Mit Welpen spielen

Diskutiere Mit Welpen spielen im Welpenaufzucht Forum im Bereich Hundezucht und Nachwuchs; Hallo :) Was für Spiele spielt man mit Welpen? Pädagogisch-wertvoll. Öfter hört oder sieht man: hätte Hund xy als Welpe das und das gespielt...
Nino 07

Nino 07

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Hallo :)

Was für Spiele spielt man mit Welpen?
Pädagogisch-wertvoll.

Öfter hört oder sieht man: hätte Hund xy als Welpe das und das gespielt, würde er es jetzt tun. (z.B. hinterm Ball herlaufen)
Was ist da dran?

Kann man z.B. durch bestimmte Spiele den Jagdtrieb erst so richtig wecken, und im späteren Leben ist er dann total fixiert und man hat sein Problem selber herangezogen?
Oder ist es mehr eine Sache der Veranlagung und weniger der Spiele.
Welche Spiele darf man also nicht spielen mit Welpen?

Und welche sind richtig toll?
 
08.11.2010
#1
A

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E

Emily1

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Mich hat in der Welpenzeit ein Spielkurs motiviert, der mit Lind-Elementen gearbeitet hat. Ich kenn leider nur ein altes VHS-Video von ihm, keiner neueren DVDs. Das entsprechende Buch fand ich schwer umzusetzen. Man muss es gesehen haben....

LG
Emily.
 
Lottchen

Lottchen

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ich find das sehr vom charakter des hundes abhängig.

lotta hat von anfang gespielt, mit allem und jeden. sie war ein äusserst selbständiger, fast schon autarker hund, durch das spielen hab ich mich bei ihr interessant machen können. heist: wir haben immer körpernah gespielt, aktion fand bei mir statt, es wurde also nichts weggeworfen, sondern eher gezergelt. das hab ich dann verbunden mit impulskontrolle - nicht sofort losstürmen, sondern warten usw. das kann man auch schon mit einem kleinen knopf machen.
über das spielen hab ich ihr auch das bringen von sachen beigebracht (mit 2 identischen spielzeugen, spannend war nur das bei mir, da war es dann einfach), aus-geben und vieles mehr.

bei ihr wäre es völlig falsch gewesen, von früh an bällchen zu werfen - damit hätt ich ihre selbständigkeit (der spaß ist dann ja nicht bei mir sondern beim hinterherlaufen, also alleine) und den jagdtrieb nur noch gefördert.

beim rüden meiner freundin war das egal - so gut wie kein jagdtrieb, mamakind hoch 10 vom ersten tag an - der kam immer zurück, wie ein boomerang, das musste gar nicht erst geübt werden...

in der welpenstunde haben wir damals so sachen gemacht, wie versuchen, den hund auf ein sich ganz leicht bewegendes skateboard zu locken. ganz spielerisch mit futter. da konnte man die unterschiedlichen charaktäre, die mutigen und die vorsichtigen, gut erkennen.

das beste, was ich damals in der welpenstunde gelernt habe, war, das der hund von dem begriff "spielen" eine ganz andere auffassung hat als wir. jede beschäftigung mit dem hund ist toll und spannend und somit das, was wir unter spielen verstehen. wenn man es richtig aufzieht, dann ist das an-der-leine-laufen-üben ein tolles spiel. muss ja nicht immer mit rennen und körperlichen verausgaben zu tun haben.
 
Cocker

Cocker

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Spielen soll ja aufs Leben vorbereiten - deshalb finde ich "Lernspiele" sinnvoll. Also wie schon geschrieben: Hindernisse überwinden, Apportierspiele, Suchspiele. Wildes Rumgespiele ist halt so eine Sache. Es kommt auch drauf an, was man für einen Hund will, bzw. wofür man ihn später ausbilden möchte.
Aber das ist nur meine Meinung. Sollte ich noch einmal einen Welpen haben, dann würde ich so mit ihm "spielen", dass er Rettungshundearbeit als Großer schon kennt und sich gut motivieren läßt.
 
Nino 07

Nino 07

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Emily, kannst du das nicht noch etwas ausführen?

Ich gebe auch mal noch zwei Beispiele, mit Ninos Freund wurden von Anfang an Ballspiele gemacht, woraufhin die Trainerin sagte, lieber nicht -> Jagdtrieb.
Heute hat er Null Jagdtrieb, aber ist Ballfixiert ohne Ende und zieht den Ball Leckerlies oder andere Hunde vor.
Zum einen ist das vielleicht auch Anlage (Labrador) aber zum anderen würde ich daraus schon folgen, nicht zu früh mit dem Ball zu spielen.

Dann Nino, er hat kein Interesse an Ballspielen. Manche sagen, es ist, weil er es nicht von Anfang an kennt. Andere, dass es an mir liegt.

Inwieweit ist es wirklich alles sehr individuell, wie es auch Lottchen beschreibt oder liegt das es doch eher am anderen Ende der Leine?

Und woher weiß man, wie sein Welpe spielen darf, im Hinblick auf später?
 
E

Emily1

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Meine ältere Hündin ist auch nicht so die Spielerin. Sie sieht das eher als "Aufgabe".

Bei der jüngeren wollte ich das anders haben. Ich wollte, dass ich auch mit Spiel belohnen kann.

Für mich entsteht durch Spiel mit dem Welpen Bindung. Spiel heißt ja nicht, dass ich den Ball werfe. Ich mache das Spielzeug für den Welpen interessant, indem es in meinen Händen "lebendig" wird. Es wird zur "Maus" und flitzt um mich und über mich rum. Davon ausgehend hab ich da Apportieren aufgebaut. Ich ließ die "Maus" einen Meter weit weghüpfen, Welpi hinterher und brachte es sofort zurück, weil`s mit mir ja sooo toll war :)!

Außerdem kann ich schon bald anfangen, Impulskontrollspiele mit dem Spieli zu machen. Ich lass den Hund sitzen und das Spieli fliegt. Ähnlich läuft das ja auch beim Dummytraining. Da darf der Hund auch nicht gleich nachspringen.

Apportieren ist für mich wichtig, weil ich damit so viel machen kann. Ich lass meine fast täglich Haargummis im Wald suchen, die sie mir dann in die Hand zurückbringen. Hier: http://www.kalalassies.de/de/?p=Nasenarbeit hab ich es beschrieben.

Mit spiel-desinteressierten Hunden geht NICHTS davon. Und dadurch ist der Besitzer gleich sehr viel weniger interessant. Ich seh das hier bei vielen Südhunden, die das Spielen nie gelernt haben. Die gehen lieber ihren eigenen Interessen nach (Wild!!!) und lassen Frauchen im Regen stehen.

Deswegen fang ich mit der Spielerei sogar schon bei den Welpen an, wenn sie noch bei mir sind und geb auch den späteren Besitzern "Anleitungen" mit auf den Weg. Ein Hund, mit dem gespielt wird, wird viel leichter erziehbar sein.....

Darum kann ich die Ratschläge, dass mit Hunden nicht gespielt werden soll, überhaupt nicht nachvollziehen. Klar, ich werf meinen Hunden nicht 10mal den Ball und das war`s. Aber mit Spiel lässt sich ja noch soooo viel mehr anfangen!

LG
Emily.
 
C

Capri1

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Leider kann ich zum spielen mit den Welpis nicht viel Beisteuern, allerdings hängt das Spielverhalten von erwachsenen Hunden auch u.a. davon ab, ob er/sie kastriert wird.

Früh kastrierte Rüden und Hündinnen bleiben im alter verspielter- so zumindest meine Erfahrung.

Habe schon öfters kastrierte "Senioren" gesehen, die totale Kindsköpfe und auch im hohen alter schnell für jeden Spaß zu haben sind.

Mit meiner Hündin konnte man in junge Jahren auch prima spielen und kampeln - mit dem "Erwachsenwerden" hat das dann merklich nachgelassen.

LG

Kristin
 
mottine

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komme eben erst hinzu.....

Also, ich lese so oft, das Ballspiele, werfen etc.den Jagdtrieb fördern würden.........ich kann nur von meinen beiden sagen:
springt ein Reh auf, kommen die sofort zu mir, weil es dann den Ball und Spielie gibt.

Beim Welpenspielen.....die Lütten knabbern gerne auch mal recht feste. Da habe ich "zurückgebissen".....also gezeigt, das das weh tut, so nicht.

Bsp:
Rino hatte meine Hand im Maul, drückte immer fester zu.....da habe ich sie tiefer reingestreckt....schon spuckte sie sie aus, das war ja doof.........Lob und weiter spielen.

Suchen, bringen oder einfach nur mal Quatsch.......
 
E

Emily1

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Original von mottine

Also, ich lese so oft, das Ballspiele, werfen etc.den Jagdtrieb fördern würden.........ich kann nur von meinen beiden sagen:
springt ein Reh auf, kommen die sofort zu mir, weil es dann den Ball und Spielie gibt.
Seh ich genauso. Ich versteh auch nicht, dass man deswegen auf das Ballspiel verzichten soll. Das kann doch Belohnung sein? Was ich nachvollziehen kann, ist dass man sich durch Ballspiele einen Balljunkie heranziehen kann. Aber damit kann man ja umgehen.

Meine jüngere Hündin könnte auch dazu neigen. Darum gibt's mindestens einen Spaziergang am Tag, wo gar nichts fliegt.

LG
Emily.
 
mottine

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@Emily
schön, das Du auch so denkst.

Aber ich unterscheide noch:
eine Bekannte hatte eine DSH-Mix Hündin, die war NIE ohne Ball. Auf jedem Gang legte sie den Ball vor die Füße, dann wurde gekickt und geworfen........war echt nervig........und dann, kurz bevor man wieder ins Haus ging: machte sie schnell Geschäft....nie beim Gang.

DAS wäre mir zu blöde.

meine sind auch Balljunkies...oh, wehe sie hören das Aufprellen eines Balles auf den Asphalt..........auch sie tragen oft die Bälle........aber ich werfe nicht oder kicke rum.
So in Ruhe, nur den Ball im Maul finde ich dann angenehmer.

Klar machen wir auch was, aber Schluß und fertig.
Ich kann auch jederzeit "aus" sagen, dann wird der Ball ausgespuckt und bleibt liegen.....weitergehen und schicken.

Die Mixhündin machte einen kirre......war aber anerzogen, weil Fraule immer drauf einging.........
 
Nino 07

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Original von Emily
Was ich nachvollziehen kann, ist dass man sich durch Ballspiele einen Balljunkie heranziehen kann. Aber damit kann man ja umgehen.
Ich kenne ja wie ich oben weiter schrieb auch einen Balljunkie. Der Hund geht glaub ich richtig darin auf, aber für mich wär das nichts. Ein Hund, der gar nichts anderes mehr wahrnimmt... Ne echt nicht, und dann immer das stupide werfen :(.

Edit: mottine, hier ist das auch definitiv anerzogen, die Menschen finden das gut.. aber sollen sie mal machen.. mir muss das ja auch nicht gefallen..
 
mottine

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jepp, mir auch zu blöde......ständig das extreme angehechel, gebelle, Ball vor die Füße...geht man ignorierend weiter......springt sie, genau dann, wenn man in Ballnähe vorbei geht einem in die Füße.......

habe mich da auch ausgeklinkt.....weil es mich auch ärgert, das, wenn sie dann macht, immer kurz bevor es wieder rein geht, sie nicht weg macht!
Da liegt dann vor der Tür ein riesiger Haufen.....
 
H

hundefreund56

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Am besten ist für meinen Hund immer noch ganz klassisch Ballspielen... Aber das kommt ganz auf den Hund an. Bei youtube gibt es eine ganze Menge Anregungen :D
 
mottine

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Davon sind aber schon viele abgekommen. Da schon lange bekannt ist, das das schnelle abbremsen nach Jahren auf die Gelenke und Bänder geht.
Und wer braucht denn youtube Filme um mit seinem Hund zu spielen? Das meine ich allgemein, weil ich mir das nicht vorstellen kann, das einer dafür eien Anleitung braucht. Also nicht auf Dich bezogen.
 
Nino 07

Nino 07

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Wie lustig! Bella ist ja jetzt groß. 2 oder 3 Mal läuft sie hinter einem Ball her (je nach Laune), aber spätestens beim 4. Mal sagt sie dann: ey olle.. jetzt kannst du ihn wirklich selber wieder holen, das ist sinnlos den immer wegzuwerfen!
8)
Ehrlich? Ich bin froh, denn ich kann mit Balljunkies immer noch nicht so viel anfangen.
 
mottine

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Kommt ja auch drauf an, was man will.
Ich finde es schön, einen Ball einstecken zu haben und damit wichtiger zu sein, als die Rehe vor uns. Und einen Junkie macht man sich.
 
Sheila2

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so wie ich das sehe, gehts doch eigentlich um Welpen, die spielend ihre Umwelt und alle fremden Einflüsse kennenlernen sollen........also Prägung......das erscheint mir viel wichtiger, ob ich nun Bälle werfe, oder sonst was mit ihm mache......spielend alles erforschen und Spass vermitteln, so kann man später in jede Richtung weitermachen, ob ich das mit nem Handtuch, oder sonst was tue, spielt keine Rolle

auch aufs Überfordern muss sehr geachtet werden...kleine Sequenzen bringen mehr Erfolg....
 
Simoki

Simoki

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Hallo!

Ich denke, dass deinem Welpen jedes Spiel recht ist, solange es nicht grob, oder zu wild passiert.
Wenn Hundewelpen miteinander spielen, tollen sie ja auch nur herum und lernen dabei, sich zu sozialisieren.
Es gibt sicher auch Spiele, bei denen dein Welpe lernen kann, die würde ich bevorzugen, weil sie ihn gleichzeitig auch fordern.

LG
 
Easy

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Hallo Simoki,

schau doch bitte mal darauf wie alt die Threads sind auf die du gerade alle antwortest. Dieser hier ist über 3 Jahre alt, der Welpe ist schon lange keiner mehr, beim anderen Thread auf den du geantwortet hast sind auch schon über drei Jahre vergangen, auch dieses Thema wird dann wohl eher nicht mehr so aktuell sein...;)
 
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