Anfängerprobleme

Diskutiere Anfängerprobleme im Obedience Forum im Bereich Hundespiele, Sport und Freizeit; Hallo Fories, irgendwie haben wir ja alle mal angefangen. Ein Beitrag in einem anderen Thread hat mich an die Probleme der Ersthundebesitzer in...
Andra

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Hallo Fories,

irgendwie haben wir ja alle mal angefangen.

Ein Beitrag in einem anderen Thread hat mich an die Probleme der Ersthundebesitzer in meiner Gruppe erinnert.

Neben dem Handling der Leine (oder ggfls. auch mal 2 Leinen gleichzeitig) bereitet gerade das Umschalten von Korrektur auf Lob bzw. das zeitgenaue Loben und Bestätigen gewaltige Probleme.

Leider habe ich immer meine Schwierigkeiten, es den Leuten richtig zu vermitteln. Vor allem die Frauen werden mir gerne anvertraut. Denn Geduld ist für die meisten Männer in unserem Verein ein Fremdwort ;)

Mich würde mal interessieren, welche Probleme die Ersthundebesitzer bei den Übungen haben.

Geht es tatsächlich um den "Salat" mit Leine und Hund?
Ist es wegen der Emotionen so schwierig, umzuschalten?
Oder weiß man es oft einfach nicht, wie wichtig das ist?
Gibt es noch anderweitige Probleme bei der Ausbildung des ersten Hundes?

Welche Erfahrungen habt Ihr so gemacht?
Es geht mir jetzt hauptsächlich um die Unterordnung, wobei natürlich auch Fährte und Schutzdienst interessieren, falls Ihr das betreibt.

Wäre für Tipps wirklich dankbar :]
 
21.11.2005
#1
A

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Krüsel

Krüsel

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AW: Anfängerprobleme

Einfach nur grade laufen - das war für mich wochenlang ein Ding der Unmöglichkeit 8)

Und wer nu lacht - ab auf die Wiese und echt grade laufen

Dann richtig rechts oder linksrum ohne dabei Bögen zu laufen

Is schon schwer seine Füße unter Kontrolle zu haben :D

Edit: Gehts nu um Probleme allgemein oder nur das Ding mit der Leine?? *noch net wach bin - is Montag*
 
Andra

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AW: Anfängerprobleme

@Krüsel:
Liegst schon richtig, es geht um Probleme allgemein :]

Ich lache bestimmt nicht, denn das ist auch etwas, was ich festgestellt habe (fällt mir jetzt erst ein): Das Geradeauslaufen ist für viele Anfänger sehr schwer! Und das mit den Bögen, tja, das kostet mich Nerven :D
Winkel, keine Bögen.

Manche verstehen auch die Kehrtwendung lange nicht, bei der der Hund hinten rum läuft. Ich mache sie zwar immer vor, aber es ist wohl echt nicht leicht zu merken, wie man sich nun entgegen dem Hund dreht.
 
Claudia + Co

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AW: Anfängerprobleme

Hallo,

ich finde, gerade beim ersten Hund ist man einfch erst mal völlig unsicher. Entweder, man hat sich vorher kaum informiert und steht ganz auf dem Schlauch, oder man HAT verschiedene Büchern gelesen und evtl. auch schon mit anderen Hundehaltern gesprochen. Dann hat man aber zig verschiedene Meinungen und Methoden und ist vollends verwirrt...

Und gerade dieses punktgenaue Bestätigen/Loben oder Strafen, was du angesprochen hast, ist, glaube ich, wirklich schwierig.

Wenn man nicht die "richtigen" Bücher gelesen hat, weiß man u. U. gar nicht, wie Hunde "ticken" und wie sie lernen.
 
Andra

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AW: Anfängerprobleme

Original von Claudia + Mary
evtl. auch schon mit anderen Hundehaltern gesprochen. Dann hat man aber zig verschiedene Meinungen und Methoden und ist vollends verwirrt...
Das war bei mir auch so, als ich angefangen habe und hat sich bis heute nicht geändert! Frag 10 Hundebesitzer (-führer, -sportler) und Du bekommst 10 verschiedene Antworten.
Ich kann gut verstehen, dass man daran verzweifeln kann.
 
Claudia + Co

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AW: Anfängerprobleme

Jepp, und DANN muss man halt erst mal den Verein oder die HuSchu finden, mit deren Methoden man wirklich klar kommt. Die anderen 9 vergessen und sich drauf einlassen ;)
 
Andra

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AW: Anfängerprobleme

@Claudia:
Das ist richtig.
Ich hab aktuell ein Problem mit einer Hundeführerin, die einen DSH und einen Labi hat. Sie kann sich einfach nicht entscheiden, auf welchem der beiden Huplas, auf denen ich auch bin, sie arbeiten will. Aber während dieser Ausbildungsphase ist es wichtig, daß sie an einer Methode dran bleibt. Alleine kriegt sie das noch nicht hin, da sie sich zuviel beeinflussen lässt. Für die Hunde ist das mehr als verwirrend.
 
Wiesie

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AW: Anfängerprobleme

Ich glaube, daß ein sehr großes Problem für die Anfänger darin besteht, daß einfach schon von Anfang an viel zu viel gemacht wird mit dem Hund. So viel passt weder in den Hunde- noch in den Menschenkopf. Da gibt es soo viel zu beachten!

Nicht nur, daß die Leine richtig gehalten werden muß, dann muß auch noch gerade gelaufen und die Kehrtwendung verstanden werden, der Hund soll gerade in der Grundstellung sitzen und dann auch noch möglichst den Führer ansehen beim Laufen. Dann hat man noch ein Spielzeug oder die Futterdose zu handeln und darauf zu achten, ob ich jetzt loben oder korrigieren muß - und das Ganze noch mit einem flauen Gefühl im Magen, weil man ja von einem Ausbilder beobachtet wird.

Alleine schon deshalb bringe ich meinen Hunden den Grundgehorsam nicht auf dem Platz, sondern alleine auf einer Wiese bei. Es wir dauf dem Plazt einfach zu viel verlangt!
Zerlegt doch die Einheiten in kleine Schritte! Bringt dem Hund doch zuerst die Grundstellung bei und absolut nichts Anderes! Und das, ohne den Hund zurechtzurücken wenn er schief sitzt oder anfangs eine schiefe GS zu akzeptieren.
Wenn der Hund das kann, hat er doch schon die halbe Miete. Dann erst ist es Zeit, loszugehen und schritte in irgendwelche Richtungen zu verlangen.
Wenn man die UO so zerlegt, dann macht man die Ausbildung dem Hund und dem Führer viel leichter. Denn der Hund kann sich auf eine Sache konzentrieren und läuft nicht die erste Zeit neben dem HF her, ohne überhaupt zu wissen, was er da machen soll.
Und der Hundeführer hat
- Zeit, sich auf den Ausbilder "einzuschießen"
- Zeit, seinen Hund erst mal kennen zu lernen
- Kein Problem mit der Leine oder irgendwelchen komischen Drehungen
- Den Kopf frei für wichige Fragen wie: Wann bestätige ich und wie mache ich das richtig.
- Nicht das Gefühl der Überforderung, weil man jeden Tag 10 verschiedene Übungen machen muß.
- Schnellere Erfolgserlebnisse, weil man nur an einer Sache gleichzeitig arbeitet.
 
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Dodoh

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AW: Anfängerprobleme

Hallo

Ich denke nicht, das die Übungen das Problem sind, sondern das "warum und wie" lernt ein Hund. Wenn man versteht, wie ein Hund lernt, denke ich, kann man das in fast alle Bereiche des Zusammenlebens und der Ausbildung einbringen.

Also mit dem Timing haben glaube ich die meisten Leute Schwierigkeiten, meist kommt es viel zu spät, egal ob Lob oder Strafe. Und mit der Kosenquenz haben die meisten ihre Probleme (weil Baby nicht sitzen muß wenns naß ist)

Was mir noch einfällt, das viele mit Kommandos nur so rumschmeißen und es zur Korrektur anwenden, obwohl die Hunde es noch gar nicht begriffen habe, Beispiel Fuß, die "Leute" sagen ihrem Hund immer Fuß wenn er zieht und denken, er müßte sich ja nun auch selbst korrigieren, aber was lernt der Hund wirklich (ich gebe das Platzkommando in der Lernphase ja auch nicht, wenn der Hund sitzt, um die Verknüpfung herzustellen).

Wichtig finde ich immer, den Leuten an bildlichen Beispielen das warum und wieso zu erklären, damit sie es vom Kopf her verstehen, denn nur zu sagen, so oder so, da lernt der Halter nichts bei.
 
Andra

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AW: Anfängerprobleme

@Wiesie:
Zerlegt wird die UO sowieso, wir bauen sie erst kurz vor der Prüfung mal probehalber zum Schema zusammen.
Aber einige Hunde sind eben doch schon so weit, daß sie verschiedene Teilübungen während einer Übungsstunde zeigen sollen/müssen/können.
Die Hunde in meiner Gruppe, deren Frauchen noch Anfänger sind, sind zwischen 1,5 und 3 Jahre alt.

Das Problem mit dem Spielzeug/Futter etc. kenne ich auch von einigen. Sobald zur Leine noch eine Beisswurst hinzu kommt, wird es einfach zu kompliziert. Einige Hunde könnten durchaus schon ohne Leine laufen, aber der Kurzführer zur Absicherung wird dann einfach auf die Schnelle nicht "gefunden". Oder es dauert einige Minuten, bis das Futter oder der Ball aus der Tasche befördert ist ;)

Es ist mit Sicherheit schwerer, als es aussieht. Das streite ich gar nicht ab. Ich wäre bestimmt ein sehr schlechter Lehrer, da ich den Leuten einfach nichts in der Theorie vermitteln kann. Es bringt mehr, wenn ich es ihnen direkt zeige.
 
P

Patch2

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AW: Anfängerprobleme

Hallo

Denke auch, dass das grosse Problem am Anfang ist, dass man zu viele Dinge zur gleichen Zeit tun sollte... und das kann der Mensch eben erst, wenn es zum Automatismus wird. Gutes Beispiel: Auto fahren... man kann sich gar nimmer erinnern, wie das war, als man mit dem Auto fahren begonnen hat... oh Mann, Lenkrad, steuern, schalten, Blinker setzen, Rückspiegel schauen, am Anfang ist man gottlos damit überfordert, einfach zu viele Dinge, die man noch nicht automatisch macht sondern vorher überlegen muss. Beim Hund ist das das selbe... Leine, Körperhaltung, Korrekturen, Lob, es ist einfach zu VIEL auf einmal.. und deshalb denke ich wie Wiesi, anfangs nur eines nach dem anderen... Und allenfalls auch mal ohne Hund üben.
 
Andra

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AW: Anfängerprobleme

@Dodo:
Genau so ist es!

@Patch:
Ja, ich erinnere mich. Wenn ich es mit dem Autofahren vergleiche, muß es anfangs wirklich schrecklich sein :D
Das mit dem Trockentraining ohne Hund ist eine gute Idee!!
 
P

Patch2

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AW: Anfängerprobleme

Hi Andra

Das mit dem "Trockentraining" machen wir nicht nur fürs UO gehen, sondern auch sonst in einigen Bereichen... so müssen bei uns die Leuts auch ohne Hund lernen Apportierhölzer zu werfen und so.

Bei der Uo, was noch witzig ist: nicht nur ohne Hund gehen, sondern ein zweiter geht mit und spielt den Hund. Gerade bei der Linkswendung haben ja viele nen Knopf (wie dreh ich mich nun, wo geht dann der Hund durch). Bei ner neuen Anfängergruppe gibt das auch noch einen lustigen Teil, der zur guten Gruppenbildung unter den Menschen seinen Teil beiträgt... :D
 
P

Patch2

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AW: Anfängerprobleme

:D gibt einige Tricks... und eben auch da: Übung macht den Meister.. daher üben ohne Hund (nicht dass der Hund sich vor lachen auf dem Boden kringelt, weil man das Holz mehr hoch denn weit geworfen hat :rolleyes: )
 
Andra

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AW: Anfängerprobleme

Original von Patch
(nicht dass der Hund sich vor lachen auf dem Boden kringelt, weil man das Holz mehr hoch denn weit geworfen hat :rolleyes: )
Ja, oder weil man es mal wieder gegen die Schrägwand geworfen hat :rolleyes:
Aber es ist auch wichtig, zu üben, daß man das Holz nochmal zurück holt und ein zweites Mal wirft. Meine Hündin fasst das damals bei der SchH 1 als "hopp" auf, als ich den Richter gerade fragen wollte, ob ich einen zweiten Versuch starten darf.
 
DFA+Maja

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AW: Anfängerprobleme

hallo,

sind ja gerade mehr oder minder neu auf dem hupla von daher..

wie hält man den die leine "richtig" hab davon noch gar nix gehört, bzw hatte die tante gezeigt mit schlaufe um daum sozusagen.

was ich schwer finde ist wie ihr sagt das loben, und zwar deshalb weil wenn ich lobe der hund genau danach nicht mehr das macht was gelobt wurde, selbst wenn nur ein kurzes fein kommt oder dergleichen.

was ich mich auch frage: mal gehts supi dann die nächste stunde wieder schlechter, danach wieder besser und so hin und her. liegt es an mir weil ich immer adners drauf bin und evt wörter anders sage? oder üb ich zuwenig?

mir kommts auch wenig vor was wir so lernen, machen fuss, begrüßungsspielchen, platz und sitz mit kleiner entfernung und ab und an mal über nen balken laufen.

wenn ich mir angugge was eure hunde schon können in dem alter... klar schutzdienst und so machen wir ja nich
 
S

Storm2

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AW: Anfängerprobleme

Als Anfänger (und manchmal auch noch später ;) ) fand ich immer folgende Sachen schwierig:

- Kommandos nicht mehrfach wiederholen
- Körpersprache nicht widersprüchlich zu den Kommandos verwenden
- nicht unbewusst an der Leine zuppeln
- Hund ERST aufmerksam machen (Spannung aufbauen), DANN arbeiten
- und daraus resultierend: wie baue ich Spannung richtig auf (über Stimme & Körpersprache, aber ohne meinen Hund zuzutexten oder zu verunsichern)

Das sind wie ich finde alles Dinge, die sich unbewusst einstellen, und die man selbst manchmal tatsächlich nicht wahr nimmt (und wo der Ausbilder einem dann auf die Finger schauen sollte).

Ich habe heute noch damit zu kämpfen, dass ich mir angewöhnt habe, vor manche Kommandos das Wörtchen „und“ zu stellen. Ich sage also „und Sitz“, „und Platz“ usw.... :rolleyes:
Wirklich blöd, aber ich merke es noch nicht mal immer. Und wenn, beisse ich mir fast die Zunge ab, um das wenigstens für den Moment abzustellen!

Aber warum einfach, wenn mans sich selbst auch so schön schwer machen kann! :D

Viele Grüße
Storm
 
Andra

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AW: Anfängerprobleme

@DFA + Maja:
Wie man die Leine hält, ist eigentlich nicht wichtig. Mir fällt nur auf, daß das "hervor zaubern" des MO oder Futters für einige sehr schwierig ist, wenn sie in einer Hand die Leine halten.
Die Hörzeichen solltest Du immer gleich betonen. Aber dass es nicht jedes Mal gleich gut läuft, ist normal.
Wie oft machst Du denn "Hausaufgaben" und wie oft bist Du auf dem Hupla?
Ob diese Übungen zu wenig sind, kann man schlecht sagen. Kommt auf den Ausbildungsstand Deines Hundes an.

@Storm:
Das mit dem Wörtchen "und" höre ich auch sehr oft. Oder den Namen des Hundes, z. B. "Sita, fuß". Sehr oft erfolgt beim Losgehen ein Zupfer an der Leine. Die Leute merken das meistens auch selbst nicht.
 
D

Dodoh

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AW: Anfängerprobleme

Hallo DFA+Maja

was ich schwer finde ist wie ihr sagt das loben, und zwar deshalb weil wenn ich lobe der hund genau danach nicht mehr das macht was gelobt wurde, selbst wenn nur ein kurzes fein kommt oder dergleichen.
Fordert oder erwartet er dann eine Belohnung? Was tut er nach den Lob (gerne mal ein Beispiel), steht er z.B aus dem "Platz" auf, um schneller an seine Belohnung zu kommen?

LG Dodo, Richy und Fly
 
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