Unterordnung gegen allgemeine Erziehung

Diskutiere Unterordnung gegen allgemeine Erziehung im Obedience Forum im Bereich Hundespiele, Sport und Freizeit; Hi, unterscheidet ihr zwischen UO und allgemeiner Erziehung. Ich schon. Also wenn ich einfach so spazierengehe und es ist mal... was auch...
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B'Lana

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Hi,

unterscheidet ihr zwischen UO und allgemeiner Erziehung. Ich schon. Also wenn ich einfach so spazierengehe und es ist mal... was auch immer... und B'Lana soll Sitz machen, dann ist das für mich keine UO. Ich möchte eigentlich das B'Lana die Befehle kennt, damit ich im allgemeinen Umgang keine Probleme habe. Ich kann B'Lana überall mit hin nehmen, die ist einfach cool und wenn ich ihr sage, das sie platzen soll und vorm Bäcker warten soll, dann tut sie es.

Aber UO... das verbinde ich nur mit einem Hundeplatz und einem vergleichbaren BH Schema. Und ihr?
Wieso verwenden einige UO als so ne Art Strafe? Der Hund hat nicht gehört, dann laufen die mal locker 30 minuten UO.. aber ne richtig HARTE UO. Warum? Mache ich es dem Hund so klarer? Alle sagen: JA!!! Daraufhin hatten die wieder ein halbes Jahr ruhe und der Hund hätte ihn jeder Lebenslage gut gehört. Aber wieso machen die IHRE Position durch UO klar?!?!

Hm???? Könnt ihr mir das erklären? Wie sind eure Ansichten?
Und wie seht ihr das mit dem Gehorsam: nicht betteln, nichts kaputt machen, nicht pipi ins Haus machen... ist das UO? oder was?

Grüße B'Lana
 
23.10.2003
#1
A

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Gast

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Wiesie

Wiesie

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Hallo B'Lana,

ich bin der Rudelführer für meinen Hund. Wenn ich dem Hund einen Befehl gebe, dann führt er ihn aus, weil ich sein Alpha bin und er sich mir unterordnet.
Dabei ist es ganz egal, ob ich ihm beim Spazierengehen einmal Sitz sage, zu Hause den Hund mal ins Körbchen schicke oder auf dem Hundeplatz trainiere, jeder Befehl läuft unter "Unterordnung", und wenn Du Deinem Hund sagst, er soll eine Rolle machen oder Pfötchen geben.

Mit "Unterordnung laufen" meint man aber natürlich nicht das Sitzen an der Straße, sondern das üben auf dem Hundeplatz (oder irgendeiner Wiese).

Ja, es gibt viele Leute, die die UO als "Strafe" verwenden. Allerdings müßte man eigentlich die Hundeführer bestrafen, die das nötig haben.

Ist die Rangordnung geklärt und ist man im Alltag mit seinem Hund konsequent (das heißt z. B., daß der Hund auch aus dem Hundekörbchen im Wohnzimmer erst nach Erlaubnis wieder aufstehen darf, wenn er dorthin geschickt wurde), dann hat der Hund immer eine klare Linie an die er sich halten kann und es gibt keinen Grund, die Rangordnung in Frage zu stellen. Er wird immer gehorchen und die UO ist "als Strafe" witzlos, weil der Hund eh jedes Komando befolgt und die UO auch gerne geht.
Ist der HF aber nur auf dem Hundeplatz (oder wo die UO auch sonst geübt wird) konsequent und nimmt es im Alltag nicht so genau mit dem Gehorsam, dann nutzt der Hund die Freiräume natürlich aus.
Er setzt sich erst beim zweiten "Sitz", er steht vor dem Freizeichen wieder auf, dann zieht er an der Leine und wird immer "unmöglicher" in seinem Verhalten.
Damit stellt er die Position des Alphas in Frage.
Irgendwann "nervt" der Ungehorsam den HF und er ist der Meinung, den Hund mal wieder "einnorden" zu müssen. Er macht eine scharfe UO. Das ist aber keine Lösung des Problems, denn, wie Du ja schon seber sagst, fängt der Hund nach einem halben Jahr wieder damit an. Das könnte man verhindern, indem man eben in jeder Sekunde auf den Gehorsam des Hundes achtet.

Das "Gute Behehmen im Haus" (nicht sehlen, Stubenreinheit,...) hat für mich eigentlich nichts mit UO zu tun, da er keine Befehle befolgt. Andererseits müßte man auch dieses gute Benehmen dazu zählen, da er ja nur deshalb nichts vom Tisch frißt, weil er weiß, daß das unser essen ist, daß ihn nichts angeht, weil wir der Alpha sind. Er ordnet sich also auch hier uns unter.
 
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Diana7

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hallo b´lana

also ich unterscheide zwischen hundeplatz (UO) und spazieren gehen. troll würde von mir nie beim spazieren gehen das kommando fuß hören. weil wenn ich auf dem hundeplatz das kommando fuß gebe soll er freudig laufen. :D

er weiß also bei kommando fuß passiert irgendwann was tolles. das heißt er ist in ständiger erwartung das es aktion gibt und so läuft er dann natürlich auch. wenn er das kommando fuß super gemacht hat ist dannach party. und ich finde einfach das ist spazieren gehen so nicht möglich. oder ich bin einfach dann zu blöd dazu. :O

damit er also nicht die lust daran verliert mit mir zu arbeiten gibt es auf dem hundeplatz andere kommandos wie draußen. ich unterscheide zwischen uo und spazieren gehen. aber ich würde uo nie als strafe benutzen schon alleine aus oben genannten gründen. er würde das auch nie als strafe sehen weil wie gesagt da ist aktion angesagt.

ich hoffe das ich so geschrieben habe das man mich versteht ich habe immer das problem das ich mich schriftlich nicht so gut ausdrücken kann.

liebe grüße

diana und ihre monster
 
B

B'Lana

Gast
hm.. das war ja schon mal interessant. Aber ich sehe das wohl etwas anders.

Also ich zum Beispiel verwende KAUM Befehle im "freien Raum". Ins Körbchen schicken oder so, da gibt es bei uns nicht. Entweder habe ich einen so coolen Hund, der mir einfach nicht im Weg ist oder der bei entsprechenden Situationen schon vom selbst ins Körbchen geht. Um mal beim Beispiel Korb zu bleiben, sehe ich es auch als Bestrafung an,d en Hund ins Körbchen zu schicken, wenn er eigentlich lieber gerade dingsbums machen will.... was nun auch immer. Der Korb soll in meinen Augen keine Strafe sein, sondern SEIN Bett. Er geht nicht in mein Bett, ich nicht in seins. Wenn mir B'Lana im Haus aber auf den Kecks geht und Du vielleicht den Hund in den Korb schicken würdest, dann sage ich immer: GEH AB!!! oder LEG DICH AB!!! das sind Befehle, wo sie mich so zu sagen in Ruhe lassen soll, aber selbst entscheiden darf, WO sie im Haus hingeht ( meistens in ihrem Korb :D ) oder WIE sie sich hinlegt. Bei "Leg dich ab!" darf B'Lana auch wieder aufstehen.

Das gute Benehmen im Haus hat dann nicht wirklich was mit UO zu tun. DAs stimmt. Aber im Hause mache ich nie UO: Wenn es mal um Leckerchen geht, mache ich KUNSTSTÜCKE. hm.. ich glaube ich sehe das alles etwas lockerer.... Wiesie, erzähl mehr...

Ich unterscheide auch defintiv zwischen UO auf dem Hundeplatz und Gassi gehen und Haus. Fuß gibt es bei mir beim Gassi auch nicht, nur "bei". Interessant das alles.

Grüße
 
D

Diana7

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das mit dem korb mache ich genau wie b´lana! die beiden dürfen in ihren korb wann sie es wollen. wenn sie mir auf den wecker fallen (und das passiert schon so einige male :D :D :D) dann heißt es auch "geh ab" aber wo sie mir dann aus dem weg gehen ist ihnen überlassen.

liebe grüße

diana und ihre monster
 
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GabyG

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will auch mitreden

Hallo, auch wenn unsere Hera erst ein halbes Jahr alt ist und unsere Meinung deshalb vielleicht noch nicht richtig zählt: Ich befolge den Rat unseres Ausbilders, wonach pro Tag durchaus ca. 2 bis 3 Minuten UO auf dem Spaziergang geübt werden kann. Ist mir einleuchtend, weil der Hund später ja auch in allen möglichen Situationen wirklich gehorsam sein und auf die entsprechenden Kommandos hören sollte, nicht nur auf dem HP.

Ich verwende auch die gleichen Schlüsselworte wie auf dem Platz, da ich mir a) nicht alle verschiedenen Begriffe merken könnte und b) der Hund wissen sollte, was ich von ihm will...

Fallt jetzt bitte nicht über mich her, weil ich schon so früh damit anfange, aber der Hund macht mit und hat seine Freude dran, man darf es halt nicht übertreiben :]

Was sie zuhause anstellt, steht auf einem anderen Blatt :rolleyes:, aber da bin ich nicht so streng, auch wenn mal ein paar Socken dran glauben müssen :D

Viele Grüße
GabyG
 
S

silvia5

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Hallo,

hier mal meinen Deffinition dazu.

ich unterscheide nicht in UO und Erziehung sondern in Ausbildung und Erziehung.

Ausbildung ist all das was ich über die positive Motivation grundkonditionieren und formen kann. sitzen diese Dinge macht es für mich keinen Unterschied an welcher Örtlichkeit ich mich befinde, kommt das "Kommando" ( ich sage lieber Signal) hat der Hudn die Ausführung dessen zu zeigen.

Erziehung hingegen ist all das, was ich entgegen den natürlichen Handlungsweisen des Hundes in eine Form bringe die es mir möglich macht mit meinem Hund in einem Haushalt zu leben. Dinge die er zu tun oder zu lassen hat ohne dass gezielt ein Signal dazu verwendet werden muß.

Auf den Tisch springen, aus Mülleimern fressen, die Katze jagen, jeden anspringen, rumkläffen, ect..............

Grüße Silvia
 
Wiesie

Wiesie

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Hallo B'Lana,

ich schicke meine Hunde z. B. ins Körbchen, wenn der Postbote an der Tür ist und die Hunde mir sonst an der Tür im Weg stehen würden. Das ist echt praktisch: Geh Körbchen und schon ist Ruhe. Ist der Boote weg, dürfen sie wieder laufen.
Das Körbchengehen ist keine Strafe für den Hund. Damit würde ich den Hund nie bestrafen, denn das Körbchen soll ja was tolles sein.

Allerdings: Der Hund geht nicht in mein Bett, aber ich sehr wohl mal in seines! Ich bin der Alpha und darf mir den schönsten Platz aussuchen, und es ist egal, welchen Platz ich gerade als am schönsten empfinde.
(Kuschelrunden im Körbchen zu Zweit sind wirklich toll!)

Ich weiß ja nicht, weshalb Ihr Euren Hunden die Komandos beibringt. Ich trainiere die nicht deshalb, um auf dem Hundeplatz toll auzusehen, sondern damit ich im Alltag einen absolut unauffälligen und unkomplizierten Hund habe, dem ich, weil ich weiß, daß er immer aufs Wort gehorcht, sehr große Freiräume geben kann.

FUSS bringe ich dem Hund bei, damit ich ganz stressfrei spazierengehen kann. Natürlich lasse ich meine Hunde beim Spazierengehen laufen. Aber wenn mal ein stänkernder "Feind" entgegenkommt, rufe ich die Hunde kurz ran und dann gehen wir ohne Leine "bei Fuß" an dem anderen Hund vorbei. Meine Hunde knurren nicht, sie bellen nicht und sie weichen mir nicht von der Seite, sie ignorieren den anderen komplett.
FUSS ist für die Hunde keine Strafe und sie machen es genauso gerne wie der Hund von Diana, denn auch meine wissen, daß es nach dem FUSS eine tolle Belohnung geben könnte (die gibt es aber nicht immer). Sie gehen freudig und konzentriert.
Das Selbe gilt für die anderen Komandos. Sie werden alle auch beim Spazierengehen geübt, es macht keinen Unterschied, ob ich auf dem Platz bin, oder nicht. Ich bin mir sicher, daß ein "Halt" reicht, um den Hund auf der Stelle überall zu stoppen, oder daß sie auf einen Ruf sofort zurückkommen. Darum kann ich sie auch überall ohne Bedenken laufen lassen. Eine Leine nehme ich fast nie mit.

Kunststücke sind nichts anderes als Unterordnungsübungen, nur sind sie bei dem Besitzer anders angesehen. Für den Hund ist es das Selbe. Der Alpha sagt etwas und der Hund gehorcht. Natürlich gibt es dafür auch etwas Futter, das gibt es aber bei Sitz und Platz auch ab und zu.

Über was soll ich mehr erzählen? Über Kunststücke??

@ GabyG

Ich finde es toll, daß Du Deine Hera schon ausbildest. Dem, was Du schreibst, stimme ich in fast allen Punkten zu. Nur mit zwei Sachen bin ich nicht einverstanden:
Auch wenn Dein Hund erst ein Halbes Jahr alt ist, zählt Deine Meinung! Jede Meinung zählt.
Und: Konsequenz ist in meinen Augen das A und O der Hundeerziehung, egal, ob zu Hause oder draußen.
 
B

B'Lana

Gast
@ GabiG

Ich kann mich Wiesie nur anschließen. Natürlich zählt auch deine Meinung. Es geht mir bei diesem Thema auch nicht um richtig oder falsch, sondern um: wie macht ihr das! ALso ist deine Erzählung genauso spannend. Ich persönlich mache halt eher weniger mit einem jungen Hund, aber du schreibst ja selbser, das du es nicht übertreibst. ALso... wahrscheinlich machst du es ähnlich wie ich. Und wenn nicht... dann ist es auch egal!!! :]

@ Wiesie

du solltest einfach mehr schreiben, also NOCHMAL antworten und das hast du ja getan. Es ging nicht um die Kunststücke :D Mit Kunststücken meinte ich übrigens auch Sitz und Platz... das kam falsch rüber.

Also was du über den Korb schreibst, kenne ich auch aus anderen Situationen und da mache ich es auch nciht. Freunde von mir lassen ihre SEHR LIEBEN Labbies immer Platz machen, wenn andere Menschen entgegenkommen. Egal ob Jogger, Radler, Kind oder Hund... IMMER!!!! Ich habe das NIE gemacht und werde es auch NIE machen. ... außer ich habe mal nen "doofen" Hund. Ich habe nämlich die Befürchtung, das man die Hunde dann "scharf" darauf macht. Und so sehe ich das auch mit dem Korb und Klingeln / Postbote bei dir.
Aber... jeder macht das halt anders :]

Ich trainiere mit B'Lana die Kommandos eigentlich auch NUR, um einen unauffälligen Hund zu haben, mit dem ich streßfrei ÜBERALL hingehen kann. Eigentlich... brauche ich doch dann gar keinen Hundeplatz. ?(

Mir hat Silvias Definition ganz gut gefallen....

Ach so.. noch was... das der Hund nicht in dein Bett geht, du aber in seinen Korb. Ja, ich gehe auch mal in B'Lanas Korb, aber im Großen und Ganzen denke ich,d as man dem Hund auch mal SEINEN Platz lassen kann. Ich bin da so ein bischen am hadern, das man immer wieder seine Position als Alpha bestätigt haben muß. Ich weiß, das ich bei B'Lana das Alpha bin und muß es nicht immer neu bestätigt wissen. Ich greife auch nicht ständig in ihren Napf rein.. mal davon abgesehen, das sie sonst wohl möglich wieder aufhört zu fressen. :rolleyes:
SO, wie du es beschrieben hast, Wiesie, machst du es zum einen um zu kuscheln ( kann ich ja mal so gaaaaaaaaaaaaaaaaar nicht verstehen ), zum anderen eben wegen der Alphaposition...

Naja, Wiesie. Ich hoffe, du verstehst das hier nicht falsch. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um Meinung a und Ansicht b. :D

Grüße
 
Wiesie

Wiesie

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Hallo B'Lana,

natürlich verstehe ich das nicht falsch!
Übrigens greife ich auch nicht ständig in das Fressen ein und mache ihr ständig den Korb streitig. Sie weiß ja, wer der Alpha ist und zweifelt meine Position nicht an.

Übrigens hast Du recht: Wenn Du einen Hund trainieren kannst und keine Anleitung eines Ausbilders benötigst, brauchst Du auch keinen Hundeplatz.
Ich finde es besser, den Hund "draußen" auszubilden, ein paar Minuten auf jedem Spaziergang. Kann der Hund die UO draußen, kann er auch jede BH laufen.
Hat er auf dem Platz geübt, heißt es aber noch lange nicht,daß er auch draußen gehorcht, wenn man es nicht extra übt.
Hunde lernen eben auch Ortsbezogen. Und wenn der HF draußen nicht übt...
 
C

cessie

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Hallo zusammen,
vielleicht noch mal so'n "blöder" Gedanke von mir:
Unterordnung - dieser Begriff stammt doch eigentlich aus einer Zeit, in der die Hunde wirklich noch "untergeordnet" wurden, mit den modernen Erziehungsmethoden hat dieser Begriff - außer, dass er immer noch benutzt wird wird - nur noch wenig zu tun.

Ich glaube, man sollte sich lieber auf den Begiff Ausbildung/Erziehung einigen. Und dazu gehört eben auch, dass - wenn einem auf dem Radweg ein Radfahrer entgegen kommt, der Hund (möglichst auch auf Entfernung) auch mal (nicht immer) in's Platz abgelegt werden kann (einfach, um zu verhindern, dass der Hund mit dem Radfahrer kollidiert, weil er gerade in diesem Moment auf die andere Seite des Weges gehen will).
LG Andreas
 
B

B'Lana

Gast
@ Wiesie

Oh.. ich brauche schon einen Trainer... so manches mal halt... aber dafür brauche ich eben keinen Hundeplatz. Ich gehe eigentlich nun nur noch in die Hundeschule,d a mit B'Lana ihre alten Hundefreunde sieht und wir Gerätetraining machen können, da es für B'Lana mit die schönste Belohnung auf der Welt ist. Leckerlis? Nein danke!!! Geräte? JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!
Ich frage dann den Hundetrainer dort wegen speziellen Problemen... oder ich frage euch.... und dann trainiere ich wieder alleine und suche meine ABlenkung selbst aus. ;)


Grüße
 
Wiesie

Wiesie

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Hallo Cessie,

Unterordnung - dieser Begriff stammt doch eigentlich aus einer Zeit, in der die Hunde wirklich noch "untergeordnet" wurden, mit den modernen Erziehungsmethoden hat dieser Begriff - außer, dass er immer noch benutzt wird wird - nur noch wenig zu tun.
Mit "unterordnen" meine ich nicht niederknüppeln. Unterordnung hat nichts mit alten Erziehungsmethoden zu tun, in denen die Hunde ausschließlich mit Prügel "erzogen" wurden.

Hunde sind Rudeltiere, die innerhalb ihres Rudels eine feste Rangordnung haben. Jeder Hund der in eine Familie kommt, versucht als erstes, die Rangordnung festzustellen und seinen Platz innerhalb des Rudels zu finden.
Das bedeutet, daß der Hund unterlegene Rudelmitglieder dominiert und sich den überlegenen Rudelmitgliedern unterordnet. Das macht er von ganz allein und ohne Prügel. Da in einem "Menschenrudel" alle Menschen ranghöher als der Hund sein sollten, hat er sich allen Familienmitgliedern unterzuordnen.

"Erziehung/Ausbildung" klappt nur, wenn der Hund sich dem Menschen unterordnet und der Mensch als Alpha anerkannt ist. Denn ein untergebenes Rudelmitgied (das währe der Mensch, wenn sich der Hund nicht unterordnen würde) hat dem Ranghohen ja nichts zu sagen und der Hund würde sich bei Fehlverhalten nicht zurechtweisen (dazu braucht es ja keine Prügel) lassen.

Poa, nun habe ich schon wieder einen Roman geschrieben. Ich hoffe, Du weißt, was ich meine, obwohl ich Dich hier so zutexte :D
 
C

cessie

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Hallo Wiesie,
ich weiß, dass Du Deine Hunde dauernd prügelst :rolleyes: :bounce4: :rolleyes: wie sollten sonst Rettungshunde draus werden können?
Nun im ernst: "Partner mit der kalten Schnauze" heißt natürlich nicht gleich, dass sich der Mensch dem Hund unterordnet (wieder dieses blöde Wort ;)), die soziale Rangfolge muß schon erhalten bleiben, und da hat nun mal der Mensch den Hut aufzubehalten, weils sonst irgendwann in Anarchie ausartet.
Aber der Begriff Unterordnung assoziiert leider immer noch bei den meisten (??) Hundehaltern etwas von Druck, was der Hund nicht gern macht. Warum kann man die landläufig so genannte "Unterordnung" nicht als das bezeichnen, was sie ist/sein sollte: Begleithundeausbildung, die durchaus dem Hund (und dem Hundeführer!!) Spass machen soll.

Aber kurz gesagt, so weit sind unsere (Grund-)Ansichtnen - glaub ich - gar nicht auseinander. Haarspaltereien um Begriffe brauchen wir nicht zu bestreiten.
LG Andreas
@B'Lana
Das Platz auf Entfernung habe ich auch alleine geübt, einfach beim Spaziergang, wenn's sich angeboten hat. Die Regelmäßigkeit machts. Lieber täglich 5 Minuten beim Spaziergang üben als einmal wöchentlich 3 Stunden.
 
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dobifan1

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hallo,

dieser ausdruck unterordnung ist leider immer noch mit druck gekoppelt, mir gefällt auch der ausdruck ausbildung wesentlich besser.

da die hunde aber auf dem hundeplatz einen genauen plan "abarbeiten" sollen :Dalso bei fuss, akurat am knie kleben und bei platz z.b sofort hinlegen und erst durch signal auch wieder aufstehen...z.b. habe ich mich entschlossen meinen hunden verschiedene kommandos beizubringen...

dann heisst es zu hause z.b. leg dich, damit weiss er, daß er wieder aufstehen darf, ohne das ich was sage, wogegen platz bedeutet, erst wieder aufstehen, wenn ich das kommando durch ein anderes aufhebe...

auf dem platz heisst es "fuss" und im feld heiss es "hier ran", damit sind sie beide neben mir, aber eben nicht exakt...weil ich in dem moment ja auch nicht auf beide exakt motivierend einwirken könnte, wenn einer nicht so will wie ich :)) (auf dem hundepaltz arbeite ich ja nur mit einem und die ganze aufmerksamkeit gehört ihm)

so verunsichere ich meine hunde aus meiner sicht nicht, wenn sie einmal was dürfen, was sie sonst nicht dürfen, dies ist für mich auch keine inkonsequenz, denn die signale sind ja immer mit dem entsprechenden verhalten gekoppelt...uah war das verständlich was ich meine? ?(

ich finde es auch wesentlich wichtiger, die kommandos egal ob nun die von der ausbildung oder erziehung draussen ausserhalb des platzes zu lernen, denn nichts find ich schrecklicher, als wenn ich einen super hund auf dem platz sehe und anschliessend kaum ist das tor zu, hört der hund nicht mehr und kennt kein kommando, nur weil er immer nur auf dem platz ausgebildet wurde...

ich möchte z.b. mit meinen beiden freilaufenden hunden im feld nicht ständig in panik geraten weil sie fünf meter vor mir toben und ein auto kommt, darum lernen sie die signale auch auf entfernung mit sichtzeichen, damit ich meine stimmbänder ein wenig schonen kann...lach...klar geb ich zu, daß dies nicht immer klappt und überall, aber immer öfter und ich arbeite daran...schmunzel...

liebe grüsse
gini, socke und mazou
 
H

Hutch

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Hi,
Genau "dobifan", das mache ich genauso.
Früher habe ich es nie verstanden wenn Hunde die auf dem Platz richtig Top gearbeitet haben in der Öffentlichkeit nicht die Bohne gehorchten.

Hutch
 
Wiesie

Wiesie

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Hallo Dobifan,

wo Du das erzählst, solche Komandos habe ich auch!

Fuß heißt Fuß, also genau an meinem Knie. Benutze ich im Feld nur, wenn ich UO übe, oder wenn uns ein Hund entgegen kommt, der sich nicht benehmen kann.

Kommt ein Radfahrer, Jogger, Auto oder andere Hunde, oder gehen wir an der Straße, heißt es "Bleib hier". Sie soll dann neben mir bleiben, aber auch eben nicht so streng bei Fuß.

Platz heißt hinlegen und auf keinen Fall ohne Erlaubnis wieder aufstehen.
"Leg Dich hin" heißt: Such Dir KURZ ein schönes Plätzchen, leg Dich dort hin und wenn Du später wieder aufstehst, ist das auch o.K. Das ist so etwas wie das laß-mich-in-Ruhe-Signal von B'Lana.

"Hier" heißt: Komm auf der Stelle und ohne Umwege hier her und sitz vor.
"Komm" heißt: Komm schnell her (ohne Vorsitz und nicht ganz so streng wie hier).
"Zurück" heißt: Wenn Du nichts anderes vor hast, würde ich es toll finden, wenn Du mal wieder vorbeischauen würdest (benutze ich in der Rettungshundearbeit, da ich sie nicht vom Opfer abrufen will. Hat sie Witterung, hat sie ja was anderes vor und muß nicht kommen).

Aber trotzdem verwende ich die "strengen" Komandos auch im Alltag, die müssen einfach "sitzen".
 
B

B'Lana

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Interessant finde ich, das bei B'Lana die "soften" Kommandos besser sitzen, als die "harten".... hm.... aber das denke ich liegt eher an mir, als an ihr. ?(
 
D

dobifan1

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klar müssen die kommandos des hundeplatzes auch im alltag dabei sein, daß halte ich natürlich auch so, war für mich so klar, daß ich es nicht extra dazu geschrieben habe :D

aber eine frage, ich sprecht von harten und soften kommandos? ?(
für mich ist ein kommando ein kommando! ob nun leg dich oder platz als beispiel...ausführen müssen sie es beides...

oder meint ihr damit, daß sie das eine auf die harte und das andere auf die softe tour gelernt haben?
also meine kommandos versuche ich immer mit geduld, spass, ruhe und konsequenz einzuarbeiten, wobei ich mich da auch schämen muss, am anfang auch alles übernommen zu haben, was man mir auf dem hundeplatz so gesagt hat... :(

ich denke man kann seinem hund das platz auch "sanft" beibringen und trotzdem wird er es vollkommen korrekt und schnell ausführen, wenn ich den richtigen reiz für ihn gefunden habe und unsere mensch-hund-beziehung stimmt :]

liebe grüsse
gini

@b´lana:
kann es vielleicht sein, daß du bei den "soften" mehr spass mit einbaust und bei den "harten" eben der erwartungsdruck zu gross ist, der auf dir und deiner hündin dann lastet?
ich war selber auch so, dachte manno alle hunde können das platz auf dem hundeplatz nur meine blieb nie liegen, bis ich mal auf die idee kam, mir MEINE art dabei genauer anzuschauen...
 
B

B'Lana

Gast
@ Dobifan:

neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinm wie kommst denn darauf? Das ich... also niemals... nein nein.. ganzentschiedendenkopfschüttel...nein nein!!!

na klaro... das ist mein problem.

Also mit soften und harten Kommandos meinte ich:
leg dich ab - Hund kann sich SELBST nen Platz suchen und sich hinlegen und kann auch mal wieder aufstehen
PLATZ - hier und sofort runterfallen, liegen, nie wieder aufstehen!!!

Verstehst?

Ich benutze auch alle befehle im alltag, aber ich nehme es nicht so genau. Hm... nein falsch formuliert.... ich nehme es schon genau, aber ich wende es seltenan. Unterwegs lasse ich B'Lana selten Sitz oder so machen. Weiß auch nicht warum? Ergibt sich irgendwie nie ne Gelegenheit / ein Grund. Wenn, dann macht sie es... aber ... wenn ich richtig UO mit ihr mache, ist sie lustlos. ich mache deshalb keine UO im Sinne der BH mehr, weil ich einfach SELBST keinen Spaß dran habe.

B'Lana hört ja, also... was solls... ob das Sitz nun AKKURAT neben meinem Knie ist oder nicht... mir ist es wurscht... sie macht SITZ!!!

Jedem das seine :D

Grüße
 
Thema:

Unterordnung gegen allgemeine Erziehung

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