Schutzdienst ohne Zwang

Diskutiere Schutzdienst ohne Zwang im Schutzdienst Forum im Bereich Hundespiele, Sport und Freizeit; Hallo Fories, hab es heute mal wieder gelesen "Schutzdienst ohne Zwang", aber gibt es das wirklich? Geht es ganz ohne Zwang? Hat jemand seinen...
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Sebastian5

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Hallo Fories,

hab es heute mal wieder gelesen "Schutzdienst ohne Zwang",
aber gibt es das wirklich? Geht es ganz ohne Zwang?

Hat jemand seinen Hund schon mal im SchH-bereich ausgebildet und wie sieht das Training aus?

Ich persönlich kenne nur die Standartausbildung", mit Schleppleine, Stachelhalsband und bei ein paar Menschen auch mit dem TeleTakt.
Wäre nicht schlecht auch eine Alternative zu kennen.

...ich bin mal gespannt!
 
12.10.2004
#1
A

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Gast

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M

Mauzernauz

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Hallöle :D
wo steht den dieser Artikel, würde mich mal sehr interessieren!!!

Liebe Grüße
Mauzernauz :D
 
S

Sebastian5

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Halllo Mauzernauz,

In einem Ausbildungsbogen für Hundetrainer.
 
M

Mauzernauz

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Hallöle,
in welchem Ausbildungsbogen??? SV oder VDH????

Liebe Grüße
Mauzernauz :D
 
Andra

Andra

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Hi Sebastian!

Schwierige Frage!
Mein erster Rüde war sehr sensibel. Bei ihm reichte ein Erheben der Stimme. Wobei nun zu definieren wäre, ob auch das schon als Zwang bezeichnet werden muß.

Die meisten Hunde bei uns werden ohne Zwang (wenn man mal die Stimme außer Acht läßt) ausgebildet, ABER DANN abgesichert.

Auch auf der Fährte kommt man oft nicht ohne dieses Absichern aus. Ein Hund kann noch so freudig suchen. Viele kommen irgendwann an einen Punkt, wo sie bei großen Schwierigkeiten auf der Fährte aufgeben wollen :( anstatt selbständig weiter zu arbeiten.
Zwang in gewissem Maße ist natürlich auch für das Verweisen erforderlich.

Arina ist eine recht harte Hündin, das Gegenteil eines Sensibelchens. Sie wurde von Anfang an im Schutzdienstbereich über Gehorsam aufgebaut. Das sah z. B. so aus: Sitz - Konzentration - beissen.
Ohne Trieb. Dafür drehte sie einfach zu hoch.
Zwar ohne TT, aber mit Stachel.
Jetzt habe ich den Vorteil der Führigkeit - in jeder Situation.

Ganz ohne Zwang im SchH-Sport?
Da bekommst Du ein klares Nein von mir.

Gruß
Andra
 
B

B'Lana

Gast
Hallo,

ich selbst mache zwar keinen Schutzdienst, aber n bischen weiß ich auch.. und das was ich nciht weiß, müßt ihr mir halt erklären!

Was bedeutet in diesem Falle: ABSICHERN?

So.. zur eigentlichen Frage!

Also man LIEST ja immer sehr viel, das es auch ohne Stachelhalsband und Co geht! Aber ohne Zwang? Die Frage ist.. was ist Zwang? Ein Platz der immer noch mit Stachelhalsband an den SChutzdienst geht.. hm.. fragwprdig... oder?

Wenn ich meinene Hund dazu "prügeln" muß, das er Bock auf Schutzdienst hat? Na.. dann habe ich wohl was falsch gemacht?!
Aber wenn er viel mehr will und ich ihn zügeln mjuß / lenken muß?! Dann ist das auch Zwang, aber je nach dem WIE es gemacht wird, meiner Meinung nach nicht schädlich oder schlimm!


Grüße

B'Lana
 
S

Sebastian5

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Hallo,

ich selber sage das es nicht ohne Zwang geht!

Ein Schutzhund der total geil darauf ist zu seiner Beute zu kommen, würde am liebsten auf den Platz und beisen, beisen, beisen.
Nun muss er aber noch verschiede Übung ausführen um zu seiner Bestätigung zu kommen, z.B Revieren, Verbellen, Abliegen.

Am besten lässt sich mein Gedanke beim Revieren zeigen.
Wenn der Hund reviert hat er nur eins im Kopf und zwar den Ärmel. Bei uns wurde das Revieren über Helfer aufgebaut und man beobachtet immer wieder das ein paar direkt zum Helfer durchbrechen (6 Versteck).
Nun kommt es zur "Kontrolle" des Hundes, über Gehorsam. Die häufigsten Reaktionen bei durchbrechen ist die Übung wieder und wieder zu wiederholen oder die Übung mit Schleppleine zu machen.
Der Hund wird kontrolliert, das er die Übung genau richtig macht, obwohl der Hund nur zu seinem Ärmel will und auch ein Hund der Top reviert muss es machen. Ich würde sagen Kontrolle + Gehorsam = Zwang. Jetzt ist nur noch die Frage, ab welcher "stärke" empfindet man es als Zwang. Starker Zwang ist es für mich wenn der Hund dabei in Stresssituationen kommt (äussert sich durch stehen bleiben oder gar flüchten).
Ich denke bei der Triebkontrolle kommt ein Hund in einen gewissen Zwang.
 
Andra

Andra

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Original von B'Lana
Wenn ich meinene Hund dazu "prügeln" muß, das er Bock auf Schutzdienst hat?
Hi B'Lana!
Nein, so ist das nicht gemeint! Ein Hund, den man zur Jagd tragen muß, taugt nichts :( In diesem Fall ist ein schöner Platz in einer Familie und auf der Couch ratsam.

Den Zwang benötige ich im umgekehrten Falle. Ein Hund hat "zuviel Bock" auf Schutzdienst. Dann muß ich über Gehorsam ABSICHERN. Sprich: Zwang ausüben (mal mehr, mal weniger), um den Hund im Griff zu haben.
Wofür natürlich viel Fingerspitzen gefragt ist. Ein Zuviel wirft mich evtl. in der Ausbildung um Monate zurück.
Bei uns arbeiten nur zwei HF mit Stachel.
Ich bei meinen früheren Hunden auch nicht.
Die Methode richtet sich total nach dem jeweiligen Hund.
Gruß
Andra
 
B

B'Lana

Gast
Ok.. ich vergleiche das jetzt mal bei mir mit der eigenen RHArbeit!

Ich selbst arbeite ja nicht mehr in einer Staffel, mache es nur für mcih und meinen Hund!
Also B'Lana muß abliegen und sieht wie ich mit dem Ball von dannen mache! Mein Hund ist ja nicht doof, die weiß genau was sache ist...
Das kann manchmal dauern, ich habe sie beobachtet.. wow.. das währen schööööööööööne Fotos... :D.. aber sie wartet!
Dann endlich kommt das suchvorraus... und je nachdem SCHICKE ich sie halt auch...

jup... ZWANG!!!! Aber ich denke nicht, das er ihr schadet!

Ist doch dann eigentlich das gleiche wie bei euch, oder?

Liebe Grüße

B'Lana
 
Hermine

Hermine

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@Sebastian

Der Hund kommt in Stress, weil er einen starken Konflikt erlebt zwischen zwei entgegengesetzen Motivationen.

Die Triebmotivation und das Meideverhalten...

Ist der Konflikt zu stark, macht der Hund gar nichts mehr - er bleibt stehen etc., um die für ihn unerträgliche Spannung aufzulösen.

Geht es da noch weiter mit dem Druck, macht er überhaupt nichts mehr, legt sich hin, gibt sich auf.

Liebe Grüße
Hermine
 
Andra

Andra

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@Stormchaser:
Sehr gutes Beispiel mit dem Revieren.
Es dem Hund über den Helfer beizubringen, da spricht m. E. nichts dagegen. Aber dann: Absichern.
Und da plädiere ich dafür, daß der Helfer konsequent im Versteck Nr. 6 steht. Der Hund muß um die anderen 5 rum, weil:
Dies ist der kürzeste Weg zum Helfer :]
Wenn der Hund das mal intus hat, bin ich jedoch dafür, wieder durchzuwechseln: Mal steht der Helfer in 3, mal in 5... Mal arbeitet ein zweiter Helfer mit... Aber auch bei einem SchH3-Hund immer wieder: provozieren, absichern...
Gruß
Andra
 
B

B'Lana

Gast
:rofl: Hermine :rofl:

deine zwei Sätze haben mir nicht gelangt.. da wollte ich mehr wissen.. und schon schreibst du mehr!

ja.. so verstehe ich das auch!

DSa ist das was ich sagen wollte, ein Bischen Zwang ist sicherlich ok... aber eben kontrolliert und nicht zu viel!

Und das ist wohl bei jedem Hund anders....

Oder?! Habe ich da jetzt was falsch verstanden?!

Grüße

B'Lana
 
S

Sebastian5

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@Hermine

Ich denke in dieser Situation kommt der Hund in Stress zwischen MUSS und WILL. Der Hund will zu seinem Ärmel, wird ins Revier geschickt und bricht wieder zum letzten Versteck durch, weil er es will. Dann wird er geholt und es wird wieder gemacht, nun kommt wieder das selbe und immer wieder macht der Hund diesen Fehler, jetzt muss/will der HF seinen Willen durchsetzen. Langsam singt die Motivation und das Meideverhalten steigt. Der Hund wird dazu gebracht es so zu machen wie der HF es will, um es mit anderen Worten zu sagen, der Wille des Hundes wird gebrochen. Das ist für mich starker Zwang. Irgendwann will der Hund überhaupt nicht mehr und blockiert sich völlig. Hundeführer geht vom Platz und der Hund hat ein negatives Erlebniss.
 
Hermine

Hermine

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@B´Lana

Siehste - die Grönifrau ist halt wie ihr Hund: Sehr sensitiv... :D

Liebe Grüße
Hermine
 
F

Fine770

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hallo zusammen,
sorry, aber wenn ich mir das hier so durchlese frage ich mich ob ich auf einen anderen stern meinen hund ausbilde.

ich muß meinen hund keineswegs in den konflikt bringen mit helfer und gehorsam, ich kann ihn genauso gut ohne helfer das revieren beibringen, aber warum einfach wenn es kompliziert und stressig auch geht......

und auch ein stachel ist nicht wirklich muß, ich muß nur den schutzdienst genauso schritt für schritt aufbauen wie die uo auch, dann funzt das schon.
 
Hermine

Hermine

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@Stormchaser

Kennst du andere Möglichkeiten, um das Revieren korrekt hinzukriegen und den Hund "sauber" zu kriegen am Helfer?

Ich hab neulich Mondioring gesehen. Die Hunde sind aus dem Mann geflogen und in die Beißwurst beim HF rein...
Das behalte ich mal im Hinterkopf. Damit müsste man doch arbeiten können...

Liebe Grüße
Hermine
 
S

Sebastian5

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@Fine770

Revieren ohne Helfer werd ich auch am Samstag mal lernen, bekomme es beigebracht. :)

Finde ich sehr gut, so kommt der Hund garnicht erst auf den Willen zum Helfer zu wollen.

Sehr positiv!!! :]
 
S

Sebastian5

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@Hermine

Am Helfer? Ja.

Wie gesagt, Revieren üben ohne Helfer, Vorsitzen und Verbellen durch den Hundeführer. Später wird der Hundeführer durch den "NEUTRALEN" Helfer ersetzt. Der Hund soll es in seinem normalen oder stärkeren Beutetrieb lernen und nicht einen Tunnelblick nur auf den Ärmel bekommen, so lernt der Hund viel schneller und besser.
Und warum über der Hundeführer das Stellen und Verbellen, weil der HF eine bessere kontrolle über den Hund hat und weil eh alle Korrekturen vom HF und nicht vom Helfer kommen sollen. Manchmal wird so stark vom Helfer eingewirkt das der Hund ins Meideverhalten kommt. :)
 
Hermine

Hermine

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@Stormchaser

Klingt gut.
Ob man da die Beißwurst einbauen kann... Das sah dort einfach genial aus. Null Konflikt, voller Einsatz, leuchtende Hundeaugen.

Liebe Grüße
Hermine
 
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Schutzdienst ohne Zwang

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