt wirklich nicht der Mensch ist (zumindest nicht, so lnge der Hund gut ausgebildet wird).

Als Gegenargument gegen von anderen vertretene Auffassungen nur die schwarzen Schafe der jeweilig anderen Seite anzuführen, halte ich allerding für etwas dürftig.
LG Andreas

PS: Wir sollten nie vergessen, jegliche Art von Arbeit mit dem Hund/Hundesport - insbesondere wettkampfmäßig betrieben - dient eigentlich nur zur Verwirklichung der mehr oder weniger ehrgeizigen Ziele des Hundeführers. Und leider gibt es genug verkrachte Existenzen, die - koste es was es wolle - über den Hund zum Erfolg kommen wollen (und zu oft eben leider zu Lasten des Hundes) - egal in welcher Sportart.
 
Thema:

warum meinen hund zum schutzhund ausbilden?????

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