Hoher Zucker durch Antibiotikabehandlung?

Diskutiere Hoher Zucker durch Antibiotikabehandlung? im Krankheiten und Gesundheit Forum im Bereich Hunde; Hallo, unsere über 10-jährige Hündin stellt uns vor 1000 Rätsel. Ihre ganze Leidensgeschichte begann voriges Jahr im Febr., da konnte sie...
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Elke69

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Hallo,
unsere über 10-jährige Hündin stellt uns vor 1000 Rätsel. Ihre ganze Leidensgeschichte begann voriges Jahr im Febr., da konnte sie plötzlich nicht mehr laufen. Nach vielen TA- und Klinikbesuchen konnte sie dann wieder laufen. An der Wirbelsäule wurde nichts festgestellt, es gab nur eine Nebendiagnose, nämlich 4 Blasensteine.

Im Sommer 2004 bekam sie dann eine Gebärmutterentzündung. Bei der Ultraschalluntersuchung stellte der Arzt außerdem eine "unrunde Blase" fest, die auf Krebs deuten könnte, deswegen wollte er nicht operieren und behandelte die Gebärmutterentzündung medikamentös.

Im Dez. 2004 bekam sie wieder einen dicken Bauch, trank sehr viel. Wir dachten wieder an eine Gebärmutterentzündung. Dieses Mal stellte der TA aber beim Ultraschall einen Milztumor fest. Auch das Blutbild war nicht i. O. und sprach für einen Milztumor.
Wir waren noch bei einem anderen TA, der aber nur ein Blutbild machte, was ebenfalls schlecht war und er damit auch die Diagnose Milztumor bestätigte.

Im Laufe des Jahres 2005 nahm unsere Hündin erheblich an Gewicht zu. Durch den dicken Bauch hing ihr Rücken sogar runter. Außerdem verlor sie sehr viel Fell auf dem Rücken, über dem Popo ist sie jetzt ganz nackig. Wir dachten, dass das vom Milztumor kommt.

Im Herbst 2005 begann sie dann fast ununterbrochen zu saufen und machte riesige glasklare Pfützen. Das machte sie ungefähr 2 Wochen und plötzlich war sie viel schlanker, der Bauch weg.
1-2 Wochen war Ruhe, dann begann sie wieder sehr viel zu saufen, nun ist sie wieder richtig schlank.
Das ist für uns unbegreiflich, man säuft doch nicht einfach so einen Milztumor weg??????

Vor ca. 4 Wochen hatten wir sie dann mit im Garten und es war schon sehr kalt. Mein Mann hat Wärmedämmung gemacht und sie hat sich in der Kälte viel neben ihm gesetzt. Außerdem war der Rasen feucht. Muss dazu sagen, meine Hündin ist ein kleiner Shih-Tzu.

Ein paar Tage später begann sie mit Einnässen. Sie nässte sogar ein, während sie schlief oder ruhte. Sie verlor den Urin und auch den Kot auch beim Laufen. Unser ganzes Haus war nur noch ein See, wir ständig am Wischen. Bei der Ultraschalluntersuchung wurde festgestellt, dass sie ein Blasenentzündung hat, der gesamte hintere Bereich entzündet ist. Außerdem war Blut im Urin, was wohl von den Blasensteinen kommen soll. Gegen die Blasensteine bekam sie eine Paste, die wir ihr 2x täglich geben sollten.
Die Blasenentzündung wurde mit Antibiotikaspritzen behandelt. Sie nässt zwar nicht mehr so viel ein, aber an manchen Tagen ist es noch ganz schlimm.
Bei der vorletzten Urinuntersuchung war plötzlich Zucker im Urin. Der Arzt wunderte sich, das kann doch gar nicht sein, bei der ersten Urinuntersuchung vor ein paar Tagen hatte sie doch noch keinen Zucker. Da wir den Urin mittels einer Spritze von unserem Fußboden hochgezogen haben und Papageien haben, dachten wir, dass vielleicht kleine Essenskrümel am Boden lagen und daher der Zuckerwert kam.

Heute nun bekam sie wieder eine Antibiotikaspritze und auch ihr Urin wurde untersucht. Der Zuckerwert darf wohl nur etwas über 100 sein und sie hat über 300! Deswegen bekommen wir ab Dienstag Insulinspritzen und ein spezielles Diätfutter.

Das kann doch nicht wahr sein! Ihr Blut wurde auch dieses Jahr öfter mal kontrolliert, das letzte Mal im Sommer. Bei der ersten Urinuntersuchung vor 3 Wochen war noch kein Zucker im Urin! Und jetzt soll sie so hohen Zucker haben???
So hoher Zucker entwickelt sich doch nicht von heute auf morgen. Das haben wir dem TA auch gesagt und dass die Spritzen daran Schuld sein müssen.
Dazu sagte er gar nichts.

Wir wissen jetzt absolut nicht mehr weiter. Mein Mann ist jetzt auch richtig sauer auf die Tierärzte und will groß zu keinen mehr gehen. Während der Blasengeschichte jetzt waren wir nämlich auch noch bei einem anderen TA. Der gab die 1. Antibiotikaspritze, seine Diagnose war auch Blasenentzündung. Er begutachtete aber auch ihr fehlendes Fell und sagte, dass er stark vermutet, dass ihre Nebennieren nicht richtig arbeiten. Da er selber kein Ultraschallgerät hat, schickte er uns zum anderen TA, der erst mal nur die Blasenentzündung behandelte und jetzt hohen Zucker ganz plötzlich feststellte.

Ich weiß zwar nicht ob das möglich ist, aber kann eine Antibiotikabehandlung Diabetes verursachen?
Wenn ich jetzt ehrlich bin habe ich durch die Milztumorgeschichte und jetzt die Diabetes entgültig die Nase voll von Ärzten. Insgesamt waren wir seit voriges Jahr bei 5 verschiedenen TÄ, die Gelder will ich erst gar nicht zusammenzählen und helfen tut gar nichts, im Gegenteil es wird alles schlimmer.

Hat vielleicht jemand was ähnliches mit seinem Hund durchgemacht oder hat jemand eine Idee, was meine Hündin haben könnte?

Das Insulin werden wir ihr jetzt wohl leider bis zum Lebensende geben müssen. :(

Liebe Grüße
Elke
 
11.12.2005
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Scentdoggy

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AW: Hoher Zucker durch Antibiotikabehandlung?

au weia...

hallo erst mal!
Da hat Dein Hund ja eine unglaubliche Geschichte hinter sich. Habt Ihr unter den 5 Tierärzten denn keine Tierklinik gefunden, bei der Ihr einmal bleibt? Ich glaube nicht, daß es gut ist, wenn man den Hund wegen ein und derselben Krankheitsgeschichte bei vielen verschiedenen Ärzten vorstellt, die wissen doch gegenseitig gar nicht, wer was schon gemacht hat und welche Medikamente gegeben hat usw, da habt Ihr sicherlich vieles schon doppelt und dreifach bezahlt...

Zur Sache mit dem Zucker:
Zucker kommt normal nicht von jetzt auf gleich. Wenn sie schon länger diese Fellprobleme hat, kann sie einen Morbus cushing haben, davon bekommt man dann auch irgendwann mal Diabetes.
Außerdem, wenn da kein Cushing dahinter steckt, geht ein Diabetes bei der Hündin nach einer Kastration in den meisten Fällen ganz von alleine komplett weg.

Ich frage mich, warum Dein Hund nie operiert wurde? Immer nur Ultraschall und Blutuntersuchungen, aber es fängt schon an mit der Gebärmuttervereiterung - raus mit dem Ding! Sowas kommt doch immer wieder und schwelt nur so vor sich hin. Vielleicht hat sie ja Eierstockszysten und deshalb Hormonprobleme, das macht auch Haarausfall.

Blasensteine?? Komische Strukturen in der Blase? Die Blasenentzündung und das ganze drumherum wird nie weggehen, solange da noch Steine in der Blase drin sind! Außerdem, nur nicht operieren wollen, weil "da was komisches" ist, halte ich bei einem versierten Tierarzt für absoluten Unfug. Woher will er denn wissen, daß es ein Tumor ist und nicht einfach ein Blasenpolyp? Der durch eine chronisch entzündete Blasenwand entstanden ist?

Was den Milztumor angeht, der verschwindet nicht einfach so. Was höchstens sein kann, daß sich in der Milz eine Blutblase entwickelt und dann aufplatzt, und das Blut läuft in die Bauchhöhle. Dann gehts dem Hund aber ziemlich dreckig und er wird vermutlich daran verbluten. Das kann es also auch nicht gewesen sein. War es im Röntgen und Ultraschall denn eindeutig ein Milztumor?

Den Kopf in den Sand stecken und gar nicht mehr zum TA gehen, halte ich für ziemlich daneben. Wenn Ihr was für den Hund tun wollt, dann geht zu EINEM Tierarzt, der den Hund komplett untersucht, komplette Diagnosen stellt, und Euch dann einen Therapieplan aufstellt. Einen Milztumor kann man samt Milz rausnehmen. Eine veränderte Gebärmutter mit veränderten Eierstöcken auch. Blasensteine müssen raus. Es muß abgeklärt werden, woher die Blasensteine kommen, und dann muß der Hund ein entsprechendes Diätfutter kriegen.

Und der Zucker- entweder, der verschwindet von der Kastration von allein, oder da hängt der Cushing dahinter. Ursachen: Hauptsächlich Tumore an der Hirnanhangsdrüse oder an der Nebenniere. Das kann so klein und versteckt sein, daß man das auf dem Schall oder dem Röntgen gar nicht sieht. Gegen Cushing gibts auch Medikamente, dafür muß der Hund aber erst mal richtig untersucht und eingestellt werden.

Wenn da tatsächlich Tumore (Milz? Blase? Eierstöcke?) dahinter stecken, können die natürlich auch gestreut haben und dann auch die Nebennieren oder das Gehirn befallen. Dann haben sie aber vermutlich auch woanders schon hingestreut, nämlich in die Lunge oder die Leber.

Was für einen Rat erwartest Du jetzt hier? Ich glaube kaum, das einer bei seinem Hund schon mal alle diese Krankheiten auf einmal mitgemacht hat. Such Dir eine gute Tierklinik, vielleicht eine Uniklinik, und investiere das Geld - wenn Ihr weiter nur an den Symptomen rumdoktort, wird der Hund davon nicht heilen und lezttlich kostets genauso viel!

LG Scentdoggy
 
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